Frage von Lalala1718, 167

Ich kann mit meiner Psychiaterin nicht reden?

Hallo Community,
Mal ne frage.
Also ich hab ne Psychiaterin die mir immer schön Tabletten verschreibt. Das finde ich so auch nicht schlecht jedoch hatte ich nun gerne andere. Zurzeit nehme ich sie nur zum schlafen, da es mir aber zunehmend schlechter geht möchte ich welche haben die mich im Alltag auch unterstützen. Jedoch traue ich mich nicht mit ihr zu sprechen. Sie ist sehr nett und so, trotzdem traue ich mich nicht. Ich weiß ist dumm und alles aber so bin ich leider.
Nun zur Frage
Was kann ich tun um das zu ändern oder wisst ihr andere Möglichkeiten diesen Wunsch zu äußern ?
Ich habe halt die Angst was falsches zu sagen weshalb sie mich dann in die Klapse einweist.
Deshalb geht auch Brief nicht. wenn ich da was falsches schreibe kann ich mich nicht mal mehr vor Gericht rausreden :/
Bitte helft mir.
Bin für jede Hilfe und Anregung dankbar

Antwort
von schloh80, 93

Eine medikamentöse Behandlung kann nur dann vernünftig erfolgen, wenn du alle Symptome und auch Verschlechterungen unter Medikation berichtest. Leider gibt es da keinen Trick. Allerdings wirst du doch bestimmt auch immer mal wieder Fragebögen ausfüllen?! Das könnte ja ein Einstieg sein.

Kommentar von Lalala1718 ,

Nein ich fülle nix aus und gehe auch nicht regelmäßig zur Psychiaterin.
Ich gehe hin und wieder hin und in der Zwischenzeit bekomme ich meine Rezepte per Post zugeschickt. Läuft so eig ziemlich gut nur will ich jetzt halt lieber stärkere Medikamente die die Gedanken in meinem Kopf unterdrücken
Hast du dafür Vllt Tipps wie ich das hinbekomme?🙈

Kommentar von schloh80 ,

Ja, den Arzt wechseln.

Kommentar von Lalala1718 ,

Das ändert doch nix das ich mit dem Arzt nicht reden kann ?

Kommentar von schloh80 ,

Psychopharmakatherapie setzt regelmäßige Termine, Fragebogenevaluation und Anamnese (Fragen des Arztes) voraus. Da kann es schon helfen, wenn du zu einem Arzt wechselst, der nach diesen Vorgaben arbeitet und nicht nur sporadische Termine zulässt, ohne die Medikation zu überwachen.

Kommentar von Lalala1718 ,

Aber das mag ich ja eig an ihr
Das sie das so mitmacht wie ich das will
Nur eben will ich  ja die Medikationen ändern
Wie bekomm ich ihr das mitgeteilt ?

Antwort
von Stellwerk, 86

"Ich habe halt die Angst was falsches zu sagen weshalb sie mich dann in die Klapse einweist."

Das ist absoluter Quatsch. Eingewiesen wirst Du höchstens bei akuter Selbstmordgefahr. Es gibt auch kein Gerichtsverfahren, nur, weil Du erwähnst, dass Du die Medikamente wechseln möchtest.

Schilder ihr Deinen Eindruck, also dass Du Dich schlechter statt besser fühlst. Manchmal muss man das Medikament auch wechseln, nicht bei jedem schlägt jedes Präparat gleich gut an. Oder die Dosis anpassen.

ABER: Bekommst Du denn auch eine begleitende Therapie? Psychopharmaka sollen in der Tat unterstützen, aber sie können nicht heilen.

Kommentar von schloh80 ,

Da wir nicht wissen, welche Erkrankung vorliegt, halte ich diese Aussage für gewagt.

Bei depressiven Erkrankungen z.B. schneiden Psychopharmaka und Psychotherapie langfristig etwa gleich gut ab (mit leichtem Vorteil von Psychotherapie, was klinisch aber nicht ins Gewicht fällt, dass sind rein akademische Effektstärkenvergleiche).

Es bleibt grundsätzlich dem Patienten überlassen, welche Behandlung er bevorzugt. Außerdem gibt es zahlreiche Voraussetzungen, unter denen Psychotherapie nur wirksam sein kann, die nicht jeder Patient erfüllt.

Kommentar von Stellwerk ,

Zugegeben, ich bin Laie. Aber wenn ich diesen Selbstherabwürdigung (Ich weiß ist dumm und alles aber so bin ich leider.) und die leicht verzerrte Wahrnehmung lese, bezweifle ich, ob Medikamente der Weisheit letzter Schluß sind.

Kommentar von Stellwerk ,

Zu früh gedrückt:

Zumal das Ziel ja sein sollte, langfristig ohne Medikamente
klarzukommen und da geht es schon viel um Denkmuster, Bewertungen und
Umgang mit Gefühlen, das man in einer Therapie lernt, aber nicht durch
Pillen allein.

Ich wollte es v.a. ansprechen, weil es ja
immer wieder Fälle gibt, wo rein medikamentös behandelt wird, einfach,
weil's bequemer ist.

Kommentar von Seanna ,

Psychotherapie hat aber gute Chancen langfristig zu Veränderungen zu führen. Medikamente verändern in den wenigsten Fällen länger etwas als für die Zeit der Einnahme. Und wer möchte schon ein Leben lang auf Psychopharmaka sein? // Aber in der Tat - für sinnvolle Aussagen müsste man wissen, um welche Erkrankung es geht.

