Frage von Apfelschnecke39, 125

Ich kann nicht mehr und ich will auch nicht!?

Hallo Menschen, ich bin mal wieder an einem Punkt an dem ich nicht mehr kann und will. Der Text wird vermutlich ziemlich lang, weil ich alles was mir auf der Seele lastet aufschreiben werde. Ich war früher ein wenig dick (2-4 kg Übergewicht) und wurde zu hause jeden tag aufs neue fertig gemacht. Mir wurde immer gesagt wie hässlich und fett ich bin, ich wurde angeschrien, unter den Worten "hier friss mehr du fettes schwein, um noch fetter zu werden",mit chips beworfen. Meine Mutter stand einfach nur immer daneben und hat nichts getan. Einmal hat sie mir in die Hüfte gekniffen und gesagt, dass ich schon echte fettpolster aufgebaut habe. In der Schule kamen auch oft Beleidigungen. Sprich mein Selbstbewusstsein wurde soweit zerstört wie es nur ging. Ich wollte unbedingt abnehmen, tat es auch, bekam Komplimente und fühlte mich gut. Doch es war nicht genug, die Befriedigung ließ nach. Irgendwie bin durch zufall auf pro anas gestoßen. Ich hab es mir einmal durchgelesen und die schreckliche sätze, die auf der Seite zufinden waren, brannte sich alle in meinen Kopf. Ich zählte jede Kalorie, wog alles was ich aß ab. Ich konnte mich nicht mehr ertragen und wollte immer dünner werden, setzte mir immer neue ziele, die nie niedrig genug waren. Ich wog 40 kg. Meine Lehrer haben mich drauf angesprochen, ich beteuerte ich sei gesund. Die lehrer haben mit meinen eltern geredet, die dasselbe sagten. Als ich wirklich realisiert habe, das ich Magersucht habe und meine Eltern darauf ansprach, hieß es ich würde mir das nur einbilden, weil meine Lehrer sowas behaupten. Depeessiv getrimmt war ich da schon lange. Neulich hab ich in meinem Tagebuch gelesen, das ich schon mit 12 geschrieben habe, wie sinnlos dieses leben ist und ich nicht mehr möchte. Letztes Jahr dann eskalierte die Situation. Ich gefangen in meinen Zwängen. Ich nahm immer weiter ab. Irgendwann wollte ich nicht mehr. Als diese Einsicht kam wog 36 . Doch ich konnte nichts ändern. Nahm weiter ab. Wig noch 33. "Du bildest dir das alles nur ein", hieß es immernoch von meinen Eltern. Meine Schule wollte mich schon zwangseinweisen lassen. Irgendwie habe ich als fast schon zu spät war, als ich kaum noch laufen konnte, gemerkt jetzt muss sich was ändern, sonst sterbe ich!!(auch wenn ich das eufentlich wollte) Ich war so extrem depressiv, ich konnte und wollte nichts mehr tun. Ich sprach mit niemanden mehr. Meine Freunde verlierte ich alle. Ich war ganz allein. Ich habe langsam angefangen zu essen. Plötzlich kamen fressattacken mit 3000kcal. Ich nahm ab, dann zu und wieder ab und zu. Ich schaffte es auf 40 und hielt diesed gewicht. Dann kam ein brief vom gesundheitsamt. Ich sollte mich dort untersuchen lassen. Wäre ich so dort hingegangen, wäre ich eingewiesen worden, was ich unter keinen umständen wollte.Ich hab mir 10 kg angefressen. Bei allen fragen gelogen. -> in den antworten geht es gleich weiter!!!!

Antwort
von ASRvw, 40

Moin.

Natürlich habe ich Deinen ganzen Text gelesen. Und das würden bestimmt noch mehr Leute hier tun, wenn Du solch lange Texte mal mit Absätzen etwas strukturieren würdest. Also, mach öfter mal nen Absatz in solch lange Texte, dann gibts bestimmt auch mehr Leute, die darauf antworten.

