Frage von OtherwiseJoe, 133

Ich hasse meine Arbeit... Was soll ich tun?

Hallo ich bin die Sarah, 22 Jahre alt und war noch nie so unglücklich wie in diesem Augenblick...

2014 hab ich meine Ausbildung verloren und arbeite seit Mai letzten Jahres in einer Produktion, wo ich am Fließband handwerklich tätig bin und unter 3 min immer die ein und dieselbe Arbeit verrichte. Die Arbeit unterfordert mich so extrem und macht mich einfach nur noch total kaputt.

Vorletzte Woche habe ich Urlaub gehabt, bin aber so unter Stress und Eile gewesen, dass ich überhaupt nicht abschalten konnte. Seitdem sitze ich in einem tiefen Loch aus dem ich nicht mehr rauskomme.

Die Arbeit ist ja nur zu Überbrückung da, da ich nächstes Jahr Psychologie studieren will. Aber ich halte das nicht länger aus. Die Arbeit ist so eine unfassbare Qual für mich. Wenn wenigstens die Kollegen toll wären, aber die mit denen ich zusammen arbeite sind einfach solche Arschlöcher, dass es mich nur noch mehr von der Arbeit wegzieht. Ich meine ich wurde noch nie SO OFT und überhaupt wegen meiner Hilfsbereitschaft angemacht, das ist einfach das Letzte was die da abziehen. Und am schlimmsten ist, dass sie denken, sie wüssten WER ich bin. Aber nein, keiner weiß wirklich wer ich bin.

Sie meckern mich an, dass ich nicht diskutieren soll, obwohl ich mich einfach nur fair rechtfertigen wollte, warum ich helfen wollte. Die sagen ich muss lernen mich nicht in Sachen anderer einzumischen, obwohl ich nur EINMAL mich für eine Kollegin einsetzen wollte, die nicht aus sich rausgekommen ist. Und dieses rumgeschubse und mich behandeln, als ob ich kein Respekt verdient habe. Die meisten sind Weiber mit Durchschnittsalter 45 - 50 Minimum. Die denken auch, dass junge Hüpfer nichts zu sagen haben und das nervt einfach nur noch. Die machen mir Vorwürfe über die wirklich sinnlosesten Sachen und lassen einen nicht mal zu Wort kommen. Und ich bin wirklich eine ganz liebe Person, die sich aus wirklich ALLEM raushält so gut es geht, ich lass sie lästern ich lasse sie labern. Nur mit der Zeit lasse ich nicht mehr alles mit mir machen, die nutzen meine Gutmütigkeit so schamlos aus...

Und als ich dann letztens auch noch so dermaßen angemacht wurde weil ich EINMAL 5 min später von der Pause zurück gekommen bin, ist das Fass endgültig übergelaufen. Ich war noch nie so unglücklich in meinem Leben und das, obwohl ich schon soviel durchmachen musste... Ich will einfach raus da, aber das ist nicht so einfach, weil Arschlöcher gibts überall... Und ich brauch es ja auch nur als Überbrückung. Ich brauch einfach das Geld. Ich kann mich auf nichts nebenbei konzentrieren. Ich vergesse soviele Sachen zu erledigen, weil mir diese verdammte monotone Arbeit nicht aus dem Kopf gehen will. Neuen Job suchen ist einfach gesagt als getan. Und stumm meine Arbeit vor mich machen und Klappe halten, halte ich nicht mehr aus.... seufz

Antwort
von Prinzessle, 47

Nimm es als Stilstudie , dann war diese Zeit nicht ganz um sonst und suche Dir unbedingt eine andere Möglichkeit um das Jahr bis zum Studium zu überbrücken...

Wie wäre es als Au pair eine Sprache im Land zu lernen ist nie verkehrt...oder im Gastgewerbe wird auch immer Personal gesucht...kann man auch Saisonal machen zum Beispiel in einem Skigebiet nun auf den Winter zu...

