Ich kann ihn hin und wieder vor lauter Übermut nicht halten?

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4 Antworten

Wallach ist ein echtes Schmuckstück. Hat Vertrauen wie sonst was, bin auch schon beim Putzstand 2-3 mal auf ihn draufgesessen und er war total entspannt.

Hat er eben nicht - wenn das was du beschreibst richtig ist, dann hat er kein Vertrauen in dich, sonst würde er an jedem noch so großen Problem ohne Thema vorbeilaufen.

Bei sehr jungen Pferden ist das - sich mal draufsetzen - normalerweise ohne Probleme möglich, die wehren sich in der Regel noch nicht.

Was das andere angeht, bist du einfach zu unerfahren mit diesem jungen Pferd um ihm das beizubringen, und Ruhe in die Situation zu bringen - 3 Stunden an ein und der selben Problematik zu arbeiten ist erstens viel zu lange und es bringt auch nichts. Lieber mehrmals aber nur ganz kurz.

Da gehört ein jungpferdeerfahrener Mensch ans andere Ende des Strickes und eine Führkette über die Nase von dem Joungster.

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Kommentar von chillerkids
08.11.2015, 22:41

War doch klar das wieder solche Antworten kommen. Ich denke nicht, das ein Pferd das kein Vertrauen hat, sich neben mich flach hinlegt. Das kenn ich nämlich zu gut, von meinem alten Pferd, der sich als wir ihn bekommen haben nicht mal getraut hat neben mir zu wälzen. Sogar mein 8jähriger, der das Zirkuslektionen ABC kann von liegen, sitzen, über steigen und alles kontrolliert, hat Situationen wo er sich fürchtet oder mal ordentlich erschreckt. Bitte komm mir also nicht mit diesem ein-Pferd-das-vertraut-flüchtet-nicht Mist :D

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Kommentar von chillerkids
08.11.2015, 22:46

Abgesehen davon, denke ich nicht das ich zu unerfahren bin, weil ich meinen 4jährigen (jetzt 8) damals selber eingeritten hab und er das braveste Pferd ist. Zusätzlich hab ich eine 3jährige Ausbildung als Pferdewirtschaftsfacharbeiterin mit Prüfungen bis zur Lizenz - Fahrabzeichen - Bodenarbeitsnachweis und hatte schon nicht wenig mit ängstlichen Pferden zu tun. Trotzdem gibt es auch bei mir mal Momente wo ich nicht alles weiß und mir lieber Rat hole. Also Madame oder der Herr, brauche ich keine Moralpostel von jemanden :D Entweder du gibst mir eine anständige Antwort oder du lässt es.> Da gehört ein jungpferdeerfahrener Mensch ans andere Ende des Strickes und eine Führkette über die Nase von dem Joungster.Traurig, das natürlich wieder Gewalt eine Rolle spielen muss bei manchen Menschen. GENAU das will ich vermeiden. Einige Pferde lassen sich das gefallen und geben nach und lassen sich brechen, wovon ich auch nichts halte, andere wiederrum, dazu gehört meiner, fangen dabei an zu steigen um von der Situation verständlicherweise "zufliehen" und lassen sich das nicht gefallen.

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Kommentar von chillerkids
08.11.2015, 22:55

Ich meine das echt nicht angreiflich, nur ich habe hier schon viel gefragt und ich bin es einfach leid, immer irgendwie angegriffen hier zu werden (zumindest fühle ich mich grad so), wie gesagt, es muss irgendwie anders gehen und ich werde im Winter (jetzt ist der Kanal ausgeschalten, im Frühling wird er wieder angeschalten) intesive Bodenarbeit machen um das Vertrauen und den Respekt noch mehr zu stärken. Sind heute (Kanal ist aus) daran mit unseren beiden vorbeigegangen, er fand es noch etwas skuril, aber da mein anderer nichts schlimmes dran findet und der Kanal auswar, war das heute kein Thema und beim zurück gehen war er auch richtig entspannt. Im Frühling werden wir es dann mit beiden versuchen, das der 2. mal mitkommt.

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Was ich bei Jungpferden gerne mache und was evtl in solchen Situationen hilft: Ich trainiere sie in allen erdenklichen Situationen auf ein Reizwort (bei mir: tiiiiiiief), auf das hin sie den Kopf zu mir wenden und senken und dann ca in Hüfthöhe links, also auf der ihnen gegenüberliegenden Körperseite, ein Leckerli bekommen. Durch diese Bewegung kommt die Aufmerksamkeit zu mir und die Spannung aus dem Pferd. Wenn das oft geübt ist und das Pferd gut drauf konditioniert ist ist es ein echter Notfallhelfer in blöden Situationen, grade bei Pferden die unter Stress gerne abschalten. Knoti oder andere Kraft-Mittel würde ich versuchen zu vermeiden - Psychologie statt Kraft ;o)

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Sinnvollste und vor allem deeskalierenste Methode mit dem Verhalten des Pferdes um zu gehen ist eine Hengstkette. Ich würde grundsätzlich nicht mit einem so jungen Pferd ohne Hengstkette durch die Gegend laufen - man weiss nie wie die Jungen ticken.

