Frage von iboss, 65

Ich habe das Gefühl immer tiefer in eine Kluft der Verderbnis zu fallen. Gibt es einen Ausweg?

Jedes mal wenn ich in Elend gefallen bin, habe ich mich wieder auf die Beine gestellt und wie aus dem Nichts binnen stunden, fast schon instinktiv, aufgemuntert und motiviert, weiter zu machen um einer potentiellen miserablen Zukunft aus dem Weg zu gehen. Ungeachtet meiner scheiternden Bestrebungen der letzten 4 Jahre mein Leben gründlich in den Griff zu bekommen und ohne Rücksicht auf den noch tagtäglichen Ereignissen, an denen ich wegen einiger mir zugeordneter redundanter oberflächlicher Eigenschaften von jedem wie Abschaum behandelt werde, und die deprimierenden Momente, in denen ich aus den Schatten der sozialen Netzwerke meine alten Klassenkameraden in Wohlstand und Glück aufblühend gesehen habe, hatte ich immer die Fähigkeit meine Frust, durch die Fantasie, und mittels einer handvoll rudimentärer Pläne die mich gen einer imaginären besseren Zukunft bringen sollten, temporär zu überwältigen.

Meines Erachtens nach kann dieser Rückfall an regenerativer psychischer Fähigkeiten nur bedeuten, dass jetzt auch zuallerletzt der physiologische Zustand meines Gehirns das Leiden zu spüren bekommt. Tagein tagaus erwische ich mich wie ich dahin sitze und zeit- und gedankenlos ins Nichts starre. Verzweifelt habe ich versucht unterdrückte und unterschwellige Erinnerungen meiner Vergangenheit wieder zu beleben um nach Siegmund Freud einen Ausweg zu finden. Therapeuten könnten mir auch nicht weiterhelfen da ich schon das meiste, was sie mir anzubieten haben, gelernt und angewandt habe. Genau so wie steter Tropfen den Stein höhlt, so habe ich meine Lebenskraft verloren, obwohl ich noch keine 23 Jahre am leben bin.

Ich bin männlich, habe mein Abi vor 4 Jahren abgeschlossen, und versuche immer noch mit letzter Kraft mein Bachelor Informatik hinter mir zu bringen. Mein letzter Versuch bevor ich wahrscheinlich komplett aufgebe war auf dieser Webseite nach Ratschlägen zu fragen.

Danke.

Antwort
von FragenAntwort3n, 30

Hi, ich kann gut nachvollziehen was du meinst, und glaub dir wohl das du dir schon mithilfe bestimmter Theorien selbst helfen konntest.

Jedoch entnehme ich deinem Text, dass du es noch nicht beim Therapeuten versucht hast, was du vielleicht mal versuchen solltest. Denn man selbst sieht auch nicht immer alles klar, und manchmal braucht man jemanden der einen "wachrüttelt".

Komplett aufgeben sollte man so oder so nicht, und nach deiner Theorie sollte der meinerseits genannte Anhaltspunkt auf jeden Fall noch mit reinkommen!

Viel Glück! :)

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