Frage von heidemarie510, 58

Ich habe eine Frage zum Thema Arbeitsrecht, wer kennt sich aus?

Ich arbeite als Verkäuferin in einer Filialkette in einem Center. Gestern musste ich mit einer Kollegin bis 16 Uhr arbeiten. Weil heute Feiertag ist, wurde ich von der Filialleiterin, die gestern frei hatte, angewiesen, den Barumsatz dieses Tages und des Vortages, dem 30.12. aus Sicherheitsgründen einzuzahlen. Ich war beim Zählen nicht alleine, meine Kollegin stand dabei. Ich zählte den Barbestand des Silvestertages also raus, holte den Barbetrag vom Vortag (Betrag war korrekt gezählt)aus dem Tresor und fuhr mit dem Aufzug eine Etage runter zum Einzahlautomaten. Das Bargeld befand sich in einer Versandtasche und diese noch in einer neutralen Plastiktüte. Der Automatenraum war sehr voll, das empfand ich als sehr stressig und riskant. Der Automat spuckte das Geld 2 mal raus, dann akzeptierte er es, aber es wurden 100 Euro zu wenig gebucht! Ich nehme nun an, dass ich mich verzählt habe und der fehlende Betrag von 100 Euro noch in der Kasse liegt. Ich mache mir große Sorgen darüber, wenn das nicht der Fall ist. Was passiert dann? Muss ich diese 100 Euro erstatten? Ich würde mich über Antworten sehr freuen, komme im Augenblick nicht zur Ruhe. Vielen Dank!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von noname68, 33

warum zählst du manuell den kassenbestand, wenn es einen einzahlungsautomaten gibt, der einen unbestechlichen betrag ermittelt?

welche garantie gibt es, dass der bestand vor vortag korrekt war? hast du den nachgezählt?

100 € differenz, das kann sich doch nur um einen zählfehler bei den großen scheinen handeln. welchen sinn hat es, wenn die kollegin beim zählen dabei ist, aber solche fehler nicht bemerkt? da musst du unbedingt mit deinem chef reden.

Kommentar von heidemarie510 ,

Ich habe den Barbestand natürlich manuell im Laden aus der Kasse gezählt. Die Kollegin stand dabei, hat sich aber darum nicht weiter gekümmert. Mit diesem Bargeld, und dem Bargeld vom Vortag, bin ich in den Automatenraum gefahren. Dieser Automat hat das Geld 2 mal in Teilbeträgen wieder ausgespuckt, ich habe auf erneut einzahlen gedrückt, bis er leider nur 100 Euro weniger akzeptiert, bzw. gebucht hat.

Das Geld vom Vortag habe ich nachgezählt, das stimmte! Ein Detail muss ich noch erwähnen: Die Kollegin stand einen Moment mit dem gezählten Geld im Umschlag alleine im Laden, weil ich das Geld vom Vortag noch aus dem Tresor holen musste. Ich möchte sie auf gar keinen fall verdächtigen.

Ich hoffe, dass ich mich verzählt habe! Morgen werde ich das mit der Fil.Leiterin überprüfen. Ich hatte sie über diesen Vorfall gleich, als ich zu Hause war informiert. Sie hat locker drauf reagiert, merkwürdig...

Was mich etwas ärgert, wofür ist ein Tresor eigentlich da?

Warum muss ich als Verkäuferin dieses Risiko tragen, wenn der Chef anscheinend seinem Tresor nicht traut? Das Center ist komplett geschlossen nach Feierabend.

Antwort
von 5432112345, 24

Nein, Ärger gibts wahrscheinlich trotzdem bzw. zumindest eine intensive Suche nach dem Fehler.

Kommentar von heidemarie510 ,

Erst einmal lieben Dank für Eure Antworten! Das ganze hat sich heute früh in Wohlgefallen aufgelöst. Ich habe mich schlicht verzählt. Es lagen in der Kasse genau 100 Euro zu viel. Die haben wir dann heute nachgereicht (überwiesen). Mich hätte wirklich nur mal interessiert, was wirklich passiert wäre, wenn das Geld weg gewesen wäre. Wer haftet in diesem Fall? Wir haben einen ordentlichen Tresor. Warum muss ich als Verkäuferin wegen einem Feiertag eine große Menge Bargeld in den Automaten einzahlen und ich trage die Verantwortung? Während eines normalen Wochenendes, also von Samstag auf Montag, bleibt das Geld von 2 Tagen ja auch im Tresor.

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