Frage von AliiBambus, 48

Ich fühle mich schlecht und hab psychische Probleme?

Ich fang vielleicht von vorne an, bevor ich zu meiner Frage komme: (Entschuldigt, wenn es teils etwas durcheinander klingt)

Ich hab bis vor 2 Monaten ein halbes Jahr meine Demenz-kranke Oma gepflegt, d.h. ich hab ihr jeden Tag Essen gemacht und bin mehrmals am Tag zu ihr gekommen. Klingt nach nichts besonderes, aber ich hab dadurch ziemliche psychische Probleme bekommen. Ich war jeden Tag müde, hab mich leer gefühlt und war mit allem fertig. Ich hab mehrmals in der Woche in meinem Bett gelegen und war nur am Heulen Es hat mich sehr belastet , ich musste zum Teil Fäkalien an ihren Fingern abwischen, da sie Demenz-krank ist und solche Sachen gemacht hab, aber ich will nicht weiter drauf eingehen. Da wir zu der Zeit keine andere Möglichkeit hatten, hab ich meinen Eltern nichts gesagt und es durch gemacht. Dann ist noch meine Patentante gestorben, die für mich eine sehr wichtige Bezugperson war. Ich hab es akzeptiert, dass sie tot ist, aber es war auch ziemlicher Einschnitt. Glücklicherweise ist meine Oma jetzt aber im Altenheim und ich muss mich nicht mehr darum kümmern.

Dann hab ich vor 2 Monaten mit einer Ausbildung als medizinische Fachangestellte begonnen und hab mich darauf gefreut, weil es was neues war und mich von dem ganzen Scheiß ablenken sollte. Jedoch hab ich dort auch Probleme. Ich kann mich öfters schlecht konzentrieren und mir passieren deshalb des öfteren Fehler und ich fühle mich dann ziemlich schlecht. Ich hab nicht wirklich richtigen Anschluss in der Praxis gefunden. Es ist nicht so, dass man mich offen hasst, aber ich werde schon ausgegrenzt und ich fühle mich doch recht allein dort. Es gibt Tage, da wache ich auf und könnte heulen weil ich auf die Arbeit muss und ich Angst hab, dass ich schon wieder etwas falsch mache. Mir macht die Arbeit an sich Spaß, da ich mich gern um andere Menschen kümmere, aber dadurch dass ich aufgrund meiner Unkonzentriertheit Fehler mache, die auch Folgen mit sich ziehen (keine lebensgefährliche), ich keinen richtigen Anschluss finde und wir gerade unterbesetzt sind und daher im Stress sind, macht mir das dann doch nicht mehr Spaß und ich zähle die Stunden, bis ich raus kann aus der Praxis.

Außerdem fühle ich eine ''Dunkelheit'' in mir drinnen die ich mal mehr und mal weniger spüre, ich fühle mich zwar nicht immer schlecht, vor allem wenn ich mit meinen Eltern und meinen Freuden zusammen bin. Da fühl ich mich meistens glücklich und frei.

Dabei bin ich eigentlich eine ganz glückliche Person, die ziemlich aufgeschlossen ist und gerne lacht, aber ich weiß einfach nicht was mit mir ist, ich versuche auch alles um die ganzen schlechten Gefühle zu vergessen, was aber nicht immer klappt.

Jedenfalls so ist größtenteils meine Situation. Ich weiß nicht was ich machen soll. Manchmal will ich alles schmeißen, aber andererseits will ich nicht so schnell und leicht aufgeben, nur weil ich mich schlecht fühle. Wozu könntet ihr mir raten?

Antwort
von Olchi100, 24

Hallo,
erstmal tut es mir sehr Leid mit deiner Patentante.
Ich kann dich verstehen.
Ein Mensch hat manchmal solche Phasen, dann denkt man sich erstmal, das hört bestimmt gleich auf, aber es kommt immer wieder.
Man fühlt sich alleine mit seinen Problemen, ist schlecht drauf und könnte nur noch weinen.
Lass dich nicht von deinem Körper fertig machen und gehe ihm aus den Weg.
Unternimm öfter was mit deinen Kollegen, sprich mit einer guten Freundin über dein Problem, aber lass es dir nicht zum Verhängnis werden.
Wie schon gesagt: Das ist normal.
Dass mit deiner Oma scheint dich auch sehr emotional gemacht zu haben.
Also nimm Abstand von den traurigen Dingen und ,,gönn dir eine Pause".
Vielleicht kannst du dir ja mal Urlaub nehmen.
Viel Glück

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