Ich fühle mich schlecht, wegen der Dummheit in dieser Welt?

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31 Antworten

Die Welt ist nicht klüger oder dümmer als in früheren Zeiten. Neu ist aber das Digitalisierungszeitalter mitsamt den vielen Netzwerken, in denen Nutzer anonym ihre Ansichten darstellen.

Diese Anonymität enthemmt und wirkt sich auch auf den Alltag aus. Wo in früheren Zeiten extrem viele Filter die Oberhand hatten, da werden heute ziemlich ungefiltert mehr oder (meist) weniger zusammenpassende Denkgebilde dargestellt, die dann von anderen als "dumm" empfunden werden.

Weiterhin findet trotz oft gegenteiliger Medienmeldungen eine zunehmende Verhärtung sehr unterschiedlicher Gesellschaftsschichten statt, ohne daß dies jedes mal auf den ersten Blick erkennbar wird.

Andere Lebensgewohnheiten und Lebensbedingungen gehen auch mit anderen Ansichten, anderen Denkmodellen und anderen Denkfehlern einher. Daraus ergeben sich Inkompatibilitäten der Ansichten, die bei genügend hoher Inkompatibilität als "dumm" empfunden werden, ohne deshalb auch zwangsläufig dumm sein zu müssen.

Dennoch entsteht verstärkt der Effekt, daß sich Einzelne (überspitzt ausgedrückt) oftmals wie zurückgelassene Erdlinge auf einem Planet der Affen empfinden.

Ich meine, wenn wir nach einem bedeutsamen versteckten Übel suchen, dann werden wir am ehesten bei der extrem mangelnden Bereitschaft zum gedanklichen Hineinversetzen in andere uns ungewohnte Lebensumstände fündig und auch in der mangelnden Bereitschaft, die Dinge mehr als Gedankenspiele unter Zugrundelegung anderer Bedingungen zu betrachten anstatt als absolute So-ist-es-Angelegenheiten.

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Neutralis:

Ich gehe mal davon aus, dass Du Gründe hast, zu glauben (oder zu wissen), dass die meisten Menschen dumm sind. Du folgerst daraus, Du seist intelligent. Das kannst Du übrigens testen lassen, kostet ca. € 50.

Geh mal auf die Seite

https://www.mensa.de/

Das ist das (weltweite) Netzwerk der Hochbegabten. Da kannst Du dann Leute "auf Augenhöhe" kennenlernen... :)

Bei mir hat es nicht ganz gereicht, man muss 130 Punkte (Maximum: 145) erreichen, um Mitglied zu werden, ich hatte "nur" 119 (womit ich schon zu den 10% der Intelligentesten gehöre). Trotzdem hat der Test mir geholfen, weil mir dadurch klar wurde, warum mich so oft viele Leute nicht verstehen.

Wann der nächste Test in Deiner Nähe stattfindet (es gibt keine Altersbeschränkung), findest Du auf dieser Webseite (oben).

Nun zeig mal, was Du drauf hast und jammer hier nicht über "zu viele dumme Menschen" - versuch, die Klugen zu treffen. Es sind eben nur wenige...

Carpe diem! :)

P.S.: Die intellektuelle Intelligenz (IQ) ist leider nur ein kleiner Teil des Lebens. Noch viel wichtiger ist die emotionale Intelligenz, auch EQ genannt. Daran scheint es Dir ein wenig zu mangeln, beschäftige Dich also bitte auch mit dem Thema. :)

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Dazu müsstest du Dummheit ein wenig näher definieren.

Meinst du Dummheit im Sinne von zu wenig wissen, oder im Sinne von Etwas gegen besseren Wissens zu tun?

Gegen das Erstere könntest du etwas tun indem du selbst zur Aufklärung in verschiedenen Dingen beiträgst, oder dein eigenes Wissen weitergibst, vermittelst.