Und so hoffe ich für Dich, dass Du bald das Richtige findest. 

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Danke ich geb mein bestes um was neues zu finden (=

Kommentar von Prinzessle ,

Ich drücke Dir den Daumen.

Antwort
von Sisalka, 45

Klingt blöd, ist ja auch nicht toll so eine Arbeit am Fließband.

Du hast eine Reihe von Möglichkeiten, die alle jeweils ein anderes Ergebnis haben werden.

Du kannst den Job kündigen und dir etwas Neues suchen. Das würde bedeuten du musst dafür Zeit aufwenden und bekommst erst mal kein Geld.

Du könntest dir auch überlegen, warum du bei offenbar allen aneckst. Der Knatsch, den du mit allen hast hat eine Gemeinsamkeit: dich.

Könnte es sein, dass du tatsächlich so rüber kommst, als wenn du etwas besser weißt. Vielleicht hilfst du einfach mal nur, wenn du danach auch gefragt wirst. Denk dran, dass 'helfen' ohne gefragt zu werden Bevormundung ist, denn du sagst damit, dass du den anderen nicht zutraust, dass sie ihre Sachen 'richtig' (nach deinen Maßstäben) machen. Kein Wunder, dass sie da sauer werden.

Und wie sieht es mit ein bisschen Einfühlungsvermögen aus? Die Frauen, mit denen du da zusammen arbeitest machen den Knochenjob um ihre Familien zu ernähren - nicht nur so nebenbei und als Überbrückung. Alle Achtung, wenn sie den Dumpfsinn von Fließbandarbeit aushalten. Wieviel Respekt gibst du eigentlich den anderen? Könnte es sein, dass sie sehr genau wissen, wie sehr du meinst sie stehen unter dir?

Hast du sie vielleicht schon mal gefragt, wie ihr Leben so aussieht? Und hast du dir ihren Respekt verdient? Du schreibst nicht, was du geleistet hättest, um von ihnen anerkannt zu werden.

Ich habe auch schon solche Jobs gemacht, meiner Erfahrung nach könnte die von dir beschrieben Reaktion viel damit zu tun haben, dass du nicht als Kollegin und eine von ihnen gesehen wirst. Das zu erreichen, liegt bei dir. Und vielleicht ist das hier das beste Lernprogramm der Welt - denn schließlich wirst du genau diese Fähigkeiten im Umgang mit andern Menschen noch den ganzen Rest deines Lebens brauchen.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Man sollte nicht von der ''Jugend von heute'' ausgehen. Ich bin nicht wie andere uns ganz bestimmt nicht respektlos. Ich gebe ihnen meiner Meinung nachschon viel zu viel Respekt. Und man darf auch nicht immer davon ausgehen, dass die Leute dort hart für ihre Familien arbeiten. Ich bin auch nicht eine von solchen, die rumjammert, dass der Job beschissen ist und nicht weiß wie die Welt da draußen aussieht. Weil wenn ich meinen Job lieben würde, dann sieht für mich die Welt auch ganz anders aus. Wenn du aber bei so einer Arbeit permanent gemobbt wirst. Deine Gutmütigkeit schamlos bis zum letzten Rest ausgenutzt wird und bei anderen sich beschwert wird, was das soll. Klar bin ich kein Engel und ich habe auch meine Ecken und Kanten. Aber ich gehöre in keine Schublade, so wie Leute sich verhalten, wenn sie merken, dass sie Probleme mit anderen haben. Wirklich. Ich würde hier nicht schreiben, wenn es mich nicht so bedrücken würde. Ich bin ja auch schon 22, es ist nicht so, dass ich nicht weiß wie das Leben da draußen aussieht. Und ich bin es Leid, andere leute zu verstehen und ihnen meine Geduld zu geben, die sie nicht mal ansatzweise verdient haben. Natürlich weiß ich wie ihr Leben aussieht. Sie erzählen es mir ja von Tag zu Tag und bleibt dann nicht mal die Frage, was mit mir ist? Ich habe mich IMMEr nur um das Wohl anderer gekümmert, aber deswegen schreibe ich ja jetzt, weil deswegen langsam platze, weil ich mich darum kümmer, was mit mir ist. Wie es mir geht....

