Ich hab einen Plan wie man die Banken am besten retten kann, was haltet ihr davon?

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12 Antworten

Da wüsste ich aber was Besseres, als der arbeitenden Bevölkerung eine Zwanganlage zu präsentieren.

Der Fehler, der bei der Bankenrettung (allerdings erstmal aus naheliegenden Gründen) gemacht wurde, man hat nicht nur die Banken gerettet, sondern gleichzeitig, die Aktionäre der Banken.

Tatsächlich sollten aber nur die Einlagen der Kunden geschützt werden.

eigentlich hätte man nur eine Art staatliche Bankenholding gebraucht, die den Banken genügend Kapital in Form von Garantien gegeben hätte, damit der Geschäftsbetrieb aufrecht gehalten werden kann (es kommt Geld aus dem Automaten und die Kunden können überweisen).

Dann Bilanz machen und entweder Feststellen, dass die Aktien nur noch einen Symbolwert haben und diese an die Aktionäre zahlen, oder aber die Bank geordnet auflösen und nur soviel Geld von staatlicher Seite aufwenden, dass die Kunden ihr Geld bekommen.

Ich habe schon verstanden, dass man einen Bankenrun verhindern wollte, das hätte extreme Folgen gehabt, aber warum man die Bankaktionäre nicht an der Sanierung beteiligt hat, ist mir bis heute unklar.

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Kommentar von FrageSchlumpf
07.07.2016, 13:32

Komisch, dass es doch genauso war.

Der überwiegende Teil der "verschenkten" Mrd. waren tatsächlich Garantien und Kapital ( mit Rückzahlungsanspruch ). Verlustübernahmen waren selten und meist auf ohnehin schon staatliche Bank bezogen ( z.B: IKB ).

Den Kunden profitieren lassen von der Fortführung, aber´den "Inhaber" mit Gewalt nicht wäre natürlich schon rechtsstaatlich problematisch gewesen.

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hmm , im Grunde kein schlechter Plan, ein paar Denkfehler fallen mir auf :

1. Steigende Aktienkurse sind kein garant für eine angekurbelte Wirtschaft.

2. Auch geänderte Bilanzverhältnisse sind jetzt nicht unbedingt das, was zwingend zu Wachstum führt.

Speziell zu deine Idee :

Die Aktien steigen ja nicht, wenn die zusätzliche Nachfrage durch immer neue ausgegebene Aktien der Banken befriedigt wird. Darüber hinaus gilt auch was GanMar schon schrieb, echten Profit mache ich nur, wenn ich verkaufe. Wenn aber die monatlich 100 Euro nicht für neue Aktien sondern bestehende der alten Käufer verwendet werden, bringt es nichts mehr.

Außerdem gilt 2. auch für Banken. Alleine das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital macht ein Bank an sich noch nicht "sicherer" oder freier von Rettungsaktionen. Da einzige was in dem Punkt helfe würde, wenn alle Kreditnehmer immer alle ihre Schulden zurückzahlen würden, auch wenn die Welt untergeht ... :-)

Umsetzbar ist diese Idee sowieso nicht, da das ja niemand freiwillig macht, also braucht man ein Gesetz.

Und in der aktuellen Bankenbashingmentalität ( liest man hier ja auch bei einigen Antworten raus ) gepaart mit der Unkenntnis und Unverständnis, gäbe es niemals auch nur ansatzweise eine Merheit dafür.


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Unser lieber Hans macht sich also Sorgen um die Banken, statt sich Sorgen um sich selbst u.o. all jener zu machen, denen es hierzulande ausgesprochen schlecht geht - sagenhaft.

Vielleicht haste mir gar zu eifrig das Kinderbuch "Kai aus der Kiste" gelsen, wo ja auch ein Junge inem bedrängtem Millionär seine Dienste anbietet. Ja-ja, was ein echter Pfadfinder iss, der hilft eben gern, ganz egal wer es auch immer iss.

Kennst du das Modell von Island? Wahrscheinlich nicht. Da hat der Staat auf Druck der Bevölkerung verschuldete Banken in den Orkus gekippt - wesch sind se und niemand auf Island aus der Bevölkerung greint um die!

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Diese Idee ist 99% Schmarrn, nicht etwai durchgerechnet.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brexit-folgen-boersenbeben-fuer-europas-schwache-banken-a-1101481.html

Seid wann wirft man gutes Geld dem schlechten Geld hinterher?

Seit 2015 gilt die EU-Abwicklungsrichtlinie für Banken.
Zuerst müssen die Aktionäre bluten, gefolgt von den Guthaben oberhalb 100.000 €.
Nun lass das erst einmal wirken, schröpft die Spekulanten und Reichen.
Wenn das nicht reicht, dann ab in den Orkus der Geschichte mit diesen Banken.
Nicht aber den kleinen Mann schröpfen, den sonstig niemand rettet.

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Eigentlich sind den bisherigen Antworten zu deiner abstrusen Idee nichts mehr hinzuzufügen...

Steuergelder müssen dafür nicht mehr geopfert werden.

Wo bitte ist der Unterschied, ob du als Staat die Steuern um 100 Euro erhöhst und sie den Banken in den Rachen schiebst, oder jeden Bürger direkt 100 Euro investieren muss? In beiden Fällen fehlt das Geld in der Folge in den Taschen der Bürger.

