Frage von tlow92, 208

Ich habe eine Frage zur AfD bzw einer Disskusion die ich dazu hatte. Was ist der genaue Unteschied zwischen einem "besorgtem Bürger" und einem Rechtsradikalen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MrHilfestellung, 85

Heutzutage nicht mehr so viel, wobei es natürlich schon noch einen Unterschied zwischen rechts und rechtsradikal gibt.

Antwort
von NoshK, 70

Ein "besorgter Bürger". Das ist erst ein Mal ein Bürger, der besorgt ist, EGAL worum es im politischen Sinne geht. Der Punkt ist aber, dass in diesem Fall, sich Anhänger und Befürworter der AfD als besorgte Bürger im Allgemeinen ausgeben, um sich somit vor der Bezeichnung "Rassist" oder "Rechtsradikal" zu drücken. Ein Rechtsradikaler mag ein besorgter Bürger sein, denn durch Unwissenheit kann es durchaus zu Vorurteilen kommen, die wiederum auch besorgniserregend sein können (Das ist ja der eigentliche Grund, warum diese Menschen so viel mit den Deutschen der 30er Jahre gemein haben). Aber zu behaupten, die AfD sei nicht rassistisch, sie sei auf dem neuesten Stand bezüglich der Rolle der Frau, sie sei fortschrittlich,... Dann muss einfach gesagt werden, dass dies schlichtweg nicht den Tatsachen entspricht. Diese Menschen mögen besorgt sein. Trotzdem sind sie Rassisten.

Kommentar von Anger ,

https://www.youtube.com/watch?v=MFE0qAiofMQ

Wenn es stimmt was die Frau hier damals gesagt hat, könnte es auch sein, dass wir einfach Gegenstand eines Transformationsprozesses sind und Parteien wie die AfD dem im Wege stehen. Sollte man jedoch kritisch betrachten. 

Kommentar von Anger ,

In Verbindung damit könnten auch die 4 gesetze der Globalisierung von Barnett interessant sein. Seine Bücher gibt es nur in engl. Sprache. Es lassen sich zumindest auch erstaunliche Parallelen zu TTIP u CETA finden.  Hier eine Zusammenfassung:  https://wissenschaft3000.files.wordpress.com/2014/10/barnett-4_globalisierungsge...

Die Zeit wird es wohl noch zeigen wie es wirklich ist. Ich glaube ja nicht an Verschwörungstheorien. Allerdings ist es auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass einiges auch von Menschen der Hochfinanz gewünscht ist, so z.B. George Soros - muss man aber differenziert sehen..

Es fragt sich auch immer was "Rassismus" ist bzw. wer dies definiert. Je nach Interpretation kann man dann gerade jeden Nationalstaat abschaffen. Hier handelt es sich um eine von dir und anderen verlangte Selbstaufgabe des eigenen Landes und damit jeder Person bzw. jedes autochthonen Deutschen. Dies möchten Leute wie z.B. du über deren Kopf hin entscheiden - auch Merkel tut es.. 

Du solltest m.E. aber zuerst mit gutem Beispiel voran gehen und eine fremde Familie oder sogar noch mehr Leute in dein oder das Haus deiner Eltern aufnehmen, ohne dabei Geld vom Staat in Anspruch zu nehmen und für diese in jeder Hinsicht sorgen (inkl. Krankenkasse, Schulbildung, Ausbildung, bei möglicher Kriminalität od. auftretenden Fremdschäden ggf. durch einen Unfall VOLLSTÄNDIG für diese aufkommen und zwar so lange wie diese Leben - "Sprüche klopfen" tun hier zu viele "Unwort des Jahres" ohnehin schon zu genüge). Wenn du das getan hast, dann darfst du von mir aus auch die "besorgten Bürger", die sich nach deiner Ansicht vor der Bezeichnung "Rassist" od. "Rechtsradikal" drücken EINFACH als solche bezeichnen. Deine Argumentation hat nämlich Kalkül. Vielleicht könnte man es einfach so machen, dass alle AfD-Affinen nichts machen müssen und alle anderen, also die Refugees welcome-Klatscher und Konsorten das Ding dann, so wie ich es von dir forderte alleine stemmen. Wird leider eh nicht passieren. Die Leute die es nicht in dem Ausmaß wollen, werden dafür verunglimpft, sogar von Schülern etc., denen man den Mist in der Schule vorkaut, und sollen nachher noch mit sämtlichen Konsequenzen leben. 

