Frage von Stefielovelifee, 302

Ich habe angst zu meiner ärztin zu gehen?

Ich hatte vor 4-5 Monaten den absoluten tiefpunkt in meinem Leben und habe einen suizid versuch hinter mir gehabt daraufhin bin ich zu meiner ärztin gegangen und sie hat mich in die Psychiatrie eingewiesen ,aber dort blieb ich nur 4 Tage war aber insgesamt 2 Monate schulunfähig ,dann bin ich wochenlang 4 stunden zur schule gegangen und. Nun hatten wir ferien und ich wollte wieder die vollen zeiten gehen aber das ging nicht musste nach der 4 stunde abbrechen und bin immernoch nicht bereit dazu jetzt muss ich am Montag nochmal zu ihr und es. Ist mir total peinlich ,dass ich immernoch keinee Fortschritte gemacht habe was die schule betrifft ,obwohl meine Lehrerin und meine Therapeutin sagen , dass die Gesundheit vorgeht . Meint ihr sie wird schlecht über mich denken? Ich brauche eine schulbescheinigung die sie mir früher auch schon gegeben hat . Meint ihr sie wird es tun ? :(

Antwort
von EinNarr, 105

Du brauchst keine Angst zu haben vor deiner Ärztin. Es ist völlig nachvollziehbar, dass du nach dieser vergleichsweise kurzen Zeit noch nicht komplett über den Berg bist und dementsprechend auch weiterhin die Unterstützung brauchst.

Sie ist da, um dir zu helfen und wird nicht schlecht über dich denken, nur weil es dir nicht gut geht. Melde dich also unbedingt bei ihr und spreche deine Situation nochmal an, sie kennt dich ja auch schon und ich denke, du wirst Erfolg haben. Mache dir keine Sorgen, die Fortschritte werden noch kommen und das weiß auch deine Ärztin.

Wichtig ist jedoch, dass du die kommende Zeit gut nutzt und auch therapeutische Angebote in Anspruch nimmst. Wenn dir eine stationäre Behandlung Unbehagen bereitet und du diese Form für dich nicht als passend empfindest, dann gibt es durchaus auch noch Alternativen. Ich habe unter anderem zum Beispiel auch eine teilstationäre Therapie in einer Tagesklinik gemacht. Das heißt ich bin fünf Tage die Woche (Montags bis Freitags) Morgens um 8 dort gewesen und konnte dann um ungefähr 16 Uhr wieder Heim - ich habe mich mit diesem Konzept ungemein wohl gefühlt, da es zwar eine intensive Therapie war, ich aber auch Zuhause sein konnte und mich nicht abgeschottet fühlte. Weiterhin ist natürlich auch das ambulante Angebot gegeben, also einen Therapeuten bei dem man regelmäßig Termine hat.

Was du wählst ist zum einen abhängig davon, wie stabil du dich fühlst und mit was du gut arbeiten kannst. Allerdings nicht den Weg des geringsten Widerstandes wählen, dass ist ungemein wichtig.

Für gewöhnlich ist die Faustregel, dass in nicht haltbaren Krisen und bei bestehender Suizidalität der stationäre Aufenthalt am besten ist, da du dich dort rund um die Uhr in einem geschütztem Raum befindest. Therapien empfinde ich in einer Tagesklinik am Besten, da man das dort gelernte direkt in den normalen Alltag eingliedern kann, es ist eine gute Mischung. Im Anschluss dann ambulant weiter zu machen wird immer empfohlen, um auch weiterhin einen Ansprechpartner zu haben.

Entdecke für dich, was du möchtest und sei insofern ehrlich zu dir selbst, dass du dir auch eingestehst, an welchem Punkt du gerade stehst. Es braucht alles Zeit und wenn du die richtigen Schritte gehst, also Unterstützung in Anspruch nimmst und auch durchziehst, dann werden die Erfolge nach und nach kommen. Hetze dich selbst nicht, du darfst diese Zeit in Anspruch nehmen und das kann dir auch niemand absprechen. Es ist vollkommen okay.

Ich wünsche dir alles Gute für deinen weiteren Weg.

Liebe Grüße.

Kommentar von Stefielovelifee ,

Wow Dankeschön für diese ausführliche Antwort !  Ich habe mich für die ambulante Therapie entschieeden ich beekomme hilfe von eineer super lieben psychiaterin (Medikamente) Therapeutin (Therapie) und das ist für mich die allller beste Therapeutin auf der gesammten welt ! Und ich habe eine wundervolle Ernährungsberaterin . Also rund um bekomme ich diee beste hilfe meinee Therapeutin besuche ich einmal die woche in schweren zeiten auch 2mal und. Damit komme ich super klar .  Also vom Hilfsangebot würde ich nichts ändern wollen . Leider wirken die anti depressiva auch nicht mehr  und ja meine ärztin hat mir auch schon ganz oft aus ihrem schrank  lasea oder baldrian tabletten gegeben also eine packung und das ist super lieb ,weil sie sonst z.b 20 euro kosten . Sie ist wirklich toll aber. Die angst ist tzd da .  Vielen Dank !!!

