Frage von kazon500, 60

Ich habe mir da ne kranke Theorie zum Dunkle Energie Problem überlegt?

ZUERST: ICH BIN LAIE DER SEHR INTERESSIERT AN DEM THEMA IST

Also: Die Dunkle Energie ist ja die Kraft, die dafür sorgt, dass sich das Universum beschleunigt ausdehnt.

Es gibt nun die Theorie des Holographischen Universums: Sie sagt aus, dass das Universum im Grunde 2 Dimensional ist und nur 3 Dimensional "projeziert" wird. (wie auch immer man sich das vorstellen soll) :D

Jetzt gibt es dieses Phänomen ja auch "in" unserem Universum und zwar bei schwarzen Löchern, dort ist nämlich eine zweidimensionale Fläche eigentlich Kugel (sprich: der Ereignishorizont) auf der sich laut der Theorie der Hawking Strahlung, der größte teil der Materie in Energie (Strahlung [E=Mc^2] umgewandelt wird und der Rest sich als reine "Information" auf dem Ereignishorizont "absetzt" und zum Teil ins schwarze Loch einverleibt wird. (Die Masse und Größe des schwarzen Loches nimmt ja zu aber die Summe aus abgestrahlter Energie und einverleibter Masse ist kleiner als die ursprünglich eingesaugte Masse) Diese Information muss vorhandensein, weil keine Energie/Masse im Universum verloren gehen darf.

Nun stellt sich das für mich so dar: Bedingung 1: Man nehme an unser Universum wäre projeziert und 2 Dimensional (siehe Projektionstheorie), wie die Information auf dem Ereignishorizont des schwarzen Loches.

Bedingung 2: Man nehme an, dass unsere bewiesene beschleunigte Ausdehnung des Universums dadurch Zustande käme, dass sich der Rand (Sprich der Ereignishorizont) nach außen fortbewegt.

Bedingung 3: Außerhalb unseres Universums, ist Masse vorhanden.

Dann ließe sich folglich doch annehmen, dass unser Universum in Wahrheit ein schwarzes Loch hinter dem Ereignishorizont ist, denn:

  1. Die Laut Projektionstheorie postulierte 2-dimensionalität wäre gleichzusetzen mit den übrig gebloebenen Informationen auf dem Ereignishorizont eines schwarzen Loches.

  2. Die beschleunigte Ausdehnung des Universums (sprich Dunkle Energie wäre gleichzusetzen mit der Vergrößerung des Ereignishorizonts eines schwarzen Loches durch Aufnahme von Masse.

  3. Man würde das Problem des "Endes des Universums" lösen, welches folglich nicht vorhanden ist, weil man sich ja im Endeffekt auf einer 2-Dimensionalen Kugel bewegt.

  4. Man wüsste endlich was vor dem Urknall war ;D

Lösung: Wir befinden uns in einem schwarzen Loch und gucken von innen nach außen von diesem und sehen im Himmel nur schwarz, weil unser Lich genausowenig rauskann wie alles andere.

Ich hoffe man konnte mir folgen und meine Theorie klingt einigermaßen einleuchtend. Wie gesagt: Ich bin Laie und habe kein mathematischen Kenntnisse was das angeht.

Ich wollte halt nur Fragen ob es sein könnte und gerne die Meinung von Fachkundigen Menschen hören.

Ich danke für jede Antwort solange die Aussage dieser nicht ist: "Was laberscht du?!"

Für Rückfragen und Unklarheiten stehe ich gerne zur verfügung

MFG

P.S.: Entschuldigt die teilweise schlechte Formulierung aber es ist halt auch 5 Uhr morgens :D

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von WeicheBirne, 12

Ich kenne mich mit den Details des holographischen Modells nicht aus, aber soweit ich verstehe muß die Raumzeit auf der Quantenebene bestimmte Bedingungen erfüllen damit das Modell stimmt.

Offenbar ist es inzwischen möglich diese Bedingungen experimentell zu überprüfen. Das Ergebnis der experimentellen Überprüfung ist, daß das holographische Modell für unser Universum nicht zutrifft.

https://en.wikipedia.org/wiki/Quantum\_foam#Holographic\_model


Tut mir echt leid für Deine Idee. :(   Ich hoffe Du läßt Dich davon aber nicht entmutigen. Ich finde es super, daß Du Dir Gedanken machst und Ideen entwickelst.

