Frage von frageantwort543, 112

Wird Jesus mir jetzt nicht mehr vergeben, denn ich hatte so einen lÀsternden Gedanken vorher (siehe Vers unten)?

Wird Jesus mir jetzt nicht mehr vergeben? Matthäus 12,31-32; ELB:

"Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird nicht vergeben werden. Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen."

Antwort
von Stachelkaktus, 69

Vergeben wird dir alles, was du aufrichtig bereust und, ganz wichtig, bewusst nicht mehr wiederholst. Das ist machbar! 😉

Kommentar von frageantwort543 ,

Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird nicht vergeben werden. Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen. (Matthäus 12,31-32 ELB) dem wird NICHT vergeben werden heisst es

Kommentar von Stachelkaktus ,

Wird nicht "gratis" vergeben, muss wieder gut gemacht werden. Hier bekannt als das Gesetz von Saat und Ernte oder von Ursache und Wirkung. Die östlichen Religionen sprechen von Karma, kommt im Prinzip aufs Gleiche raus. Gott schafft keine Wesen, um sie auf ewig zu verdammen, das widersprÀche krass seiner Liebe.

Antwort
von joergbauer, 22

LĂ€sterung des Geistes ist Unglauben und Ablehnung in einer unmissverstĂ€ndlichen, dĂ€monischen Art und Weise. Ein Mann wie Paulus, ein hochangesehener Theologe und PharisĂ€er, ein Eiferer und ehemaliger Verfolger der Kinder Gottes (Apotelgeschichte 22,3-4) sagte rĂŒckblickend von sich selbst, ein LĂ€sterer gewesen zu sein! Allerdings aus Unglauben und Unwissenheit heraus (1. Timotheus 1,12-13). Also keine LĂ€sterung des Heiligen Geistes wie es in Markus 3,28-30 beschrieben ist. Dennoch können wir daran erkennen, daß viel theoretisches Wissen einen Menschen noch lange nicht zum GlĂ€ubigen im Sinne Gottes macht. Ebenso wenig, wenn jemand viel arbeitet und aktiv ist fĂŒr die Sache seines Glaubens und was er damit verbindet. Christ wird man durch Jesus Christus!

Das hat Paulus unmittelbar wĂ€hrend seiner Reise nach Damaskus erlebt und es verĂ€nderte sein Leben von Grund auf (Apostelgeschichte 22,8). Was macht der Heilige Geist? Er heiligt Menschen (Römer 1,4)! Er ĂŒberfĂŒhrt sozusagen den SĂŒnder und stellt ihm die Gnade im Evangelium deutlich vor Augen. Es sind vielleicht ganz spezielle Momente und Situationen oder ein bestimmter Satz den man irgendwann und irgendwo liest oder hört. Möglicherweise zum erstenmal richtig hört? Dann entscheidet es sich. Es bleibt ein Geheimnis, aber der Betreffende weiß bescheid. Der Glaube kommt aus der Predigt (Römer 10,17) und Jesus Christus ist der alleinige Weg zum Vater im Himmel (Johannes 14,6). Das sind die Fakten.

Die eigentliche Offenbarung im Geist bleibt letztlich aber der Entscheidung Jesu ĂŒberlassen (MatthĂ€us 11,27) - das Geheimnis der ErwĂ€hlung! Zum Glauben an Gott berufen sind alle Menschen aber nicht alle sind erwĂ€hlt (MatthĂ€us 20,16). Gott kennt die Zukunft des Menschen, jedes einzelnen. Daher kann er auch auserwĂ€hlen ohne einen Menschen zu seinem GlĂŒck und Segen zu zwingen. Gott ist Liebe und die Erwiderung dieser Liebe (durch den Glauben) kann nur freiwillig und von Herzen sein. Nun ist es offensichtlich möglich die Wahrheit zu sehen und zu erkennen und trotzdem dagegen vorzugehen. NĂ€mlich durch LĂ€sterung, Hochmut, Spott, Bosheit und bewusste Ablehnung. Das ist leider die Wahrheit. Das beste Beispiel dafĂŒr schildert die Bibel selbst im Fall des Satans (Jesaja 14,12-14). Kein Mensch oder Engel war Gott sichtbar so nahe und hat selbst soviel Macht gehabt wie der Erzengel Lucifer, der vor dem Thron
Gottes stand.

Seine Rebellion war die SĂŒnde gegen den Heiligen Geist! Wenn man nicht zum Unglauben und zur Rebellion gegen Gott verfĂŒhrt wird (im Gegenteil) und dennoch sich verstockt und Gott absagt, ist jede Vergebung unmöglich. Hat Gott sich nun bei manchen Menschen und Engeln einfach geirrt? Nein, ich denke es soll deutlich machen, daß die ErwĂ€hlung kein SelbstlĂ€ufer ist und auch etwas mit uns selbst zu tun haben muß. Und zwar genau in den Momenten, wo uns der heilige Geist begegnet und an die TĂŒr unseres Herzens anklopft (Apostelgeschichte 17,30). Sowohl wenn es um die Frage der Erlösung geht, aber auch wenn wir bereits Christen sind und Gott zu uns spricht. Die SĂŒnde gegen den Heiligen Geist kann kein GlĂ€ubiger begehen, der biblisch von neuem geboren ist.

Antwort
von Warhero2, 44

Hey,

Dazu gibt es zwei Sachen:

(1) Die Bibel ist zwar als Leitfaden für den christlichen Glauben gesehen und als Gläubige(r) kann man sich natürlich nach bestem Wissen und Gewissen danach richten, aber kein mensch ist perfekt :)

(2) Soweit ich das verstehe, können einem quasi alle Sünden vergeben werden, wenn man Reue zeigt (bzw. bei schweren Vergehen Buße tut (heutzutage Gefängnis etc.)). Ein einfacher Gedanke wie bei dir müsste nach christlichen Maßstäben vergeben sein, wenn du sagst "das war ja nicht so gemeint, war nur ein kurzer Gedanke und nichts ernstes".

