Frage von DaddyGallard, 137

Ich habe Menschen gesehen die bei Beerdigungen mit trauern wobei sie nichts mit den Mensch der verstorben ist zutun haben! Warum weinen Sie den mit?

Ihr Mitgefühl war aber so extrem das man denken könnte,sie sind die Familie.

Meistens halte ich mich zurück wobei trotzdem alles sehe.

Könnt ihr mir sagen warum das so stark ausgeprägt ist das manche so schlimm mit trauern?

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Antwort
von NoHumanBeing, 10

Das nennt sich Empathie und ist bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt und auch stark situationsabhängig.

Ich bin grundsätzlich auch ein extrem empathischer Mensch. Wenn ich sehe, dass sich jemand verletzt (auch wenn's nur leicht ist), "tut's mir selber weh", teilweise sogar so stark, dass ich zusammenbreche. Ich bin auch immer auf den Vorteil und das Wohlergehen anderer bedacht, insbesondere natürlich Menschen in meiner Umgebung oder Menschen, mit denen ich sonstwie direkt oder indirekt interagiere.

Bei Todesfällen habe ich bisher noch nie sonderlich viel geweint/getrauert. Der Tod gehört nunmal zum Leben. Es ist in meinen Augen keine "Katastrophe", wenn ein Mensch stirbt. Natürlich ist es nicht erfreulich, aber es ist "normal" und abzusehen, dass dies irgendwann passieren wird. Insbesondere in jungen Jahren ging mir das "Trübsal blasen" und "Fahnen auf Halbmast" bei Trauerfällen ehrlich gesagt auch ziemlich auf den Senkel. Ich war immer froh, wenn endlich wieder Normalität eingekehrt war. Was nicht heißt, dass ich keine Gefühle habe, aber ich kümmere mich eben lieber um das Wohlergehen von Lebenden, als um Vestorbene. Ich glaube auch nicht an die Existenz einer vom Körper unabhängigen "Seele" und/oder ein Leben nach dem Tod. Diese ganzen "Zeremonien" (Trauerfeier, Bestattung, Gräber pflegen, ...) sind nichts, als Tradition. Vielleicht helfen sie ja einigen Angehörigen weiter. Mir persönlich gibt das nichts und ich halte es auch für ziemlich überflüssigen Aufwand.

Antwort
von Dahika, 21

DAs hat mit wirklicher Trauer nichts zu tun. Aber Gefühle stecken stark an. DAs liegt an den Spiegelneuronen. Es ist aber oft so ernstzunehmen wie das Weinen im Kino.

Antwort
von MuellerMona, 47

Aufgrund von Erfahrungen und Erlebnissen sind die einen Menschen sehr emotional und einfühlsam... und andere halt eher kühl und reserviert. Klare Gründe, wieso und warum jemand genau so reagiert, wie er es eben gerade tut, gibt es nicht.

Ich gehöre selbst auch zu den Menschen, welche zum Beispiel auf einer fremden Beerdigung sehr trauern können. Es ist das Mitgefühl mit den Menschen, welche einen lieben Menschen verloren haben. Ihre Trauer kann, zumindest für mich, sehr ansteckend sein.

Solche Momente, welche mich "mittrauern" lassen, wecken in mir auch oft Erinnerungen an alte Ereignisse... und deshalb kann ich mir dann oft sehr gut vorstellen, wie schmerzhaft die Trauer für jemand anderes sein muss. Sowas kann mir dann so sehr leid tun, dass mich selbst eine tiefe Trauer überkommt.

Hinzu kommt dieses Gefühl der Machtlosigkeit. Weil man eben die Trauer nicht einfach zur Seite schieben, vergessen oder ausschalten kann. Für mich persönlich ist es hart zu sehen, wie andere Menschen trauern und leiden... ohne dass ich ihnen helfen kann.

Antwort
von Whitekliffs, 49

Bitte lieber FS

beantworte doc hauch mir meine frage: wie kommt es, dass du soviel mit Sterbenden usw. zu tun hast.

Ansonsten, wie schon gesagt: Mitgefühl, ob Trauer oder Glück.

Es gibt Menschen, die sich sehr in den Verlust der Angehörigen einfühlen können. vielleicht haben sie selber liebe Menschen verloren und wissen, was es heisst, ohne diesen Menschen weitergehen zu müssen.

Vielleicht kannten sie den Verstorbenen persönlich und hat er ihnen etwas bedeutet. Es gibt auch Leute, die weinen vor Glück oder Rührung, wenn sie ein Brautpaar sehen oder ein Neugeborenes.

Antwort
von voayager, 21

Nun, das eigene Schicksal wird einem ja so vor Augen geführt, daher nicht weiter verwunderlich. Persönliche eigene Trauerfälle verstärken einen solchen Prozess.

Antwort
von anonymos987654, 94

Also ich trauere auch immer mit, es ist extrem schwer, die Tränen da zurückzuhalten.

Mich macht es allein schon furchtbar traurig, die Trauer anderer zu spüren.

Und dann kommen noch die Erinnerungen an frühere Todesfälle hinzu.

Und dann die Vorstellung, dass für uns alle alles so trostlos endet.

Antwort
von ponter, 46

Bestattungen erwecken bei vielen Menschen Mitgefühl, egal ob der Verblichene Ihnen bekannt war oder nicht.

