Frage von KommschonBitte, 74

Ich habe Angst, ernsthafte Selbstmordgedanken zu bekommen?

Ich bin zwar psychisch krank, hatte aber noch nie wirkliche Selbstmordgedanken.

Allerdings schon oft eine depressive Stimmung.

Leider ist diese Stimmung zurzeit schlimmer denn je und ich habe überhaupt keine Lust mehr auf irgendwas.

Ich habe Angst dass sich das festigt und ich mich noch umbringen will.

In Therapie gehe ich erst in einer Woche.

Hat jemand Tipps, die mir helfen könnten?

Antwort
von MariaCMeyer, 64

Gehe erstmal weiterhin zur Therapie und rede mit Freunden und vielleicht auch Familie das Hilft.

Kommentar von KommschonBitte ,

Nein, meine Thearpie fängt erst in einer Woche an.

Kommentar von MariaCMeyer ,

Entschuldigung. ..Nun öffne dich nächste Woche deinem Therapeuten...Reden tut gut ;)

Kommentar von KommschonBitte ,

Ist eine Klinik, aber danke. :)

Antwort
von Dudlmoser, 35

Die angst die du davor hast ist gut, wenn du suizidgefährdet bist, hast du in der regel wenig angst davor. die therapie wird dir helfen, gutefrage eher nicht. ich will mich nicht zu weit aus dem fenster lehnen, weil ich dich nicht kenne und nichts über- oder unterschätzen will. versuche dich abzulenken, probier was aus, was du noch nie gemacht hast, male, lerne ein instrument, fasziniere dich für etwas, das kann auch eine person sein. rede mit jemenden, der die stärke besitzt dir beizustehen und dir zuzuhören, jemand der es ernst nimmt.

Kommentar von Dudlmoser ,

sorry für die Tippfehler

Antwort
von VojoSan, 33

Solange kannst du dich ja beraten lassen, am besten von einer Selbsthilfenummer, such die mal im Internet ist kostenlos und gibts überall.

Antwort
von Genoraldix, 19

Also für mich klingst du überhaupt nicht gefährdet. Sei froh! Was willst du in dieser Therapie? Das Leben will nun mal ausgestanden sein - ob du dabei einem Therapeuten beim Verdienen seines Brotes helfen willst - wenn's dich glücklich macht. Heute redet jeder von Depressionen, wenn er mal ein bisschen den Blues hat. Die meisten haben sowas noch nie gehabt, worüber sie froh sein können. Wer eine richtige Depression hat, der tippt nicht mehr munter Formuliertes bei GF rein - der ist zu fertig für sowas. Ich an deiner Stelle würde mir das überlegen mit dieser Therapie und fang bloss nicht an, irgendwelche Medikamente zu nehmen. So begibst du dich in Abhängigkeit - vom Therapeuten und von diesem Zeug.

Kommentar von KommschonBitte ,

Ist ja nicht so, dass ich nicht trotzden normal schreiben kann.

Ich will mich auch nicht verstellen, um den Leuten zu beweisen wie schlecht es mir doch geht.

Und diesen "Blues" habe ich seit mehr als 5 Jahren.

Kommentar von Genoraldix ,

Du kannst mir glauben, dass es mir auch schon mal sehr schlecht ging. Geholfen hat mir der Glaube. Der regelmäßige Kirchenbesuch hält mich bei der Stange und ich habe jeden Morgen wieder genug Kraft, um aufzustehen und mit dem Tag etwas Sinnvolles anzufangen. Das allein ist doch schon wunderbar. Wenn man sich überlegt, woher man diese Kraft bekommt - dann wird man gläubig. Fang einfach mal damit an, am Sonntag in die Messe zu gehen und lass es auf dich wirken. Nicht sofort, aber nach und nach wirst du neue Kraft in dir spüren. Und die bleibt und wächst, wenn auch du auf diesem Weg bleibst und mehr und mehr über Christus erfährst und er einen immer selbstverständlicheren Platz in deinem Leben einnimmt. Irgendwann kannst du mit ihm sprechen, wenn es dir dreckig geht - und sofort hellt sich etwas in dir auf. Mir geht es so. Das ist keine Einbildung.

Ich an deiner Stelle würde die Notbremse ziehen - vielleicht am besten einfach zum Hörer greifen und dich kurz und knapp abmelden - vom nächsten Termin beim Psychiater und auch in der Klinik. Fertig,aus! Dass du hier schreibst kommt mir auch ein bisschen so vor, als ob sich kurz vor dem Eintritt in die Klinik Zweifel an diesem Weg bei dir melden würden - gut so! Das sind Lebenskräfte, die sich dagegen wehren, dass du dich anderer Menschen Gutdünken überlassen willst.

Wenn du ein gutes Verhältnis zu deinem Therapeuten hast, kannst du vielleicht mit ihm darüber sprechen - das kann ich von hier aus
natürlich nicht einschätzen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass
es welche gibt, die für sowas Null Verständnis hätten, vielleicht die
meisten, denn es ist doch klar - die wollen möglichst keine Patienten
verlieren. Aber in eine Klinik gehen würde ich, so wie ich dich
einschätze, auf keinen Fall! Dort wirst flach gelegt und medikamentös "eingestellt".

Und dann freu dich auf Sonntag! Es gibt manchmal auch die Möglichkeit des Kaffeetrinkens mit kleinen Gesprächen im Anschluss an den Gottesdienst. Vielleicht ist es auch besser, falls du dich dazu entschließt, das erstmal für dich zu behalten, sonst versuchen gleich wieder welche, es dir auszureden ("Nein, du brauchst diese Therapie, und denk an deine Medikamente!" ...Aha. Wirklich?). Ich wünsche dir viel Glück!

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