Zu Deinem Problem bzw. Deiner Frage: Da Deine Eltern als Erziehungsberechtigte bzw. Aufsichtspersonen offensichtlich die totale Fehlbesetzung sind und es Dir offensichtlich auch an Freunden oder wenigstens einem Freund mangelt, mit dem Du über Deine Probleme sprechen kannst und der Dir halt gibt, ist der einzig sinnvolle Weg für Dich, wirklich der zu einem Facharzt.

Ich könnte mich jetzt hier Seitenweise über meine Erfahrungen mit SVV und Co auslassen, aber das würde Dir nicht helfen. Du brauchst jemanden, dem Du jeden Tag Deine Probleme erzählen kannst, der sie ernst nimmt, Dir jederzeit Tipps und Anleitungen gibt und Dich notfalls an die Hand nimmt und führt. Das allerdings kann nur ein Facharzt leisten oder ein wahrer Freund, den Du allerdings in Deinem augenblicklichen Zustand nicht zu finden in der Lage sein wirst, weil Du vermutlich jeden direkt für einen Freund halten wirst, der Dich nur ein wenig anerkennt und Du folglich nicht mehr sachlich beurteilen kannst, ob er wirklich gut für Dich ist.

Also: nimm all Deine Sachen, insbesondere Deine Tagebücher und gehe damit noch mal zum Gesundheitsamt. Sage denen, Du hast bei der letzten Untersuchung Mist gebaut, inzwischen aber erkannt, dass das falsch war und bitte die Leute dort um Hilfe. Die werden Dir helfen, wenn Du das wirklich willst und die haben das nötige wissen und die nötigen Kontakte dazu.

Die werden Dir den passenden Arzt vermittel und zusammen mit diesem jederzeit für Dich als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Und nur so wirst Du Deine Probleme mittelfristig in den Griff bekommen können.

Also: Auf zum Gesundheitsamt und dann von dort weiter zum Facharzt.

Fragen, die sich dann im weiteren Verlauf ergeben, kannst Du hier stellen, solltest das aber nur mit Vorsicht tun. Besser ist es, mit dem Arzt darüber zu sprechen. Denn leider gibt es hier auch Unmengen an Trolls, die sich über Menschen mit Problemen, die sie nicht verstehen, lustig machen, herziehen oder ihnen gezielt falsche Tipps geben, weil es sie aufgeilt, wenn andere scheitern.

Der Dir bevorstehende Weg wird nicht einfach. Aber er ist möglich und man kann ihn schaffen, wenn man denn wirklich aufrichtig Hilfe will.

- -
ASRvw de André

Antwort
von zahlenguide, 35

Es gibt eine Frau namens Budwig. Diese Frau hat immer die schlimmsten Krebsfälle in ihrem Krankenhaus angenommen, die es nur gab. Alle anderen Ärzte haben immer gesagt, dass diese Patienten unmöglich noch zu retten sein. Trotzdem hat diese Frau Budwig noch 50 Prozent ihrer Patienten retten können, der Rest der Patienten wurde entweder zu spät bei ihr eingeliefert oder sie hatten einen sehr schnell wachsenden Krebs - wie z.B. Zungenkrebs oder Gehirnkrebs. Aber bei den meisten Krebssorten konnte sie gut helfen. Dafür wurde sie immerhin drei mal für den Nobelpreis für Medizin nominiert.

Sie hat ihre Patienten nur noch Wildkräutersalate, Öle und viel viel Quark essen lassen - Zucker & Co. kamen 1,5 Jahre überhaupt nicht auf den Tisch. Dazu kam, das sie nur Gäste in das Krankenzimmer lies, die in guter Stimmung waren. Selbst eine Mutter, die gerade weinte, wurde nicht zu ihrer Tochter gelassen. Sie musste sich erst wieder fassen und positiv gestimmt sein. Weiter wurden ihre Patienten jeden Tag massiert - oft sogar öfter als einmal. Weltweit kamen Ärzte zu ihr und waren über ihre Erfolge erstaunt. Leider gab es mächtige Gegner, die sie finanziell ausbluten ließen.