Gegen Letzteres fürchte ich, kannst du nur, wenn überhaupt, bildlich gesprochen Millimeterweise vorankommen. Da habe ich leider auch noch kein Rezept gefunden.

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Es ehrt Dich natürlich sehr, dass Du so besorgt bist um den Zustand und die Fähigkeit meines Gehirns und meines Verstandes.

Wenn ich aller von der weiterhin bestehenden Gültigkeit der alten Volksweisheit ausgehe, nach der man "Zuerst vor der eigenen Haustür kehren soll" sehe ich mich außerstande Deine uneigennützige Haltung anzunehmen und bitte Dich sehr, Dich zunächst Deiner selbst anzunehmen.

Vielen, vielen Dank.

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Kommentar von Neutralis
29.09.2016, 11:57

Bitte sei nicht beleidigt, ich kenne dich nicht einmal und wage nicht über deibe Intelligenz zu urteilen. Auch dein 13-zeiliger Text (auf meinem Handy) lässt keinerlei Dummheit erkennen, ich habe also Hoffnung, denn das gelingt nicht jeden.

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Was tatsächlich hilft ist eigene akademische und vor allem soziale Intelligenz.

Die eigene akademische Intelligenz lässt einen erkennen das Wissen relativ zu seiner Umwelt ist und man niemals alles Wissen und überblicken kann. Die soziale Intelligenz ergibt einem die Möglichkeit andere Menschen mit ihren Stärken und vor allem ihren Schwächen zu akzeptieren und respektieren.


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Kommentar von Neutralis
29.09.2016, 11:45

Ich rede ja nicht vom Wissen, sondern von der Intelligenz. Man merkt ob jemand gebildet ist und Intelligenz hinter der Fassade steckt oder eben nicht.

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Ich kenne das, zwar nicht mit Dummheit, denn niemand kann etwas die Intelligenz die er geerbt hat aber wenn ich darüber nachdenke wie viele primitive Personen es gibt die ihre fast schon animalischen Verhaltensweisen und ihren Hang zu Gewalt einfach an anderen Menschen auslassen dann werde ich sauer, jedes mal wenn ich Gruppenzwang sehe, Alphakevins, Machoverhalten, diese primitive einen auf harter Kerl zu tun (bei Mädchen auf Klischeee weiblich zu tun) und ganz besonderst wenn ich sehe wegen welcher Nichtigkeiten manche zu Gewalt greifen dann denke ich mir nur ich bin im falschen Film gelandet, das regt mich einfach nur auf

Aber ich sag mir dann immer, das ich mir mein Leben nicht wegen solcher Leute mit Stress beladen muss und in meiner Klasse sind zum Glück nur wenige so

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Ich weiß was du meinst. Ich kenne das sehr gut, weil ich auch oft das Gefühl habe, "dummen" Menschen zu begegnen. 

ABER: (und das ist der entscheidende Punkt) Nur weil sie auf dich dumm wirken, heißt es nicht, dass es deswegen Leute sind, die nix drauf haben. 

Ich bin auch mal einem Mädchen begegnet und musste mich zusammen reißen nicht dauernd die Augen zu verdrehen, weil mich ihre "dumme" Art aufgeregt hat. Bis wir mehr ins Gespräch gekommen sind und ich gemerkt habe: Okay, die hat es weder mit logischem Denken noch mit langfristigem Denken, aber sie ist ein verdammt gütiger Mensch, der niemanden verurteilt. Ich konnte ihr Sachen sagen für die ich mich verurteilt habe und sie hat mich nicht einmal kritisiert und hat mir nur Mitgefühl entgegen gebracht. 

Daraus lerne ich: Ich war schlauer als sie und konnte weiter denken. Aber sie war diejenige die nicht (wie ich damals) herumgelaufen ist und alle kritisiert und verurteilt hat.

