Meine beiden Kinder (Edda 4Jahre und Paula 21/2 Jahre sind arg süß und arg wissbegierig, ich komme mir von Tag zu Tag etwas blöder vor, die Fragen klingen so einfach.... Könntet mir hier jemand freundlicherweise bei den Fischen helfen (Pferde, Hunde und Kanninchen... schaffe ich noch, habe gar keine Ahnung von Fischen, Paula liebt aber nun mal Fische und was sie interessiert steht in keinem Fachbuch!?

Du hast nicht gelogen, aber ich wäre gerne dabei, wie Du das hier den Kurzen erklärst;-): http://de.wikipedia.org/wiki/Urin#Fische

Nun, erst mit dem Verlassen des Wassers wurde es für Lebewesen erforderlich, mit Körperflüssigkeit haushälterisch umzugehen.
Urin ist nichts anderes als ein Konzentrat der Schadstoffe, um so wenig Flüssigkeit wie möglich zu verlieren, wenn diese ausgeschieden werden.
Fische haben dieses Problem nicht, da sie im Wasser leben. Daher produzieren sie auch keinen Urin.
(Wale u.ä. leben zwar auch im Wasser, hatten aber bereits die entsprechende Vorrichtung, als sie dorthin zurückkehrten. Die machen das also.)
strick4a am 25. Dezember 2007 22:25 Diese Antwort macht einen Sinn! DH
knetartpunktde am 25. Dezember 2007 22:41 Obwohl im von koira1975 angeführten Link etwas andere Fakten zu finden sind, gefällt mir deine Antwort. Ab jetzt trinke ich wieder Wasser.
strick4a am 25. Dezember 2007 22:52 das macht auch Sinn.Es macht eigentlich alles Sinn.Es gibt nichts Sinnloses.Beachte die Ironie meiner Kommentare...sinnloser Sarkasmus der sich selber aufhebt....
knetartpunktde am 26. Dezember 2007 00:57 Mein obiger Kommentar war auf die Antwort von WolfRichter bezogen. Viel Spass weiterhin bei deiner Sinnsuche !

hab auch nen schönen link für Kinder gefunden: http://www.br-kinderinsel.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2003/00410/
Großartig!!! Toller Tip, -> arg lieben Dank!!! Das Problem ist immer,selbst wenn man eine Antwort hat, es so zu erklären, das nicht 5 neue Fragen entstehen, eben für Minis!!
medicangel am 27. Dezember 2007 00:15 ja das kenne ich... ;o),aber du scheinst eine tolle und liebe Mutter zu sein,ich kenne das leider auch anders wenn es darum geht Fragen von Kiddis zu beantworten.
Bei unseren Süßwasserfischen sieht man manchmal so schlierige Absonderungen, d.h. letztendlich wie warmes Wasser, das in kälteres gegossen wird, d.h. zumindest unsere pinkeln :-)

fische machen da sie sowohl nieren und blase haben auch pipi. aber wie das aussieht weiß ich nicht. vielleicht ist es darum wenn es nicht gründlich genug gereinigt wird auch etwas gelblich...

Grundsätzlich gehe ich davon aus, obwohl ich keine Enkel habe, Kinderfragen bergen häufig derartige Überraschungen, das man schon sprachlos werden kann.Tatsächlich ist es aber so, das auch Fische kleine Ausscheidungen sowohl als auch grosse Ausscheidungen haben.Aquarienfans haben damit das Problem des 12 wöchentlichen Wasserwechselns, welches auch andere Schadstoffe aus dem Wasser holt. Frischwasser dann verdünnt das alte Wasser, welches im Aquarium verbleibt. Der Mulm unten, teilweise im Kies ist Pflanzenabfall und eben Ausscheidungen der Fische und natürlich Futterreste. Aber ich denke Kinder werden mit den Antworten davor schon ausreichend informiert, wobei ich bei derartig kleinen Kindern eher davon ausgehe, sie wollten halt eine Frage loswerden, die nun mal auf den Lippen brennt. Denke die Flüssigkeit wird nicht so farblich wie die unsere sein, eher farblos. Bei Buntbarschen, die mit Rinderherz oder anderem festem teilweise Lebenfutter verwöhnt werden sollten, wird auch der Urin farblicher sein. Ich habe auch mal eine Ausscheidung bei Buntbarschen beobachtet, ist aber sehr lange her. Da muß aber das Wasser sehr frisch sein und die Scheiben auch sehr sauber und vor allem sehr gute Lichtverhältnisse herrschen. Alles Gute dann bei der Beantwortung. Viel interessanter ist die Beantwortung der Frage wie die Eltern ihre Kinder bei Maulbrütern erst eben ausbrüten, dann schützen!! Da gehts richtig zur Sache, vor allem die Beobachtung ist sehr empfehlenswert.

Um die Wikipedia zu zieren:
Das Ausscheidungsorgan der Fische ist eine modifizierte Urniere, Opisthonephros genannt. Die Urniere tritt bei Säugetieren nur vorübergehend beim Embryo auf. Das Nephron der Fische besitzt keine Henle-Schleife, die zur Konzentration des Urins benötigt wird. Deshalb können sie keinen hyperosmolaren Harn (größere Konzentration an gelösten Stoffen als im Blutplasma) produzieren. Bei einigen Fischarten (beispielsweise Seenadeln, Seeteufel, Austernfisch) sind nicht einmal Nierenkörperchen ausgebildet (aglomeruläre Niere), bei ihnen entsteht der Harn demnach nicht durch Ultrafiltration, sondern durch Sekretions- und Diffusionsvorgänge in den Nierenkanälchen. Die Funktion und Zusammensetzung des Urins ist abhängig vom Lebensraum. Bei Süßwasserfischen wird viel Urin gebildet und dient vor allem der Eliminierung von überschüssigem Wasser. Elektrolyte kommen bei Süßwasserfischen nie im Überschuss vor, im Gegenteil, hier erfolgt eine aktive Aufnahme von einwertigen Ionen über das Epithel der Kiemen. Bei Meeresfischen sind dagegen die Verhältnisse umgekehrt. Bei ihnen wird nur wenig und im Vergleich zum Blut isoosmotischer Urin gebildet. Durch das Leben im Salzwasser sind Elektrolyte bei ihnen stets im Überschuss vorhanden, ihre Eliminierung erfolgt aber nicht über den Urin, sondern über die Rektaldrüsen (Knorpelfische) oder das Epithel der Kiemen (Knochenfische). Der Harn dient bei Meeresfischen also nicht der Osmoregulation, sondern nur der Ausscheidung zweiwertiger Ionen (wie Mg2+) und von überschüssigem Stickstoff. Interessant sind die Verhältnisse bei Wanderfischen (anadrome und katadrome Fische), die einen Teil des Lebens in Süß-, den anderen in Salzwasser verbringen. Hier kann über Hormone die Richtung des Elektrolytaustauschs in den Kiemen umgeschaltet werden: Durch Kortisol wird zur Anpassung an Salzwasser die Abgabe einwertiger Ionen, über Prolaktin deren Aufnahme zur Anpassung an Süßwasser ausgelöst. Die Stickstoffverbindungen werden bei Knochenfischen zumeist über Ammoniak (Ammoniotelie) direkt über die Kiemen, bei einigen anderen Fischen, insbesondere bei den Knorpelfischen, auch über Harnstoff (Ureotelie) eliminiert. Zum Teil wird Stickstoff auch als Guanin in die Schuppen eingelagert, welches ihnen den metallischen Glanz verleiht. Eine Harnblase und Harnröhre fehlt den Fischen, die Harnleiter münden in den Enddarm.
Oh ja - ich auch....