Frage von Yeti2, 25

Ich habe nach über 1Jahr (unbefristeten AV) die schr.Kündigung (ohne Begründung) erhalten. Habe ich ein Anrecht auf ABFINDUNG?

habe ohne Vorankündigung meine Kündigung erhalten und bin damit (während der 3 Wo.Frist) zum ARBEITSGERICHT .Es wurde eine Klage formuliert wg.unterlassener Begründung und jetzt stellt sich die Frage, ob ich Anrecht auf eine ABFINDUNG habe ?

Antwort
von Ernsterwin, 9

Ich denke, hier liegt ein Missverständnis vor:

Es wird wohl nicht geklagt, wegen unterlassener Begründung - denn eine ordentliche Kündigung muss nicht im Kündigungsschreiben begründet werden. Eine Kündigung gilt als ordentliche Kündigung, wenn die Kündigungsfrist eingehalten wird. Die Kündigung muss nicht "vorangekündigt" werden.

Du willst aber gegen die Kündigung klagen. Um festzustellen, ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht, wird das Gericht

auch

die Gründe der Kündigung prüfen.

Nur wenn das Gericht zu dem Urteil kommt, dass die Kündigung nicht rechtswirksam ist, besteht die Chance auf eine Abfindung - siehe auch http://www.abfindunginfo.de/abfindung.html

Antwort
von johnnymcmuff, 17

Es gibt generell kein verbrieftes Recht auf Abfindung.

Wenn Du Glück hast, dann gibt es ein 1/2 Monatsgehalt.

Antwort
von pedomann, 22

1. Bei unbefristete arbeitsvertrag kann er dich nicht so einfach kündigen, er muss ein triftigen Grund nennen, z.Bsp.
- Diebstahl
- gewalt an kollegen und chef
- Alkoholismus am Arbeitsplatz usw.

2. Bei unbefristete Arbeitsverhältniss muss er längeren Kündigungsfrist einhalten.

3. Dir steht ein Abfindung zu, ich rate dir dringend ein Anwalt aufzusuchen, wenn du finanziell nicht in der lage bist dir eine zu leisten, kannst du mit dein kündigungsschreiben beim amtsgericht eine beratungsschein holen (Selbstbeteiligung 10euro )wollen deine kontoauszüge, eingereichte klage sehen.

Wünsche dir alles gute.

Viele grüsse

Kommentar von skychecker ,

Eine Abfindung ist rechtlich nicht Bestandteil des Arbeitsrechts.

Kommentar von Familiengerd ,

Deine Antwort ist weitestgehend falsch.

Zu 1. - Nach dem Kündigungsschutzgesetz - das nur anwendbar ist in Betrieben mit mehr als (umgerechnet) 10 dauerhaft beschäftigten Vollzeitkräften - kann ordentlich aus betriebs-, personen- oder verhaltensbedingten (das sind Deine Beispiele) Gründen gekündigt werden.

Kündigungsgründe muss der Arbeitgeber (auf Verlangen) nur bei einer außerordentlichen/fristlosen Kündigung angeben, bei einer ordentlichen Kündigung nicht - wohl allerdings bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

Zu 2. - Es gibt keine "längere" (als welche sonst?) Kündigungsfrist bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen; Kündigungsfristen ergeben sich aus dem Gesetz (BGB § 622), aus dem Arbeitsvertrag (eventuell längere als die gesetzlichen Fristen) oder einem anzuwendenden Tarifvertrag (eventuell längere oder kürzere als die gesetzlichen Fristen).

Zu 3. - Ein Abfindungsanspruch besteht nur, wenn er vertraglich vereinbart wurde. Ansonsten kann das Arbeitsgericht nach den Bestimmungen des Kündigungsschutzgesetzes (sofern wegen der Möglichkeit seiner Anwendung überhaupt geklagt werden kann) unter bestimmten Voraussetzungen eine Abfindung zusprechen (1/2 Monatsverdienst pro Beschäftigungsjahr - hier also wirklich nicht viel!).

Richtig ist in Deiner Anspruch nur der Hinweis auf den Beratungshilfeschein bei entsprechend geringem (Familien-)Einkommen.

Antwort
von Throner, 9

Nein, natürlich gibt es keine Abfindung. Dafür ist die Beschäftigungsdauer von 12 Monaten viel zu kurz.

Antwort
von oppenriederhaus, 19

Abfindung wofür ? Das wird das Gericht entscheiden.

Antwort
von Kirschkerze, 15

Wieso solltest du eine Abfindung bekommen?

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