Kommentar von EinNarr ,

Das klingt sehr gut und ist genau das, was ich meinte. Unter diesen Umständen ist es nur wichtig, dass du dir wirklich zu Herzen nimmst, dass du diese Zeit haben darfst.

Es ist stellenweise wirklich schwierig sich damit anzufreunden, dass es alles wesentlich länger dauert, als man es sich selbst erhofft hat und die Fortschritte streckenweise auch nicht in dem Umfang kommen, wie gewünscht. Das ist aber absolut natürlich und dir selbst Druck zu machen oder dich dafür zu schämen brauchst du ganz und gar nicht.

Blicke doch allein darauf, was du seit dem Beginn deiner psychischen Probleme erreicht hast. Du hast dich so weit stabilisiert, dass du die vier Stunden pro Tag gut schaffst. Du hast Unterstützungen in Anspruch genommen und dir auch selbst eingestanden, dass du die Hilfe brauchst und am Wichtigsten: Du hast nach einem absolutem Tief und einem Suizidversuch mit Motivation gefasst weiter zu machen und das zeugt auch von Optimismus, sowie der Fähigkeit auch die guten Dinge zu sehen.

Wenn das keine Fortschritte und Erfolge sind, dann bin ich mit meinem Latein auch am Ende. Du hast in allen relevanten Punkten enorme Fortschritte gemacht.

Es gibt keinen Grund sich zu schämen, im Gegenteil. Du hast den Mut gefasst zu sagen, dass du es jetzt probierst wieder die ganze Zeit auszuhalten - das verdient Respekt und das es nicht geklappt hat, ist kein Zeichen von versagen. Nicht einmal im Ansatz.

Wenn dein Antidepressiva nicht mehr die Wirkung hat, dann solltest du das unbedingt ansprechen. Es besteht immer die Möglichkeit eine Dosierung zu steigern oder auf ein anderes umzusteigen. Ein Antidepressiva, welches unter dem Stricht keine merkliche Wirkung mehr hat, kann aber abgesetzt werden allerdings nur unter der Aufsicht eines Psychiaters. Da findet sich also sicher auch ein Weg und das ist nebenbei auch nicht ungewöhnlich. Da brauchst du also keine Angst vor haben, dass anzusprechen.

Liebe Grüße.

Antwort
von Svenja18, 114

Ich hatte das ganze auch nur etwas länger aber vertrau deiner Ärztin sonst wird es dir nicht helfen und sie wird dich sehr gut verstehen und in so einem Zustand niemals schlecht über dich denken, weil dir das am wenigsten hilft. Vertrau ihr sie will das du dich wieder wohl fühlst.

Kommentar von Stefielovelifee ,

Vielen Dank von ganzem Herzen ! 

Okay ich werde ihr vertrauen :(  du hast mir mut gegeben Dankeschön

Kommentar von Svenja18 ,

Gern geschehen. Viel Erfolg. 😊

Antwort
von Knallkopp321, 50

Deine gesamte Geschichte ist 4-5 Monate her. Ich war nie in einer entsprechenden Situation, kenne keine Menschen, denen so etwas passiert ist und bin im Bereich Psychologie sehr unerfahren. Dennoch bin ich mir sicher, man braucht deutlich länger als nur 4-5 Monate, um sich von einem Selbstmordversuch vollständig zu erholen. Mein Rat: Gehe zu deiner Ärztin und beschreibe ihr deine Probleme. Sie wird sicherlich schon entsprechende Fälle gehabt haben und dir weiter eine Entlasstung von der Schule erlauben. Denn wie du schon gesagt hast - Gesundheit geht immer vor.

Wobei - ein vergleichbarer Fall fällt mir ein. Einer meiner Klassenkameraden hatte Leukämie (Blutkrebs) und war über ein halbes Jahr nicht in der Schule. In diesem Fall war Lehrern, Ärzten, seinen Eltern sowie hm selbst die Schule völlig egal - wichtig war nur seine vollständige Heilung

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen und wünsche dir weiterhin viel Glück!

Kommentar von Stefielovelifee ,

Erstmal ein ganz großes Dankeschön an dich ,dass du dir zeit genommen hast  um mir zu Antworten . Du hast mir auf jeden Fall mut gemacht ,danke dafür .