Antwort
von MatthiasHerz, 51

Es gibt keine zweidimensionalen Kugeln. Der Begriff Kugel beinhaltet schon per Definition eine dritte Dimension.

Wäre das Universum zweidimensional, Wäre auch die Erde keine Kugel. Das ist sie aber nachweislich. Wie passt das in Deine Theorie?

Kommentar von kazon500 ,

Wenn man den Innenraum der Kugel "außer Acht lässt", was man laut Projektionstheorie ja täte, und nur die Oberfläche betrachtet, wäre diese durchaus nur zweidimensional (Länge und Breite [keine Höhe]). Der Knackpunkt "meiner Theorie" ist halt, dass die Theorie des postulierten projezierten Universums (ich glaube das hat auch was mit String Theorie zutun) stimmt.

(http://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/astronomie/ist-unser-universum-ei...)

(http://motherboard.vice.com/de/read/immer-mehr-indizien-deuten-darauf-hin-dass-u...)

Die Theorie existiert halt wirklich und ich meine auch irgendwo gelesen zu haben (ich weiß nicht mehr wo) dass die - ich nenne sie mal Projektionsfläche - zweidimensional ist bzw. sein soll.

Kommentar von DasAlles ,

Die Theorie gibt es wirklich darüber hat mal Harald Lesch mal eine Sendung zu gemacht - zumindest war es eine alte wo noch die Tafel war

Antwort
von Anonym180101, 38

Interessante Theorie. 

Nur dadurch müsste es in unserem Universum eine universelle Gravitationsquelle geben, ein schwarzes Loch ist ja auch im Zentrum am stärksten. Und da wir keine orbitalen Bewegungen bei anderen Galaxien beobachten konnten, ist deine Theorie leider nicht möglich ;)

Kommentar von kazon500 ,

okay dankeschön, sehr guter Einwand ich werde mich dazu mal informieren. Also ob die Galaxienfilamente (kennst du diese Simulation Volshoi oder wie die heißt) um eine zentrale Masse zumindest langsam rotieren und ob eine Projektion laut der Projektionstheorie voraussetzt, dass diese auch angezogen werden muss.

Aber Super Einwand, habe da jetzt nichts zu entgegnen :)

Kommentar von Anonym180101 ,

Wir müssten ja nicht mal sehen dass sich eine Galaxie bewegt, nur wie sie sich im Vergleich zu anderen Galaxien bewegt.

Antwort
von WilderHilde, 29

Wenn wir in dem Ereignishorizont stattfinden aber letztlich nur projiziert werden, dann haben wir irgendwann mal statt gefunden und jetzt sind es nur Echos vergangener Leben? Ich finde deine Gedankenkonstrukt in sich stimmig.

Antwort
von Jens644, 40

Also soviel ich mitbekommen habe, soll unser Universum durch Quantenfluktuation im Vakuum / Urknall, also durch eine Unregelmäßigkeit der Quanten im Nichts entstanden sein.

Spinnt man die These weiter gibt es parallel Universen weil es ja dann logischerweise durch Quantenfluktuation im Nichts in unregelmäßigen Abständen Urknalle gibt die jedesmal ein anderes Universum hervorbringen. Alle 10 hoch 59 Universen entsteht dann eines wie unseres. Also es kann jetzt auch Doppelgänger von dir irgendwo geben, oder gegeben haben.

Kommentar von kazon500 ,

Ja, diese Theorie gibt es auch. Ich kenne sie auch, allerdings sind diese und auch andere vergleichbare Theorien spekulative mathematische Modelle. Genauso spekulativ wie meine Theorie nur natürlich deutlich besser begründet :D

Kommentar von Jens644 ,

Aber im Prinzip kannst auch du recht haben, vielleicht ist unser sichtbares Universum nur so klein wie ein Kieselstein in einer Pfütze. Und unsere Erde ist dann vom Größenvergleich her ein anderes Universum, oder schwarzes Loch usw.

Antwort
von siggiiii, 28

In der Wissenschaft muss es erlaubt sein über alles Nachzudenken. Allerdings gehst du von sehr vielen theoretischen Annahmen aus. Alleine schon das es außerhalb von unserem Universum Masse geben soll ist doch sehr hypothetisch.

