Frage von heidemarie510, 57

Ich habe eine Frage zum Thema Aushilfstätigkeit!?

In meiner Filiale arbeitet ein junger Mann, 19, noch in einer schulischen Ausbildung, bei seiner Mutter krankenversichert , als Aushilfe auf 450 Euro Basis. Nun wechselt er den Arbeitgeber. Dort arbeitet er , ich denke mal ebenso als Aushilfe, aber pro Woche 15 Stunden. Das wären im Monat 60 Stunden regelmäßig. Er bekommt den Mindestlohn und verdient im Monat brutto 510 Euro. Meine, bzw. seine Frage, wie wird das für ihn versteuert? Er ist der Meinung, das wäre schon sowas wie ein 60 Std. Job. Er bekommt aber keinen Vertrag, sondern nur einen Personalbogen. Er fragt vor dem Hintergrund, ob es sich für ihn lohnt, zu wechseln. Ich bedanke mich für eure Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von lenzing42, Community-Experte für Arbeit, 30

Bei einem über der Geringfügigkeitsgrenze  von monatlich 450 € liegenden Einkommen befindet er sich in der sogenannten Gleitzone und wird in allen Bereichen der Sozialversicherung beitragpflichtig.Das gilt für die Renten-,Arbeitslosen-,Kranken- und Pflegeversicherung.

Der monatlich zu zahlende Beitrag, den der Arbeitgeber vom Monatseinkommen abzieht und an die Krankenkasse überweisen muss,beträgt ca. 105 €. Steuern fallen noch keine an.

Es gibt leider keine Gutschrift für die kostenlose Familienversicherung über die Mutter,bzw. er kann diese Krankenkasse nicht mehr in Anspruch nehmen.



Kommentar von lenzing42 ,

Es freut mich,wenn ich dir helfen konnte - und danke für den Stern.

Antwort
von wurzlsepp668, 35

Verdienst über 450 € = kein Aushilfsjob mehr

Anmeldung bei der Krankenkasse, somit eigene Krankenversicherung.

Vorlage der Steuer-Identifiktionsnummer erforderlich, da die Abrechnung über Lohnsteuerkarte erfolgt.

Kommentar von lenzing42 ,

Der letzte Satz deiner Antwort ist leider falsch. Steuern fallen noch keine an, und es findet keine Abrechnung über die Lohnsteuerkarte statt.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

mein letzter Satz ist korrekt.

ich habe nie behauptet, dass eine Steuer anfällt.

Es ist aber zwingend eine Vorlage der Steuer-ID erforderlich

(P.S. ich fertige Lohnabrechnungen für Mandanten ....)

Kommentar von lenzing42 ,

Dann erläutere mir bitte, welche Abrechnung über die Lohnsteuerkarte erfolgt.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

über 450 € ist die Vorlage der Steuer-ID notwendig, da Abrechnung nach persönlichen Merkmalen (=Lohnsteuerklassen). Ich habe mit keiner Silbe behauptet, dass Lohnsteuerfällig wird ...

Antwort
von annokrat, 29

ich kann mir nicht vorstellen, dass ein arbeitgeber darin sinn sieht über diese 450€-grenze zu kommen.

könnte es nicht so sein, dass er 60h arbeiten soll, jedoch bei 450€ bleibt, mindestlohn hin oder her?

annokrat

Kommentar von heidemarie510 ,

Er, der junge Kollege, hat mir gestern diesen Personalbogen gezeigt. Okay, der musste noch von ihm ausgefüllt werden. Das andere, also die wöchentlichen 15 Stunden und die mntl. 510 Euro, das hat er nur mündlich! Er war ziemlich aufgeregt, weil er sooo viel verdient. Da musste ich seine Freude etwas dämpfen, so wie Du auch schon hier schreibst.

Ich habe fast das Gefühl, da kann er fast bei uns bleiben. Wir haben ihn an ca. 3 bis höchstens 4 Terminen in der Woche für 2 3/4 Stunden eingesetzt, da er ganz in der Nähe wohnt.

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