Kommentar von Sisalka ,

Ich vermute mal, dass es dir im Job besser ginge, wenn du nicht ununterbrochen dabei wärst dich stundenrund zu rechtfertigen.

Da du keinen Einfluss darauf hast, wie sich andere Menschen verhalten, kannst du nur deine eigene Art dich zu verhalten ändern. Du hast schlicht noch ein bisschen wenig Lebenserfahrung, als dass du das wirklich schon wüsstest. 

Und was genau ist an einem Jahr so schrecklich? Ehrlich gesagt, für eine 22jährige finde ich deine Haltung ziemlich anspruchsvoll. Du bist doch auf einem guten Weg, es gibt größere Probleme als mal das harte Leben anderer Leute mitzuerleben. Und du musst ihnen gar zuhören? Ich denke, du willst Psychologie studieren - und da hast du die besten Anschauungsobjekte der Welt - wenn du eben mal zuhörst und vielleicht ab und an in den Spiegel siehst.

Da gibt es was an den Damen, was du an dir so überhaupt nicht ausstehen kannst....

Psychologiestudium? Nur eine gute Idee, wenn du dabei deine eigenen Baustellen bearbeitest - sonst haben deine späteren Klienten ganz schlecht Karten.

Antwort
von Turbomann, 33

Hallo Sarah,

Warum du deine Ausbildung verloren hast, darüber kann man sich kein Urteil bilden und es steht einem auch nicht zu.

Wenn du aneckst mit Ratschlägen und deiner Hilfe anzubieten, schränke es einfach ein, nicht jeder Mitarbeiter ist dafür zugänglich und viele wollen das auch nicht.

Anderen Hilfe anzubieten, dazu gehört auch etwas Fingerspitzengefühl, damit man unterscheiden kann, wo es gewünscht ist und auch wo es angebracht ist. Manchmal muss man auch einfach lernen, dass es in gewissen Situationen seine Meinungen für sich behalten muss und sich seinen Teil denken.

Die Arbeit ist ja nur zu Überbrückung da, da ich nächstes Jahr Psychologie studieren will.

Warum versuchst du denn nicht, die paar Monate (bis zu deinem Studiumanfang) dich da durchzubeissen oder solange bis du einen anderen Job gefunden hast?

Während deines Studiums wirst du öfters solchen Menschen begegnen und vielleicht hilft dir das, wenn du dir etwas mehr Gelassenheit aneignest.

Manchmal kann es schon hilfreich sein, wenn man seine eigene Vorgehensweise etwas überdenkt und sich dann sagt: es dauert ja nicht mehr so lange und das werde ich auch noch packen.

Und stumm meine Arbeit vor mich machen und Klappe halten, halte ich nicht mehr aus.... seufz

Na ja, Fließbandarbeiten sind sicher etwas monoton, aber man kann seine Sichtweise auch etwas ändern, sprich einfach die Zeit noch durchzuhalten, denn du bist ja auch auf das Geld angewiesen.

Man kann nicht immer und überall wegrennen, nur weil es Mitarbeiter gibt, die einem nicht so gefallen und ihre Handlungsweise auch nicht.

