Frage von Pfirsich92, 266

Angebohrte Stromleitung (schief verlegt): wer muss nun für die Kosten aufkommen?

Ich habe beim Aufbau meiner neuen Küche, beim Bohren eine Stromleitung getroffen, allerdings war die Leitung SCHRÄG über der passenden Steckdose, muss also schräg verlegt worden sein (Altbau) und nicht gerade wie es eigentlich üblich ist. 

Wer muss nun für die Kosten aufkommen und den Schaden beheben? Der Vermieter oder ich? Wir haben extra darauf geachtet nicht über einer Steckdose etc. zu Bohren.

Lieben Gruß

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 99

Das ist ein klarer Fall für deine Haftpflichtversicherung. Hole dir zwei unverbindliche kostenlose Kostenvoranschläge ein und geh damit zu deinem Außendienstmitarbeiter deiner HV. Lass dir die Vordrucke für die Schadensmeldung geben   und lass dann die Arbeiten vom Fachmann der Wahl erledigen. Keineswegs muss die gesamte Leitung erneuert werden. Elektriker können den Schaden mit einer Pressverbindung und anschließender Isolierung  der Leitungen leicht und preiswert beheben. Danach wieder Putz drauf und fertig. Rechnung bezahlt die Versicherung.


Antwort
von suzisorglos, 93

Bei der beschädigten Leitung handelt es sich um einen Bestandteil des Bauwerkes. Daher ist zunächst einmal der Eigentümer oder dessen Verwalter "zuständig". Diese entscheiden letztlich, durch wen die fachgerechte Instandsetzung ausgeführt werden soll, können dafür eine geeignete Firma auswählen und beauftragen. Die schadenbedingten Reparaturkosten gehen zu Deinen Lasten, da Du versäumt hast, vor dem Bohren die Wand auf vorhandene Leitungen sicher zu prüfen, und dadurch den Schaden verursacht hast. Hier könnte Deine Privathaftpflichtversicherung hilfreich involviert werden, sofern diese Versicherungsschutz auch für Mietsachschäden (üblicherweise eingeschlossen) beinhaltet.

Antwort
von MikeausLahr, 141

Was eigentlich jeder wissen müsste: Leitungen, egal welche, sind im rechten Winkel zu verlegen. Natürlich gibt es Heimwerkergehilfenhandlangeranwärter, die sich darum nicht kümmern, und dann passiert eben so was... Dich trifft keine Schuld, aber um die Kosten wirst Du nicht herum kommen.

Vielleicht kannst Du den Spezialisten irgendwie ermitteln, um ihn haftbar zu machen. Ansonsten, blöd gelaufen, selber zahlen...

Aus Schaden wird  an klug, darum investiere ein paar Euro in einen Metall- und Stromdetektor, dann bist Du auf der sicheren Seite.

Grüße

Kommentar von NSchuder ,

Vielleicht kannst Du den Spezialisten irgendwie ermitteln, um ihn haftbar zu machen...

Hast Du die Frage gelesen? Da steht "Altbau". Es kann gut sein, dass es die Firma, die die Kabel verlegt hat, schon gar nicht mehr gibt. 

Außerdem wurde zum Beispiel gleich nach dem Krieg nicht auf rechtwinklige Verlegung geachtet. Da war man froh wenn das Kabel schräg gereicht hat um die Steckdose zu erreichen. 

Du glaubst nicht was es in Altbauten an Installationen gibt...

Kommentar von bwhoch2 ,

Dessen sollte man sich bewußt sein, gerade wenn man in einem Altbau was bohren will.

Kommentar von 97BlackWolF97 ,

??? ich verlege die leitung immer so wie es am besten geht

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Strom, 42

die frage ist eigendlich eindeutig geklärt... der jenige der die leitung angebohrt hat, ist schadensverursascher...

das ist wie mit der vorfahrt... wenn du auf einer straße fährst, von der nach rechts eine einbahnstraße abzweigt, und einer regelwiedrig gegen die fahrtrichtung aus der einnahnstraße kommt, und es zum unfall kommt, bist du auch schuld - vorfahrt missachtet...

lg, Anna

Antwort
von Miramar1234, 126

Zuständig natürlich ein Elektriker.) Verantwortlich...fachlich niemand...wenn der Verleger eine Privatperson war .Wenn eine Fachfirma mit der Kabelverlegung,E-installation beauftragt war,ein Nachweis darüber geführt werden kann,eine Rechnung etwa vorhanden ist,diese Firma.Ein grober Verstoß gegen Regelungen kann auch noch nach vielen Jahren,da es ein verdeckter Mangel,im wahrsten Sinne des Wortes ist,eine Haftpflichtverletzung darstellen und auch eine Schadenersatzpflicht auslösen.Beste Grüße.

