Frage von maybeiam, 55

Ich habe Diabetes, Insulin gestrichen?

Hallo Community!
Ich habe Diabetes und habe vor 5 Monaten endlich das richtige Insulin für mich gefunden. Das war eine schwere Geburt. Jetzt wurde diese Insulin Marke/Art was auch immer aus dem System genommen. D.h. meine Krankenkasse übernimmt das nicht mehr und ich müsste alle 3 Monate rund 200€ bezahlen...
Hab ich tatsächlich keine Rechte mehr auf dieses Insulin? Ich kann nicht schon wieder umgestellt werden

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Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 33

Ich hatte leider kürzlich genau das gleiche Problem mit meinen Medikamenten (es handelte sich dabei allerdings um Opiate und nicht um Insulin).  Da wollte die Krankenkasse auch plötzlich nicht mehr die Kosten für ein bestimmtes Medikament übernehmen und wollte, dass ich nach über 15 Jahren auf ein günstigeres Ausweichpräparat wechsle.

Ich habe mich an den VdK gewandt, bin dort Mitglied geworden und dort kümmert man sich derzeit um meine Probleme mit den Medikamenten. Leider habe ich da noch keinen endgültigen Entscheid, so dass ich Dir nicht sagen kann, ob das mit Erfolg gekrönt ist, aber vielleicht wäre das auch für Dich eine Möglichkeit, dass Du wieder an das für Dich notwendige Medikament heran kommst.

http://www.vdk.de/deutschland/

Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir alles Gute

Kommentar von Cassiopeija ,

Nein, ist leider keine Möglichkeit, weil man Dich auf ein güsntigeres Präpärat umstellen möchte, das teurere ist aber vermutlich nach wie vor verfügbar.

Der Vertieb des Insulins Tresiba ist aber eingestellt und man kann nur noch Importe bekommen. Ausserdem ist es nicht (mehr) im Hilfsmittelkatalog und damit ist auch keine Verschreibung möglich.

Das ist ein kleiner Unterschied zu Deinem Problem, bei dem ich Dir viel Erfolg wünsche. Leider geht es mittlerweile fast nur noch darum, was am günstigsten ist und nicht, was für den Patienten am Besten ist.

Kommentar von Sternenmami ,

Also die vom VdK meinten, dass ich durchaus gute Chancen habe, zumal mein Hausarzt ja ebenfalls auf meiner Seite ist.

Bei mir ist das teurere Medikament selbstverständlich noch erhältlich. Daher besteht ja auch die Chance, dass ich genau dieses Medikament auch weiterhin bekomme.

Die Chancen bei mir sind auch gerade deshalb so hoch, weil es sich bei mir um ein Opiat handelt. Das kann man nach über 15 Jahren nicht mal eben einfach so auf ein günstigeres Präparat umstellen. Es ist ja nicht so, dass wir es nicht versucht hätten. Ich bin aber mit dem günstigeren Medikament binnen weniger Stunden in den Entzug gekommen und genau das ist der Punkt, wo eben die guten Chancen für mich entstehen. Man darf nämlich nicht auf ein günstigeres Medikament ausweichen, wenn dies eine gesundheitliche Verschlechterung des Patienten zur Folge hat.

Wenn es das Medikament, welches die Fragestellerin oder der Fragesteller erhalten hat, wirklich nicht mehr gibt, dann lässt sich daran natürlich nichts mehr rütteln. Ich dachte, es sei das gleiche Problem wie bei mir, dass nur die Krankenkasse nicht damit einverstanden ist, auf ein teureres Medikament auszuweichen.

Antwort
von Cassiopeija, 22

Falls es da um Tresiba geht, möchte ich bezweifeln, das Du da eine andere Alternative hast, als es aus eigener Tasche zu bezahlen, da sich der Hersteller Novo Nordisk mit seinen Preisvorstellungen nicht beim Spitzenverband der GKV durchsetzen konnte. Auch eine Schiedsstelle konnte keine Einigung herbeiführen.

Novo Nordisk hat nun den Vertrieb in Deutschlan endgültig eingestellt, sodas dieses Insulin nur noch importiert werden kann und das zahlt keine KK und auch eine Klage hat keine Chance auf Erfolg. 40.000 Tresiba Nutzer wurden und werden umgestellt.

Mir ist sonst kein Insulin bekannt, das vom Markt genommen wurde. Wenn es nicht Tresiba ist, wäre es nett (wie überhaupt), wenn Du sagst, um welches es sich handelt. Nur dann kann man auch eine vernünftige Anwort geben.

Kommentar von maybeiam ,

genau das meine ich

Kommentar von Cassiopeija ,

Das tut mir leid für Dich. Ich kenne einige Typ 1er, die dieses Insulin gern weiter benutzt hätten.

Wenn Du bis zu 10 IE Tresiba gespritzt hast, probier mal Levemir, ebenfalls von Novo Nordisk. Bei höheren Dosen soll wohl Toujeo von Sanofi (Weiterentwicklung von Lantus) hilfreich sein.

Antwort
von Messkreisfehler, 28

Du kannst bei deiner Krankenkasse einen Antrag auf Übernahme der Kosten stellen, wenn dieser abgelehnt wird kannst Du notfalls noch gegen die Entscheidung klagen.

Ansonsten musst Du die Kosten dafür halt selbst tragen.

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