Frage von gengar55, 102

Mobilfunkvertrag mit der Firma 1&1: Ich habe Schuld. Kann mir jemand helfen?

Hallo

Vor fast zwei Jahre ich habe einen Mobilfunkvertrag mit der Firma 1&1 unterzeichnet.

Wenn ich für die erste zwei Monate nicht bezahlen hatte, 1&1 hat den Service (Sim Karte mit einem Flatrate telefonieren insland und 2 GB monatlich als 4-Lte internet Service) geendet. Also, die Sache ist, ich bekommt nur das Handy von der Firma. Ich habe den Service nicht benutzt, weil ich meine Rechnungen nicht bezahlen konnte.

1&1 hat meine Akte zur Infokasso geschickt, der Vertrag kostet ursprünglich 900 € (24 Monate). Jetzt, Inkasso hat mir gesagt, dass ich 1400 € bezahlen muss. Sie haben nach dem Gerichtsamt gegangen, ich habe die Gelbe Mahnung vom Gerichtsamt vor 10 Monate bekommen zur meine alter Adresse, ich habe meine Adresse vor einem Jahr geändert und 1&1 nicht erzählen.

Ich habe vor einer Woche mit Inkasso gesprochen und einen Vorschlag gemacht, ich habe über die Ratenzahlung Methode gesprochen und sie haben das akzeptiert.

Ich musste die erste Zahl am ersten Januar abgeschlossen, aber ich hatte das nicht gemacht.

Meine Frage ist, was kann passieren, wenn ich das Geld nicht bezahlen ?

Heutezutage, bin ich Arbeitslos und muss Geld sparen bevor meine Universität starten beginnen. Ich bewege mich nach München im August/2016, wo ich studieren will und das Leben ist nicht billig in München.

Kann 1&1 mein Bankkonto ergreifen ?

Ich freue mich auf Ihre Hilfe und Entschuldigen Sie für jeder Sprachfehler, die habe ich gemacht aber ich bin Anfänger und Man lernt immer.

Viele Grüße;

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Antwort
von Geheim0815, 30

Eines nach dem anderen, da gibt es einiges zu beachten.

Du hast also einen 1&1 Vertrag mit Handy abgeschlossen, aber nie gezahlt so das sie ihn nach 2 Monaten gekündigt haben und dir die restlichen Monate als Schadensersatz berechnet haben. Jetzt kommt es ein bischen darauf an wie der Vertrag aussah... 37,50€/Monat + einmalig 1€ fürs handy oder z.B. 27,50€ und 10,00€/Monat fürs Handy. Beim frühzeitigen Kündigen kann man nur 50% des schadens aus der Leistung die dann ja nicht geleistet wird geltend machen, das wären im ersten Fall 75€ für die ersten 2 regulären Monate und 412,50€ für die gekündigten Monate als Schadensersatz. Also insg. ca. 487,50€ (+- ein paar Euro). Das Handy selbst wurde ja für 1€ verkauft, daher kann man es ignorieren. Im 2. Fall wären es 240€ fürs handy (das ja nach wie vor in deinem Besitz ist) sowie 55€ für die ersten 2 moante + 302,50€ für die restlichen 22 Monate... insg. also 597,50€ (+- paar euro). Das wäre die Hauptforderung. Da drauf noch die Inkassoforderung, sofern du denen nicht mitgeteilt hast das du zahlungsunfähig bist scheiden sich da die Geister ob zulässig, in der Höhe aber auf keinen Fall. Soweit zum vorgerichtlichen teil.

Das nächste Problem ist der Mahnbescheid (+vermutlich Vollstreckungsbescheid) vor 10 Monaten (dem du ja dann nicht widersprochen hast). Im Prinzip ist der erste Absatz meiner Antwort nun erstmal egal da mit dem nicht Widerspruch die Forderung in voller höhe erstmal Gültigkeit bekommen hat (das heißt du musst alles zahlen was die wollen), hier ist jetzt die Frage ob sie wirksam zugestellt wurde (in deinem Einflussbereich war). Du müsstest glaubhaft nachweisen oder besser beweisen das du dort nicht mehr gewohnt hast (Melderegisterauskunft) und das der Mahnbescheid niemals gültig zugestellt worden sein kann und du damit nicht widersprechen konntest. Ist das der Fall kannst du Widereinsetzung des Verfahrens zum letzten Stand beantragen und sobald dem Antrag stattgegeben wird widersprechen (dann siehe oben.. aber vorher mit Anwalt abklären). Falls nicht heißt es zahlen.

Mit dem Titel kann dein Bankkonto etc. gepfändet werden (oder Lohn- oder Sachpfändung). Wenn du derzeit kein einkommen hast läuft das ins Leere, erzeugt für dich aber dennoch kosten (die kosten für die Pfändung trägst du), daher unbedingt mit dem Gläubiger in Kontakt treten und eine gemeinsame Lösung suchen (am besten Ratenzahlung direkt mit dem Gläubiger).

Viel Glück

Antwort
von franneck1989, 25

Jetzt, Inkasso hat mir gesagt, dass ich 1400 € bezahlen muss.

Und ich sage, dass das deutlich zu viel ist. Wichtig ist jetzt: Wie setzt sich die Forderung zusammen? Wann wurde der Vertrag seitens 1&1 gekündigt?

ich habe die Gelbe Mahnung vom Gerichtsamt vor 10 Monate bekommen zur
meine alter Adresse, ich habe meine Adresse vor einem Jahr geändert und
1&1 nicht erzählen.

