Frage von BolleRaya, 23

Ich kann mein Leben einfach nicht mehr richtig Leben, was soll ich tun?

Ich war noch nie bei einem Psychater deswegen, weil es mir irgendwie unangenehm ist. Ich weiss völliger Quatsch, aber ich denke halt so.

Um die Situation mal zu beschreiben:

Ich bin 15, auf dem Gymnasium und komme momentan (bzw. schon seit 2-3 Jahren) nicht mehr klar. Mit garnichts. Ich habe in einer knappen Stunde Schule. Ich weiss auch kucht genau warum ich das schreibe, weil ich es hasse anderen Menschen meine Gefühle bzw. Gedanken preiszugeben. Na gut, jetzt bin ich aber schon hier.

Ich stehe morgens komplett antriebslos auf und weine abends so viel, dass ich mir schon genau vorstellen kann, wie ich morgens ausschaue. Obwohl ich es hasse mir in dem Punkt selber Recht zu geben, habe ich fast jeden tag Selbstmordgedanken. Ich würde das jedoch eh nicht schaffen. Irgendwie erleichtert mich und bedrückt mich das zugleich. Mit meinen Eltern habe ich und kann ich auch nicht darüber sprechen. Die haben momentan selber total viel mit Krankheit und so zu tun. Ich habe ziemlich viele Fehlstunden weil ich "krank" bin. Das heisst nicht, dass ich schwänze, es geht mir wirklich beschi***n. Ich weine ohne Ende. Habe sogar überlegt abzuhauen. Davor habe ich aber zu viel Angst. Apropos Angst: aich kann seit knapp einem Jahr nicht mehr richtig einschlafen, weil ich andauernd Angst habe irgendwer beobachtet mich.

Danke an die Leute die sich die Zeit nehmen, das hier zu lesen. Ich könnte noch viel viel mehr schreiben.

Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Habt ihr irgendwelche Ratschläge?

LG E. 🌙

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo BolleRaya,

Schau mal bitte hier:
Angst Leben

Antwort
von conelke, 12

Ich weiß nicht, was die Auslöser dafür sind, dass Du Dich so schlecht fühlst. Aber es ist mit Sicherheit nicht in Ordnung oder normal, dass so ein junger Mensch wie Du, solche Gedanken hat.

Wenn Du desöfteren krank bist und nicht zur Schule gehen kannst, wäre ich als Mutter in Hab Acht Stellung und würde der Sache auf den Grund gehen wollen. Ich weiß natürlich nicht, wie Eure Familiensituation aussieht, aber ich halte es für das Beste, dass Du Dich den Menschen anvertraust, die Dir am nächsten stehen. Das werden wohl Deine Eltern sein.

Sich ihnen aus falscher Rücksichtnahme nicht anzuvertrauen ist für Dich nicht förderlich. Vielleicht benötigst Du psychologische Unterstützung und dann wäre es sinnvoll, wenn Du mal einen Termin beim Kinderarzt machst und Dich ihm anvertraust. Er kann dann beurteilen, wie es mit Dir weitergehen soll, ob vielleicht ein Therapeut oder Psychologe angebracht wären.

Aber das solltest Du nicht alleine bewerkstelligen, sondern gemeinsam mit Deinen Eltern.

Wenn Du etwas an Deiner Situation ändern möchtest, musst Du Dich schon bewegen und aktiv werden, von alleine löst sich so etwas in der Regel nicht, sondern wird vermutlich nur noch schlimmer.


Antwort
von cocostoertchen, 5

Guten Morgen:)

Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Ich hatte diese Probleme ebenfalls in deinem Alter. Besuchte viele Therapeuten, doch öffnen wollte ich mich auch niemals wirklich. In einer Klinik wurde eine Angststörung, manische Depressionen und Hysterie diagnostiziert. Ich besuchte auch nicht mehr die Schule, benam mich ähnlich wie du dich jetzt. 

Letztendlich wurde ich für ein halbes Jahr in eine Wohngruppe gesteckt um mein Umfeld zu wechseln. Ich wollte es nicht wahrhaben aber es tat mir gut. Die Jugendlichen um mich herum zogen mich mit und ich kam wieder in einen Alltag, auch der Abstand von Familie und Freunden tat letztendlich gut. 

Ich wurde dank eines Sozialarbeiters an die Kamera gebracht und das gehört bis heute zu meinen größten Hobbys, die mich bis heute beruhigen und mich aus dem Alltag holen.

Fazit: Liegt es bei dir vielleicht ebenfalls etwas am Umfeld? Vielleicht würde es dir gut tun mal Abstand von allem zu bekommen, Therapeuten können auch helfen, muss nur der richtige sein und du musst dir helfen lassen wollen. 

Und vielleicht hast du ja auch eine Idee (Hobbymäßig) was dich unterstützen könnte:)

Alles gute! 

Antwort
von vierfarbeimer, 3

Bei dir deutet alles auf ein depressives Geschehen hin. Antriebslosigkeit, häufiges Weinen, Einschlafstörungen, Selbsttötungsgedanken sind u.a. immer die ersten Anzeichen einer Depression und es sind auch die
Symptome, die mit Abklingen der Depression als letztes wieder verschwinden.

Depressionen sind ernsthafte Gemüts Erkrankungen die der Diagnose durch einen Facharzt bedürfen. Du solltest dich dringend an deinen Hausarzt oder einen Schulpsychologen wenden. Sie können dir helfen.

Du kannst das nicht mehr auf die lange Bank schieben. Sonst verlierst du in der Schule auf breiter Front den Anschluss und kommst in Teufels Küche.

Vertrau dich bitte Menschen an, denen du am meisten vertraust und die du schätzt.

Antwort
von Wikipedia02, 11

Wenn deine Eltern wüssten, wie schlecht es dir geht, wäre deren Krankheit für sie nebensächlich.

Oder du vertraust dich deiner/m besten Freund/-in an.

Ansonsten bleibt wirklich nur ein Psychologe.

Antwort
von Ich00011, 7

Ruf doch mal bei der Telefon-Seelsorge an.

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