Dies kann schon bei Traueranzeigen in einer Zeitung ausgelöst werden, beispielsweise, wenn ein Kind verstorben ist.

Oftmals steigt das Mitgefühl mit zunehmendem Alter, u.a. spielt dabei die eigene Erfahrung eine Rolle, weiterhin gelangt man zu der Einsicht, dass alles Leben vergänglich ist.

Antwort
von Lexa1, 44

Damals in unserem kleinen Ort gab es einige ältere Menschen, die zu jeder Beerdigung gingen. Wahrscheinlich nur um zu trauern. Eventuell haben sie kaum oder wenig Angehörige , oder wenigstens nicht in der Nähe, und sind einsam. Das ist starkes Mitgefühl.

Antwort
von symsmims, 36

Hallo :) ich bin mir nicht sicher ob das in Deutschland auch so ist aber zum Beispiel in Amerika kann man sowas als minijob machen. Das heißt man heult auf Beerdigungen und bekommt dafür Geld.
Lg symsmims

Antwort
von 2015Lala, 18

Es kommt alles wieder hoch. Die Gedanken daran, dass jemand aus der Familie bereits gestorben ist.

Antwort
von Seeteufel, 18

In den meisten Fällen ist es die Angst vor dem eigenen Tod.

Das läuft meistens im Unterbewußtsein ab. Derjenige der da weint, meint aber es ist Mitgefühl.

Ausnahmen bestätigen aber auch da die Regel.

Antwort
von Alsterstern, 47

Was da nun auf den Beerdigungen los war, die Du gesehen/besucht hast, weiß doch hier keiner. Wenn jemand auf eine Beerdigung geht, ist das seine Sache. Denke mal niemand geht dahin, weil er denjenigen NICHT kennt. Ich würde mir auch nicht anmaßen, jemanden anhand von Gesichtern zu deuten, ob diese Menschen trauen oder nicht. Um es auf den Punkt zu bringen: denkst Du, einer schauspielert da, und es betrifft oder ärgert Dich....dann sprich diesen Menschen an, dann hast Du Deine innere Ruhe wieder.

Antwort
von Bgjvc, 17

Egal welcher Mensch stirbt, jeder Mensch ist es wert für ihn/sie eine (oder mehrere) Tränen zu vergießen. Dafür muss man sich nicht kennen, flüchtiges Kennen oder auch garnie gesehen haben sind da keine Ausnahme. Stell dir vor der Vater eines flüchtig Bekannten stirbt.. da fühlt man im Normalfall heftig mit, obwohl man den Menschen nichtmal kennt. Sowas nennt sich im etwas distanzierterem Sinne auch Empathie, ganz einfach, so ist das halt bei uns Menschen.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Egal welcher Mensch stirbt, jeder Mensch ist es wert für ihn/sie eine (oder mehrere) Tränen zu vergießen.

Es gibt mehr als 7 Milliarden Menschen auf dieser Welt, von denen täglich etwa 152'000 sterben. So viel kannst Du gar nicht weinen und das wäre auch nicht sinnvoll.

Antwort
von Naiver, 34

Moin Daddy..., Emotionen sind ansteckend!
Auf Beerdigungen und in Liebesfilmen wird mit-geheult. Genauso wie du auf einer Party gerne mal spaßeshalber in ein grundloses nachhaltig gackerndes Lachen ausbrechen kannst und es dauert nicht lange und die ganze Party schüttet sich aus vor Lachen. So manche Komiker arbeiten genau mit diesem Effekt: In amerikanischen Sitcoms werden Gags auch gerne einfach mal wiederholt, weil Leute den nahenden Gag wiedererkennen und nur zu gerne(!) mitlachen.


Kommentar von Taisumaha ,

bei liebesfilmen oder amerikanischen sitcoms bin ich gefühllos sozusagen weil man da nicht mitweint etc.

Antwort
von Taisumaha, 19

Weil Beerdigungen immer traurig sind!
Also ich Fang mal damit an das im August letzten Jahres im Bauch gestorben ist (9monat) weil die Nabelschnur sich um den Hals gewickelt hat die Beerdigung lief dann mit trauriger Musik in der Kapelle danach wurde das Kind halt am Grab beerdigt haben die Freunde von meinem Onkel und meiner Tante sehr mitgetrauert und mehr geweint als der Vater und die Mutter....

2.ter Fall Di.06.06.16
Mein Bruder...
Bei der Geburt gestorben
Auch 9ter Monat und todesursache unklar
Aufjdenfall War dann am 11. Die Beerdigung in der Kapelle
Es hat mit over the rainbow angefangen und der Pfarrer (der mich auch getauft hat) hat sehr schöne aber auch traurige Worte gefunden.
Von meiner Oma die bekannte War auch sehr traurig und so gut wie alle Gäste haben geweint und getrauert.
Es geht nicht darum ob man die Person gekannt hat aber wenn man dann selber auf einer Beerdigung ist denkt man halt an einen änlichen Fall in der eigenen Familie oder es ist allgemein traurig

Danach ist es allerdings etwas aufgelockert bei dem gemeinsamen Essen viele reden wieder normal und die Stimmung ist etwas "besser"...

Antwort
von AntwortMarkus, 43

Du hast dir die Frage selbst  beantwortet.  Es ist das starke  Mitgefühl. 

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