Wenn man so am leiden ist ,dann wird einem auch selbst die schule egal . Ist bei mir momentan genau so ,denn ich weiß wenn ich jtz normal in die schule gehe ,dann werde ich zusammenbrechen vor Überforderung . Ich hoffe so sehr ,dass sie Verständnis hat . Vielen liebeen dank und ja leider braucht es alles sehr vieel zeit :( 

Kommentar von Knallkopp321 ,

Ja, sehr gerne. Nimm dir alle Zeit die du brauchst. Ansonsten kann ich mich Andretta anschließen - die Nummer gegen Kummer kann in solchen Fällen immer gut weiterhelfen.

Antwort
von Andretta, 72

Sie wird überhaupt nicht schlecht von Dir denken! 

Machst Du eigentlich eine Therapie?

Kommentar von Stefielovelifee ,

Ich wünsche es mir so sehr ,denn ich kann sonst nicht mehr  :'( jaa mache ich und vielen lieben dank für deinee Antwort

Kommentar von Andretta ,

Wenn Du mal neben der Reihe einen Profi brauchst oder eine weitere Meinung einholen willst, kannst Du auch bei der Nummer gegen Kummer anrufen. 

0800 111 0 333 

Der Anruf ist kostenlos, auch vom Handy. Das ist ein Beratungsservice, auch für Jugendliche. 

Sie haben auch eine Website www.nummergegenkummer.de

Mailen kann man denen auch. 

Ich meine, nicht, dass wir hier schlecht wären 😋 aber manchmal will man eben doch lieber einen Profi. ☺

Kommentar von Andretta ,

Jedenfalls mach Dir keine Sorgen.  Geh Montag einfach hin. Alles wird gut. 

Kommentar von Stefielovelifee ,

Vielen dank für den tipp ! 

Ich danke dir ,dass werde icj <3

Kommentar von Andretta ,

Fein! Ich werde in Gedanken bei Dir sein :-)

Kommentar von Andretta ,

Hoffe, es ist alles gut gelaufen. 

Liebe Grüße :)

Antwort
von Thomas0024, 38

Du brauchst auf jeden Fall Hilfe. Du bist da nicht die einzige ;-) Da gibt's viele denen es nicht anders geht.

Die besten Ärzte sind die, die mit Dir verständlich & verständnisvoll reden. Wenn das Deine Ärztin tut, kannst du Ihr vertrauen, und sie wird, egal auf welche Frage und mit welcher Bitte, verständnisvoll reagieren.

"Dort blieb ich nur 4 Tage" macht mich etwas skeptisch: willst Du das Dir geholfen wird? Du musst schon wollen und mitmachen. Ohne Dich geht nix.

Ich war auch mal in einer Krise. Es geht weiter. Es kann dauern, es kann anstrengend sein. Aber es geht.

Übrigens: "peinlich" aus Deinem Wortschatz streichen!!! Krankheit (auch psychische) ist nicht 'peinlich', genausowenig wie bei Grippe oder Blinddarmentzündung. Man muß sie überwinden, und sich ggf. dabei helfen lassen. Sonst nix. Punkt.

Antwort
von mojo47, 88

sie ist deine ärztin und beurteilt dich nicht. sie will dir helfen und solche dinge brauchen eben zeit!

Kommentar von Stefielovelifee ,

Ja du hast recht . Sie ist auch so unglaublich lieb und hat mir so toll geholfen war so oft für mich da ,aber ich habe angst ,dass man mir nicht glaubt ,weil es ja schon monate her ist :'(

Kommentar von Andretta ,

Das sind Ärzte gewohnt, da bist Du eine von vielen.  Wenn sie gut ist, wird sie dauch nicht sauer sein. 

Kommentar von mojo47 ,

sie wird das schon beurteilen können und wird es merken wenn du lügst oder die wahrheit sagst. wie gesagt solche dinge brauchen zeit und da sind misserfolge oder ab und zu rückschritte keine seltenheit. ich hoffe du gehst nebenbei in eine therapie? ansonsten solltest du deine ärztin mal darauf ansprechen.

Kommentar von Stefielovelifee ,

Ich würde niemals auf die idee kommen zu lügen ,da mir meine Zukunft eigentlich wichtig ist ,aber wenn man nicht mehr kann ,dann kann man nicht :'(

Ja ich habe bereits eine Psychiaterin,Ernährungsberaterin und Therapeutin 

Antwort
von Gothictraum, 47

vertrau deiner Ärztin und begehe nicht denn selben Fehler wie ich

sie wird nicht schlecht über dich denken

Kommentar von Stefielovelifee ,

Die Hoffnung stirbt zu letzt :( 

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