Das wonach du strebst, ist kein Idealgewicht - das wonach du strebst, ist die Harmonie zu anderen Menschen.

Deshalb rate ich dir viel viel in Bars zu gehen, dich mit dem Rücken zur Bar zu setzen und die Menschen zu beobachten. Es gibt da immer Menschen, die dir nach ein paar Minuten sympathisch werden, obwohl du noch nie mit ihnen geredet hast. Das sind Menschen, die gerne andere Menschen kennen lernen wollen. Es sind kommunikative Menschen. Es sind Menschen, die menschenfreundlich sind. Diese Menschen kannst du ohne jede Scham oder Angst ansprechen, denn diese Menschen wollen ja andere Menschen kennen lernen. Stell dir einfach mal für eine Sekunde vor, wie es wäre viele Menschen um sich zu haben, die einfach gerne mit dir zusammen sind. Wenn ein wirklich netter Mensch dich einladen würde um mit dir gemeinsam eine Pizza zu machen, würdest du dir wirklich noch Gedanken darum machen, ob die Pizza vielleicht 200 Kalorien zu viel hatte? Ich sage nein, denn an der Stelle, wo du dir immer Gedanken gemacht hast - Menschen denken immer so und so über mich - würde ein - Ich bin stolz auf mich, weil ich mich traue fremde Menschen an zu reden und weil ich tolle Freunde habe. Dein Gehirn sortiert nach Priorität. Derzeit ist deine Ernährung am aller wichtigsten. Schon in wenigen Wochen könnte etwas ganz anderes deine Priorität sein. Begebe dich unter Menschen, die dir gut tun und die dich mögen und mache BESONDERE SACHEN mit ihnen.

Und geh nicht in eine Bar mit der Erwartungshaltung: jetzt muss ich gleich jemanden kennen lernen sondern geh mit der Erwartungshaltung rein: ich bin ein Detektiv und meine Aufgabe ist es in den nächsten Wochen in Bars Menschen zu finden, die ich einfach sympathisch finde, obwohl ich noch nie mit ihnen gesprochen habe. Sieh es wie ein Spiel.

P.S. ich kenne viele Menschen, die in psychischen Einrichtungen leben oder sie besuchen und im wesentlichen wird da einfach nur geredet. Klar kann sowas auch mal nerven, aber es ist längst nicht das Schreckgespenst, was du vermutest.

Kommentar von zahlenguide ,

meine Antwort auf diese Frage kann dir bestimmt auch helfen: https://www.gutefrage.net/frage/wie-vergesse-ich-mein-schwarm?foundIn=list-answe...

Ansonsten rate ich dir mindestens 10 Prozent von allem Geld, was du bekommst - egal ob von den Großeltern, durch einen Ferienjob, deinen Eltern etc. du versteckst und für deine erste Einrichtung in einer Wohnung sparst. Denn an deiner Stelle würde ich spätestens mit 18 da ausziehen. Und Geld zu sparen, kann sehr motivierend sein, besonders wenn man ein Ziel damit hat.

Antwort
von Turbomann, 52

Hallo Apfelschnecke39

War ein bisschen unübersichtlich zu lesen, ohne Absätze.

Ich denke mal, du musst keine weitere Beschreibungen mehr geben.

Du hast ein Tagebuch geschrieben, bitte nimm das und gehe zu einem Psychologen und mache eine längere Therapie, damit du deine Psyche, dein körperliches Wohlbefinden auf die Reihe bekommst.

Kann dich verstehen, dass du Hilfe suchst, aber nachdem was du geschrieben hast, wird dir hier leider nur ein Fachmann helfen können,

s o f e r n du dich darauf einlässt.

Bei allen fragen gelogen

Dann must du dich zur Wahrheit durchringen, sonst wird die kein Arzt helfen können. Nur wenn du dich dazu entschliesst, hast du eine Möglichkeit.