Kommentar von acoincidence ,

No way Digga.

Diese Rechtsauffassung ist falsch und leider ein unzutreffendes Märchen.

Die Frist der Verjährung beginnt grundsätzlich mit der Abnahme des Bauwerkes vgl. § 640 BGB/§ 13 VOB/B. Eine Sonderreglung für verdeckte oder versteckte Mängel, d. h. eine Verlängerung der Mängelbeseitigungsfrist ist weder im Bürgerlichen Gesetzbuch, noch in der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/B) vorgesehen.

Kommentar von Miramar1234 ,

Das stimmt! Es gibt aber sehr viele Obergerichtliche Urteile,die eben im Einzelfall erstritten wurden.Und...es hat sich im Rechtsverkehr eingebürgert,das sich vergleichbare Urteile,bzw.deren Konsequenzen ,außergerichtlich gewürdigt und angewendet werden.Also Digga,a problematical way)

Antwort
von NSchuder, 107

Gerade in Altbauten kommt es immer wieder vor dass die Leitung NICHT rechtwinklig verlegt sind. Daher musst Du immer und vor jedem Bohren prüfen, ob Du dort gefahrlos bohren kannst.

Den Schaden beheben muss ein Elektriker. Ich vermute dass er die betreffende Leitung komplett austauschen wird. 

Bezahlen musst Du das, denn Du hast den Schaden verursacht. Deine Haftpflichtversicherung wird sich vermutlich auf "grob fahrlässiges Verhalten" herausreden - aber versuchen kannst Du es natürlich den Schaden dort einzureichen.

Antwort
von Annabell2014, 120

Ruf einen Elektriker und lass den Schaden beheben. Die Rechnung wirst du wohl selbst zahlen müssen. Das übernimmt keine Hausverwaltung.

Antwort
von nordseekrabbe46, 103

dere der sie angebogrt hat, dafür gibt es extra Ortungsgeräte damit sowas nicht passiert

Kommentar von Pfirsich92 ,

Sowie es dafür eine Regelung gibt, dass Leitungen immer im rechten Winkel verlegt werden müssen. :)

Kommentar von Schnoofy ,

Nach Deiner Aussage handelt es sich um einen Altbau. Du kannst nicht davon ausgehen, dass Leitungen immer nach heute geltenden Standards verlegt wurden.

Außerdem kann man damit rechnen, dass bei diversen Vormietern hin und wieder Arbeiten auf nicht unbedingt fachkundige Art und Weise durchgeführt wurden.

Ein Leitungsprüfgerät ist also immer ein gute Investition.

Kommentar von Genesis82 ,

Die Regelung besteht zwar durchaus, aber es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Und vorm Bohren sollte man immer prüfen, denn es könnten an der Stelle ja auch andere Leitungen oder Rohre verlaufen.

Antwort
von beast, 108

Wie? Zuständig  ist  ein Elektriker.... Falls  Du  aber  meinst,  wer  für den Schaden jetzt  aufkommt   bzw.  für  die Reparatur der  Leitung:  Du  bist  Zuständug  dafür.  Du  hast  die Leitung  ja  schließlich  angebort und  hättest  vorm  Bohren  prüfen  müssen  wo  die  langläuft.

Kommentar von Hooks ,

Normalerweise werden Leitungen rechtwinklig verlegt. Ich würde mich beim Elektriker beschweren, der die Leitungen gelegt hat!

Kommentar von beast ,

Normalerweise  ---  ja  seit  ein paar Jahren..... Aber  im  Altbauten sind  die  mitunter  kreuz und quer  verlegt. aber  ......   Es ist  ja  so  einfach  die Schuld auf andere abzuwälzen,  wenn  man durch sein  eigenes Versäumnis  nacher  einen  Schaden  hat ...  nee  so  einfach ist  geht  das  nicht.