Vielleicht ist das auch eine kleine "Lehrzeit"für dich, wo du - direkt nach der Schule - sieht, dass das Arbeiten auch anstrengend ist und einem nichts geschenkt wird.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Mit der Hilfsbereitschaft, das müsste ich dir genauer erklären, damit du wüsstest wie ich das meine. Weil es ging vor allem darum, dass eine Kollegin jemandn anlernen sollte und der es einfach nicht verstanden hat, weil ihr deutsch auch nicht sooo gut ist. und dann steht sie mit verschränkten armen hinter der person und meckert nur rum, dass sie es nicht schafft. daraufhin wollte ich der person KURZ zeigen, wie ich das mache, weil ich ja ganz andere handgriffe habe. Und das war wirklich nur KURZ. woraufhin meine kollegin erstmal ständig zu einer anderen kollegin gegangen ist sich beschwert hat (als ob ich das gemacht habe um sie zu ärgern, ich hab ja nichts besseres zutun) und später haben sie sich zusammen gegen mich aufgebäumt. und das ist nur ein beispiel...

Ich weiß, ich wollte mir ja auch die Zähne zusammenbeißen. Ich dachte wirklich dass ich das schaffe. Aber ich schaff es i.wie nicht. Ich konnte nichtmal den Urlaub mit meinem Freund genießen. Das ist das schlimmste von allem. Ich kann einfach nicht abschalten und das zerreißt mich innerlich so dermaßen...

Ich weiß bereits dass einem nichts geschenkt wird. Ich hab schon viel mehr durchgemacht. Und das ist nicht direkt nach der Schule, ich habe ja zwischendurch eine Lehre angefangen und kurz vor der Probezeit wurde ich rausgeschmissen, daraufhin habe ich versucht anschluss zu finden, aber alle meinten es wäre zu spät. Ich hab daraufhin bei meinen Eltern gearbeitet und letztes jahr im mai diese Arbeit hier angefangen um mehr geld zu kriegen. Geplant war dass ich noch im jahr 2015 ne neue ausbildung mache. aber ich habe nicht EINE zusage bekommen. dann 2016... ich habe nicht eine zusage bekommen bis ich es dann sowieso abegbrochen habe, weil ich mein studium vorziehen will. Und es ist nicht dieses klischee, dass ich soviel arbeiten muss und dass ich mich mit jemandn nicht verstehe... nein ich krieg nicht mal ne motivation von meinen bewerbungen. Ich hab schon soviel versucht. Ich habe jemand prof. auf meine bewerbung sichten lassen. ich habe mit so vielen leuten gesprochen, was ich falsch mache. schon in der schulzeit habe ich so viele praktika gemacht und ich hab mein abi mit 1,5 gemacht. ich hab mir also auch nichts vorzuwerfen. ich tu was ich kann. und ich halte das seit anderthalb jahren aus. aber diese extreme unterforderung. dieses auf mir rumgehacke und das JEDEN verschissenen tag. das mich ausgenutze.... mein inneres Ich hält diese Arbeit mit diesen Menschen einfach nicht mehr aus. Nicht mal an meiner Arbeit kann ich auf Hilfe hoffen, weil die Vorarbeiter nicht besser sind.

Kommentar von Turbomann ,

Hallo Sarah,

ich glaube nicht, dass du mir das erst erzählen musst, wie du das mit helfen meinst.

Wenn eine Kollegin von dir einem anderen Mitarbeiter was erklärt, dann braucht man sich nicht mit seiner Meinung einbringen, es sei denn man fragt, wie man helfen könnte.

Aber einfach ungefragt sich daran zu beteiligen, ist nicht in allen Dingen angebracht.

Auch wenn du viel mitgemacht hast, hat das nichts mit deiner Arbeit zu tun, das muss man trennen.

Wenn du in deiner Probezeit rausgeschmissen wurdest, dann wird das sicher auch Gründe gehabt haben, die andere nicht  für Belang sind, sondern nur dich.

Vielleicht irre ich mich, aber aus deinen Zeilen kommt immer wieder hoch, dass sich alle gegen dich wenden. Abgesehen davon, wenn du dieses Gefühl hast, dann würde ich mich selber mal hinterfragen, an was das liegen könnte.