Zu dem Punkt Übermut. Egal wie alt das Pferd ist, es hat sich am Strick vernünftig zu benehmen. Gerde jungen Pferden sollte man konsequent korrektes Verhalten beim führen und im sonstigen Umgang bei bringen (was man einmal darf, darf man immer. Und was einmal nicht erlaubt war, bleibt auch verboten.)!!!!! Haben die lieben Tierchen sich erst einmal Unarten angewöhnt bekommt man diese nur sehr schwer wieder in den Griff. Steigen, Bocken, Drängeln, Losrennen und sonstiges, ist kein erwünschtes Verhalten also sofort unterbinden. [Mach dem Pferd das unerwünschte Verhalten unbequem. - Nichts anderes würden die Pferde auch untereinander auf der Weide machen. / Hier würde eine Hengstkette einen sinnvollen Einsatz finden.]

Das Verrtauen deines Pferdes ist spätestens in dem Moment weg in dem es Angst bekommt. Warum, weil du wahrscheinlich selber Angst bekommst wenn das Tier lustig durch die Gegend springt. Pferde reagieren extrem empflindlich auf Körpersprache und nehmen die kleinsten Veränderungen wahr. Bekommst du Angst, signalisiert das dem Pferd......"Es ist gefährlich". [ Auch jetzt wäre der gezielte Einsatz einer Hengstkette hilfreich.]

Um das Vertrauen des Pferdes zu erlangen muss es deine Entscheidungen für sinnvoll erachten und muss von dir Beeindruckt sein. Wie beeindruckt man ein Pferd?...... in dem man schneller reagiert als das Tier.

Üvermäßig lange Trainigseinheiten werden die Probleme nicht verbessern. Fang doch mit dem jungen Pferd erstmal mit leichter Führarbeit auf dem Platz an. Bringe ihm bei dir im Schritt und trab zu folgen, übe das weichen von Vor und Hinterhand, übe halten und Rückwärts richten. Mache Dualaktivierung und beschäftiges es mit den einfachsten Sachen. Junge Pferde sind noch nciht so aufnahmefähig. Oftmals haben sie aber einen unglaubliche großen Entdeckersinn, den kann man sich prima zu nutze machen. Birnge deinem Pferd ab und zu einfach mal verschiedene Gegenstände mit ( Regenschirm, Sthul, Hütchen, Gießkanne, Rassel, Flatterband, Folie, usw.) und lasse das Pferd eifnach mal mit den Sachen rumspeilen und diese kennen lernen.

Bitte, bitte, bitte, überfordere das junge Pferd nicht- man kann sich die jungen so schnell kaputt machen. Gebe dem Tier einfach die Zeit die es braucht.



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Kommentar von NanaHu
09.11.2015, 12:49

P.s. warum nimmst du nicht eine zweite Person mit einem erfahrenen Pferd mit ins Gelände. Pferde schauen sich viel von einander ab. Mit einem ruhigen Pferd das vorweg geht, hat dein Pferd eine gute Orientierung und einen sicheren Anker bei potenzieller Gefahr.

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Kommentar von chillerkids
22.11.2015, 20:18

Das mit der Hengstkette haben wir schon hinteruns, er ist das typische Pferd von wenn man einmal Druck gibt mit der Kette dann steigt er (gerade wegen dem Schmerz), deshalb weiß ich nicht ob das die sinnvollse Methode ist. Ich mein, viele haben gesagt "Reiss einmal richtig an und dann lässt er's auch", das bezweifel ich allerdings..

Danke, die Sachen kann man ansich gut trainieren, aber wie soll man das mit dem Steigen und dem Buckeln abtrainieren? Der Punkt ist, er hatt mich einmal schon mit seinem Kopf an meinem durch's Buckeln getroffen (fast eine Platzwunde) und einmal in den Bauch, natürlich unabsichtlich, aber dadurch schau ich halt eher in der Situation das ich da nicht nah ran komm, das er mich nicht trifft. Deshalb geh ich meistens auch mit einem Seil spazieren. Er ist halt trotzdem übermütig, obwohl er an sich 24h lange sich bewegen und laufen kann. Und wie soll ich ihm's am besten unbequem sein? Ich bin im Moment auch wirklich sehr konsequent mit ihm im Bodenarbeitstraining. Und danke!

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Das ist bei so jungen Pferden meist ein häufiges Problem. Ich empfehle eine Gerte mit zu nehmen und evtll. auch ein Knotenhalfter mit dem man Druck auf das Nasenbein ausüben kann. Bitte leinr Hackemore, da man damit im schlimmsten Fall sogar die Nase brechen kann. Ansonsten kann ich die Methoden vpnr Michael Geitner empfehlen. Das Pferd immer wieder anhalten lassen und wieder weiter laufen. Das schult die Aufmerksamkeit des Pferdes auf den Menschen. Wenn das auch nicht klappt professionelle Hilfe holen, bevor sich das “fest beißt“. Viel Glück & lG :) 

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