Frage von christin20, 30

Ich komm nicht weiter, was soll die Zukunft bringen?

Hallo an alle. Ich bin über 25 und komm nicht weiter in meinem Leben. Ich will studieren, muss dafür aber ein Jahres Praktikum absolvieren. ( Fast ) Alle Praktikumsplätze sind belegt. Außerdem weiß ich rein gar nicht was ich will. Mein ganzes Leben bis heute nerven meine Eltern. Drängen sich in alles. Wollen andauernd Macht behalten. Ein Beispiel. Ich wasche meine Wäsche. Meine Eltern stehen daneben weil sie Angst haben das der Waschmaschine etwas passiert. So, jetzt haben sie die Waschküche abgeschlossen und meine Wäsche schimmelt vor sich hin. Ich durfte mich nie frei entfalten. Egal was war, immer musste ich ihre Sichtweise übernehmen. Sie engen sehr ein und ein Selbstbestimmtes Leben ist hier unmöglich. Der Alltag besteht aus Kontrolle, Beleidigung,Drohung, Manipulation, Schuldzuweisung. Außen machen Sie auf überfreundlich. Erst nach über 20 Jahren wurde mir das bewusst. Früher hab ich mir selbst die Schuld gegeben. Die Schuld ist auch ein sehr großes Thema. Ich hab immer Schuld. Sie nie! Vielleicht könnt ihr mich verstehn, ich bin keine Schmarotzerin die vom Staat leben will ohne Geld. Ich muss mir nur derzeit erst einmal Bewußtwerden, was ich will und wer ich wirklich bin. So. Ich würde mich über feedback und Anregungen sehr freuen. Danke :)

Antwort
von ThePoetsWife, 30

Hallo,

ich war in dem Alter bereits Mutter und berufstätig, hatte also große Verantwortung zu tragen.

Du klingst nicht unbedingt wie 25 und älter, auf jeden Fall versorgen dich scheinbar deine Eltern.

Was hast du nach dem Abitur gemacht? In dem Alter, in dem du bist, müsste man schon fertig oder fast fertig mit dem Studium sein.

Es gibt Beratungsstellen, an die du dich wenden solltest. Mit Sicherheit wäre eine räumliche Trennung von deinen Eltern hilfreich. Du müsstet dich meiner Meinung nach mehr bemühen, dass du mal in die Gänge kommst.

Liebe Grüße

Antwort
von Narave, 24

du willst zum einen von deinen "beherrschenden" und dich "unterdrückenden" eltern weg, begibst dich aber freiwillig in die abhängigkeit zu ihnen (daheim wohnen usw, kein/wenig eigenes geld,...), indem du jahrelang studieren willst...?

das ist genau der punkt an dem du dich entscheiden solltest.

dass deine eltern dir alles machen und abnehmen wollen, kommt aber auch nicht ganz von ungefähr. mit deinen über 25 jahren signalisierst du ihnen trotzdem hilflosigkeit: was will ich eigentlich? was will ich erreichen, wer bin ich?? das denkst du dir nicht nur, sondern so gibst du dich im alltag. (noch) planlos, orientierungslos, organisationslos. und der erste impuls an eltern ist natürlich "nimm der "kleinen" alles ab, hilf ihr bei allem." is gut gemeint, aber leider pädagogisch grundverkehrt:) das ganze nennt sich dann wenn du über 30 bist "hotel mama".

hab ne kollegin, mutter eines 32jährigen sohnes, dessen freundin ist mit ihren 28 auch ein sogenanntes "hascherl." sagt so gut wie nix, kann nix, wie gartel ich richtig, wie mach ich nen rohrbraten, wie geht reifenwechseln, wann muss ich zum tüv, welches waschmittel brauch ich, wo kann ich öl fürs auto nachkaufen??? die ist "erwachsen" aber eigentlich alleine... lebensunfähig.

an deiner stelle würde ich unbedingt darauf bestehen, deine wäsche selber zu waschen, wenn sie bedenken wegen deiner ordnungsgemäßen bedienung der waschmaschine haben, lass es dir noch 2,3x zeigen. und wenns nur is um sie zu beruhigen. und mach dir wirklich nen plan wo du hinwillst. der erste schritt ist getan wenn du nicht mehr sagst "was soll ich nur tun??", sondern wenn du sagst: ich studiere ....! ich wünsche dir alles gute.

Kommentar von christin20 ,

Danke Dir. Du willst mich wachrütteln und das ist dir auch gelungen!

Du schreibst, ich soll ihre Macht ertragen ( mit der Waschmaschine ) um sie zu beruhigen. Das ist super. Und hab ich auch alles Jahre lang so gemacht. Die eigene Identität leidet aber. Immer wieder das brave Mädchen sein um nicht anzuecken. Irgendwann verliert man seine eigenen Wünsche. Ich will das sie meine Grenzen akzeptieren. ich wollte schon mit 12 meine Wäsche waschen. Durfte ich aber nicht. Es geht ihnen ja darum die Macht zu haben. Mein Hund den ich über alles liebe ist ihre größte Manipulationswaffe. Sie sagen, ich muss hierbleiben. Den Hund wollen sie nicht. Und ich würde niemals arbeit finden wo ich ihn mitnehmen darf. Ich weiß das das nicht stimmt aber es ist halt schwieriger eine Arbeitsstelle zu finden, wo Hunde mitdürfen. Vor allem ist mein Hund zickig. ich weiß das sie ihn niemals abgeben würden. Es ist reine Manipulation. Mein Vater hängt zu hause        ( war unternehmer) meine mutter arbeitet halbtags. Also sie hätten mehr als genug Zeit. Sie sagen auch, wenn du eine Ausbildung hast und hier wohnen bleibst, passen wir auf ihn auf ansosten wenn ich ausziehe. Nein.


Wünsch Dir auch alles Gute :) 

Antwort
von sisiblack, 25

Ich kann vielleicht nicht nach fühlen wie du dich fühlst, aber jeder hatte mal so eine Fasse. Wenn es mit dein Eltern so schwer ist dann solltest du mal darüber nachdenken auszuziehen oder wenn du schon ausgezogen bist vielleicht in eine andere Stadt umzuziehen (maybe: in eine wg) . oder du kannst ja auch ein Auslandsjahr machen (Au-PAIR) um dir noch dir noch weiter zeit zu geben. wenn das alles nicht hilft weiss ich auch nicht weiter

Antwort
von Deeptra, 22

Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe ähnliches durch, wie du! Das einzige was dir hilft, ist von zu Hause weg zu kommen. Damit du das Ganze nicht mehr ertragen musst... Das zumindest war bei mir der einzige Weg.

Antwort
von beangato, 21

Such Dir eine Arbeit (egal was) und zieh so schnell wie möglich aus.

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