Kommentar von Pfirsich92 ,

Das war nicht der Sinn dahinter, die Schuld auf andere zu schieben. Ich möchte mich nur Informieren, wer dafür die Kosten zu tragen hat, da es normalerweise so ist, dass die Leitungen im rechten Winkel verlegt werden müssen. Wenn sich rausstellt, dass ich die kosten tragen muss, dann ist das wohl leider so :)

Kommentar von Miramar1234 ,

Ja,ich denke,es wäre ein hoher Aufwand,gegen die Installationsfirma vorzugehen.Es sei denn,Du hast eine Rechnung .Es kostet einige hundert Euro,den Schaden fachgerecht zu beseitigen.Solltest Du keine Reservefliesen haben,so könntest Du überlegen,ob dort Ornamentfliesen die Schadstelle als "Schöne Erinnerung" überdauern,oder eben fast identische.Wünsch Dir zu Weihnachten mal ein Meßgerät für Deine nächste Ortung  von Leitungen und Rohren.Liebe Grüße

Kommentar von bwhoch2 ,

Steht da irgendwo was davon, dass Fliesen angebohrt wurden?

Kommentar von Miramar1234 ,

In meiner allbekannten Lyrik.)..habe ich die Küche mal mit Fliesen in Verbindung gebracht.)

Antwort
von peterobm, 94

Du selbst, man kontrolliert mittels Suchgerät ob gefahrlos gebohrt werden kann. 

Kommentar von Hooks ,

Man sollte davon ausgehen können, daß Leitungen rechtwinklig verlegt sind.

Kommentar von Pfirsich92 ,

Genau deswegen frage ich, weil Leitungen eigentlich gerade und nicht quer durch die Wand verlegt werden.

Kommentar von Allyluna ,

"Sollten" sie, ja - aber darauf verlassen "sollte" man sich eben nicht...

Kommentar von KaeteK ,

Scheinbar ist es aber nicht immer so, wie du siehst. Darum hätte ich vorher die Leitungen überprüft - sag ich als Frau, die das gemacht hätte. lg

Kommentar von NSchuder ,

Ausgehen kann man von gar nicht. Das lernt man schon in der Ausbildung.

Es ist zwar richtig, dass Fachleute Leitungen immer rechtwinklig verlegen, aber nicht alle Leitungen werden von Fachleuten verlegt und je älter ein Gebäude ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sich damals jeder an diese "Regel" gehalten hat.

Du musst also grundsätzlich vor jedem Bohren prüfen, ob Du dort gefahrlos bohren kannst. 

Kommentar von ZuumZuum ,

Man sollte auch davon ausgehen können das Jedermann vernünftig am Straßenverkehr teilnimmt...und ist das so?

Man sollte davon ausgehen das Politiker immer die Wahrheit sagen....und ist das so?

....usw....Beispiele über Beispiele. Der Soll-Zustand ist leider nicht immer der Ist.Zustand. Und da das so ist kontrolliert man nach bzw. vorher.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 66

Ein Elektriker den Du beauftragen und bezahlen mußt, wer sonst.

Antwort
von acoincidence, 41

Du sagst "über" der Steckdose  aber was ist mit links und rechts von der Steckdose. ? Selbstverständlich dürfen Elektroleitungen waagerecht verlegt werden.

Kommentar von Pfirsich92 ,

Ja im rechten Winkel.. aber nicht schief über die Wand

Kommentar von acoincidence ,

So war das früher eben. Diagonal ist der materialgünstigste weg. Mach dir lieber Sorgen ob deine Steckdosen geerdet sind und vieleicht ein FI Schutzschutzschalter vorhanden ist mit 0,03 A ist wohl nicht zu rechnen bei so einer alten Anlage vieleicht zumindestens einen 0,3A dann hättest du schon Glück.

Kommentar von Pfirsich92 ,

Die Sicherung ist raus, da sollte wohl nichts passieren. Die wird auch raus bleiben, bis das behoben ist.

Kommentar von acoincidence ,

Es geht nicht um jetzt sonder um die Sicherheit deiner ururururalt elektrischen Anlage. Du regst dich über schräg verlegte Leitungen auf ? Ich denke dann sofort an die anderen Sünden von früher. 1Verteilung aus Holz. 2. kein Hauptschalter Personenschutzschalter 3. zu wenig Steckdosenstrom Kreise in der Verteilung ( erst kochen dann Wäsche waschen weil beides nicht geht . 4. ungeerdete Steckdosen und zweirädrige Deckenlampen Anschlüsse. 5. teilweise Ausfall von Steckdosen worum sich der Vermieter nicht kümmert.

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