Frage von TiTiBumBumBang, 107

Ich hasse Politiker und will nicht mehr wählen gehen?

Weil ich es als schmieren Theater ansehe! Die sind doch alle gleich nur mit unterschiedlichen Masken... Welche Organisation gibt es, die so denkt wie ich?

Antwort
von JTKirk2000, 8

Nur mal so als Tipp. Stimmen die nicht genutzt werden, werden in absoluten Zahlen und ebenso anteilig nicht mitgezählt. Wenn man sich also seiner Stimme enthält, indem man nicht mitwählt, wird automatisch die Partei und damit der jeweilige Politiker prozentual stärker, welcher ohnehin die meisten Stimmen hat. Das war in der Demokratie immer so und wird auch immer so bleiben.

Wenn Du die gegenwärtige politische Führung nicht leiden kannst, ist das schlimmste, was Du tun kannst, dass Du nicht wählen gehst. Nur wenn Du wählen gehst, kannst Du etwas bewirken. Wenn Du also nicht wählst, ist die einzige Person, der Du etwas vorwerfen kannst, Du selbst, weil Du nicht dabei mitgewirkt hast, dass die gewählten Politiker, "die dann wieder Mist bauen", wieder an der Macht sind.

Ich bin auch nicht gerade ein Fan beispielsweise von Angela Merkel, aber das bedeutet nicht, dass ich erstens bei Bundestagswahlen zuhause hocke oder ich blind irgendeine Alternative wähle, sondern dass ich mich informiere, welche Parteien Programme haben, die mit meinen Vorstellungen am ehesten überein stimmen und dass ich dann entsprechend wählen gehe. Gebracht hat es augenscheinlich noch nicht sehr viel, aber immerhin war die Partei, die ich mal gewählt hatte in der Regierungskoalition, wurde aber durch zu viele Kompromisse und schließlich durch Werteverrat dank der Merkel in den Schmutz gezogen und hat schlussendlich auch mich als Wähler enttäuscht. Dennoch sehe ich das Übel nicht in der Partei, die vor allem in ihren Werten und Zielen verraten wurde, sondern in der Verräterin selbst, die schon viel zu lange unsere Bundeskanzlerin ist. Und gerade deshalb werde ich bei der nächsten Bundestagswahl wieder wählen gehen, weil ich immer mehr das Gefühl habe, dass es mit Angela Merkel langsam echt reicht. Sie hat genug Parteien, die mal in Koalition mit ihrer Partei waren, hintergangen und in den Dreck gezogen. Es ist nur schade, dass es bisher augenscheinlich viel zu wenige erkannt haben.

Antwort
von Utanyan, 25

Also.
Ich kann dir in dem Punkt zustimmen, dass ich die meisten Politker leider auch für ziemlich gut bezahlte Maskenträger und Schauspieler halte.

Die Wahlkampfversprechen sind ein schönes Theater, mehr aber meistens auch nicht...

ABER:
Mit Sinn und Verstand wählen ist besser als gar nicht wählen.
Natürlich muss man dabei aufpassen und so gut es geht filtern was welche Partei will und was sie vielleicht nur VERSPRICHT zu wollen.

Die Afd zum Beispiel ist für mich überhaupt keine Option.

Nur wenn niemand mehr wählt, dann setzen sich solche Parteien durch.
Wir unterschätzen die Stimmkraft, die jeder einzelne besitzt, denn das ist der eigentliche Sinn der Wahlen - jede einzelne Stimme fügt sich zu einem großen Ganzen zusammen und repräsentiert damit die Meinung gesamt Deutschlands. Wenn die CDU 60% und die SPD 40% aller Stimmen hat,
dann sieht man ja wo zirka die Präferenzen und Wünsche der Deutschen liegen.

Und wenn die Politik - so wie sie jetzt gerade ist - nicht gefällt, dann müssen WIR das ändern.
Dann bleibt nur, das wir die "Macht" die uns gegeben ist, nämlich zu entscheiden WER da oben das Theater spielt, zu nutzen, um zu zeigen, dass wir Veränderung wollen.

Wir werden das nicht von heute auf gleich machen können.
Aber spätestens wenn der Hammer sie dann trifft und sie sehen welchen Unmut die aktuelle Politik da oben in Deutschland auslöst, dann ist hoffentlich der Punkt erreicht, an dem sich auch da oben mal Gedanken gemacht wird, wie weit man das "versprechen aber danach brechen" ausreizen darf...
Und vielleicht wird es dann auch besser.
Das wissen wir nicht, bis wir es nicht versucht haben.

Ich möchte nicht am Ende vor einer AfD-Regierung sitzen und mir denken "wäre ich nur wählen gegangen" oder mich - kampflos - in irgendeine Richtung drängen lassen, die ich vielleicht gar nicht Unterstütze.
So kann ich am Ende wenigstens sagen, dass ich meine Stimme nicht "verschwendet" habe.

Und deswegen werde ich wählen gehen.

LG
Utau

Antwort
von waveboardexpert, 33

Naja, wenn du nicht mehr wählen gehst, dann sagst du ja damit indirekt "Ist mir egal, was hier passiert. Sollen die mal machen."
Dann darfst du dich aber auch nicht über die Lage in der Politik beschweren. Ich würde an deiner Stelle mir eine Partei suchen, die am besten zu deinen Vorstellungen passt. Informiere dich am besten im Internet darüber. Auch, wenn du denkst, dass das nur Bullshit ist, was sie versprechen. So ist doch die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Partei das durchsetzen will, was du gut findest, als eine Partei, die genau das Gegenteil will. Und diese Partei hat dann relativ gesehen eine Stimme mehr.
Ich sehe das immer so: Ich gehe wählen, damit ich (selbst mit nur einer kleinen Stimme) einen anderen Wähler für eine andere Partei, die ich nicht unterstütze, relativeren kann und somit meine Partei bessere Chancen hat. Auch, wenn es nur eine Stimme relativiert.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen!