Kommentar von Anonym180101 ,

Wir haben weder eine Möglichkeit das innere eines schwarzen Lochs zu erforschen, noch unser Universum zu verlassen, also bleibt uns nichts übrig außer Theorien zu entwickeln.

Antwort
von rudd68, 9

Wenn ich mir meine Stube anschaue, oder aus dem Fenster schaue, dann könnte dieser Anblick durchaus eine Projektion aus einer 2-dimensionalen Welt sein.

Aber: In meinem geschlossen Schrank ist eine geschlossene Schachtel und in dieser liegt ein Kugelschreiber. Das lässt sich meines Erachtens nicht auf eine Zweidimensionalität zurückführen, es sind einfach zu viele 3D-Informationen, die können nicht 2D gespeichert sein.

Dass sich Relativitätstheorie und Quantentheorie in 2D vereinigen lassen, ist meines Erachtens (bin Laie) nur ein mathematischer Effekt und kein ausreichender Grund, die Welt als Hologramm zu verstehen.

Wir wissen, dass Masse in Energie umgerechnet werden kann, und dass diese Summe aus Energie und Masse weder entstehen noch verloren gehen kann. Soviel ich weiß, ist das aber nur ein Erfahrungssatz. Eine Herleitung dafür gibt es nicht. Wäre aber dennoch schön, wenn wir an ihm festhalten könnten.

Das Postulat der reinen Information (was auch immer das real sein soll) auf dem Ereignishorizont eines schwarzen Loches gefällt mir nicht. Das würde bedeuten, dass reine Information (also ohne Energie/Masse !) herangezogen wird, um eine Energie/Massedifferenz zu erklären, das wiederum bedeutet, dass reine Information mit der Energie/Massedifferenz gleichzusetzen wäre, was im Widerspruch zur Definition der reinen Information steht, dass diese eben keine Energie/Masse ist.

Wenn am schwarzen Loch tatsächlich eine Energiedifferenz zwischen eingesaugter Masse und Massezuwachs des schwarzen Loches plus Energieabstrahlung (inkl. Hawking-Strahlung) auftreten sollte, dann wäre es denkbar, dass es dafür andere Ursachen geben könnte. Vielleicht könnte die Ausprägung einer Singularität extra Energie verbrauchen (analog der notwendigen extra Energie beim Phasenübergang der Materie von fest nach flüssig oder von flüssig nach gasförmig). Man wäre also auf eine reine Information als Erklärung nicht angewiesen.

Da ich also wie gezeigt, schon an den Bedingungen deiner Theorie zweifle, halte ich diese für keine gute Erklärung der Welt.

Kommentar von MatthiasHerz ,

[...] dass Masse in Energie umgerechnet werden kann, und [...] nur ein Erfahrungssatz. Eine Herleitung dafür gibt es nicht. Wäre aber dennoch schön, wenn wir an ihm festhalten könnten.

Sowohl die Spezielle als auch die Allgemeine Relativitätstheorie wurden in Tests schon mehrfach bewiesen.

Auch für die Äquivalenz von Energie und Masse, E = m⋅c², gibt es genug Beispiele.

Kommentar von rudd68 ,

Das ist klar und das habe ich auch nicht angezweifelt.

Meiner Meinung nach ist der Energieerhaltungssatz ein Erfahrungssatz und nicht hergeleitet.

Antwort
von Jens644, 45

Also in einem Schwarzen Loch bleibt die Masse der aufgesaugten Sterne erhalten, weil ihre Gravitationskraft nicht verloren geht. Aber warum es so ein großes Schwarzes Loch geben sollte, dass unser Universum beinhaltet ? Das müsste ja dann in einem anderen Universum entstanden sein. Und über andere Universen weiß man nichts.

Kommentar von kazon500 ,

Ich weiß, dass man nichts darüber weiß :D Aber es könnte ja sein. Denn ein Gegenbeweis, dass es nichts außerhalb unseres Universum gibt es ja nicht, bzw. diesen Beweis kann man (noch) gar nicht erbringen.

Kommentar von Anonym180101 ,

Könnte auch ein Unterschied in der Größe geben. Wenn seine Theorie wahr währe, könnten wir auf der Fläche eines Tellers leben ;)

Antwort
von MatthiasHerz, 6

Du weißt aber schon, was die Projektionstheorie ist, oder?

https://de.wikipedia.org/wiki/Projektionstheorie

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