Ich erhielt eine Strafanzeige da eine Person BEWUSST einige Falschaussagen vor Amtsgericht unter Eidesstattlicher Erklärung gegenüber mir tätigte. Was nun?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Du kannst diese Person natürlich wegen einer falschen eidesstattlichen Versicherung anzeigen.

Nach § 156 StGB macht sich derjenige strafbar, der vorsätzlich eine falsche eidesstattliche Versicherung bei einer hierfür zuständigen Stelle. Dies wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

§ 156  StGB - Falsche Versicherung an Eides Statt

Wer vor einer zur Abnahme einer Versicherung an Eides Statt zuständigen Behörde eine solche Versicherung falsch abgibt oder unter Berufung auf eine solche Versicherung falsch aussagt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

https://dejure.org/gesetze/StGB/156.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn die Falschaussage belegbar ist sollte das ja kein Problem sein.
Geh zum Anwalt und der regelt den Rest.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich möchte diese Person strafrechtlich belangen!

Das ist Aufgabe des Staatsanwaltes, der sich der Sache annehmen wird, wenn sich in dem Dir bevorstehenden Strafverfahren herausstellen sollte, daß die Aussage an Eides statt nicht den Tatsachen entsprochen hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wissensstand
03.05.2016, 11:33

Vielen Dank für die Antwort. Das mit ihrer Strafanzeige ist klar, wird wohl verhandelt werden.

Da die Dame aber PARALLEL dazu beim Amtsgericht eine Verordnung nach dem Gewaltenschutzgesetz durch eine EIDESTATTLICHE Falschaussage erwirkte, sollte ich wohl vor diesem Gericht einen Strafantrag stellen?

0

Ich persönlich mag überhaupt nicht diese pauschalen Aussagen wie z.B.:

- Frag einen Anwalt

- Steuerberater sind teuer

- Sozialarbeiter helfen grundsätzlich

- Mütten sind das Beste für ein Kind...

Hier rate ich aber schon zu einer Rechtsberatung. Schön bei einem Gesspräch mit Juristen ist doch, dass klipp und klar die Fakten auf den kommen (sollten) und dir jemand ganz nüchtern seine Sicht der Dinge darlegt.

Hier liegt für mich der große Vorteil. Der Jurist hat keinen Grund, dir an die Wäsche zu wollen. Allerdings, dass Gericht etc. auch nicht.

Stellenweise ist der Blick von außen einfach Goldstaub wert und die Selbstreflektion ist mitnichten die Stärke vieler Menschen.

Hoffe geholfen zu haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung