Frage von Sabrina28, 127

ich kann psychisch nicht mehr zur Arbeit die behandeln mich dort wie das letzte ich kann einfach nicht mehr. Ist es möglich beim AG selbst zu kündigen?

Antwort
von DerHans, 55

Natürlich kannst du kündigen. Du bist schließlich kein Sklave.

Wenn du dadurch aber arbeitslos wirst, musst du mit einer Sperre rechnen. Es sei denn du lässt dir von einem Arzt bescheinigen, dass du unter psychischen Störungen leidest, die durch diese Arbeit hervor gerufen wurden. Das dürfte schwierig werden.

Kommentar von Sabrina28 ,

aber ich kann unter solchen Bedingungen nicht weiter dort arbeiten ich versuche es ja als aber das wird mir dort langsam alles zu viel. Soll ich weiter dort arbeiten gehen? dann macht mich das noch mehr kaputt

Antwort
von SchlaflosIn, 62

Ist vielleicht schlauer, sich dauerhaft krank schreiben zu lassen und in der Zeit etwas Neues zu suchen. 

Wenn du mit der Frage darauf abzielst, ob du ALG 1 bekommst, wenn du aus diesen Gründen selbst kündigst, kann ich das nicht mit Sicherheit beantworten, aber ich würde vermuten, dass die dafür irgendeinen Nachweis wollen, sonst käme ja jeder mit so einer Geschichte. 

Ich wünsche dir, dass du bald da rauskommst. 

Kommentar von Sabrina28 ,

wie dauerhaft ich soll dann immer jede Woche zum Hausarzt und mich krank schreiben lassen das macht doch nicht jeder Arzt mit ich war ja schon öfter krank dann war ich halt mal wieder arbeiten dann wieder krank....aber die entlassen mich einfach nicht :( was soll ich denn machen oder besser gesagt wie......?

Kommentar von SchlaflosIn ,

Geh zum Arzt und sag du hältst das nicht mehr aus. 

Parallel reichst du die Kündigung ein (schau mal nach Kündigungsfristen in deinem Vertrag) und nimmst deinen Resturlaub. 

Wenn du dem Arzt erzählst, dass du vor lauter Mobbing nicht mehr schlafen kannst, schreibt der dich genau deswegen krank. 

Kommentar von Sabrina28 ,

weiß nicht ob das so einfach ist. Ich muss versuchen solang durch zu halten aber wenn es absolut gar nicht mehr geht dann muss ich irgendwie was unternehmen 

Antwort
von Spuky7, 54

Du kannst immer kündigen. Da gibt es eine Kündigungsfrist, schau in deinen Arbeitsvertrag.

Kommentar von Sabrina28 ,

ja 2 Wochen Kündigungsfrist bin auch noch in der Probezeit

Kommentar von Spuky7 ,

Wenn du es nicht mehr aushältst, dann geh. Danach geht es dir besser. Oder du gehst zum Arzt und lässt dich wegen Depressionen erstmal krank schreiben. 

Kommentar von Sabrina28 ,

ja und für wie lange soll ich mich dann krank schreiben lassen?

Antwort
von Kuno33, 51

Was meinst Du mit AG? Amtsgericht, Arbeitgeber oder wen sonst?

Du kannst, wenn es der Vertrag nicht ausschließt, auch mündlich beim Arbeitgeber kündigen. Aus rechtlichen Gründen wäre es gut, einen Zeugen dabei zu haben. In der Regel kündigt man aber schriftlich. Wenn Du "die schlechte Behandlung" nachweisen kannst, kannst Du vermutlich auch fristlos kündigen, sofern Du den Arbeitgeber schon vorher zur Abhilfe aufgefordert hast oder die Gründe sehr massiv sind.

Um lückenlos Arbeitslosengeld zu bekommen, müsstest Du Dich auch mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzen. Kündigst Du ohne triftigen Grund, bekommst Du ggf. eine Sperre. Wenn es Dir psychisch aufgrund der Situation schlecht geht, wäre es auch sinnvoll den Hausarzt aufzusuchen und dort einen Befund erheben zu lassen.

Kommentar von Sabrina28 ,

ja ich meine damit AG bin auch noch in der Probezeit bis Februar. Habe vor der Arbeit ALG 2 bekommen! ich versuch ja weiter dort zu arbeiten aber ich kann das psychisch langsam nicht mehr das mir zu viel wie soll ich dem Amt Nachweisen, dass es durch die Arbeit psychisch nicht mehr so gut geht fühle mich da nicht mehr wohl werde unfair behandelt....wenn ich das dem Amt so sage weiß nicht ob mir das geglaubt wird. Ich will endlich von diesem Job weg :(

Kommentar von Kuno33 ,

Damit Dir geglaubt wird, wäre es aber gut etwas in der Hand zu haben.

Kommentar von Sabrina28 ,

und wie?

Kommentar von Sabrina28 ,

oder beim Hausarzt sagen es geht psychisch nicht mehr vielleicht schreibt sie ja Burnout hinein und damit geh ich zu meinem Chef vielleicht kündigen die mich ja aus gesundheitlichen Gründen da bekomme ich doch dann kein Sperre vom Amt weil hab ja ein Nachweis bezüglich der Krankschreibung in dem ja ein Grund vorliegt und halt die Kündigung vom Arbeitgeber vielleicht wenn überhaupt 

Kommentar von Familiengerd ,

Du kannst, wenn es der Vertrag nicht ausschließt, auch mündlich beim Arbeitgeber kündigen.

Das ist - jedenfalls nach deutschem Recht - schlicht und einfach vollkommen falsch - auch wenn der Rest stimmt!

Kommentar von Kuno33 ,

Verträge und deren Kündigung erfordern nicht zwingend der Schriftform. Aber ein mündlicher Vertragsabschluss und noch mehr dessen Kündigung ist problematisch, weil es schwierig ist, ggf. die Nachweise zu erbringen.

Kommentar von Familiengerd ,

@ Kuno33:

Verträge und deren Kündigung erfordern nicht zwingend der Schriftform.

Das ist (in Deutschland) falsch beim Schluss von Arbeitsverträgen und vielen anderen Rechtsgeschäften!

Der Arbeitsvertrag muss nicht schriftlich geschlossen werden, aber innerhalb eines Monats nach Arbeitsbeginn muss der Arbeitgeber die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederlegen und dem Arbeitnehmer unterschreiben aushändigen (Nachweisgesetz NachwG § 2 "Nachweispflicht" Abs. 1).

Für die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses (ob schriftlich, mündlich oder einfach nur faktisch geschlossen) ist zwingend die Schriftform vorgeschrieben, also wortwörtlich "Blatt Papier" mit Originalunterschrift (Bürgerliches Gesetzbuch BGB § 623 "Schriftform der Kündigung").

Alles klar jetzt?!?!

Kommentar von Familiengerd ,

Ergänzung:

Und wenn Du meinst, beim BGB § 623 "Schriftform der Kündigung" handele es sich um eine allgemeine Regelung, die auf spezielle Fälle (wie z.B. einen Arbeitsvertrag) nicht anzuwenden sei, hier der Wortlaut: 

Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen.

Kommentar von DerHans ,

Grundsätzlich kann man NICHT mündlich kündigen

Kommentar von Kuno33 ,

O. K. Ihr habt recht. Ich halte das aber für unlogisch. Es gibt aber dem Arbeitnehmer eine größere Sicherheit. Es tut mir leid, dass ich etwas Falsches ungeprüft weiter gegeben habe.

Kommentar von Familiengerd ,

Ich halte das aber für unlogisch.

Auch da muss ich widersprechen:

Das Schriftformerfordernis hat vor allem mit Bezug auf den Arbeitnehmer eine Schutzfunktion: mündlich wäre eine Kündigung - vor allem in einer Konfliktsituation, während einer Auseinandersetzung, quasi "im Affekt" - schnell, unüberlegt und leichtsinnig ausgesprochen.

Der Zwang zur Schriftform schafft - zumindest vom Ansatz her - Distanz, zwingt zur Überlegung und verhindert eine solche affekthafte Kündigung.

Kommentar von Kuno33 ,

Hallo  Familiengerd, vielleicht liest Du erst einmal, bevor Du etwas kommentierst. Ich habe genau das geschrieben, was Du behauptest, dass ich es nicht geschrieben hätte.

Die Unlogik ergibt sich daraus, dass es eigentlich so sein müsste, dass man einen Vertrag mündlich kündigen können müsste, wenn man ihn mündlich schließen kann. Die Begründung für die schriftliche Kündigung halte ich u. a. genau aus den von Dir genannten Gründen für sinnvoll. Übrigens könnte der Arbeitgeber auch sehr leicht behaupten, eine Kündigung sei ausgesprochen worden und einen seiner Günstlinge als Zeugen missbrauchen.

"O. K. Ihr habt recht. Ich halte das aber für unlogisch. Es gibt aber dem Arbeitnehmer eine größere Sicherheit. Es tut mir leid, dass ich etwas Falsches ungeprüft weiter gegeben habe."

Kommentar von Familiengerd ,

vielleicht liest Du erst einmal, bevor Du etwas kommentierst. Ich habe genau das geschrieben, was Du behauptest, dass ich es nicht geschrieben hätte.

Du hast von "Sicherheit" gesprochen und nach dem bisher von dir Gesagten sicher nicht das gemeint, was ich als Schutzfunktion beschreiben habe. Deine "Sicherheit" bezog sich demnach auf "Beweisbarkeit".

Ich verstehe durchaus, richtig zu lesen und zu verstehen, selbst dann, wenn man sich in einigen Punkten ziemlich widersprüchlich äußerst.

Übrigens könnte der Arbeitgeber auch sehr leicht behaupten, eine Kündigung sei ausgesprochen worden und einen seiner Günstlinge als Zeugen missbrauchen.

Wie soll das denn jetzt zu verstehen sein?? Dieses Problem stellt sich in Deutschland doch überhaupt nicht aufgrund der Schriftformerfordernis einer Kündigung!

Kommentar von Kuno33 ,

Pass mal auf, ich habe hier gar keine Lust, mich weiter zu streiten, was ich gemeint und nicht gemeint habe. Mit Sicherheit war mehr als Beweisbarkeit - die allerdings auch einen Schutz darstellen kann- gemeint. Ich verzichte aber auf weitere Argumentation. Wenn Du gern recht haben möchtest,, meinetwegen sieh es so! Du hast in jeder Weise recht! Tschüss!

Kommentar von Familiengerd ,

Pass mal auf, ich habe hier gar keine Lust, mich weiter zu streiten [...]. Tschüss!

Da stimme ich Dir zu!

Im Wesentlichen wollte ich mich gegen Deine unberechtigte Unterstellung wehren: "vielleicht liest Du erst einmal, bevor Du etwas kommentierst"!

Kommentar von Kuno33 ,

Pass auf, es reicht jetzt einfach!

Antwort
von antonczerwinski, 42

Du kannst jederzeit Deine Arbeitsstelle kündigen.

Kommentar von Kuno33 ,

... normalerweise unter Einhaltung der Fristen.

Kommentar von antonczerwinski ,

Selbstverständlich.

Antwort
von Daruru, 42

Du kannst immer selbst kündigen.

Antwort
von vogerlsalat, 45

Klar kannst du das.

Kommentar von Sabrina28 ,

ja aber ich weiß nicht wie. Eigentlich will ich erst kündigen wen ich was neues gefunden habe aber ich mach das dort jetzt schon 4"Monate mit ich war auch schon des öfteren krank und dann wieder arbeiten aber ich will da weg ich kann das psychisch langsam nicht mehr.

Kommentar von vogerlsalat ,

Dann such doch mal intensiv. Kündigen kannst du schriftlich oder mündlich. In deinem Arbeitsvertrag steht auch genau wie das mit der Kündigungsfrist ist.

Kommentar von Familiengerd ,

Kündigen kannst du schriftlich oder mündlich.

Nur schriftlich nach deutschem Recht!!!!

Kommentar von vogerlsalat ,

...und wo steht, dass der Fragesteller oder die Fragestellerin aus D kommt? Hier in Ö kann man durchaus auch mündlich kündigen.

Kommentar von Familiengerd ,

Wegen Deines Usernamens habe ich ja ausdrücklich "nach deutschem Recht" geschrieben!

Im Übrigen kann Dir Deine Frage zurück geben:

Wo steht, dass der Fragesteller aus Österreich kommt, dass Du wie selbstverständlich Aussagen nach österreichischem Recht macht, ohne überhaupt nur darauf hinzuweisen, wie ich es für meine Anmerkung getan habe?!?!

Kommentar von Kuno33 ,

Sorry, tatsächlich geht es nur schriftlich!

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