Frage von kupfie1965, 205

Ich habe einen Welpen beim Züchter gekauft-galt als gesund-ist aber nur krank.Kann ich Geld einfordern?

Mein Welpe ist jetzt 2 Wochen bei mir -vom Züchter geholt! Wurde als gesund übergeben, doch bereits am nächsten Tag Blut im Kot, bis heute ( 14 tage ) 3x schon beim Arzt, Untersuchungen und Tests........schon 200,00 und nicht absehbar, da immer noch keine Heilung. Außerdem Milben fett schwarz im Ohr-Ärztin meint, das wurde mitgebracht. Ich habe meinen kleinen ins Herz geschlossen- darum geht es nicht- aber kann ich was tun ? Geld zurück, oder Arztkostenübernahme ? Was ist, wenn er dauerhaft krank bleibt ? Ich frage mich, ob die Züchterin das nicht schon wußte ? Fühle mich irgendwie ,,verarscht " sorry Kennt sich jemand damit aus ?

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 123

Hallo,

rechtlich gesehen gilt beim Kauf eines Hundes dieser als "Sache". Daher ist auch jeder Züchter verpflichtet, für Sachmängel gradezustehen.

Bedeutet für dich: selbstverständlich kannst du die Kosten für die tierärztlichen Bemühungen dem Verkäufer in Rechnung stellen. Wichtig dabei ist, dass dein TA bescheinigt, dass es keine Erkrankung ist, die sich der Hund bei dir geholt hat - also durch falsche Ernährung etc.

Problem dabei ist, dass der Züchter - ich gehe mal davon aus, dass der Hund nicht aus einer seriösen VDH-Zucht stammt, sondern von einer Vermehrer-"Zucht" - sicher diese Kosten nicht freiwillig wird übernehmen wollen.

Also brauchst du, um deine Ansprüche durchzusetzen, wahrscheinlich einen Anwalt, den du vorerst selbst bezahlen muss. Gut, wenn man eine Rechtsschutzversicherung hat.

Ansonsten wird der "Züchter" wahrscheinlich versuchen, den Kauf rückgängig zu machen und dir dein Geld zurückgeben. Aber was dann mit dem Hund passiert ....

Du musst schon selbst wissen, wie sehr dir der Kleine ans Herz gewachsen ist und was du tun willst.

Rechtlich bist du eher auf der sicheren Seite.

Gutes Gelingen und alles Gute für den Kleinen

Daniela

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 87

Hi,

schade das du dich vorher über den Kauf nicht richtig erkundigt hast :( oder der Vermehrer war besonders kreativ, lässt sich so nicht genau sagen.

Etwas schlecht ist das Handelsrecht was es hier gibt, genaugenommen habt ihr quasi eine Ware gekauft, die nun ein Mangel aufweist. Die meisten Vermehrer wissen das man mit Herz an den Hundekauf rangeht und das Tier nicht mehr abgeben will, deswegen bieten die meist an den Hund zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten.

Rechtlich kann man dann nicht mehr viel machen, wenn man den Hund eben nicht wieder zurückgeben will, weil er mit diesen Vorschlag sein Soll rechtlich erfüllt hat.

Leider kann man nun kaum sagen wo der Welpe wirklich her stammt, wenn alles blöd lief, kommt er vermutlich aus einer Massenzucht in Osteuropa, in den Fall kann ich euch nur Glück wünschen, weil viele Welpen diese Seuchen, die sie mitunter mitbringen nicht überleben. Und leider kann ich euch da nicht viel Mut machen wegen den Kosten, sollte der Hund wieder genesen so ist nur der Körper in Ordnung, aber diese Hunde haben meist so viel verpasst in ihrer Welpenzeit das sie zwingend ein Fall für Hundeexperten werden, die sie Sozialisieren und Prägen. Da genetisch gesehen der Welpe eine Wundertüte ist, kann auch einiges an Erberkrankungen noch dazu kommen.

Und ja die "Züchterin" wußte das mit Sicherheit, deine Story sieht, hört und liest man seit mindestens 20 Jahren regelmäßig im TV, Radio und Zeitung/ Internet. Ihr habt einen sogennanten Wühltischwelpen gekauft.

Vermutlich weil ihr euch vorher nur unzureichend erkundigt habt, ein echter Züchter züchtet in einen Zuchtverband, er kann Papiere wie den Stammbaum vorzeigen, er lässt seine Tiere gesundheitlich als auch vom Verhalten her testen und auch das kann man sich schriftlich ansehen.