Wenn man mit Menschen zusammenarbeitet, dann muss man manchmal die Zähne zusammenbeissen und seinen Kommentar lieber mal runterschlucken. Andere könnten sonst die Meinung bekommen, dass man "alles besser wissen will" (auch wenn das so sein sollte). Ein Kommentar zur rechten Zeit oder eine Hilfe anbieten wenn es angebracht und auch gewünscht wird, bringt dir mehr Ergebnisse.

Auf der anderen Seite willst du Psychologie studieren und diese Arbeit ist auch mehr oder weniger nicht immer so abwechslungsreich. Sich ständig die Sorgen und Probleme anderer anzuhören, da braucht man noch mehr Fingerspitzengefühl und ein taktvolles Umgehen, ohne dass man mit seinem helfen wollen aneckt.

Bewerbe dich weiterhin, auch andere bekommen heute viele Absagen und die geben nicht auf.

Antwort
von loema, 62

So einen Job in der Produktion ist direkt nach der Schule der komplette Horror, wenn man ihn ein Jahr lang machen muss.
Ich würde mich an deiner Stelle weiter bewerben um andere Anlerntätigkeiten.
Es gibt Tätigkeiten, meinetwegen auf einem Recyclinghof, wo die Kollegen wirklich nett sind und man mehr Abwechslung hat.
Du bist ja nicht dazu verdonnert, gerade da wo du jetzt bist zu bleiben.
Auch in Büros gibts Hilfsarbeit.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Ja das klingt gut, ich muss mich denke mal echt dazu bewegen, woanders zu arbeiten

Antwort
von thetee99, 28

Wissen deine Kolleginen denn, dass du nur übergangsweise dort bist und vor hast im Anschluss zu studieren? Ich denke keinem dort gefällt diese monotone Arbeit wirklich, aber zu wissen das man es nur befristet macht und andere evtl. ihr Leben lang davon abhängig sind, ist schon ein unterschied und evtl. etwas das man dir neidet? Außerdem denke einige Leute automatisch, dass man sich für etwas besseres hält, wenn man Wert auf Bildung legt, oder studieren möchte...

Du könntest stattdessen versuchen einen Praktikumsplatz zu bekommen, am besten in einer Branche die evtl. später mal etwas mit deiner Wunschberuf zutun hat, aber da wird die Bezahlung natürlich niemals so gut sein, wie in der Produktion.

Du könntest dich an deine Vorgesetzen wenden und ihnen von dieser Art mobbing erzählen, evtl. kannst du dich ja im Produktionsbetrieb versetzen lassen oder andere Schichten arbeiten.

Oder du kneifst die Backen zusammen, machst einfach dein Ding und fokusierst dich darauf weiterzukommen.

So eine Arbeit ist echt nichts für Jedermann. Manche Leute gehen bei sowas ein, wie eine Sonnenblume ohne Sonnenlicht ;) sowas macht man echt nur wegen dem Geld.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Ja die wissen Bescheid, dass ich nächstes Jahr gehen werde, eigentlich wollte ich ja schon dieses Jahr, aber da war ich noch im Begriff ne Ausbildung zu machen für dieses Jahr. Aber seit Juli hab ich mich entschieden, dass ich doch sofort Psychologie studieren will und nicht erst eine Ausbildung aber ebend leider erst nächstes Jahr. Und ja das hab ich auch schon im Kopf gehabt, die müssen es ebend ihr Leben lang machen, das gibt Ihnen trotzdem nicht das Recht mit mir so umspringen zu müssen, verstehst du. Ich hatte schon denselben Gedanken wie du.