Kommentar von Anger ,

"es gibt nichts Gutes außer man tut es", sagte schon Erich Kästner ;-)

Kommentar von NoshK ,

Wer mit "Schießbefehl an den Grenzen" kommt... Was soll man da noch sagen??!

Kommentar von NoshK ,

Warum soll ich das machen?

1. Wir leben in einem Sozialstaat.

2. Nach all den Verbrechen, die unsere Vorfahren begangen haben, sehe ich es als die Pflicht des Staates, verantwortungsvoll solchen Menschen zu helfen.

Antwort
von Anger, 31

Laut Wikipedia ist rechtsradikal eine "Sammelbezeichnung, um neofaschistische, neonazistische oder ultra-nationalistische politische Ideologien und Aktivitäten zu beschreiben. Deren gemeinsamer Kern ist die Orientierung an der ethnischen Zugehörigkeit, die Infragestellung der rechtlichen Gleichheit der Menschen sowie ein antipluralistisches,antidemokratisches und autoritär geprägtes Gesellschaftsverständnis. Politischen Ausdruck findet dies in Bemühungen, den Nationalstaat zu einer autoritär geführten „Volksgemeinschaft“ umzugestalten. Der Begriff „Volk“ wird dabei rassistisch oder ethnopluralistisch gedeutet...usw". 

Dementsprechend ist die AfD nicht rechtsextrem, da sie m.E. keine neofaschistischen, neonazistischen oder ultranationalistischen politischen Ideologien vertritt und schon gar nicht antipluralistisch und antidemokratisch ist. Auch kann ich nicht erkennen, dass sie versucht den Nationalstaat zu einer autoritär geführten Volksgemeinschaft umzuändern. Ich könnte nun aufgrund der verwendeten Definition viel dazu schreiben, denke aber, dass nach dieser Definition vieles überhaupt nicht und manches nur am Rande für "die" AfD zutrifft. Es gibt ja auch bestimmte Variationen unter den Parteimitgliedern der unterschiedlichen Parteien. So haben die Parteien ja auch immer einen "rechten" und einen "linken" Flügel. 

Ich denke, dass eine Partei auch Variationen haben kann, so könnte sie z.B. auf wirtschaftlicher Ebene eher linke Tendenzen verfolgen und auf Bevölkerungsebene eher rechte Tendenzen (z.B. mehr oder minder homogene Bevölkerung). Ich denke auf verschiedenen Ebenen kann dies variieren, weil Dinge ohnehin meist viel zu komplex sind um sie in das klassische Schema von "rechts" und "links" einzuordnen.

Laut Wikipedia ist Rassismus "eine Ideologie, die „Rasse“ in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet und Rassen nach Wertigkeit einteilt." (dazu noch mehr bei Wiki). Auch diese und weitere Beschreibungen treffen nicht auf Äußerungen von z.B. Frauke Petry u.a. Parteimitgliedern zu. Zumindest habe ich so etwas noch nicht gehört. 

Meines Erachtens ist die Partei dementsprechend in der Tendenz rechts aber nicht rechtsextrem. Unter Umständen könnte man sie wohl auch in einigen Dingen als "Wertekonservativ" bezeichnen, welches vielen Leuten nicht passt. Ich denke, das Problem ist dass ein solcher Wertekonservatismus in mancherlei Hinsicht einem Gleichheitsgedanken entgegensteht (allein dieses Thema in Bezug auf die AfD ist recht facettenreich und dementsprechend komplex). Es scheint aber so, dass den meisten Parteien das gewöhnliche "Volk" der autochtonen Deutschen nichts bedeutet und fraglich ist, ob sie überhaupt "dem deutschen Volke" dienen. Stattdessen erscheint es vielmehr als würde seit Jahren eine regelrechte Auflösung dessen herbeigeführt, welches eben einige Bürger besorgt. Dies hatte aber meist keine Menschenfreundlichen Gründe, sondern diente vielmehr der Wirtschaft - dementsprechend wurde z.B. auch bei den Gastarbeitern aus der Türkei ein bestehendes "Rotationsprinzip" (um Probleme mit Integration u. Entwurzelung zu vermindern) aus Kostengründen aufgeweicht  (siehe z.B.: http://www.formelheinz.de/index.php/20090908274/Kultur/Wiederaufbau-in-Deutschla...  ). Zudem profitierten ja auch die Gastarbeiter massiv davon (zwischen 1961 - 73 sollen sich 2,6 Mio Türken beworben haben, wovon jeder vierte genommen wurde. Quelle Ministerium f. Integration, Familie u. Frauen, Rheinl. Pfalz).

