ich habe drei kleinere Anlagen bei Weltsparen. Wenn Weltsparen insolvent geht, sind dann die drei Anlagen auch mit verloren?

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4 Antworten

Hallo, 

also ich muss sagen, dass ich die Antwort vom Anbieter etwas ernüchternd finde. Von daher habe ich mal recherchiert: 

Weltbank tritt als Makler auf. Das bedeutet, die Weltbank vermittelt Dir die Anlagen bei den anderen Banken. Bei diesen Banken handelt es sich um ausländische Banken. Daher wird ein höherer Zinssatz gewährt, als bei den deutschen Banken / Sparkassen. 

Meinen Recherchen zu Folge müssen diese Banken, bei denen angelegt wird, einen sogenannten europäischen Pass vorlegen können. Hierbei handelt es sich um ein EU-Recht das besagt, dass Banken, die in ihrem Inland die ''Betriebsgenehmigung'' haben, dies mit Zweigstellen auch in anderen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums machen dürfen, ohne das betreffende Land um Genehmigung zu bitten. Des Weiteren unterliegen diese Banken, weil es sich um Banken aus der EU handelt, dem EU-Recht und somit der Sicherheit, dass mindestens 100TEUR je Anleger bzw. 200TEUR bei Ehegatten-Konten durch die Einlagensicherung abgesichert sind. 

Somit kann es Dir egal sein, ob Weltsparen insolvent geht, da diese nur als Vermittler auftauchen und nicht als einlageführendes Kreditinstitut. Falls eine Bank, bei der Du angelegt hast, zahlungsunfähig werden sollte, ist dies max zu 100TEUR abgesichert (je Anleger, nicht je Bank). Wenn ein weiterer bzw. freiwilliger Einlagensicherungsfonds dahinter steht, ist es ggf. mehr. Um Ansprüche geltend machen zu können, müsstest Du dich an die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken wenden. Die würden dir in der Situation mehr sagen können. 

Viele Grüße 

BThree

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Kommentar von Sonnenstern811
13.02.2016, 01:24

Ja, diese 100k € Eimlagensicherung sind eine super Beruhigungspille für Sparer. Allein die DB hat Derivate von über 50 Billionen Euro in Umlauf. Dies ist tatsächlich kein Schreibfehler und aus dem Geschäftsbericht ersichtlich. Allerdings etwas weiter hinten.

Ist wohl so schlapp das Fünffache des BIP in der gesamten EU. Evtll aber auch nur ein paar peanuts mehr.

Ein nicht so kleiner Teil davon dürfte von der Gefährlichkeit her weit über ein vom Bürger als normal angesehenes Bankenrisiko hinausgehen. Wenn nur ein paar Prozent davon platzen, erleben wir eine Bankenkrise bisher nie gekannten Ausmaßes.

Es wird immer Zusammenhänge zwischen internationalen Großbanken geben, die in dem Fall eine Lawine auslösen, die nicht mehr aufzuhalten ist. Auch nicht mit Steuergeldern.

Das Eigenkapital aller Banken wäre dann bei weitem viel zu gering. Warum spricht sich wohl Mr Cryan für eine Abschaffung des Bargeldes aus? Und nicht nur er. Sparer können dann nicht mehr die Banken stürmen, aber diese können auf wundersame Weise von allen Gläubigern Minuszinsen verlangen, ohne dass diese sich wehren.

In Tschechien gibt es diese Einlagensicherung übrigens auch. Die Schwester unser Freunde hatte bei einer dortigen Pleitebank umgerechnet ca. 3000€, an die sie nun nicht mehr heran kam.

Das war vor gut 2 Jahren. Vor ein paar Monaten hatte sie immer noch nichts. Über den heutigen Stand bin ich nicht informiert, aber ich fürchte, sie wartet noch immer.

Ach ja, wir brauchen laut Herrn Juncker ja die Bankenunion. Viel Spaß dann für alle.

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Hallo Alfredo28, danke für die Frage. Da die Anlagen über WeltSparen direkt bei den jeweiligen Banken über eigene Verträge abgeschlossen wurden, passiert selbst im unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz von WeltSparen nichts. Die Verträge bleiben davon unberührt, das Geld liegt bei den drei Banken und ist abgesichert. Viele Grüße vom WeltSparen-Team

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Wenn das Geld bei den Banken "liegt", dann frage ich mich, wenn es schon Banken geliehen werden soll, warum dann über Umwege. Für mich bedeutet das, ohne etwas unterstellen zu wollen, die Gefahr zusätzlicher Kosten und eines erhöhten Risikos.

Wenigstens ist die Rendite ja ohnehin kaum noch zu schmälern, da eine solche sowieso bei Bankanlagen in Spargeldkonten real nicht mehr vorhanden ist.

Irgendwelche Vermittler bedeuten immer ein zusätzliches Risiko. Da ich diese Firma nicht kenne, kann ich nichts zu ihr sagen. Allerdings hat es auch schon Fälle gegeben, wo Anleger ihr Geld durch Anlagen in unerkannte Schneeballsysteme nicht mehr wiedergesehen haben.

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