Frage von Rip2lack, 69

Ich kann mich nicht meiner Umgebung anpassen?

Moinsen!

Also...Ich habe ein sehr spezifisches problem und ich versuche jetzt einfach alle Karten auf den Tisch zu legen und muss dazu etwas ausholen. Ich bin 21 Jahre alt und schaffe es einfach nicht, mich anzupassen. Ich halte an alten von mir erdachten Denkweisen fest und bin anscheinend in der Entwicklung stehengeblieben. Ich war schon immer ein bisschen anders als die anderen und wurde eigentlich immer ausgegrenzt.

War mir auch immer egal da ich im Verlaufe meines Lebens 3 wirklich gute Freunde hatte, die aber leider alle mit der Familie ziemlich weit weg zogen und dann auch der Kontakt abgebrochen ist. Mit dem einen hatte ich allerdings noch bis vor nem Jahr Kontakt durch ein soziales Netztwerk seitdem aber nicht mehr. Mein "Motto" war schon seit ich ein kleines Kind immer: "Der Wert muss erhalten bleiben." Keine Ahnung woher hat sich aber im Hinterkopf festgebohrt weil ich's als Kind wohl ziemlich romantisch fand, mich nie zu verändern.

Eigentlich sehr löblich, wenn man vernünftige Hobby's hätte, doch ich spiele schon mein ganzes Leben lang Videospiele, höre komische Musik, die alle shitty finden, denke über alles nach und bin sehr reflektierend. Damals habe ich auch immer Kurzgeschichten geschrieben und so wurde ich extrem gut im Fach Deutsch als auch Englisch, weil ich schon immer nach Amerika wollte, wo die ganze Musik herkommt, die ich hören. Allerdings waren mir Fächer, für die ich mich nicht interessiere ziemlich sehr egal und so konnte ich mich in Mathe immer über Wasser halten hat aber für die elfte Klasse Witschaft nicht gereicht, die ich übrigens zwei mal versucht habe. 2012 bin ich raus aus der Realschule mit 'nem Abschluss von 2,0 und habe dann drei Jahre an der BBS verbracht einmal noch Höhere Handelsschule um zu strecken.

Jetzt habe ich praktisch nichts und nachdem ich die elfte dieses Jahr nicht geschaft habe, nur wegen Mathe wohlgemerkt (eine glatte 6) bin ich wohl ins Loch der Realität gestürtzt und schreibe schweren Herzens diesen Text eines Verlierers des Systems und der Gesellschaft. Ist natürlich ziemlich arrogant das zu sagen, da es sehr warscheinlich Menschen gibt, die es weitaus schlimmer getroffen hat. Ich habe gute Eltern bei denen ich wohne, muss aber natürlich schauen, wie es weitergeht.

Denn, als wäre die Situation nicht so schon ziemlich aussichtslos, habe ich keinerlei berufliche Orientierung und bin 'n ziemlich fauler Faultier, was keine Entschuldigung sein soll, es aber auch nicht leichter macht etwas zu ändern, denn meistens siegt die Faulheit bei mir und dadurch nisten sich auch negative Gedanken und Gewissensbisse bei mir ein. Meine Schulkollegen haben sicher alle schon 'nen Beruf und ich sitze schon mein Leben lang in diesem mir eigentlich als Zuflucht dienenden Zimmer das, wie es scheint, sich als Gefängnis entpuppt und meine Gedanken sind die Handschellen, die mich hier festhalten.

Mein sozialleben ist am Ende und ich komme mir vor wie ein white trash american Hikikomori. Arf!

Antwort
von FrageAntwo, 19

Vertrau mir: Deine Probleme haben viele.Du bist kein Verlierer der Gesellschaft 

Ans Herzen legen kann ich dir die Seite www.zeitzuleben.de

Diese liefert zahlreiche gute Impulse um aus seinem Leben was zu machen.Zudem sind die Texte sehr aufmunternd und gut geschrieben 

Ich habe leider zuwenig Infos um dir bei der Berufswahl bzw. beim finden der groben Perspektive zu helfen. Überlege doch mal: Was kannst du gut?Was machst du vor allem gerne ?Mache dir bewusst dass du in deinem Leben noch alle Chancen der Welt hast du musst sie nur ergreifen. Belohne dich doch zB jedes Mal nachdem du einen Fortschritt beim Finden einer späteren Perspektive gemacht hast. So kannst du deine Faulheit überwinden

