Ich habe mein Bauprojekt "Quartier4u" an den Generalunternehmer IR aus St. Margrethen vergeben. Leider war der GU unfähig gemäß den Plänen zu liefern - Was tun?

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1 Antwort

Gibt es einen Vertrag und war der Termin zur Planabgabe abgestimmt und bestätigt? Üblicherweise wird zur Überschreitung abgestimmter Termine eine Konventionalstrafe vereinbart. Den Grund erfragen und die projektrelevanten Schlüsse ziehen einen neuen Termin verreichbaren und schriftlich in "Verzug" setzten. Den überschrittenen Termin anmahnen, eine Nachfrist für die Übergabe setzten und die anteilige Berechnung der entstehenden Folgekosten ankündigen. Alle sinnvollen Maßnahmen sind vom Vertrag abhängig. Viel Erfolg.

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Kommentar von krisgern
20.09.2016, 03:43

Ja - Es gibt einen Werkvertrag, dessen Projektplan mit Meilensteinen und Fertigstellungstermin als Anlage zum Generalunternehmer - Vertrag mit Unterschrift von beiden Seiten zum Zeitpunkt der Vergabe ausgefertigt wurden. Eine Konventionalstrafe wurde nicht vereinbart. Die Schadenshöhe lässt sich jedoch durch den Mietausfall konkret beziffern. Der Projektverzug wurde schon zu Beginn angekreidet da es aufgrund eines Mitarbeiterwechsel und Überlastung der Firma IuR St. Margrethen - Wohnabu AG zu einem verspäteten Projektstart kam. Man versicherte jedoch immer dass dieser Verzug bis zum Projektende wieder aufgeholt werden kann. (Was natürlich ein Blödsinn ist - ich komme aus der IT und es hat noch nie ein Projekt gegeben das es geschafft hat trotz Verzögerungen früher als erwartet fertig zu werden)

Ein Grund als Verzögerung wird die selbst vom Herrn Gerd Lukas ( Projektleiter der Firma IuR St. Margrethen) vorgeschlagene Vorgehensweise einen Holzteil später zu errichten als im Projektplan vorgesehen. Damit wurden eine Vielzahl von Arbeiten erst in der 2. Etappe fertig gestellt.

Dummerweise hat die liebe Firma nun sogar ein Handwerkerpfandrecht eintragen lassen obwohl sie diese Verzögerungen selbst verursacht hat. 

Wie ist jetzt vorzugehen - die Verzögerung ist Fakt - das Projekt wurde zu spät übergeben (Bezugstermin im Jan 2016 anstatt Juli 2015)

Was ist zu tun? Ich habe vorsorglich eine Teilsumme einbehalten, doch die Firma glaubt dass nur sie das Recht hat Mehrpreis zu verlangen. Sämtliche Mängel und Gegenforderungen des Bauherrn werden einfach ignoriert - ja sogar als Nichtig erklärt.

Zuletzt kam sogar zutage dass ein Teil des Planes so abgeändert wurde dass das gesamte Bürogeschoss anstatt einer "raumhohen Verglasung" nurmehr "normale Fenster" (das sind ca45 cm kleinere Fenster)  bekommen hat. Diese eigenmächtige Planänderung der IuR St. Margrethen kam entweder durch Inkompetenz oder Absicht  zustanden. Ich frage mich ob hier mein "Geschäftspartner" versucht zu meinen Lasten  zu sparen und hat dies zu vertuschen versucht, da es bis zur Fertigstellung in keiner Projektsitzung als Änderungsvorschlag angesprochen wurde. 
Es ist Fakt dass hier eine Reduktion der Glasfläche entgegen den Ausschreibungsunterlagen zu einer Schädigung des Auftraggebers und Bauherren kam. Die liebe IuR glaubte dass ich das nicht merke.

Wie kann man hier den Schaden bewerten? Man kann nun nicht mehr im gesamten Geschoss die Fenster und die Rolladen austauschen um die Fensterfläche auf ursprüngliche Grösse zu bringen. Mit dem Schaden / Wertminderung muss ich vermutlich die gesamte Lebenszeit des Objektes leben.

 Ich komme mir vor als ob die IuR glaubt mit mir den Bauherren so umspringen zu können als ob dieser eine "Melkkuh" wäre. nur weil zu Beginn nciht richtig kalkuliert wurde - muss jetzt mit Gewalt ein Gewinn herbeigerechnet weden.

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