Kommentar von Lalala1718 ,

Nein keine Therapie nur Medikamente. Ich nehme nur die Pillen und rede eben nicht mal mit der Psychiaterin. Und ich glaube eben schon das sie mich einweist wenn ich ihr sage das ich täglich dran denke mich umzubringen zB. Dann bin ich schnell wieder in der klapse und das will ich nicht. Ich will einfach nur Pillen die die Gedanken unterdrücken und fertig. Aber ich weiß nicht wie ich ihr das sagen soll :/
Hast du dafür Vllt einen Tipp ?🙈

Kommentar von Seanna ,

Es gibt keine Pillen die spezifische Gedanken unterdrücken. Und welche die alle unterdrücken machen völlig matschig in der Birne (Neuroleptika) oder extrem schnell und übel abhängig  (Benzodiazepine).

Dass sie so ein Anliegen ablehnt, ist völlig legitim und medizinisch korrekt.

Wegen SuizidGEDANKEN wird keiner eingewiesen, nur bei Handlungsabsicht.

Außerdem ist es weder sinnvoll noch ökonomisch gerechtfertigt, Pillen von der Krankenkasse bezahlen zu lassen, ohne eine langfristige Verbesserung anzustreben (Therapie).

Zahl es selbst, dann findest du sicher einen Psychiater der das mit macht. Das wäre gesellschaftlich auch noch tragbar.

Kommentar von Lalala1718 ,

Sie kennt mein Anliegen nicht mal weil ich es ihr nicht sagen kann.
Als sv Zähler kann ich durchaus meine Pillen von der kk zahlen lassen da ich selber genug einzahle. Auch das selber tragen wäre nicht mein Problem.
Vielmehr wie ich es dem Psychiater sagen soll.
Und doch wenn ich dem Psychiater etwas sage bin ich direkt wieder drin und das passt nicht in meine Lebensplanung.
Ich habe täglich die Angst sobald es klingelt das es die Polizei ist. Da werd ich nicht noch reden und mir die Polizei selber einladen ...

Antwort
von DungeonBreaker, 5

Hatte im Januar eine sehr schwere Depression und hatte seroquel genommen damals noch zur Nacht! Weil es eben nicht mehr ging erzählte ich das meinem Psychiater und ich bekam dann seroquel auch tagsüber. Mir ging es dann langsam besser
Er wusste auch von meinem Alkohol Problem. (Mittlerweile ist das samt seroquel weg!)
Trau dich einfach. Sie ist dafür da dir zu helfen und kann dich gegen deinen willen nicht in eine Klinik stecken!

Antwort
von einfachichseinn, 43

Du kommst so schnell nicht in die Psychiatrie.

Vor allem gegen deinen Willen wirst du da nicht rein kommen. Es sei denn du bist selbst- oder fremdgefährdet.

Also mach dir keinen Kopf und sprich das an!

Kommentar von Lalala1718 ,

Man kann aber ganz schnell behaupten man wäre selbstgefahrdet ?
Wer glaubt schon einem dummen kranken Kind vor Gericht ? Niemand ! Und mit 18 kommt man nie wieder aus der Psychiatrie raus wenn man Pech hat. Und Glück hab ich nie

Kommentar von einfachichseinn ,

Das lässt sich nicht ganz schnell behaupten. Keine Sorge. Und es ist auch Blödsinn, dass man als Erwachsener nicht mehr aus der Psychiatrie kommt. woher hast du diesen Unsinn?

Kommentar von Lalala1718 ,

Als Kind wird man mit 18 spätestens entlassen. Aber mit 18 oder älter gibt es keine Grenze mehr. Nach der Willkür eines Arztes kann man als schwerbehindert eingestuft und für immer weggesperrt werden. Interessiert ja eh keinen. Man ist nur das dumme kranke Kind. Für so einen interessiert sich niemand und daher kann man solche auch verschwinden lassen ohne das es auffällt. Einmal drin mit 18 dann für immer ...

Kommentar von einfachichseinn ,

absoluter Blödsinn! nochmal die Frage, wo hast du diese "Informationen" her?

Kommentar von Lalala1718 ,

Aus dem Internet

Kommentar von einfachichseinn ,

Wow. Ich glaube ich habe noch nie so eine derartig präzise Quellenangabe erhalten. 

Aber mal im Ernst : nicht alles, was im Internet steht, ist wahr und diese Informationen, die du dir gesucht hast, sind ganz bestimmt nicht wahr.

Kommentar von Lalala1718 ,

Es würde aber auch hier drin schon geschrieben das manche lebenslänglich weggesperrt werden weil sie unheilbar sind und dann mit drohen zugestopft werden. Wer entscheidet das ? Irgendein Arzt der Langeweile hat ! Und die sind bekanntlich nicht die besten. Für so einen soll ich dann 60 Jahre in die Psychiatrie. In ne Gummizelle und oder fixiert durchgehend. Nein dann rede ich lieber nie
Lieber würde ich sterben als sowas mitzumachen

Kommentar von einfachichseinn ,

Es ist und bleibt absoluter quatsch. Dem du da von dir gibst. 

Kommentar von Lalala1718 ,

Nein es kann mir passieren und das will ich nicht. Ich will keine 60-70 Jahre in der Klapse unter Drogen leben nur wegen einem Arzt :/

Kommentar von einfachichseinn ,

Das kann und wird dir nicht passieren. Das ist gar nicht möglich,  weil nicht mir ein einzelner Arzt über eine zwangseinweisung entscheidet.Aber ich gebe es auf. Gegen so viel stumpfsinnigekeit kommt kein Mensch an.

Kommentar von Lalala1718 ,

Tut mir leid 😓

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