Frage von joewerner, 89

Ich habe aus meine Selbständigkeit Schulden bei der Gesetzlichen Krankenkasse. Muss meine Lebensgefährtin dafür mit auf kommen?

Ich habe aus meine Selbständigkeit Schulden bei der Gesetzlichen Krankenkasse. Seit fast drei Jahren bin ich aber wieder fest angestellt und zahle alle Beiträg? Jetzt nachdem die Krankenkasse die Leistungen eingestellt hat habe ich eine monatliche Rate von 100,00 Euro angeboten. Da wird jetzt ein Tabo gemacht und man möchte am besten meine Lebensgefährtin mit ins Boot holen. Die Frau hat so rein gar nichts mit meinen Schulden zu tun, wir waren noch nicht einmal zusammen in der Zeit. Auch die anderen Schulden zahle ich monatlich alleine ab, sie ist absolut sauber und hat eine positive Schufa. Gerne möchte ich sie noch in diesen Jahr heiraten. Kann mir jemand helfen und meine Frage beantworten?

Antwort
von Gerneso, 51

Die Krankenkassenschulden sind von Dir zu begleichen. Ist ja schön, dass Du der KK Ratenzahlung "anbietest". Die müssen das aber nicht akzeptieren. Nimm halt einen Kredit auf und zahle die Schulden in einem Rutsch ab und dann in Raten den Kredit bei der Bank ab.

Im Falle einer Eheschliessung wäre Deine Gattin Dir tatsächlich zu "Unterhalt" verpflichtet, wenn sie gut verdient und Du weniger.

Sieh zu, dass Du die Schulden bezahlst und gut ist. Für Ratenzahlung gibt es Kredite bei der Bank.

Kommentar von joewerner ,

Wenn das so einfach wäre, dann würde ich dieses tun.

Kommentar von Gerneso ,

Wir haben in Deutschland Krankenversicherungspflicht. 

Solange Du nicht mal für Dich alleine sorgen und Deinen Zahlungspflichten nachkommen kannst, solltest Du von Hochzeit und Familiengründung absehen.

Wenn Du seit 3 Jahren fest angestellt beschäftigt bist, hättest Du auch Deine Schulden bei der KK längst abzahlen können.

Ist doch klar, dass die KK jetzt nicht mehr bereit ist Dich da vom Haken zu lassen.

Antwort
von WosIsLos, 34

1. Es ist verständlich, daß eine KK auf die Beiträge bestehen muß, die KK arbeitet ja nicht auf Gewinnerzielungsabsicht, sondern ist ein Solidarsystem, wo die Einnahmen nicht üppig ausfallen.

2. Deine Freundin hat selbstverständlich mit deinen Außenständen nichts zu tun.

3. Soll das auch nach der Heirat so bleiben, bräuchtet ihr einen Ehevertrag auf Basis "Gütertrennung", zu dem auch getrennte Kasse und Konten gehören.

4. Vereinbare mit der KK eine Tilgungsrate, die für die KK auch akzeptabel ist (kommt auf die Gesamtschuld drauf an)

5. Sprich mit deiner Freundin über die finanzielle Situation vor der Hochzeit.

Antwort
von Harlech, 55

Die Krankenkasse kann an sich nicht an deine Lebengefährtin herantreten. Auch dann nicht wenn Ihr verheiratet seid. Da die Schulden vor der Heirat zustande gekommen sind, bist NUR du für diese verantwortlich.

Erst die Schulden ab Ehebeginn werden geteilt, ebenso wie die Gewinne da es eine Zugewinngemeinschaft ist.

Die einzigen die sowas machen, sind imho die lustigen Sozialämter die mal gerade alles auch den gerade flüchtig erschienen Besuch als "Lebenspartner" bezeichnen und die Leistungen einstellen.

Um allerdings sicherzugehen, solltest du einen Anwalt mit dem Schwerpunkt Sozialrecht kontaktieren, ich denke der wird dir genau Auskunft geben können.

Antwort
von JesterFun, 58

Zu erst einmal würde ich sagen: Nein, sie muss nicht deine Schulden zahlen. Wobei hier in Deutschland schon ganz komische Gesetze gelten. Kenne einen Freund der für seine Ex Unterhalt zahlen durfte, weil er mit ihr mehr als 2 Jahre unter einem Dach gewohnt hat...

Andererseits kenne ich einen Fall, bei der in der Ehe bei Gütertrennung der Partner nicht für die Schulden des Anderen belangt werden kann.

Antwort
von amdros, 46

Selbst wenn du sie heiratest, kann sie an deinen Schulden nicht beteiligt werden!

Nur du allein bist dafür zuständig sie abzahlen zu müssen!

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