Andere Schichten hab ich schon gearbeitet und sind nur noch schlimmer. Die Produktionsleitung ist für n Arsch. Da kann man nicht auf Hilfe hoffen, da könnte ich jetzt sovieles erzählen, aber dann könnte ich gleich anfangen ein Buch zu schreiben ^^

Das Ding ist nur, ich kneife meine Backen schon seit fast anderhalb Jahren zusammen. Und ich frag mich, wie es überhaupt solange geschafft habe. Aber es wird immer schlimmer. Der Umgang mit mir ist einfach nur noch erdrückend. Ich halte das einfach nicht noch ein Jahr aus, das ist das Problem. Ich hab ja schon Geduld gezeigt. Aber das was die grad abziehen geht schon unter die Gürtellinie. Ich hab immer Verständnis und Vernunft gezeigt, aber ich bin auch ein Mensch mit Gefühlen und i.wann kann ich auch nicht mehr, wenn man mich so kaputt macht.

Antwort
von schelm1, 48

Nehmen Sie die ungeliebte, vom Ende her absehbare Tätigkeit, als eine der besten Voraussetzungen und praktisches Lehrbeispiel für Ihr späteres Studium!

Ggfs. könnten Sie darüber noch promovieren.


Kommentar von OtherwiseJoe ,

Das tu ich ja schon, deshalb wollte ich eigentlich vor dem Studium ne Ausbildung machen. Aber Anderthalb Jahre reicht mir das. Die Arbeit macht mich einfach tot und ich merke, dass ich es einfach nicht mehr kann.

Kommentar von schelm1 ,

Na nun unterschätzen Sie mal Ihr Leistungs- und Durchhaltevermögen nicht!

Kommentar von OtherwiseJoe ,

doch schon i.wie ^^

Antwort
von Hardy3, 25

Hm, du willst Psychologie studieren... Ich habe den Eindruck, du suchst dabei in erster Linie Hilfe für dich und weniger den Einstieg in einen Beruf. 

Du solltest jetzt Nägel mit Köpfen machen: kündigen, etwas anderes suchen und lernen, auf die neuen Kollegen einzugehen. Frag dich mal, warum dich deine Kollegen so behandeln - das wäre eine gute Vorübung für das angestrebte Studium (über dessen Sinn und Ziel du vielleicht noch einmal nachdenken solltest).

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Psychologen haben selber Psychologen heißt es doch sowieso...

Antwort
von Demelebaejer, 25

Also, bei Deiner Beschreibung passt verschiedenes nicht zusammen. Wenn Du Psychologie studieren willst, müsste dir Deine Situation doch ganz klar sein, dass Du eine solche öffentliche Anfrage gar nicht nötig hast. Du als Abiturientin musst doch wissen, dass Deine Kolleginnen aus dem "Schlichtmilieu" stammen mit einem ganz anderen Interessenhorizont. Da kannst Du nicht als Intellektuelle auftreten.

Wenn Dich solch eine Situation schon fertig macht, wie kannst Du denn dann Psychologie studieren, wo Du eventuell andere Leute beraten musst?

In dieser Situation ("Das halte ich nicht mehr aus") kannst Du nur kündigen, aber ich sage nur: Du hast noch nicht viel erlebt, wenn Dich so etwas schon fertig macht.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Wieso kann ich es dann nicht? Wenn ich mit monotoner Arbeit nach fast nem anderthalben Jahr nicht mehr Leben kann, dann ist das doch verständlich, dass ich nach Herausforderungen suche und wenn dazu meine Kollegen MICH persönlich auch noch unter Druck setzen, dann hat es doch nichts damit zutun, dass ich anderen Menschen nicht helfen kann.