Hier können dir User auch nur antworten, aber nur Antworten alleine helfen nicht, sondern du musst sie auch umsetzen können.

Kommentar von Apfelschnecke39 ,

Ich kann nicht alleine zum arzt und ich hab auch niemanden der mich begleitet. Auch wenn ich weiß dass ich sollte ich schaffe es nicht.

Antwort
von Apfelschnecke39, 47

Die untersuchung war auf magersucht dann natürlich negativ. Ich habe die schule gewechselt um neu anzufangen. Diese woche fängt sie an. Ich habe immer noch normalgewicht. Ich habe angst  or der schule. Ich bin total einsam. Ich habe überhaupt keine Freunde. Ich Weiß nicht worüber ich mit ihnen reden soll. Ich hab angst leute anzusprechen. Auserdem bin ich immer noch depressiv. Ich war einmal kurz davor mich umzubringen. Ich stand eine weile auf einer Brücke, habe geweint und wollte springen, hab es aber dann doch nicht getan. Meine mutter glaubt immernoch, das ich nie magersüchtig war bzw. Bin. Ich weiß nicht was ich mit meinem leben anfangen soll. Ich bin so alleine ,niwmanden zum reden, keinen der mich mag und habe alles was ich aufgeschrieben habe, jahre allein mit mir herum getragen. Ich hatte nie ein glückliches teenie leben, keine normalen probleme. Mein größter wunsch ist es normal zu sein oder einfach zu verschwinden.bin 16 und habe genug. Ich habe mein leben verloren und weiß auch nicht mehr wer ich bin.Vielleicht hat sich ja jemand die mühe gemacht das alles zu lesen .

Kommentar von Turbomann ,

@ Apfelschnecke39

Auch wenn du keine schöne Jugend, Kindheit hattest, liegt dein Leben noch vor dir.

Mache die Therapie und irgendwann musst du dich der Situation stellen und auch irgendwann muss du mit der Vergangenheit insoweit abschliessen:

dass du heute und jetzt lebst und für die Zukunft. Lerne in der Therapie was du HEUTE tun kannst, um für Morgen und Übermorgen zu leben.

Dich umzubringen scheint im Moment für dich der einzige Weg sein, aber das ist er nicht, du würdest dich nur dem Problem entziehen, dass du offen reden musst, um ein normales Leben führen zu können.

Ich habe mein leben verloren und weiß auch nicht mehr wer ich bin.

Du lebst, dann schaue dass du einen Sinn in deinem Leben findest und dass du j e t z t was änderst. Auch wenn es länger dauert, es lohnt sich immer zu kämpfen.

Kommentar von onyva ,

hallo apfelschnecke!

es tut mir sehr weh zu lesen, wie dich deine familie in die magersucht getrieben hat. 

wie alt bist du denn nun? wäre eine klinik in einem solchen stadium nicht sogar angenehmer gewesen als weiterhin bei deiner familie zu bleiben?

ich war selbst mal bei 34kg und ich war froh in einer klinik zu sein in der ich abschalten konnte, nachdenken konnte, keinen kontakt nach außen hatte. 

depression ist etwas schlimmes, aber sei dir darüber bewusst, dass es primär von der essstörung kommt. kannst du dich noch an tage erinnern, an denen es dir besser ging? wenn ja, mach dir klar, dass es diese tage gibt und wieder geben wird, auch wenn man sich das emotional kaum vorstellen kann. 

hast du gar keine freundin mehr? wenn nein, dann waren es nie welche...also es liegt nicht an dir, sondern daran, dass es keine waren und sind. es gibt nicht viele freunde im leben. daher sind sie auch so etwas wertvolles. meine beste freundin hat mich nie im stich gelassen. egal wie weit ich mich von ihr entfernt habe...

depression ist etwas beschissenes... aber man ist nicht ausgeliefert. ich weiß es. und der sinn des lebens? was ist das schon... aber leben ist besser als nicht zu leben

Antwort
von Existentialisme, 16

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