Sowas wiegt sich aus. Es gibt keine perfekten Menschen. Wir "Denker" werden nie die tollen Menschen sein die emotionalen Bestand leisten können, und die "Emotionalen" werden nie die sein, die länger in die Zukunft denken. Dafür haben beide unglaublich wertvolle Fähigkeiten.

Also: Augenhöhe bewahren! Niemand ist perfekt.

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Dass diese Menschen Dir begegnen, lässt sich vielleicht nicht (ganz) vermeiden - aber deswegen musst Du sie ja nicht alle auch kennenlernen!

Somit verstehe ich Deine Verzweifelung nicht ganz.

Ab und an rutscht mir auch eine Bemerkung raus, so in der Richtung "Bin ich denn wirklich nur von Idioten umgeben?"

Aber nach kurzem Ärger über diese Menschen, die entweder nicht nachdenken können oder schlicht zu faul dazu sind, folgt dann bald ein Schulterzucken und Kopfschütteln - und weiter geht´s.

Don´t worry.
Mach es einfach besser.

Grüße, ----->

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Nennt sich Koutophobie. Abgeleitet vom griechischen κουτός (dumm). Wird meist durch eine Infektion mit Arroganzioviren ausgelöst und gehört zu der Gruppe der Anthrophobien.

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Ich fühle mich schlecht, wegen der Dummheit in dieser Welt?



[Bitte nicht löschen, ich weiß es hört sich dämlich an, aber ich meine es ernst und brauche Hilfe] 


Das scheint so zu sein; dafür gibt es Fachärzte!




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Das Phänomen der "Massenverblödung" ist relativ neu. Quasi parallel entstanden mit sozialen Netzwerken. Durch die vorhandene Anonymität ist es Menschen möglich, weitestgehend ohne relevante Konsequenzen Inhalte von sich zu geben. Ich finde, hier muss man allerdings entscheiden: Inhalte, die inhaltlich falsch bzw. unvollständig sind (bezogen auf fachspezifische Inhalte) und Inhalte, die Standpunkte darstellen, mit denen sich der Leser nicht identifizieren kann/möchte.

Im ersten Fall ist ziemlich einfach zu beurteilen, dass die Anonymität ein großer Schutzschild ist. Wenn wir das mal mit der Realität vergleichen: Die meisten Menschen (auf gut deutsch) halten einfach ihre Klappe, wenn sie nichts zu einem Thema beitragen können. Meistens aus Angst, dass man als "dumm" abgestempelt wird. Im Netzt ist das komplett anders, ich bin mir sicher, auch du hast mal einen Beitrag kommentiert, zu dem du nicht 100%-ig eine konstruktive Antwort geben konntest. Das ist nicht wirklich "dumm" sondern eher menschlich. 

Beim zweiten Fall kann so ziemlich alles auf einen "dumm" wirken, mit dem man sich nicht identifizieren möchte oder kann. Ich muss zum Beispiel zugeben, dass ich (und ja... ich oute mich hier ein wenig, aber ihr kennt mich eh nur unter "Galdur" :p) Menschen, die die AfD rein aus Protest zur aktuellen Politik wählen, als dumm bezeichne.

Gruß, euer anonymer Galdur :p

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Dein subjektiver Eindruck ist ein Stück weit nachvollziehbar. Dein Verstand sucht aber offensichtlich nach Bestätigung für Deine Haltung und nicht nach inhaltlicher Auseinandersetzung, auch hier. Nach dem Motto: Die Anderen sind doch unerträglich dumm, oder? Ich hab doch recht, oder?

Allein der Begriff "Dumm" ist überhaupt nicht allgemein definierbar und lediglich ein emotional geladenes Konstrukt mit dem Zweck der Fütterung des eigenen Egos durch die Herabwürdigung Anderer.

Du sitzt auf dem Hügel Deiner Hypothese und verteidigst ihn mit gezückten Waffen anstatt die vielen Anzeichen sehr lebendiger Intelligenz zu sehen, INNERHALB dessen was Du nach Deinem Wertesystem als dumm definierst.

