Frage von Dani25, 100

Ich habe mal allgemein eine Frage. Unter fast jeder Hunderasse steht nur mit Erfahrung oder Vorkenntnissen.Ich weis auch das man sich belesen soll?

Ich hol mir doch keinen "leichten" Hund nur um mir später eine "schwere" Hunderasse zu holen. Nicht falsch verstehen aber ist nicht jeder Hund anders? Bei Molossern und bei Windhunden steht dies. Bei Pudel und Labrador nicht. Aus Erfahrung weis ich aber, dass auch ein Labrador Probleme machen kann.

Antwort
von brandon, 44

Ich hol mir doch keinen "leichten" Hund nur um mir später eine "schwere" Hunderasse zu holen. Nicht falsch verstehen aber ist nicht jeder Hund anders? 

Ich verstehe was Du meinst. Aber ich denke es ist eigentlich immer von Vorteil wenn man sich über die bevorzugte Rasse informiert und man kann auch Erfahrungen mit solchen Hunden sammeln wenn man solche Hunde bspw.  in einem Verein beobachten kann.

Ich glaube auch nicht das jeder der mit einem Pudel und Labrador klar kommt deshalb so viel Erfahrung hat das er dann mit einem “schwierigen“ Hund kein Problem hat.

Mein erster Hund war eine Schäferhündin und ich lese so oft das diese Rasse nicht für Anfänger geeignet ist. Für mich hätte es keinen besseren Anfängerhund geben können. Allerdings war ich von Anfang an in einem Verein und habe dort sehr viel gelernt.

Wenn Du gerne einen Hund möchtest der allgemein als “schwierig“ gilt rate ich Dir Dich ausgiebig über diese Hunde zu informieren und mit Leuten Kontakt aufnehmen die solche Hunde haben z.B. mit einem Züchter der seine Erfahrungen gerne weitergibt. Der muß ja auch irgendwann mal mit so einem Hund angefangen haben.

Viel Glück dabei.

LG

Antwort
von LukaUndShiba, 36

Das ist in meinen Augen immer so ein verdammt schweres Thema.

Ich finde wichtig ist, viel Kontakt durch Züchter und Vereine zu einer spezielle Rasse zu suchen um sie wirklich Naturell zu erleben. Und dann, wenn man wirklich verantwortungsvoll ist muss man sich fragen: Kann ich mit den Eigenarten der Rasse Leben und will ich das auch 10-15 Jahre lang. Und wichtig ist auch das du den Hund des Charakters wegen willst und nicht weil er Cool / Hübsch / Süß / furchterregend aussieht oder grade In und in Mode  ist.

Und doch eine leichte Rasse macht den Unterschied das du ersten praktische Erfahrungen in Erziehung und Umgang lernst, dir der Hund Fehler schneller verzeiht oder absolut garnicht übel nimmt und es vielleicht auch nicht ganz so schlimm ist wenn du ganz kleine Zeichen der Körpersprache des Hundes mal falsch deutest.

Ich nehme nun mal als Beispiel den shiba Inu. Eine schwierige Rasse, hoher eigener will, ursprünglich, stärker Jagdtrieb, extrem intelligent, stur und stellt sich bei Bedarf taub.

Da mögen einige schlucken und sich denken "Was will man mit so nem Hund?!" Aber für mich ist es die perfekte Rasse. Es ist mein erster eigener Hund aber ich würde mich auch bei weitem nicht als anfänger bezeichnen.

Anfängern rate ich ganz klar von der Rasse ab, warum?

Weil leider, was viele Fragen hier auf GF beweisen, viele mit dem total falschen Gedanken da ran gehen. Die einen wollen ihn nur weil er so süß ist, die nächsten kommen an mit "Die Charakter Beschreibung übertreibt eh nur, das wird schon. Ist ja auch nur ein Hund wie jeder andere auch."  usw.

Und das kann man auf so gut wie jede schwierigere Rasse beziehen. 

Und besonders schwerwiegend ist der Fehler zu sagen ja das klappt schon irgend wie oder man nimmt sich vor dem Hund Charakter Eigenschaften einfach abgewöhnen zu wollen. (Zu dem Punkt nach dem Aussehen aussuchen muss ich ja mal nichts sagen. Das dies ein Beinbruch ist erklärt sich von selbst.)

Der Hund muss zu dir passen und du musst dir wirklich sicher sein mit all den Macken glücklich zu werden. 

Ich nehmen nun wieder als Beispiel den Shiba und seine gewollte Taubheit.

