Ich bin derzeit so frustriert, so sehr ich mich auch bemühe und abstrample, es klappt nichts und alles läuft schief, was nur irgendwie schief gehen kann. Und dann muss man immer noch die Starke spielen. Für einen Moment wollte ich heute vor einen Baum fahren, musste dann aber an meinen Jungen denken und habe mich im nachhinein geschämt, überhaupt nur solche Gedanken zu denken. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll, finanziell steht uns der Ruin bevor, und soviel wir (mein Mann und ich) auch arbeiten, treten wir auf einer Stelle und es werden nicht weniger Schulden. Unsere Familien unterstützen uns wo es nur geht und ihnen geht es dadurch auch miserabel. Ich fühle mich schuldig, schmutzig, ich schäme mich zutiefst und fühle mich überflüssig wie ein Kropf. Selbst ein Friseurbesuch und Kleinigkeiten zum täglichen Leben liegen nicht drin, finanziell. Wir können unserem Kind nichts bieten, andere haben ein schönes zu Hause und wir? Ich schäme mich so und bin so wütend auf mich und meine verpatzte Vergangenheit, soviele Schulden und man hat nichts außer ein sanierungsbedürftiges Haus, was den Banken gehört. Selbst bei einem Verkauf hätten wir noch jede Menge Schulden und eine Privatinsolvenz wollen wir nicht. Und wegen allem, habe ich heut im stillen Kämmerlein so geheult, dass mir fast die Luft wegblieb. War das fast ein Nervenzusammenbruch?

Wenn Du so belastet bist und unter so hohem Druck stehst, dann muss sich Deine Selle mal Luft machen. Das geht am effektivsten mit einer Runde kräftigem Weinens. Ich denke, das hast Du in dem Moment einfach gebraucht und das hat Dir sicher auch ganz gut getan. Dein Unterbewusstsein hat Dich damit gezwungen, Dir Gedanken über DICH selbst und nicht nur über deine Situation zu machen.

Nervenzusammenbruch ist kein medizinischer Fachausdruck, sondern eine laienhafte Erklärung für etwa so einen Zustand, wie Du ihn beschreibst.

in 5 jahren lachst du darüber wie schlecht es dir ging und bist froh, dass es doch nur zur charakterstärkung beigetragen hat. wollen wir wetten.