Such nach Intelligenz und nicht nach Dummheit und fang IMMER mit einem Blick in den Spiegel an, sonst ist alles Andere was dann folgt wertlos.

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Kommentar von Neutralis
29.09.2016, 12:18

Aber seien wir doch mal ehrlich. Sie widersprechen sich, behaupten etwas, was ein Paradoxon dastellt und lesen nicht mal das was ich schreibe (Bezogen auf die Leute hier, in den Kommentaren). Wie soll man das sonst nennen, wenn nicht Dummheit ?

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"Die meisten Menschen würden lieber sterben als denken und in der Tat, sie tun es."

Bertrand Russell (engl. Mathematiker und Philosoph)

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Kommentar von Bambi201264
29.09.2016, 12:16

Made my day XD

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vielleicht bist Du einfach zu dumm, die Intelligenz der anderen zu erkennen. Denk mal in dieser Richtung nach.

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Kommentar von Neutralis
29.09.2016, 11:43

Nein bestimmt nicht, ich schätze intelligente Leute, sodass ich probiere ein wenig Intelligenz in jeden zu fibden. Trotzdem danke für den Denkanstoß.

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Als ich jung war, vom Beginn der Pubertät bis Anfang Zwanzig, hatte ich ab und zu auch solche Anwandlungen. Doch mit der Zeit lernt man hinzu, zumindest die Intelligenten. ;-))

Ich habe z. B. gelernt, dass ich mit dieser Einstellung und mit dieser Sicht schon den ersten Schritt auf dem Weg zur Dummheit gemacht habe. Denn alle anderen für dumm zu halten, birgt nicht nur die Gefahr, sich selbst eklatant zu überschätzen, sie verhindert auch kritische Selbstreflexion und die Möglichkeit zu lernen und sich zu entwickeln.

Übrigens macht es viel mehr Spaß, wenn andere der Meinung sind, man sei klug und intelligent, als wenn man diese Meinung über sich selbst exklusiv hat.

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was verstehst du unter DUMM?

Jeder hat Stärken und Schwächen, bei manchen muss man halt genauer nach den Stärken suchen... als Lehrerin kann und will ich nicht dulden, dass Menschen mit eingeschränkten geistigen Fähigkeiten diskriminiert werden, weil sie oft viiiel mehr Fleiß aufzuwenden im Stande sind als andere, denen alles in den Schoß fällt.

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....lerne ich so viele dumme Menschen kennen, dass es mich wirklich krank macht.

Das verstehe wer will, ich auf keinen Fall!

Es liegt doch an dir, stellst du fest, dein Gegenüber ist nicht in der Lage dir das Wasser reichen zu können, mußt du dich dann mit demjenigen auf eine Stufe stellen, dich runter ziehen lassen?

Dir darauf noch mehr zu antworten wäre vergebene Liebesmüh, denn PeVau hat mir aus dem Herzen gesprochen und aus dem Grund habe ich meiner Antwort nichts weiteres mehr hinzu zu fügen!

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Ich bin sicher, dass du  viele Dinge nicht tun kannst, die aber ein - in deinen Augen "dummer" Mensch sehr gut machen kann.

Dumm ist ein Mensch nur, der nicht unterscheiden kann, dass Bildung und Intelligenz gar nichts - aber auch rein gar nichts miteinander zu tun hat.

Des weiteren rate ich dir, dich in Toleranz zu üben und von deinem hohen Ross zu steigen.

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Kommentar von Neutralis
29.09.2016, 11:42

Das Bildung und Intelligenz was unterschiedliches sind, ist ebenfalls Wissen und Bildung. Wenn du daran fest machst ob jemand dumm ist oder nicht, machst du es an ihrer Bildung fest, was dir selber widerspricht und somit ein Paradoxon darstellt.

Meine Toleranz ist hoch, ja wirklich, ich toleriere so vieles, nur die Dummheit nicht 

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