Warst du dort nicht mehr gemeldet? Falls nein, dann wurde der Mahnbescheid wohl nicht korrekt zugestellt. Gibt es auch einen Vollstreckungsbescheid?

Ich habe vor einer Woche mit Inkasso gesprochen und einen Vorschlag
gemacht, ich habe über die Ratenzahlung Methode gesprochen und sie haben
das akzeptiert.

Das war dämlich. Hast du etwas unterschrieben, eventuell sogar ein Schuldanerkenntnis?

Kann 1&1 mein Bankkonto ergreifen ?

Nicht ohne Vollstreckungsbescheid.

Kommentar von gengar55 ,

Das Gerichtsamt hat den Vollstreckungsbescheid erstellt und er war nach meiner alten Adresse geschickt. Das hat passiert vor 10 Monate oder so !

Ich habe mit Inkasso nur gesprochen und nichts unterschrieben. 

Auf jeden Fall, gehe ich morgen an meiner Bank und werde über das P-Konto fragen.

Kommentar von franneck1989 ,

Ab jetzt bitte keinen Kontakt mehr mit dem Inkassobüro. Nichts zahlen!

Suche dir schnellstens einen Anwalt. Dafür kannst du beim Gericht Beratungshilfe beantragen. Der Anwalt kann gegen den Vollstreckungsbescheid vorgehen und du kannst viel Geld sparen

Antwort
von Tulkas, 41

Ich versuche das ganze mal zu entschlüsseln.

900€ Grundschulden, 1400€ nach Inkasso - Hier ist meiner Meinung nach eindeutig eine Unverhältnismäßigkeit zu erkennen (Wenn nichts anderes mehr dazu gekommen ist)!

Gelbe Zettel ging an die alte Adresse - Ich denke, damit ist der Mahnbescheid gemeint. Da er an deine alte Adresse gegangen ist, wird wahrscheinlich auch kein Widerspruch eingegangen sein. Folglich wird mittlerweile der Vollstreckungsbescheid eingegangen sein. Hier musst du dringend dem Gericht klar machen, dass keine Möglichkeit bestand, den Widerspruch einzulegen. Bitte hier einen Widerspruch gegen den Vollstreckungsbescheid einlegen.

Aber weiterhin kann ich dir in deinem Fall nur raten, einen Rechtsanwalt zu konsultieren, der die Rechtslage auf jeden Fall besser einschätzen kann. Wenn du dir dabei Sorgen wegen den Kosten machen solltest, kannst du Rechtskostenbeihilfe beantrage.

Viel Erfolg und in Zukunft gerade bei finanziellen Problemen: Niemals aufschieben. Die meisten Firmen haben ein überraschend offenes Ohr, wenn man eine kleine Ratenpause vereinbaren möchte.

Kommentar von gengar55 ,

Du hast Recht, der Vollstreckungsbescheid was zur meiner alte Adresse geschickt und ich habe mit dem Gerichtsamt noch nicht gesprochen.

Was ist die nächste Schritt vom Gerichtsamt für jetzt?

Mein Konto zu ergreifen ?

Kommentar von Tulkas ,

Sobald der Gläubiger einen Gerichtsvollzieher beauftragt, wird dich dieser besuchen kommen und eventuell pfändbare Gegenstände mitnehmen (abholen lassen), die dann gegen die Schulden gegengerechnet werden. Eine Konto/Lohnpfändung wäre auch eine Maßnahme, dabei darf dir aber nicht alles genommen werden. In Deutschland gibt es dafür eine Mindestgrenze, die dir erhalten bleiben muss.

Kommentar von gengar55 ,

Morgen gehe ich nach meiner Bank und mache das P-Konto.

Ich bekomme Monatlich ungefähr 900 € zur meiner Konto. 

Kommentar von franneck1989 ,

der Vollstreckungsbescheid

Wenn es diesen gibt und er an die alte Adresse zugestellt wurde, solltest du schleunigst zu einem Anwalt gehen. Der kann dann gegen diesen Bescheid vorgehen. Du kannst dir beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein dafür holen, da du ja offenbar nicht über das nötige Kleingeld verfügst.

Im nächsten Schritt sollte man dann alle unnötigen Posten streichen und Teilwiderspruch einlegen. Dann könnte man einiges sparen

Das funktioniert aber natürlich nur, wenn der Vollstreckungsbescheid an eine Adresse zugestellt wurde an der du nicht gewohnmt hast.

Antwort
von Wissensdurst84, 51

Gerichtsvollzieher, Abgabe der Eidesstaatlichen Versicherung, Schufaeintrag, Kontopfändung, Lohnpfändung, Anzeige wegen Betrug.

Antwort
von AlexFrager02, 40

Gehe zum arbeitsamt und frage dort nach, du musst beweisen dass du dich bemühst einen guten job zu bekommen und das bereust aber obs klappt? Naja es sollte klappen du kannst ja nicht ohne geld leben.

Kommentar von gengar55 ,

Ich glaub, dass das Arbeitsamt kann mich nicht helfen. Niemand wird meine Schuld bezahlen.
Meine Frage, was kann passieren ? was kann 1&1 machen ?
Bankkonto ergreifen, was kann das Gerichtsamt auch machen?

Ich glaub, dass entweder so oder so ich das Geld bezahlen muss.

Was denkst du?

Kommentar von AlexFrager02 ,

Das Geld musst du bezahlen und wird mehr an dein Konto können die nur mit deinen Konto-Informationen .Frag einfach beim Arbeitsamt nach wenn du nicht zahlen kannst oder beim job-center

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