Habe ich eine Zwangsstörung?

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6 Antworten

Wie schon von anderen erwähnt ist es keine Zwangsstörung.

Vom klinischen Standpunkt aus könntest Du Deine Hormone, insbesondere die Schilddrüse untersuchen lassen.

Hilfreich könnte ein Tagesplan sein, den Du abarbeitest. Nicht vollstopfen, so dass Du nicht alles schaffen kannst, sondern realistische Einträge. So siehst Du mehrmals am Tag, was Du bereits alles geschafft hast.

Bei manchen ist Abends das unbewusste Gefühl vorhanden nichts geleistet zu haben, bewusst wird dann die Motivation für den Folgetag wahrgenommen.

Was auch bereits erwähnt wurde - Tag- und Nachtmenschen (Lerche und Eule). Ob sich das in Deinen Arbeitsalltag integrieren lässt kann ich nicht beurteilen.

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Niemand hier kann dir das korrekt diagnostizieren, da müsstest du einen Psychologen oder Arzt aufsuchen, welche dir dann eine passende Diagnose stellen können.

Es könnte dir aber vielleicht helfen, mal darüber nachzudenken, warum das Gefühl von Selbstsicherheit am nächsten Tag immer weg ist. Ist es am Abend eigentlich gar nicht echt? Sprichst du in dieser Zeit mit jemandem? Hast du Alpträume?

Bevor du nicht den Grund kennst, wird es schwierig bis unmöglich, das Problem in den Griff zu bekommen. Wenn du dich selbst nicht dazu in der Lage fühlst, empfehle ich dir, Hilfe zu suchen. Sei es bei Freunden, deiner Familie oder eben ein Psychologe.

Was auch immer du letztendlich tust, ich rate dir, generell an deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Es gibt zahlreiche Internetseiten, auf denen du einfache Tipps findest, die du täglich anwenden kannst und womit du viel mehr schaffen kannst, als du vielleicht denkst.

Es wird dir auch helfen, abends, wenn du dich sicher fühlst, eine ermutigende Nachricht an dich selbst zu schreiben, die du am nächsten Morgen liest. Achte darauf, aufrecht zu gehen oder zu sitzen, nimm deine Schultern zurück, heb den Kopf, richte den Blick eher gegen oben, steh mit beiden Füssen fest auf dem Boden. Das wird dir sofort ein besseres Gefühl geben.

Und gewöhne dir an, dir jedes Mal, wenn du in den Spiegel siehst, ein Lächeln zu schenken - einfach weil du dich freust, dich zu sehen. Du bist schliesslich ein toller Mensch und hast das Potential, sowohl dich als auch andere Menschen zu erfreuen.

Wenn du mich fragst, gehe ich weniger von einer Zwangsstörung aus, sondern eher von zu wenig Selbstsicherheit. Was übrigens nichts Schlimmes ist, da viele daran leiden und es lässt sich auch - mit Zeit und Geduld - ins Gegenteil verwandeln.

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Das klingt nach einem klassischen 'Morgentief', ein häufiges Symptom bei Depressionen. Aber das sollte eine Fachärzt/in für Jugendpsychiatrie abklären (oder eine Psychiater/in für Erwachsene, je nach Deinem Alter).

Es ist keine Schande, zum Psychiater zu gehen - das machen Deine Lehrer bzw. Arbeitgeber auch! Vielleicht kann Dir der Hausarzt (oder Kinderarzt) eine Psychiater/in empfehlen?

Beim Psychiater gibt es eine gründliche Diagnose und Tabletten, bei einer Therapeut/in kannst Du über Deine Probleme sprechen. Am besten wirkt eine Kombi aus beidem. Wenn Du weiblich bist: Geh zu einer Therapeutin, das hilft erwiesenermaßen besser.

Beim Patiententelefon der Kassenärztlichen Vereinigung bekommst Du den Namen von Therapeutinnen, die Plätze frei haben. Dort kannst Du ohne Überweisung hingehen. Ich empfehle eine Verhaltenstherapie, die wirkt schneller. Gute Besserung!

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Eine Zwangsstörung ist etwas anderes, wenn du beispielsweise zwingend x mal den Schlüssel im Schloss drehst oder gefühlte 1000 mal die Hände wäschst usw.

Aber das was du beschreibst kenne ich auch. Genau das selbe...

Leider habe ich auch noch kein Mittel dagegen gefunden :(

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Kommentar von Apfelsosse
04.03.2016, 13:01

Ich mein es ist doch auch sowas in der Art. Immer wieder bei 0. Immer wieder sich mutmachen. Mut verlieren. Und so weiter. Selten Fortschritte bei "Was auch immer" und die Jahre ziehen vorbei.

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Kommentar von Sidartha
04.03.2016, 13:16

Bei Depressionen ist das "morgens schlecht, abend besser" sehr oft vertreten.

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wie schon jemand schrieb: ganz eindeutlig keine zwangsstörung, da Zwangshandlung oder zwangsgedanken fehlen.

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Ich glaube nicht, dass es sich bei dem, was Du beschreibst, um eine Zwangsstörung handelt. - Falls Du Dir trotzdem unsicher bist, ob es nicht doch eine sein könnte, schau mal hier: http://dr-elze.com/zwangsgedanken

Was Du erlebst, kenne ich - in geringerem Ausmaß - auch, nur umgekehrt. Ich bin morgens zuversichtlich und hochmotiviert, und fühle mich abends klein und traurig. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich ein ausgeprägter Morgenmensch bin. Weil ich es an sich nicht ändern kann, lege ich daher alle wichtigen Tätigkeiten nach Möglichkeit auf den frühen Vormittag. Da gehen sie mir viel leichter und schneller von der Hand. Abends, so um die Zeit, wo ich mich gewöhnlich "klein und traurig" fühle, lege ich mich sehr früh schlafen. Auf diese Weise komme ich eigentlich ganz gut damit zurecht.

Vielleicht bist Du einfach ein sehr ausgeprägter Abendmensch, und es hilft Dir, morgens möglichst lange auszuschlafen und dafür alle wichtigen Tätigkeiten abends zu erledigen, wo Du gut drauf bist.

Wenn nicht, könntest Du überlegen, ob es vielleicht daran liegt, dass Du schlecht oder zu wenig schläfst - dann fühlt man sich ja morgens auch unwohl und leicht entmutigt.

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