Frage von DiesUndDasMach, 104

Ich hab niemanden dem ich mich anvertrauen kann und bin Gefühlstot?

Ich hab niemanden. Mit meiner Familie kann man nicht reden, die sind alle in ihrer alten Welt hängen geblieben und gehen mir inzwischen mit ihrem rassistischen (ausser meine Mama) Gedanken (Selber aus Polen als Wirtschaft Flüchtlinge gekommen und jetzt gegen die Leute hetzen nur weil sie nicht weiß sind). Dabei bin ich selber Mischling und mein Vater ist sowieso der größte ars** von allen, hat sich 17 Jahre nicht um mich gejuckt und jetzt auf einmal vor meinem 18er will er Kontakt und mir alles zahlen (Führerschein) und einen auf guten daddy machen. Und er ist auch ein rassist gegen weiße (Diese Dummheit). Ich komm mir vor wie der einzige Intelligente Mensch in meiner Familie. Ich Liebe meine Mama aber ich kann mit ihr über nix reden weil ich ihr einfach nicht vertraue (ich wurde als Kind oft geprügelt und dann ist sie in meinem Abschlussjahr für die Schule auch noch alki geworden, hat sich aber gelegt) und sie auch nicht für klug genug halte meine Probleme zu verstehen.

Ich Frage mich ofters wie ich mit so einer Familie und meiner Vergangenheit (war Fett, Mobbingopfer, aggressiv usw. ich hätte in die RTL nachmittags show gepasst) doch noch so die Kurve gekriegt hab, jetzt im WG bin und allgemein mich vorbildlich verhalte. Ich will auch wenn es hart klingt, meine Familie nach dem Abi verlassen weil ich wahrscheinlich nur aus dem Grund gezeugt wurde eine finanzielle Sicherheit zu sein. Ich brauch aber jemanden dem ich meine tiefsten Gefühle vertrauen kann und wenn man sich meine anderen Beiträge ansieht, es läuft mit den Mädchen sowieso nicht. Wahrscheinlich blockiert mich das auch, weil "Liebe" wie ich sie erfahren hab nur mit Geld und Gewalt in Verbindung ist. Ich weiß nicht wie man Gefühle ausdrückt und bin ein rationaler Mensch geworden. Nur leider gibts für dieses Problem keine Logisch aus denkbare Lösung, glaube ich.

Antwort
von felicity123, 30

Ich kann deine Lage sehr gut nachvollziehen (außer das mit den Rassismus).
Ich hab mich damals gerafft und bin mit 18 daheim raus und habe ne Ausbildung in der Verwaltung gemacht .. Hätte vermutlich niemand, nicht mal ich selbst, von mir erwartet.
Es ist immer gut, vom Elternhaus abstand zu halten, wenn es einem nicht für tut.
Die Zeit war sehr schwer und ich habe lang gebraucht alleine mit wenig Geld klarzukommen.
Nun bin ich im Leben angekommen, habe ne tolle Partnerschaft und bin Eigentümerin einer schönen Wohnung.
Man muss ein Ziel haben, dann schafft man alles.
Zu meinen Eltern habe ich Kontakt .. Mal mehr, mal weniger. Ich habe gelernt, dass man andere Menschen nicht ändern und ihnen auch nicht immer helfen kann.
Du lebst dein Leben, nicht das deiner Eltern.. So schwer es ist, los lassen und neu starten ist meist richtig.
Alles Gute

Kommentar von Koenich ,

Gut gemacht!

Du hast dich als Mensch entwickelt. Es war für dich mit Sicherheit oft schwierig und traurig.

Kommentar von felicity123 ,

Definitiv. Man wird sehr sehr stark mit der Zeit und benötigt auch sicherlich mehr Zeit, anderen Menschen zu vertrauen...
So eine Stärke ist Fluch und Segen zugleich. Es ist schwer verletzt zu werden .. Was ja eigentlich gut ist aber im selben Zug ist es schwierig es zuzulassen geliebt zu werden - man hat es davor ja nicht gekannt.

Antwort
von Koenich, 30

Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe für dich gut. Man trifft dort oft prima Menschen.

Antwort
von Koenich, 20

Es gibt immer wieder Menschen, die nicht in ihre "Geburtsfamilie" hineinpassen. Leider ist es so!