Kommentar von Demelebaejer ,

Wenn Du da nicht selbst Rat weißt und hier nachfragen musst, also unsicher bist, was Du machen sollst, wie willst Du dann später anderen ratsuchenden Patienten helfen. Dann solltest Du Dir etwas Anderes suchen zurm Studieren.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Entschuldige mal, jeder ist mal in seinem Leben hilflos und braucht Rat, weil man wegen i.etwas verzweifelt ist. Ich will mich ja nicht umbringen, ich brauch jediglich einen Rat. Ich habe auch noch nie gehört, dass Psychologen die glücklichsten Menschen sind, die niemals selber Hilfe brauchen oder immer ohne Rat auskommen. Das ist total menschlich um Rat zu fragen und einmal nicht weiter zu wissen. Außerdem lerne ich während des Studiums die Psychologie doch erst richtig kennen. Ich bin natürlich auch kein geborener Psychologe. Aber das macht mich lange noch nicht zu einem Menschen, der anderen nicht helfen kann. Und das steht hier auch gar nicht zur Debatte. Ich versteh nicht, warum Leute hier immer über andere Sachen diskutieren müssen und anderes in Frage stellen, obwohl das MEINE Entscheidung ist mit dem Studium. Ich hab immerhin auch nicht gefragt, ob ich dafür geeignet bin... Also warum machst du dir darüber so einen Kopf? Ich weiß genau, dass ich das kann und das ich das will und deshalb muss ich mich auch nicht rechtfertigen. sorry, das sind gründe, warum ich abgeneigt war, hier reinzuschreiben.

Antwort
von ilinalta, 27

Dann such dir zur Überbrückung halt nen anderen Job. Wenn dich das so ankotzt, versteh ich nicht, warum du nicht schon längst was anderes gesucht hast

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Ich weiß es auch nicht.... Ich weiß einfach nicht, was in mir vorgeht, dass ich da so zögere

Antwort
von PoisonArrow, 29

Möglichkeit Nr. 1 : Du suchst Dir einen anderen Job.

Möglichkeit Nr. 2 : Du stehst das irgendwie durch.

Wenn Du sagst, Du brauchst das Geld und kannst es "dort" nicht mehr aushalten, bleibt nur Mögl. Nr. 1.

Oder Du suchst Dir einen reichen Mann...

Grüße, ----->

Kommentar von OtherwiseJoe ,

ich bin glücklich vergeben und selbst wenn nicht, würde ich mir niemals einen Mann aufgrund seines Geldes suchen :D aber war wahrscheinlich eh nur n Witzkommentar ^^ Und dass ich mir n anderen Job suchen muss, dachte ich mir i.wie schon... Es ist nur einfacher gesagt als getan...

Kommentar von PoisonArrow ,

Was genau hast Du denn in dieser Richtung unternommen?

Und: ja, natürlich war der "reiche Mann" nicht wirklich als Möglichkeit Nr. 3 gemeint...

Kommentar von OtherwiseJoe ,

ja bewerben, telefonieren usw

Kommentar von PoisonArrow ,

Ist natürlich immer irgendwie ungünstig, für ein paar Monate in einen brauchbaren Job reinzuschlüpfen...

Warst schon mal beim Job-Center und hast gefragt, ob die irgendwas haben?

Sonst gibt es in vielen Regionen Call-Center, wo man mit relativ überschauberer Einarbeitungszeit einen Job ausüben kann.

Ob DAS dann allerdings das Wahre ist....?

Ich fürchte, dass die Tätigkeiten in Deinem Fall ansonsten im Bereich Verpackung, Kommissionierung etc. zu finden sind. Oder ggf. als Fahrer für irgendwas (Pizza, Taxi, Botendienst..).

Auf dämliche Kollegen kannst Du natürlich überall treffen.

Würde eher meine Einstellung überdenken.
Betrachte Dich als Huhn in einer Legebatterie - mit einem Ziel vor Augen: der Tag, an dem Du dort die Biege machst.

Geh zur Arbeit, verrichte Deinen Kram und gut.
Kümmer Dich einen Dreck um die anderen "lieben" Kollegen und beachte sie nicht.

Denk immer daran:
Was kümmert es den Mond, wenn ihn ein Hund ankläfft.