Ein "besorgter Bürger" kann prinzipiell jemand sein, der sich darum sorgt, dass seine Tochter aufgrund schlechter Noten nicht von der dritten in die vierte Klasse versetzt wird ;-) 

Wahrscheinlich handelt es sich dabei im Kontext um Bürger die u.a. besorgt sind über den massiven, unkontrollierten Zustrom von asylsuchenden Menschen aus allen möglichen Ländern, vorwiegend (?) aus Syrien, die damit in Verbindung stehenden vielfältigen Schwierigkeiten u. Probleme, proportional zunehmende Kosten für die nächsten Jahre, das Problem, dass den Bürgern dies regelrecht aufdiktiert wurde und sie vor vollendete Tatsachen gestellt werden und in einigen Gebieten mehr Fremde als autochthone Deutsche oder durch langfristige u. "gesunde" Immigration eingebürgerte Menschen leben. Dies geschieht eben in einem regelrecht plötzlichen (vermeintlich) unvorhergesehenen "Run". Viele Bürger haben eben schon mitbekommen, dass es bisher schon viele Probleme mehrheitlich mit Migrant*innen aus bestimmten Herkunftsländern gab, viele der Flüchtlinge kommen mit völlig falschen Vorstellungen, nicht alle sind grundsätzlich "schlecht" oder "gut" und müssen irgendwie (vorwiegend mit Geld) bei Laune gehalten werden (dies sind definitiv immense Kosten). Die meisten Bürger wollen bestimmt etwas ihre Heimat, Tradition u. Kultur behalten und "hassen" nicht irgendwen aufgrund von Hautfarbe, Herkunft u. Sprache, sondern möchten eine politisch akzeptable Lösung, auch für diese Menschen. Ich denke, dass es viele wütend macht, dass man dazu z.B. gesagt bekommt, dass diese Menschen hier ein irgendwie geartetes "demographisches" Problem lösen könnten, welches zum einen ein Missbrauch an diesen Menschen darstellen würde und zum anderen einen "Volksaustausch" bedeuten würde. Dies würde nämlich bei weiterer ungebremster Zuwanderung inklusive Nachzug die Abschaffung der Deutschen darstellen und könnte als eine Art Ethnorassismus bezeichnet werden. Sobald die Leute ein Wahlrecht eingeräumt bekämen wäre es um uns geschehen, da es zu viele sind. Gesetze werden außer Kraft gesetzt zum Nachteil des deutschen Volkes - ich könnte eine ganze Reihe von Punkten aufzählen, weshalb ein Bürger hier besorgt sein könnte, aber das war eben nicht das Thema u. ich möchte dies hier auch nicht zu Ende Diskutieren oder gar ausschlachten.. Dazu gehört auch die zunehmende Einflussnahme verbunden mit Forderungen von z.B. religiösen Interessengruppen auf die Politik und Bevölkerung von ganzen Straßen u. Stadtteilen, wo sich "einheimische" Bürger schließlich nicht mehr heimisch fühlen und ein veränderter Wertekonsenz entsteht..(z.B. Gewalt auch von Ausländergruppen gegen Einheimische, Ablehnung der Polizei bzw. hiesigen Gesetze, Umgehung der Justiz durch Paralleljustiz etc)

Vielen Leuten ist dies aber gleichgültig, weil sie von sich selbst entfremdet sind und die Deutschen eine regelrechte Umerziehung zum Selbsthass erfahren haben. 

