Ich finde widersprüchliche Aussagen zum Pfeifferschen Drüsenfieber...wer kennt sich aus?

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6 Antworten

Es stimmen beide Aussagen.

Pfeifersches Drüsenfieber oder auch Epstein-Barr ist wie der Herpes-Virus ein sogenannter DNA-Virus. Sprich der Virus besteht aus DNA und kann sich verkapseln und so schlummernd im Körper bleiben. Solche Viren können nicht generell "besiegt" werden, wie zum Beispiel ein Grippevirus, bei dem der Körper einmal Abwehr bildet, die Viren mittels dieser und anderen Schutzmechanismen tötet und gut ist, sondern der Virus bleibt aufgrund seiner Struktur im Körper und geht nur in eine Art Schlafzustand über.

Man kann sich nur ein Mal in seinem Leben mit diesem Virus anstecken, aber wie beim Herpes-Virus, kann er bei geschwächter Immunabwehr jederzeit in den entzündlichen und damit auch in den reaktiven Bereich gelangen, wodurch die Krankheit erneut ausbricht. Wenn man den Virus ein Mal hat, bleibt er im Körper.

Da der Virus wie gesagt nicht besiegt werden kann, sind Biopillen dagegen nicht wirklich wirksam. Das einzige was diese Pillen tun könnten, wären die Immunabwehr zu stärken, um den Virus vom entzündlichen oder reaktiven Bereich zurück in den "Schlummerzustand" zu drängen.

Das Problem mit dem Pfeiferschen Drüsenfieber ist auch, dass er nur bei Erstansteckung ausbricht, jedoch bei Kindern, die den Virus oft von ihren Eltern bekommen (der Virus wird unter anderem via Speichel übertragen, deshalb auch der beliebte Name "Kussfieber"), oftmals unauffällig verläuft – so wie viele die Windpocken hatten ohne wirklich davon zu wissen, weil das Krankheitsbild unauffällig verlaufen ist. Je später man den Virus allerdings bekommt (sprich Erstansteckung), desto heftiger bricht er zumeist aus. Da ca 80% den Virus bereits in sich tragen, ist da eine Ansteckung im jugendlichen Alter eben wegen der ersten Kusserfahrungen sehr häufig, und dann bricht der Virus auch meistens aus. 

So hoffe, das war jetzt einigermaßen verständlich erklärt :)

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Kommentar von waldheiny
07.12.2015, 08:55

Sachlichkeit genauso wie ich sie liebe!

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Achtung, Laienwissen...

Also zunächst mal sehe ich keinen Widerspruch, denn für mein Gefühl wurde durch den Heilpraktiker keinesfalls eine erneute Infektion verlässlich festgestellt. Zudem kann es sein (so mein Wissen), dass sich die Auswirkungen dieser Art von Infektion eben auch über viele Monate hinstrecken kann (ich hatte damals schon einige Wochen damit zu tun...) und der Erreger an sich ja ohnehin lebenslang im Körper bleibt.

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es kann wiederkommen aber dann in einem deutlich schwächeren verlauf... bei erstmaligen krankheitsverlauf gehen da schon mal 3-4 wochen für die genesung drauf... ich war damals 3 wochen mit apetitlosigkeit, schüttelfrost, halsschmerzen, fieber, und unnormalen schwitzen (2 mal in der nacht umgezogen weil total nass) im bett gelegen... 


gängige behandlung sind abwarten udn symptome behandeln (fieber, schmerzen)

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kann mehrmals auftreten, nur 1mal ist veraltete annahme

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Es können alle Infektionskrankheiten auch 2 x auftreten, wenn sie entweder nicht richtig ausgeheilt wurden oder nur ganz leicht - oft sogar  unbemerkt - auftraten (z. B. durch Antibiotika-Resistenz).

Früher wurde nicht so viel mit Antibiotika behandelt, eine Krankheit wurde richtig auskuriert und der einmal Erkrankte dadurch in der Regel immun.

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