Frage von prinnce, 20

Ich hab das über die Pharaonische Bauten in Spanien raus gefunden, aber wie könnte ich das kürzen kann mir einer helfen bitte ?

Spanien hat zu sehr auf schnelles Geld aus der Bauwirtschaft gesetzt. In den Boom-Jahren entstanden bis zu 800 000 neue Wohnungen jährlich – mehr als Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Immobilien waren angesichts jährlicher Preissteigerungen um 20 Prozent eine hervorragende Geldanlage. Die Preise verdreifachten sich innerhalb von zehn Jahren. Für Baulöwen, Spekulanten, Geldwäscher und Banken war die Immobilien-Blase eine Goldgrube. Der Staat freute sich über Rekordbeschäftigung – die Arbeitslosigkeit sank auf 4,7 Prozent – und Milliardenzuwächse bei den Immobiliensteuern. Den Preis dafür zahlt die Bevölkerung: Nach Daten der Banco de España verdoppelte sich die Privatverschuldung in den Jahren des ungebremsten Bauwahns zwischen 2001 und 2008 auf 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Größtenteils schlossen die Bürger Hypotheken mit Laufzeiten von 40 oder sogar 50 Jahren ab – für Häuser und Wohnungen, die jetzt 30 bis 50 Prozent an Wert verloren haben.

Das Platzen der Immobilienblase trifft nun auch den Staatshaushalt hart. Der Staat büßt Milliarden an Steuereinnahmen ein und verbucht zugleich massiv steigende Ausgaben. Aus 1,9 Prozent Überschuss im Staatshaushalt 2007 sind satte 8,9 Prozent Defizit im Jahr 2011 geworden. Statt zehn Milliarden Euro Jahresüberschuss in der staatlichen Sozialversicherung, mit denen sich die meisten Haushaltslöcher stopfen ließen, gilt es plötzlich, 32 Milliarden Euro jährlich für Arbeitslosenhilfe zu beschaffen. Neue Industriesektoren, die Jobs bieten könnten, sind nicht in Sicht.

Antwort
von mambero, 8

Kürzen und wegwerfen, weil das der Stand zu Beginn der Wirtschaftskrise 2008 ist. Wir haben 2016, Spanien hat mit das höchste Wirtschaftswachstum Europas. Seitdem haben die Exporte enorm zugelegt, Spanien ist wettbewerbsfähiger geworden, der Tourismus feiert Rekorde, selbst die Bauwirtschaft kommt langsam wieder in Schwung. Es ist ja nicht so, dass die Leute auf dem Feld campen.

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