Antwort
von Nurkoeker, 41

Hm....ich merke ,du bist unzufrieden.Doch wenn du nicht wählen gehst ,kannst du dich nicht darüber beschweren ,wer "gewonnen" hat.Viele sind natürlich nicht zufrieden mit den Wahlergebnissen,trotzdem wählen sie weiterhin ihre Partei....Wahlen gibt es nicht ohne Grund.Hier zählt die Meinung von jedem.

Kommentar von waveboardexpert ,

Richtig! Außerdem: Was kostet es einen schon zu wählen? Eine halbe Stunde maximal und das nur so selten. Für eine Demokratie kann man das meines Erachtens nach gut mal investieren.

Antwort
von Gukos, 19

Als erstes: Höre nicht auf die Nicht-Wähler ldioten. Und ja ich sage ldioten.
Zweitens: Höre nicht auf Protest-Wähler bzw AfD-Wähler die bestimmt kommen werden. Das sind noch viel größere und scheinheiligere ldioten.

Drittens, informiere dich! Die Parteien sind nicht alle gleich!
Du findest man soll mehr auf Umwelt und Miteinander geben? Wähle die Grünen.
Du möchtest den kleinen Mann bzw den Arbeiternehmer stärker machen? Wähle die SPD.
Du legst wert auf die westlichen Werte und Familie? Dann wähle die CDU/CSU.

Informiere dich wofür die Parteien stehn und les dir ihre Wahlprogramme durch! 

Die Linke möchte gerne gegen den Personalmangel im für Pflege usw vorgehen.
Die FDP möchte den Individualismus fördern.

Du musst ja nicht in jedem Punkt einer Partei zu 100 % übereinstimmen. 
Aber durch die Wahl wird dein Leben und das vieler anderer stark beeinflusst. Vergangene oder noch kommende Beispiele:
Warst du für oder gegen die Frauenquote?
Hältst du die Autobahn-Maut für unentbehrlich?
Bist für oder gegen das Burka-Verbot?
Für was soll mehr oder weniger Geld ausgegeben werden?
Was denkst du über das Adoptionsrecht für Homo-Paare? 
Ist der Mindestlohn eine gute Idee?
Findest du die Vorratsspeicherung notwendig?

Bilde dir zu den Themen eine Meinung und schau nach bei welcher Partei du die meisten Übereinstimmungen hast. Und die wählst du dann einfach.

Keiner muss Politiker mögen. Das ist sowieso Schwachsinn. Die Leute in so wichtigen Ämtern müssen kompetent und professionell sein und nicht charismatisch und lustig. Das sind ja keine Bravo-Stars sondern die Menschen die unser Land regieren.  

Antwort
von preguntaH, 43

Das Problem ist, dass du durchs Nicht-Wählen rechten Parteien wie der AFD oder der NPD mehr Chancen gibst, Erfolg zu haben. Wähle lieber eine Partei wie die Piraten, wo du weißt, dass sie sowieso nichts schlimmes anstellen können, und zu wenig Macht haben.

Kommentar von waveboardexpert ,

An sich gebe ich dir recht. Aber wenn jeder das macht, ist die Piraten-Partei auf einmal ganz vorne mit dabei. Genau wie die AFD, deren Wähler ja zum großen Teil aus Protest-Wählern besteht. Lieber einer Partei die Stimme geben, die mit der AFD und sonstigen Partein konkurrieren kann. 

Kommentar von preguntaH ,

@waveboardexpert du bist überall, kann das sein? :')

Kommentar von preguntaH ,

achso, und es gibt zu viele Wähler, die nicht aus Protest irgendetwas wählen, als das diese Aushilfsparteien irgendetwas bewirken könnten.. oder?

Antwort
von huldave, 5

Geh wählen, egal was, aber mache das

Antwort
von ghul666, 41

Die Partei der Nichtwähler. Die kannste ja wählen

Antwort
von KatzenEngel, 41

Ich sehe das genauso wie Du. Deshalb bin ich ernsthaft am Überlegen, ob ich im September das 1.Mal NICHT wählen gehe.

Nur löst das das Problem leider nicht :/

Ich weiß es noch nicht, wie ich mich letztlich entscheide.

Kommentar von waveboardexpert ,

Das ist das Problem. Es löst das Problem nicht. Ich kann Leute verstehen, die sagen, dass man bei dem Mist, der in der Politik erzählt wird, die nicht mehr unterstützen will. Aber leider unterstützt man dadurch die Parteien wie die AfD und sonstige. Deswegen gehe ich wählen. Ich will meine Meinung abgeben, auch wenn sie nicht zu 100% mit meiner Partei übereinstimmt. Hauptsache, ich relativiere einen Wähler einer (aus meiner Sicht) schlechten Partei.

Antwort
von Jutz53, 11

Ich Wähle schon lange nicht mehr weil die alle nicht ehrlich sind. Es gab jemand den ich sofort wählen würde. Das ist HELMUT SCHMIDT. 

Antwort
von AlphaundOmega, 10

Da sind wir schon zwei ,...

gebe meine Stimme auch nicht ab ( in die Urne ; ) , die brauch ich noch als Mensch ...


Welche Organisation gibt es, die so denkt wie ich?

Das Volk !

Antwort
von precursor, 30

Dafür brauchst du keine Organisation, einfach nicht wählen gehen, fertig.

Antwort
von DarkPerse, 32

Dann lass es doch einfach

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