Erst letztens war meine Hündin im Garten, in ihrer Ecke am Buddeln. Ich rufe sie. Keine Reaktion. Ich rufe sie noch mal. Und sie schaut mich an nach dem Motto "Ich hab dich schon gehört. Ich komme wenn ich gleich fertig bin"

Und dann stell dir das mal bei einer Person vor die absolut null Geduld hat, vielleicht sogar wie von einem labrador oder DSH striktes gehorchen erwartet, und schon nach dem zweiten mal rufen total aus der Haut fährt weil der shiba einfach das tut was er am besten kann: Sein eigenes Ding drehen. Aber der Hund - Mensch Beziehung würde das übel mitspielen und der shiba würde wohl bald absolut garnicht mehr hören. Aber solche Fälle sind nicht selten, weil man halt dachte "Klappt schon. Hund ist Hund"

Beschäftige dich intensiv mit der Rasse die dir zusagt und versuche dich über lange Zeit immer wieder zu fragen : Ist das der Hund der mich glücklich macht?

Aber halte dir vielleicht trotz alle dem auch noch eine einfachere Rasse als Plan B offen ^^

Und zum Schluss sollte man auch nie vergessen das jeder Hund zu den Rasse Eigenschaften auch noch Eigenschaften mitbringen wird die ihn individuell machen ^^

Antwort
von BrightSunrise, 55

Meiner Meinung nach sollte man nicht an der Rasse festmachen, ob ein Hund anspruchsvoll ist oder nicht, sondern viel mehr am Charakter.

Solltest du auf der Suche nach einem Hund sein, lass dich doch mal im Tierheim beraten, da warten viele tolle Hunde auf ein schönes Zuhause.

Liebe Grüße

Kommentar von friesennarr ,

Rasse ist aber Charakterzucht - genau deshalb kann man alle Hunde einer Rasse relativ gut in Schubladen stecken (Meta).

Man züchtet in einer Rasse ja nicht nur nach Aussehen, Größe und Fellkonsistenz, man züchtet auch bestimmte Charaktereigenschaften und deren Verwendungseigenschaften in einer Rasse immer mit, ansonsten wäre Rasse sinnlos, wenn da jeder Hund anders wäre.

Beispiel: Ein Jagdhund der nicht Jagd - ein Hütehund der nicht Hütet - ein Schoßhund der lieber jagen geht. All dies sollte nicht vorkommen.

Es gibt tatsächlich ganze Rassen, die einfacher zu erziehen sind als andere, schneller lernen, oder langsamer lernen, verspielter sind, ernsthafter sind, viel arbeit brauchen, kaum arbeit brauchen usw. usw.

Genau deshalb halte ich den Rasseerhalt für so wichtig und gut. Nur wenige Außnahmen (Datschnasenhunde) -. aber nicht weil es nicht auch nette Hunde sind und vom Charakter her sogar richtig lieb - leider aber halt krank gezüchtet.

Ein Husky wird immer (schon von der Rasse her) ein überdimensonal Lauf bedürftiger Lauf- und Zughund sein.

Kommentar von BrightSunrise ,

Gut, da gebe ich dir Recht.

Aber man kann sich eben nicht immer sicher sein.

Ich z.B. habe einen Rauhaardackel (bekanntermaßen ein Jagdhund) und sie hat Angst vor Kaninchen. Passt irgendwie nicht so ganz zusammen (wobei das womöglich auch daran liegt, dass sie sie nicht kennt/kannte). Gegenüber großen Hunden dagegen hat sie die größte Klappe (wieder typisch Dackel).

Allerdings hab ich ja auch nicht gesagt, dass man bestimmten Rassen keine Charaktereigenschaften, die vermehrt dort auftreten, zuschreiben kann, sondern viel mehr, dass man sich darauf nicht unbedingt (immer) verlassen kann (vielleicht kam das falsch rüber).

Über denn Sinn, so viele Rassen zu züchten, lässt sich wohl streiten. Bestimmte Rassen sind sicher sinnvoll, aber viele sicherlich auch nicht.

Solange es so viele Hunde in Tierheimen gibt, sollte man meiner Meinung nach nicht mehr (so viel) züchten, aber da scheiden sich die Geister. Ich schätze, gegen einen Hund von einem seriösen Züchter (VDH) spricht an sich nichts.

Qualzuchten sollte man definitiv nicht unterstützen, am besten verbieten.

Liebe Grüße

Antwort
von Bernerbaer, 20

Auch ich finde die Rede vom Anfänger bzw. Fortgeschrittenenhund nicht gut.