Und das wichtigste ein echter Rassewelpe kostet mindestens 900,-€  bis 1.500 €.

Kommentar von kupfie1965 ,

Haben 1300 bezahlt, mit Ahnenpapieren.  Sie hat heute von sich aus gesagt, sie würde rechnungen bezahlen. Hoffe, eswird ach so.  Trotzdem-danke

Kommentar von jww28 ,

Ah supi, ja besser gehts doch nicht ;) hat das anrufen ja gereicht :)

Wenn es nicht éin ganz kreativer Vermehrer ist, sollte nun alles wieder gut werden ;)

Würde aber dennoch, falls dir die Zucht irgendwie  weiterhin komisch vorkommt, mal die bei ihren Zuchtverein melden, irgendwas scheint da ja mit der Pflege nicht ganz hingekommen sein. Weil Ohren schwarz durch Milben ist schon ein massiver Befall und das kommt ja nicht von heute auf morgen ;)

Antwort
von Goodnight, 92

Naja den Hund hast du von einem Vermehrer und sicher nicht von einem FCI anerkannten Züchter.

Selber schuld, wer sich billig einen Welpen holt  und nicht bereit ist für seriöse Aufzucht zu bezahlen, bezahlt am Schluss die Rechnung beim Tierarzt.

Das kannst du als Lehrgeld verbuchen. Du wirst niemals zum Schadenersatz kommen. Selbst wenn du einen Anwalt nimmst kostet es dich erst mal viel Geld und bei Vermehrern ist meist gar nichts zu holen, weil sie keine Kohle haben oder kriminellen Organisationen angehören.

Kommentar von kupfie1965 ,

arcd -Rassehunde Club Deutschland-da ist die Züchterin und über die auch die Ahnentafel ausgestellt.Billig- war er nicht-1300 Euro !

Kommentar von Goodnight ,

Die machst du aber jetzt hoffentlich einen Kopf kürzer. 

Das blaue FCI Zeichen gibt es auf der Ahnentafel aber sicher nicht.

Auf VDH  für Deutschland und FCI muss man achten.

Kommentar von dsupper ,

Genau das habe ich mir gedacht - da bist du einem Pseudo-Verein auf den Leim gegangen. Solche Vereine gehören aus gutem Grund nicht der FCI/dem VDH an. Natürlich können sie eigene Ahnentafeln ausstellen, auch eigene Zuchtrichtlinien bestimmen etc. pp.

Aber weißt du, wie viel das alles wert ist? Nix, null, nada.

Diese Vereine gibt es, damit Leute, die sich nicht kontrollieren lassen wollen und mit irgendwelchen Hunden züchten wollen, den Käufern dann großspurig mit "Papieren" vor der Nase herumwedeln und hohe Preise für die Welpen verlangen können.

Wenn man schon so viel Geld für einen Welpen ausgibt - warum kauft man dann keinen Hund bei einem VDH-Züchter? Das ist und bleibt mir immer wieder ein Rätsel.

Antwort
von HalloRossi, 87

Wenn das so ein Vermehrerhund ist, hast du selber Schuld. Ansonsten kannst du dich an die VDH Geschäftsstelle wenden

Antwort
von froeschliundco, 77

was hat der hund ausser milben noch? Von einem fci-/vdh anerkannten züchter? Wie alt ist der hund jetzt?

Antwort
von Hamburger02, 120

Also ein Hund mit Milben in den Ohren kann von keinem seriösen Züchter stammen. Das hört sich mal wieder nach einem Schnäppchenhund vom Vermehrer an. Erfahrungsgemäß sind solche Vermehrerhunde durch die anfallenden Tierarztkosten, die sich der Züchter alle gespart hat, in der Summe deutlich teurer, als wenn man sich gleich einen gesunden Hund vom seriösen Züchter für 1000,- bis 1.200,- holt. 

Theoretisch könntest du die Tierarztkosten einfordern, die Erfolgsaussichten sind aber nicht wirklich groß.

Kommentar von kupfie1965 ,

leider -sie anerkannte Züchterin !!! und billig ist was anderes -1300 !!

Kommentar von Hamburger02 ,

Das wäre dann allemal ein Grund, sich beim Verband bzw. dessen Zuchtwart zu beschweren. Welchem Verband sie angehört, ergibt sich aus den Papieren.

Antwort
von MiraAnui, 99

Wie viel hast du für den Welpen bezahlt? Sicher keine 1000€ aus einer seriösen Zucht...

 Mein Rat wende dich an einen Anwalt

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