Vermutlich kann man recht wenige Menschen als rechtsradikal- bzw. extrem bezeichnen (hoffentlich!!!). Bei Menschen die z.B. Anschläge auf ein Asylantenheim machen könnte es sich m.E. um "besorgte Bürger" sowie um Rechtsradikale handeln, die vlt. so krasse Einstellungen haben, dass sie z.B. alle negativen Seiten des Nationalsozialismus toll finden.. Ich nehme aber an, dass in vielen Fällen ein wesentlicher Faktor Unreife einhergehend mit Hilflosigkeit und Politikverdrossenheit ist. Diese Menschen denken dann zu kurz um zu verstehen, dass Politiker diese Misere mit zu verantworten haben, wie auch das Leid der Flüchtlinge (daneben funktioniert die EU in diesem Fall nicht richtig etc..). Anzunehmen ist auch, dass es sich bei solchen Tätern überwiegend um Jugendliche (eben unreife) Personen handelt, die aufgrund ihrer Sozialisation bzw. ihrem Umfeld handeln oder Bestätigung in ihrer Gleichaltrigengruppe suchen. Andere kriminalitätsfördernde Faktoren, wie z.B. alkoholisierter Zustand etc. sind auch nicht auszuschließen. 

M.E. werden viele Begriffe je nach Bedarf synonym verwendet. Jemand der z.B. eine Wertekonservative Einstellung hat wird da schon mal schnell als "rechts" oder gar "rechtsextrem" bezeichnet. Der Begriff "Rechtspopulist" bietet sich da besonders an, denn er ist bei jedem neu auftretenden Ereignis oder Thema adaptierbar (z.B.: Bürger möchten ein bestimmtes Wertesystem konservieren, möchten nicht noch mehr Zuwanderung, Einflussnahme u. Forderungen von Muslimen, welches diese, da es nach deren Meinung prozesshaft verläuft, als "Islamisierung" bezeichnen - Fremdzuschreibung: "Rechtspopulist"). Zudem wird die Thematik von vielen einfach geleugnet. Der Begriff "Nazi" wird u. kann ja auch für fast alles verwendet werden.. 

Einzelne Menschen, oder Menschengruppen, denen man dies zuschreibt fragt man nicht wirklich nach ihrer Meinung und möchte sie in der Folge, um sich abzugrenzen u. moralisch zu erhöhen (Gruppendenken) ausgrenzen. Super eignet sich auch "Verschwörungstheoretiker", denn danach möchte dir niemand mehr zuhören - fragt sich nur "warum" und "wem" das denn dient? Wer sind die Leute die das tun und was bezwecken sie? Ich denke, dass vieles eben sehr komplex ist, oft viel zu komplex um ein einfaches rechts- links Schema zu verwenden. 

Die Frage ist m.E. nicht ganz leicht u. klar zu beantworten aber ich hoffe ich konnte dir gerade irgendwie weiter helfen! Vielleicht antwortet ja noch ein Politikwissenschaftler ;-) 

Schönen Gruß,

Anger

Antwort
von LetsKon, 88

Besorgter Bürger: Hat Angst vor Einbrüchen

Rechtsradikaler: Hat Angst vor Einbruch begangen von einem Flüchtling/anders häutigem Menschen

Kommentar von tlow92 ,

wie kommst du darauf das es bei dem Thema um Einbrüche geht?

Kommentar von LetsKon ,

Als Beispiel

Kommentar von tlow92 ,

aber ein besorgter Bürger hat ja keine Angst vor Straftaten die ein Täter mit der gleichen Nationalität begeht.

Sonst müssten diese ja nicht gegen die islamisierung des Abendlandes Montags in Dresden auf die Straße gehen. (also als Beispiel)

Kommentar von LetsKon ,

Ja

Kommentar von YuyuKnows ,

In LetsKon's Gehirn sieht es wahrscheinlich gerade so aus: " Keine Ahnung wovon sie hier redet, ich will nur mein tolles Beispiel reinbringen, wofür ich eine Stunde gebraucht habe, um es in meinem Kopf formulieren zu können, deshalb sage ich einfach Ja."

Kommentar von BertRollmops ,

Und Yuyuknows reibt sich die Hände, weil sie mal wieder die Krümel aufsammeln darf.. geschenkt!

Antwort
von YuyuKnows, 58

*hihihihi* 

Es gibt keinen! 

*versteckt sich unter einem Tisch*

Antwort
von Rosswurscht, 55

Ein Rechtsradikaler stellt sich gerne als "besorgten Bürger" dar.

Andersrum ist das nicht der Fall ;-)

Antwort
von lupoklick, 9

"Besorgte Bürger - pegida etc. - machen sich zum "Stimmvieh" der AfD und NPD

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