Ich habe Todesangst vor Hunden....?

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7 Antworten

Angst kannst du nur auf eine Weise bekämpfen. Du musst dich dieser Angst stellen. natürlich kannst du dich auch bei einem Therapeuten auf die Couch legen und dich ein Jahr lang in seine Therapie begeben. Aber viel schneller verschwindet deine Angst, wenn du dich ihr stellst. 

Du kennst bestimmt Leute an deiner Schule, die einen Hund haben. Sprich mit ihnen und frage sie, ob ihr Hund schon jemals einen Menschen gebissen hat. Frage sie wie groß ihr Hund ist und wenn du dich traust, dann erzähle ihnen von deiner Angst und dass du etwas gegen unternehmen möchtest. Mach es davon abhängig, wie gut du dich mit dem Hundebesitzer verstehst und wie sehr du ihm und seinem Hund vertraust. 

Dann verabredest dich mit ihm auf neutralem Boden. Dort wird dich der Hund anders begrüßen als zuhause. Dort wird er kein Revier verteidigen und dich als ganz normalen Teil der Umwelt sehen. Er wird zu dir kommen und an die schnüffeln. In diesem Moment solltest du dich nicht bewegen und einfach warten, bis er mit seinem Begrüßungsritual fertig ist. Schau ihm dabei nicht in die Augen. Schau einfach in die Ferne. Das ist in der "Hundesprache" höfliches Verhalten. Unhöflich wäre es, dem Hund direkt in die Augen zu starren. Das wäre sogar ein Zeichen von Aggression! Schau also einfach in die Ferne und lass ihn schnüffeln, bis er fertig ist. Keine Angst! Er wird dich nicht beißen.

Wenn sich der Hund von dir abwendet, kannst du dich wieder bewegen. beobachte ihn für eine Weile und sieh ihm zu, wie er sich verhält. Er wird sich nicht vor dir aufbauen und dich anbellen. Denn du hast dich ihm gegenüber ja nicht aggressiv, sondern höflich verhalten. Also gibt es für ihn ja keinen Grund dir aggressiv gegenüber zu treten. Er wird herum laufen und die Umgebung mit seiner Nase untersuchen. Schau dem Hundebesitzer zu, wie er mit seinem Hund Kontakt aufnimmt und wie er mit ihn interagiert. Imitiere ihn einfach und wenn der Hund von allein zu dir kommt, dann beugst du dich zu ihm hinunter und hältst ihm die Außenseite deiner Hand hin. Er wird noch einmal daran schnüffeln. Diese Kontaktaufnahme mit der Nase ist für einen Hund sehr wichtig. Er weiß jetzt, dass du nicht gefährlich für ihn bist und dass er dir vertrauen kann. 

Deine Hand so nah an das Hundemaul zu bringen, wird bestimmt eine Überwindung für dich. Aber wenn du das geschafft hast, wird der Rest sehr viel leichter. Du wirst seinen warmen Atem auf deiner Haut spüren, vielleicht seine feuchte Nase, die Haare in seinem Gesicht oder sogar seine Zunge. Was du nicht spüren wirst, sind seine Zähne. Mach dir klar, dass dieser Hund kein Psychopat ist. Er wird nicht grundlos zuschnappen!  

Erst jetzt bringst du deine zweite Hand ins Spiel und streichelst ihn ganz kurz. Dann richtest du dich wieder auf und schaust in die Ferne. Du weißt schon warum du das tun sollst. (Keine Aggression) Der Hund wird dich jetzt ignorieren und genau das willst du ja von ihm. Er soll dich als ganz normalen Teil der Umwelt wahrnehmen. Er wird herumlaufen und alles was ihm interessant erscheint untersuchen. Gib ihm ein wenig Zeit, bis du wieder Kontakt zu ihm aufnimmst. Locke ihn mit seinem Namen oder mit einem interessanten Geruch. 

Du wirst merken, dass deine Angst zu diesem Zeitpunkt schon fast vollständig verschwunden ist. An der Körpersprache des Hundes kannst du sehen, dass er nicht im Sinn hat, dich zu beißen. Wenn er jetzt zu dir kommt kannst du ihn streicheln, ohne dass er zuvor an dir riecht. Jetzt kannst du ihm auch ruhig in die Augen schauen und der Hund wird deinen Blick als ein Freundschaftsangebot deuten. Er wird mit dem Schwanz wedeln und sein Maul wird offen stehen. Ein offenes Maul ist gut! Es heißt, dass der Hund vollkommen entspannt ist und dir keinerlei Aggression zeigt. 

Nach einem Tag mit diesem Hund hast du vollkommen neue Erfahrungen gemacht und wirst Hunde mit anderen Augen sehen. 

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Natürlich kann man etwas tun und ich frage mich warum Deine Eltern noch nichts unternommen haben. Schließlich sind sie für Dein Wohlergehen verantwortlich.

Deine Eltern sollten Dich unbedingt zu einem Psychotherapeut bringen der auf Phobien spezialisiert ist. Der wird Dir helfen können. Das geht aber nur wenn Du es auch wirklich willst und mitarbeitest.

Ich wünsche Dir viel Glück für so eine Therapie. Wenn sie erfolgreich verläuft wirst Du Dich nachher wie ein neuer Mensch fühlen. 

LG

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Du solltest mal einen Hund besser kennenlernen. Du kannst ja mit einem kleineren Hund aus deinem Freundes- oder Verwandtenkreis anfangen. Wenn du langsam beginnst Zeit mit diesem Hund zu verbringen, wird sich die Angst vor diesem Hund wahrscheinlich abbauen. Du kannst von Mal zu Mal die Dauer verlängern, dadurch lernst du außerdem noch, wie sich der Hund in welchen Situationen verhält. Dann wird sich über lang oder kurz bestimmt auch die Angst vor anderen Hunden lindern. 

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Hallo,
Gibt es irgendeinen Hund, bei dem du das nicht hast? Ich habe eine Idee, allerdings muss ich erstmal das wissen.

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Kommentar von Anonymc1
14.06.2016, 20:50

Also ich habe vor jedem Hund Angst

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Ich habe einen Freund, der schon sein ganzes Leben eine große Angst vor Hunden hat. Das hat sich zwar nie bei ihm geändert, aber irgendwie ist er damit doch auch umgekommen.

Ich denke, es ist wie ein Automatismus. Den hat sich dein Hirn angeeignet und denkt jetzt, dass das so sein muss. Jetzt musst du deinem Hirn ein anderes Programm beibringen.

Idee: Nimm erst Bilder von Hunden; tief durchatmen. Nicht weinen! Tief durchatmen! Wenn das gut geht: Bilder von bösen Hunden.... Dann: Clips. Dann: Aus dem Fenster schauen. Immer weiter atmen, bis die Angstattacke nachlässt. Dich selbst immer wieder beruhigen (etwa so, wie wenn du ein schreiendes Baby beruhigen möchtest). Tief Durchatmen. Dann: Aus der Straßenbahn/Bus/ Zug Hunde draußen anschauen.....

Ich glaube, du kannst dir vorstellen, was ich meine. Ein Stufenprogramm für dein Hirn. So würde das in einer Therapie eventuell auch gemacht.

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Es gibt da Therapien.. Die Therapeuten bringen dich den Hunden immer näher(keine Sorge, ohne dass du mit realen Hunden in Begegnung kommst) und wenn du bereit bist, musst du "dich einem Hund stellen".

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Klar, eine Therapie

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