Es ist schwer, für sich eine solche Bewertung zu treffen. Aber: Man muss die Menschen nehmen, so wie sie sind - es gibt keine anderen. In der Lebenspraxis heißt das, dass man die Menschen so akzeptiert wie sie sind, wozu für mich auch gehört, dass man sie oder Teile ablehnt. Da das für Kinder im Verhältnis zu den Eltern so gut wie unmöglich ist, wäre das eine Entwicklungsaufgabe für einen Menschen.

So war es auch beispielsweise bei Elke Heidenreich, Ulla Hahn usw.

Antwort
von Analvergiftung, 29

Ja, so geht es mir auch. Ich will mich echt nirgends einordnen müssen, aber als Weltoffene, Tolerante und wirklich Intelligente, allerdings von dieser gestörten Gesellschaft zerstörte Person geht es mir genau gleich.

Viele werden mir jetzt mit "oooh, ist der arogant" o.Ä. unnötigen Sprüchen kommen, aber ich merk an mir selbst, wie teilweiße desinteressiert und abgestumpft andere Personen in meiner Klasse so sind. Ich will echt niemanden beleidigen, aber ich bin schon mein ganzes Leben, bzw. seit ich 6 bin auf der Suche nach einer Partnerschaftlichen Bindung, sei es mit dem gleichem oder anderem Geschlecht, bin damals schon immer alleine auf einem kaltem großem Stein im Pausenhof gesessen, mich gar dabei erwischt, wie ich fast hätte angefangen zu weinen.

Und für ein kleines Kind, welches schon eine geistig Jahre fortgeschrittene Emotionale, sowie auch Persönliche Reife besitz, war es für mich sehr schwer mich damit abzufinden, dass diese Person, die ich mir so sehr wünsche möglicherweiße sogar in der gleichen Gegend oder 5 Straßen weiter lebt, ebenfalls jemanden wie mich sucht aber ihn nicht finden kann.

Und ich hatte früher echt viele Freunde und Kontakte zu anderen, wobei es sich immer als der gleiche Leerlauf und ausgefahrene Versuch herausstellte jemanden meines Gleichen zu finden.

Ich könnte hier noch so unglaublich viel erzählen, aber ich glaube das sind genug Daten für Onkel und Tante NSA..etc.

Wenn du mal mit mir Skypen möchtest und mich kennenlernen möchtest, kannst du mir ja eine persönliche Nachricht mit deiner Skype-ID schicken. Würde mich freuen ^^

Ich hoffe für dich, dass du jemanden deines Gleichen findest und glücklich im Leben wirst. Meines habe ich mir schon zu sehr mit beschissener Ernährung, sehr vielen Problemen...und Psychischen, sowie Physischen Problemen verbaut :l

Kommentar von Koenich ,

Woher hast du diese große Einsamkeit in dir ?

Les doch mal das Buch "Das Drama des begabten Kindes" von Alice Miller. Vielleicht spricht es dich an.

Kommentar von Analvergiftung ,

Danke für die Empfehlung, werde mir das Buch anschauen.

Antwort
von mekumima, 42

Eines Tages wird eine Person in dein leben treten und alles verändern der wirst du alles erzählen.

Antwort
von tanja370, 40

Will dir nicht zu nahe treten.Aber vielleicht hilft dir wenn du eine Therapie machst.Es gibt geschulte Leute die Dir bestimmt helfen,denn du hast schlimmes erlebt.Dann wird der Zeitpunkt kommen wo du Menschen vertrauen kannst und dadurch bestimmt gute Freunde findest.Viel Glück

Kommentar von DiesUndDasMach ,

das scheint logisch zu sein :) Keine sorge ich glaub man kann mir inzwischen nicht mehr zu nahe treten.

Kommentar von tanja370 ,

Ich hab selber zu viel Mist erlebt und kann nachvollziehen dass du meinst abgehärtet zu sein.Andererseits ist man sehr sensibel und hinterfragt alles und jeden.Ich denke jeder findet für sich einen Weg damit klar zu kommen.Aber warum nicht die Hilfe von Therapeuten annehmen wenn es dadurch langfristig einfacher wird.

Kommentar von DiesUndDasMach ,

dankeschön :) ich werd wahrscheinlich echt ne Therapie anfangen.

Kommentar von tanja370 ,

Viel Erfolg

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