Frage von prinzessinperli, 53

ich frage mich wie es rechtlich aussieht zum thema schwerbehinderung von 80% und dem arbeitsweg bei schnee?

ich müsste von zuhause zum bus laufen, das sind ca 15-18 min. ich trage eine orthese und habe ein krücke dabei. wenn es draussen vollgeschneit ist,gehe ich ungerne auf die strasse. die gefahr auszurutschen und mir das andere bein zu brechen ist zu groß. brauche ich dann bei fehlzeiten ein attest vom arzt? gibt es möglichkeiten dass ein taxi gezahlt wird ?? ich bin zu 80% schwerbehindert und habe das merkzeichen B im ausweis....

Antwort
von kiara36, 22

Schwerbehinderte mit einem Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "aG", "BI" und "H" haben einen Anspruch auf Übernahme der Taxikosten durch die Krankenkasse zur Arbeit. 

Du brauchst bei Fehlzeiten immer

Eine Kopie des Schwerbehindertenausweises zusammen mit dem Antrag an die Krankenkasse schicken.
Sobald die Krankenkasse die Fahrten genehmigt hat, bezahlt man nur noch den gesetzlichen Eigenanteil - wie bei Heil- und Hilfsmitteln.

Jedoch kann es hinderlich sein, das lediglich von den Wetterverhältnissen abhängig zu machen.

Jeder nimmt das Wetter anders wahr und ich kann mir nicht vorstellen, das es gesetzlich irgendwo verankert ist - "nur" bei erschwerenden Witterungsverhältnissen (wo fängt es an - wo hört es auf) Anspruch auf ein Taxi zu haben.

Vielleicht kannst Du bei einer/m Kollegin/en mitfahren?

Kommentar von prinzessinperli ,

genau, das sieht eben jeder anders...

mitfhren kann ich leider nirgendwo. und sonst komme ich auch immer gut hin. es ist nur eben bei der glätte da ich einfach keinen halt habe.... und dazu einfach angst zu laufen...

schwieriges thema. hab das hier mal bei einer kollegin angesprochen und si kam mmir mit dem satz ' leg dir doch einfach einen rollator zu' ähm...ja ohne worte!

Kommentar von kiara36 ,

Da Du B hast, hast Du doch sicherlich ein H? Oder?

Antwort
von eulig, 24

hierzu solltest du dich mal mit deinem Rententräger in Verbindung setzen bezüglich Teilhabe am Arbeitsleben.

eine Krankmeldung aufgrund von Witterungsbedingungen ist nicht möglich. auch kein Attest aufgrund von Gefahren und Eventualitäten die passieren könnten.

Antwort
von Welfenfee, 23

Das die Kosten für den Weg zur Arbeit von der Krankenkasse bezahlt werden würde, halte ich für ausgeschlossen. Selbst wenn Du das Merkzeichen "G" hättest, so müsstest Du selber schauen, wie Du zum Bus kommst. Das "B" in Deinem Ausweis steht für Begleitung und somit wäre die Busfahrt für Deinen Begleiter kostenlos, doch Du könntest zur Hälfte des regulären Preises fahren.

Vielleicht rufst Du mal beim Landschaftsverband an und fragst dort, ob es da irgendeine Möglichkeit gibt oder Du redest mit Deinem Arbeitgeber. Vielleicht kann Dich ja ein Arbeitskollege abholen, wenn Dein Zuhause auf dem Weg liegt oder er hat eine andere Lösung.

Schnee stellt keinen Grund für eine Krankschreibung dar, doch könntest Du versuchen Deine Angst in den Vordergrund zu stellen, doch natürlich müsstest Du dann auch zum Arzt gelangen und wie willst Du dann dorthin kommen?

Es ist leider so, dass es Deine Privatsache ist, wie Du zu Deiner Arbeitsstelle gelangst und wenn Du aus irgendeinem Grund dort nicht hinkommst, dann wirst Du wohl zum Amt gehen müssen und Deine Arbeit aufgeben. Es ist merkwürdig und kaum zu verstehen, doch so sind die Vorschriften.

Ich hoffe mal, dass es diesen Winter kaum Schnee geben wird und vor allem auch kein Eis, denn das ist wesentlich gefährlicher und rutschiger als Schnee.

Kommentar von prinzessinperli ,

also wenn ich zum arzt gehe und dem dort erzähle dass ich in der früh wegen schneechaos nicht in der lage war meinen arbeitsweg anzutreten und nun ein attest brauche dann bin ich mir 1005 sicher es zu bekommen :D dorthin könnte man sich schliesslich fahren lassen wenn jemand mit auto zeit hat. meine frage ist eher ob ich das MUSS oder ob ein anruf genügt. wen ich mir auf dem arbeitsweg die knochen breche und ewigkeiten ausfalle siehts denke ich nicht rosig aus für meinen chef

Kommentar von Welfenfee ,

Da solltest Du wohl mit Deinem Chef reden und auch sicherheitshalber in Deinem Vertrag nachschauen und wenn er Dir gegenüber eine andere Aussage trifft, dann sorge dafür, dass zumindest ein neutraler Zeuge seine Aussage mitbekommt oder fixiere das schriftlich.

Wie lange arbeitest Du dort oder wurdest Du mit Deiner Behinderung so eingestellt? Dein Chef bezahlt Deine Leistung und vielleicht kannst Du Dir dann ja an diesen Tagen Urlaub nehmen.

Kommentar von Weichloeter ,

wenN ich mir auf dem arbeitsweg die knochen breche und ewigkeiten ausfalle siehts denke ich nicht rosig aus für meinen chef

wenn jeder AN diesem argument folgen würde, würde keiner mehr im winter zur arbeit gehen.. allgemeines lebensrisiko,meine ich.

Kommentar von Welfenfee ,

Dann ist es ja auch so, dass z.B. bei der Feststellung, ob Du ein "G" bekommst Deine Wegefähigkeit auf ebenem Grund ermittelt wird. Selbst wenn Du bergig wohnst und vielleicht dort wesentlich weniger laufen kannst, so spielt es keine Rolle und Du wirst kein AG erhalten. Deine persönlichen Lebensumstände interessieren nicht!

Antwort
von Hexe121967, 34

sprich mit deiner krankenkasse ob in solchen fällen ein taxi bezahlt wird.


 

Kommentar von eulig ,

die Krankenkasse ist hier der falsche Ansprechpartner, da es um den Job geht und nicht um Arzttermine.

Kommentar von Hexe121967 ,

aber die müsste doch letztendlich die taxikosten tragen.

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