Es sollte also überhaubt kein Problem geben ^^

mfg Warhero

Antwort
von RudolfFischer, 20

Bei solchen Fragen ist mir nie klar, ob sie ernsthaft gestellt sind oder nur eine hämische Provokation sein sollen.

Wenn die Frage ernst gemeint ist: Zur Zeiten Jesus' wurde alles von den Juden sehr eng gesehen, davon zeugt die Bibel. Heute ist uns klar, dass ein Mensch als ein so weit unter Gott stehendes Wesen Gott gar nicht lästern kann. (Kann mich als Menschen ein Einzeller beleidigen? Kicher) Allenfalls dokumentiert man damit seine eigene Dummheit.

Gottes Botschaft ist "Lebt und liebt!", kein Gemähre mit ankreiden und vergeben oder nicht vergeben.

Antwort
von IchbinPilotAB, 24

Keiner wird dir jemals was vergeben Jesus ist gestorben wie jeder normaler Mensch 

Kommentar von RudolfFischer ,

Zitat: "Jesus ist gestorben wie jeder normaler Mensch"

Das ist zwar richtig, aber danach ist er auferstanden, wie das deshalb auch jeder "normale Mensch" erhoffen kann. Schade für dich, dass du das noch nicht tust.

Kommentar von IchbinPilotAB ,

Er ist nicht wieder auferstanden 

Antwort
von Philipp59, 20

Hallo frageantwort543,

in dem von Dir angeführten Bibeltext geht es um die "Lästerung gegen den heiligen Geist". Dies ist in der Tat eine Sünde, die Gott nicht vergeben wird. Doch um zu verstehen, ob man diese Art Sünde wirklich begangen hat, muss man erst einmal verstehen, was darunter zu verstehen ist.

Hierbei geht es um eine willentliche und vorsätzliche Lästerung gegen den heiligen Geist, der einem bösen Herzen entspringt. Der Apostel Paulus beispielsweise, war, wie er selbst sagte, einst ein "Lästerer", da er die ersten Christen verfolgt und dem Tod überliefert hatte. Hatte er aber gegen den heiligen Geist gesündigt? Paulus schrieb einmal von der Zeit, bevor er Christ war, folgendes: "...obwohl ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein unverschämter Mensch war. Dennoch wurde mir Barmherzigkeit erwiesen, weil ich unwissend war und im Unglauben handelte" (1. Timotheus 1:13).

Rein menschlich gesehen, könnte man denken, Gott könne dem Paulus wegen des Ausmaßes seiner Sünden nicht mehr vergeben; dennoch tat er es, da ihm zum Zeitpunkt seiner Taten nicht bewusst war, wie schlimm das, was er getan hatte, in Wirklichkeit war. Nachdem ihm jedoch die Schwere seiner Sünde klar wurde und er von Herzen bereute, vergab Gott ihm bereitwillig. Paulus hatte also, obwohl er schwer gesündigt hatte, eindeutig nicht die unvergebbare Sünde begangen.

Gegen den heiligen Geist zu sündigen heißt, sich ihm willentlich zu widersetzen, und zwar aus dem Grund, weil das Herz durch und durch böse geworden ist, so dass es kein Zurück mehr gibt. Es gibt in der Bibel Beispiele von Personen, die sich der Sünde gegen den heiligen Geist schuldig gemacht haben. Dazu zählten z.B. die Pharisäer und Schriftgelehrten, als Gruppe gesehen. Obwohl sie mit eigenen Augen gesehen hatten, welche Wunder Jesus Christus durch Gottes Geist vollbracht hatte, widerstanden sie ihm und schmiedeten sogar Mordpläne gegen ihn. Ihr Herz hatte einen Grad von Bosheit erreicht, der keinen Gedanken an Reue mehr zuließ.

Das gleiche kann von Judas Iskariot gesagt werden, der von Jesus als "Sohn der Vernichtung" bezeichnet wird (Johannes 17:12). Obwohl er als einer der 12 Apostel zu Jesu engsten Vertrauten gehört hatte und viele seiner Wunder aus nächster Nähe beobachtet hatte, war seine Habgier größer als die Liebe zu seinem Herrn. 30 Silberstücke reichten ihm, um ihn zu verraten. Sein Handeln entsprang einem durch und durch bösen Herzen.

Bevor man sich also selbst bezichtigt, die Sünde gegen den heiligen Geist begangen zu haben, sollte man die Sache erst einmal im Licht der Bibel prüfen.

LG Philipp

Antwort
von RobinsonCruesoe, 33

Ich denke nicht. Die Rede von der Lästerung des Heiligen Geistes steht bei Matthäus in einem ganz bestimmten Kontext, von dem sie nicht losgelöst betrachtet werden darf. Dieser Kontext ist das Vertreiben unreiner Geister, für das die Pharisäer einen Dämon verantwortlich machen wird nicht vergeben. Man stellt sich selbst ausserhalb der Gnade, wenn man das Vertreiben der unreinen Geister nicht dem Heiligen Geist, sondern einem Dämon zuschreibt.

Anders gesagt: Wer sich bewusst gegen Gott entscheidet (und das ist freilich viel mehr als ein blosser Fluch oder eine dahingesagte Lästerung), stellt sich selbst ins Abseits.

Antwort
von josef050153, 16

Um den Heiligen Geist zu lÀstern, musst du dich aber ganz schön anstrengen, so einfach ist das gar nicht und es setzt auch einen gewisse Glaubenslevel voraus.


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