100 Euro weniger im Monat würde für mich bedeuten, dass ich einige Investitionen (neuer Kühlschrank, Autoreparatur, Urlaub usw.) um einige Monate nach hinten verschieben müsste... Und was hat die Wirtschaft davon?

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Kommentar von lesterb42
07.07.2016, 11:03

Granatenfalsch.  Wenn ich 100 € Steuern bezahle ist das Geld für mich weg. Wenn ich eine Aktie erwerbe, habe ich eine Aktie mit Risiken und Chancen. Das Geld ist dann nicht weg, sondern sieht nur anders aus.

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Und wenn du mir die 100€ abzieht erklärst du mir bitte auch wie ich dann mit nur noch 540€ meine Miete, Fahrtkosten, Versicherungen, Lebensmittel und Co. zahlen soll.

Oder der arbeitenden alleinerziehenden Mutter, dem Ehepaar das ihr Haus abzahlt usw.

Zudem würden die Banken an den hohen Kursen nichts gewinnen, da sie ja selber keine halten und so auch nicht vom Verkauf profitieren. Nur über neue Aktien könnte es gehen, aber das ist ein sehr langer Prozess, der strengen Auflagen unterliegt.

Zudem haben nicht alle Banken Aktien. Auch manchen Genossenschaftsbanken geht es nicht gut, die Volksbanken in Deutschland haben ihren eigenen Rettungsfond aber das ist nicht überall so. Denen würden Aktienkäufe noch weniger bringen, da die Kunden das Geld nicht mehr bei ihnen anlegen.

Die Banken brauchen das Geld der Anleger, das sie teurer an Leute die Kredite möchten weiter geben. Genau DAS ist ihr Geschäft. Den Leuten das Geld zu nehmen würde sie nur noch mehr schädigen.

Wenn du deinen Plan zu gut findest, dann kannst du ja anfangen und deine Verwandten/Bekannten motivieren.

Wie kommst du darauf, dass die EU eine Garantie für alles ist? Ich kenne viele EU kritische Punkte, gerade da Deutschland immer für alle zahlen darf und nur wenig zurück bekommt. Ja, ohne EU gäbe es Probleme, mit der EU aber auch. Ich denke die EU zerstört sich zum Teil selber mit undurchsichtigen und teilweise idiotischen Gesetzen und Richtlinien. Zudem sollte man den Leuten besser vermitteln, was die EU für Vorteile bringt. Viele werden da kaum was aufzählen können.

Aktien sind eben sehr spekulativ. In deiner Rechnung haben die Leute Glück, die am ersten Tag Aktien bekommen haben. Die können zum höchsten Kurs verkaufen, bei den anderen Fällt der Kurs schon. Zudem wird sie kaum einer dann noch zusätzlich kaufen wollen. Das würde die Aktie eher in den Zusammenbruch treiben.


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Ja, Troll, tolle Idee wie manangeblich deinen Europäern Geld aus der TAsche zieht und die europäische Wirtschaft ruiniert.

Und es ist gar köstlichdie Erwerbstätigen nich zu fragen wassie mit ihrem Geld tun wollen sondern es ihnen einfach vorzuschreiben.

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Ein wichtiger Punkt, welcher du nicht beachtet hast, ist der, dass die Bank kein Geld bekommt, wenn ihre Aktien verkauft werden. Der einzige der Geld bekommt, ist der, dem die Aktien gehören. 

MFG Näät

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Das ist Unsinn, da die Aktien in der Vergangenheit am Markt platziert wurden und von Aktionären erworben worden sind.

Egal wohin sich der Kurs bewegt, den Nutzen oder Schaden haben ausschließlich die Aktionäre, nicht die Banken.

Günter

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Am ende haben die Arbeitnehemr bzw Investoren auch vom hohen kurs profitiert.

Nein. Vom Kurs profitiert man erst, wenn man auch realisiert.

da sehr vieles Berechnet wurde

Wo finde ich Deine Berechnungen?

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Kommentar von HansFelix
06.07.2016, 16:23

Diese Berechnungen kann ich nicht veröffentlichen da sie TOP SECRET sind.

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Ich empfehle Dir die Bücher

Sahra Wagenknecht 'Wahnsinn mit Methode - Finanzcrash und Weltwirtschaft'  und

Matthias Weik & Marc Friedrich 'Der größte Raubzug der Geschichte - Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden'

Beide Bücher sind auch für den ambitionierten Laien verständlich und gut zu lesen.

Henry Ford, der Gründer von Ford, sagte einmal: "Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh. "

Wenn Du die Bücher liest, dann weißt Du, warum.

Viel Erfolg.

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Kommentar von lesterb42
12.07.2016, 21:28

Ich würde Wagenknecht nicht empfehlen, weil sie ihr Weltbild um die These herum aufbaut, dass die obersten 10.000 zu enteignen wären. In so einer Welt möchte ich nicht leben.

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Die erwerbstätigen Leute müssen monatlich 100€ in Bankaktien investieren.

Aber sonst kannst Du noch alles essen?

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Kommentar von HansFelix
06.07.2016, 16:09

Was ist daran schlimm bitte? Wir wollen doch alle EU retten.

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