Wichtig sind auch soziale Kontakte. Schnupper doch mal in Vereinen in deiner Gegend und versuche generell unter Menschen zu gehen. Da findest du bestimmt jemanden gegenüber dem du dich nicht anpassen musst. Oder guck in den Sozialen Medien. Im Internet gibt es ja mittlerweile nun wirklich Foren zu allen möglichen Interessensbereichen

Im übrigen verstehe ich nicht ganz wieso du deine Hobbys so schlecht findest bzw meinst du hättest keine. Ich meine zB Kurzgeschichten schreiben ist doch ein Hobby und nur weil deine Lieblingsmusik unter Gleichaltrigen nicht beliebt ist macht es sie ja nicht schlechter 

Du schaffst das!Alles gute!!!

Antwort
von Wolfnight, 18

Keine Sorge, damit bist du nicht allein. Ich habe einen Großteil meines Lebens damit verschwendet, mich anderen anpassen zu wollen und habe mich damit nur selbst kaputt gemacht. Menschen, die dich nicht so akzeptieren wie du bist, sind den ganzen Aufwand nicht wert. Ich meine, was hast du davon, beliebt zu sein? Von irgendwelchen Leuten gemocht zu werden, die dich nicht mal richtig kennen? Anpassen bedeutet ja, dass du ihren Wünschen und Vorstellungen entsprichst und nicht deinen. Es gibt wirklich viele, die denken, dass sie sich entscheiden müssten zwischen Einsamkeit und sich anzupassen. Doch das stimmt nicht. Egal, wie anders du meinst zu sein, es gibt immer jemanden, der so ist wie du. Und diese Menschen sind auch nicht so weit entfernt wie du glaubst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wenn du dir selbst treu bleibst, wirst du früher oder später auf Gleichgesinnte treffen. Man zieht an, was man ausstrahlt.

Du solltest dir nicht einreden, dass du faul wärst. Wenn man keine Lust auf etwas hat und es deswegen nicht machen möchte, hat das überhaupt nichts mit Faulheit zu tun. Deine Hobbys sind nicht minderwetig, weil du scheinbar nichts produktives dabei tust. Warum kann etwas nicht sinnvoll sein, einfach weil es dir Spaß macht? Und deine Interessen sind auch nicht unbedeutend, nur weil die meisten sie nicht teilen.

Mein Fazit ist, fang an, dich mehr auf dich selbst zu konzentrieren und nicht darauf, was andere von dir denken könnten. So findest du auch heraus, was dich glücklich macht und was du wirklich machen willst in deinem Leben.

Antwort
von LynnGunn, 32

Same. Ich zocke auch gerne, schreibe Geschichten, höre Musik, die andere komisch finden und hatte auch nie viele Freunde. Aber mal ehrlich: Warum sollte man all das bereuen? Ich mache eben das, was mir Spaß macht und wenn Leute meine Hobbys nicht akzeptieren, sind es keine Freunde. Kein Mensch kann sich ÜBERALL anpassen, weil man manchmal einfach zu verschieden ist. Sich anpassen heißt gleichzeitig auch, sich zu verbiegen und genau das soll man nicht (außer im Job, superfreundlich sein :D) denn wahre Freundschaften machen aus, dass man so sein kann, wie man ist. Du bist ja sicher noch nicht alt, du hast viel viel Zeit, ändere jetzt das, was du ändern willst: Geh feiern und lerne dort Leute kennen, mach was mit Schulfreunden, mache Berufstest, was zu dir passt etc.


Antwort
von Dahika, 5

Tja, solange du eine Entschuldigung suchst nach der anderen, wird sich bei dir auch nichts ändern.

Langsam solltest du mal in dem Alter angekommen sein, wo du merken solltest, dass du selbst die Ärmel hochkrempeln musst. Hör auf zu jammern, tu was. Auch wenn es anstrengend ist, doof ist, du keine Lust hast und es dir schwer fällt.

Antwort
von Nube4618, 19

Man muss sich nicht anpassen. Es reicht völlig, einfach zufrieden und erfolgreich zu sein. 

Antwort
von qtxyt, 22

Ich bin genauso wie du.

Antwort
von Kiyota, 21

Wozu anpassen? Warum so sein, wie andere? Das wäre doch mehr als langweilig! 

Ein faules Tierchen bin ich auch, na, da hilft mir aber ein Arschtritt. Du musst lernen dir selbst in den Arsch zu treten. ^^ 

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