Und niemals das Motto vergessen: LMAA
(Lächle mehr als andere)

Grüße, ----->

Kommentar von OtherwiseJoe ,

ätzende Kollegen gibt es überall, das ist mir klar. Aber ich brauche unbedingt was neues. Das ist als würde ich ne Vase mit Wasser auffüllen, sie weitergeben und die nächste, weitergeben, nächste, weiterg, nächste, weiterg.... verstehst du? dieser Ablauf von Tag zu Tag, nichts ändert sich, der Ablauf ist immer derselbe.

DAS ist womit ich vor allem nicht klar komme. Wenn ich wenigstens Arbeit hätte, wo mich die Arbeit ablenkt, wo ich wirklich denken kann, scheiß drauf konzentriere dich auf die Arbeit, aber das ist es ja. ich muss ja nicht mal meinen Kopf einsetzen weil ich das schon im Schlaf kann. Ich hab soviel Zeit... Zeit darüber nachzudenken wie besch*** die Arbeit ist die ich momentan verrichte...

verstehst du. Und dann immer der Blick zur Uhr. Das ist einfach die Hölle...

Kommentar von PoisonArrow ,

"Arbeit ist die Hölle" - Matt Groening

lesenswertes Buch.

Was Dein Problem angeht: Du bist die Glückliche, die nicht nur auf die Uhr schauen kann, sondern auch auf den Kalender!

Die paar Tage bis zum Austritt, das ist doch absehbar.

Da habe ich schon andere Sachen über längere Zeiträume machen müssen, die weitaus schlimmer waren.

Du machst Deine Unzufriedenheit zu Deinem Kernproblem, zum Zentrum all Deiner Empfindungen - und DAS ist der Fehler.

Akzeptier doch einfach Deinen Arbeitsplatz als "Drecksloch" wo Du nur hingehst, um die Kohle abzugreifen! Ist doch bald vorbei.

Als ich in Deinem Alter war, hatte ich auch keinen Chefsessel unter dem Hintern, da wurde ich tw. auch nicht "nett + zuvorkommend" behandelt, und die Arbeit war ekeliges Geknüppel bei überwiegend SEHR unangenehmen Temperaturen.

Da bin ich auch nicht jeden Abend nach Hause gefahren und hatte die beste Laune der Welt.

Na und? Erstens hatte ich in dem Moment keinen Plan B und zum anderen hab ich mir gesagt: "Ihr kriegt mich nicht klein! Egal, was ihr versucht, ihr schafft mich nicht! DAS würdet ihr gerne sehen, dass ich winselnd abhaue, aber den Gefallen tue ich euch nicht!"

Und: ich habe nicht gewusst, ob ich "das" ein paar Monate oder über ein Jahr oder wer weiß wie lange durchstehen musste.

Heute kann ich darauf zurückblicken und zucke mit den Schultern.

Was einen nicht umbringt, macht einen härter.

Ansonsten: leave it, love it, change it.
Danach kannst Du alle Dinge sortieren und abhandeln.

Love it : in dem Fall eher nicht, da gibt´s andere Sachen. Aber DIE solltest Du auch auskosten, NICHT Dein Elend auf der Arbeit. Warum badest Du denn jeden Tag in Deiner Verzweifelung?!

Change it : Was absolut keinen Sinn macht - ändern. Weg damit, ausmisten, abschaffen, absagen, stornieren oder kündigen wie vielleicht in Deinem Fall. Bevor es Dich "umbringt" : Schluss!

Leave it : Dinge, die man nicht ändern, abschaffen oder verbessern kann - akzeptieren, hinnehmen wie schlechtes Wetter. Einfach nicht darauf eingehen, ist so, peng.

Wünsch Dir alles Gute,
Kopf hoch.

Grüße, ----->

Antwort
von sabbelist, 42

Kündige und suche Dir eine andere Arbeit

Antwort
von MancheAntwort, 39

Anscheinend eckst du öfter im Leben an und merkst erst jetzt, dass das Leben

KEIN Ponyhof ist....

Kommentar von OtherwiseJoe ,

darum geht's gar nicht. Ich habe nie einen Ponyhof erwartet.

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