Soll ich 10, 12 oder 15 Jahre mit einem Anfängerhund leben den ich eigentlich nicht wollte oder nehme ich einen Fortgeschrittenenhund der "meine" Wunschrasse ist?

Das Wichtigste ist dass man sich im Vorfeld sehr gut informiert und mit den Eigenarten der Rasse auseinandersetzt.

Jede Rasse, nein jeder Hund, ob Dackel oder Dogo Argentino  muss anständig erzogen werden. Es gibt genügend Leute die "Fortgeschrittene" sind und trotzdem Hunde halten die null erzogen sind.

Ein "Anfänger" der Engagement zeigt, sich ständig weiterbildet und seinen Hund, möglichst unter fachkundiger Anleitung, anständig erzieht der ist in meinen Augen der bessere Hundehalter.

Dir muss aber auch klar sein dass du als Halter bestimmter Rassen und/oder den meisten großen Hunden pauschalen Vorurteilen gegenüberstehst.

Du glaubst gar nicht was man sich selbst mit einem Berner Sennenhund anhören muss. Aussagen wie "So etwas gehört verboten" sind noch die Harmloseren. 

Das wichtigste ist aber das du keine Qualzuchten oder Vermehrer bzw. illegalen Hundehandel unterstützt und keine Rasse in Gegenden hältst die dort nichts zu suchen haben. Also kein Husky in Mittel- Südeuropa, kein Rhodesien Ridgeback in Island oder kein Neufundländer in Saudi Arabien.

Ein Hund (Tier) ist ein Lebewesen und kein Spielzeug des Menschen!

Antwort
von Boxerfrau, 41

Das liegt einfach daran, dass Doggenartige/Molosser Hunde von Natur aus einen Dickkopf haben. Was einfach an der früheren Bestimmung liegt. Und deshalb etwas schwieriger zu erziehen sind. Mit der Masse hat das nichts zu tun. Ein Labbi ist jetzt auch nicht wesentlich leichter.

Antwort
von Amyy15, 5

Zwar schon etwas her aber ich beantworte die Frage trotzdem noch :)

Klar ist jeder Hund anders, trotzdem gibt es leichtere und schwierigere Rassen...

Beispielsweiße würde ich einem Anfänger NIE einen Herdenschutzhund empfehlen da diese Hunde allein vom Ursprung her sehr selbstständig sind und nicht darauf gezüchtet werden dem Menschen bedingungslos zu gehorchen...

Noch dazu gehören diese Hunde meiner Meinung nach generell nur in geeignete Hände!

Auch sogenannte Wolfshunde (siehe Tschechoslowakischer Wolfshund) sind aufgrund ihrer Wolfsahnen nur etwas für erfahrene Hände.

Auch Terrier/Dackel die für eigenständige Arbeit gezüchtet wurden können schwieriger in der Erziehung sein(aufgrund ihrer Größer aber weniger dramatisch)

Nimmt man Labrador, Golden Retriever, Schäfer, Collie und Co her...diese Rassen wurden für die Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet und sind dementsprechend auch leichter zu erziehen!

(das aber bitte nicht heißt das diese weniger Anspruchsvoll sind!)

Wie du siehst kommt es auch sehr auf den Ursprung der Hunde an!

Wie sich der Charaker einen Hundes entwickelt kann man als Welpe meiste schwer sagen und man muss sich dementsprechend an die Rasseanforderungen halten...

Außnahmen gibt es natürlich immer!

So kann auch eine noch so gute "Anfängerrasse" schwierig sein und eine Rasse die ev als weniger geeignet beschrieben ist, ein super begleiter werden...

Hoffe ich konnte noch etwas helfen :D

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 14

es gibt bestimmte rassen, die vom wesen und ihrem gesamten charakter in der haltung mehr ansprueche an ihre besitzer stellen (z.b. nordische hunde wie husky, shiba inu etc).. oder hunde mit grossem jagdtrieb (terrier,beagle...) oder auch hunde , die als arbeitshunde geuchtet wurden (border collie/ austr.shepherd etc)...

dann gibt es hunde, die als "good will" hunde beschieben wrden und einfacher zu erziehen sind ; labrador, pudel und ander begleithundeerassen.

das bedeutet haber nicht, dass labrador oder pudel etc nie probleme machen koennen.

generell gilt, man muss sich sehr gruendlich ueber hundehaltung und die aufgaben als halter informieren und dann speziell ueber die zuchtziele und charaktereigenschaften einer bestimmten hunderasse, wenn man sich auf eine festlegen will.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community