Ich habe bereits per Facebook gemahnt und es wurde gelesen. Muss ich, bevor ich einen Mahnbescheid erstelle schriftlich mit Einschreiben/Rückschein mahnen?

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4 Antworten

Du musst - spätestens im streitigen Verfahren - nachweisen können, dass du den Schuldner wirksam in Verzug gesetzt hast, d.h., dass die Mahnung in seinem Machtbereit angekommen ist.

Ansonsten hast du keinen Anspruch auf Erstattung des Verzugsschadens, wozu auch die Kosten für den Mahnbescheid gehören würden.

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Kommentar von Flashlight123
20.11.2015, 08:31

Genau, also ich habe bereits ein Einschreiben/Rückschein geschrieben, jedoch finde ich den Rückschein nicht mehr. Ich habe jedoch noch per Email die Bestätigung, dass das Schreiben zugestellt wurde und zusätzlich die Rechnung für das Einschreiben. Nur die Unterschrift, dass sie das erhalten hat, sprich den Rückschein, der fehlt mir...Wie ist die Situation dann zu beurteilen?

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Bei Facebook gemahnt? Ich lach mich tot. Das zählt rein gar nichts. Da kannst du auch das Fenster aufmachen und es auf die Straße schreien und behaupten, es hat einer gehört. hahahahahaha

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Kommentar von mepeisen
19.11.2015, 18:48

Mahnungen haben aus rechtlicher Sicht ganz grundsätzlich kein Formerfordernis. Sogar auf die Straße schreien ist grundsätzlich erlaubt. Ob der Empfänger der Mahnung wirklich sinnvoll das Ganze bestreiten kann, wage ich zu bezweifeln. Die Daten liegen bei Facebook in den USA und für den TE dürfte es natürlich schwer sein, das zu manipulieren. Das nächste Mal also vielleicht etwas nachdenken, bevor du etwas lustig findest.

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Via Facebook gemahnt?
Villt. noch Öffentlich?
Pass auf das da nicht was von nachkommt.

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"Musst" Du nicht, aber es ist immer besser wenn man wirklich handfeste Beweise in der Hand hat, so zum Beispiel auch zugestellte Mahnungen in Schriftform, aus denen ersichtlich ist, dass sie der Empfänger auch bekommen hat.

In der Regel gehen dem Mahnverfahren 3 Mahnungen voraus.

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Kommentar von mepeisen
19.11.2015, 18:46

War am Überlegen, ob ich die Hand hoch machen soll oder nicht. Angesichts der ein oder anderen Antwort hier, sticht deine aber positiv heraus ;-)

Folgendes Detail: "In der Regel gehen dem Mahnverfahren 3 Mahnungen voraus." Ganz grundsätzlich reicht natürlich die erste Mahnung bereits aus. Die setzt den Schuldner in Verzug und alles andere ist dann aus rechtlicher Sicht vollkommen wurscht. Auch die Frage der Nachweisbarkeit hast du ganz korrekt angesprochen.

Das Problem bei deinem Satz mit den 3 Mahnungen ist: Hier laufen auch bei GF einige notorische "Besserwisser" rum, die verbreiten wollen, dass heutzutage grundsätzlich niemand mehr eine Mahnung schreiben muss oder dass 3 Mahnungen sogar Pflicht wären. Beides ist schlichtweg falsch. Vielleicht in Zukunft noch den Halbsatz ergänzen, dass man sich die Mühe mit drei Mahnungen heute oft nicht mehr macht und dass sich die auch niemand machen muss.

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