Frage von floridamaus, 153

ich brauche Hilfe ich weiß nicht was ich tun soll wer hat Antworten?

Hallo ich habe da mal eine Frage und zwar wurde ich nach 25 Jahre fristlos gekündigt, da auch ein Betriebsratsmitglied gegen mich ausgesagt hat. Eigentlich sind Betriebsratsmitglieder ja von den Arbeitnehmern gewählte Vertreter und ich würde gern wissen, ob diese als solches gezwungen werden können auch gegen einen Arbeitnehmer auszusagen oder ob sie damit nicht gegen das Betriebsverfassungsgesetz verstossen, als gewählte Vertreter der Arbeitnehmer.

Antwort
von TimmyEF, 17

Auch Betriebsratsmitglieder sind "käuflich". Der Betriebsrat muss vor einer Kündigung angehört werden und abwägen ob die Kündigung gerechtfertigt ist oder nicht. Gleichzeitig darf aber auch der Betriebsfrieden nicht gestört werden wenn eine Kündigung unabdingbar ist, der Betriebsrat aber gegen die Kündigung ist.

Kommentar von Familiengerd ,

Auch Betriebsratsmitglieder sind "käuflich".

Und was willst Du mit dieser unberechtigt pauschalen Unterstellung in diesem Fall hier konkret behaupten?!?!

Kommentar von TimmyEF ,

Ich denke da an VW.....

Kommentar von Familiengerd ,

Ja, da hat es schlimme Verfehlungen gegeben, wie sie aber leider auf allen Ebenen, in allen Bereichen und gesellschaftlichen Schichten in größerem (wie bei VW) oder kleinerem Maßstab vorkommen.

Das erlaubt aber absolut keine solche pauschale Behauptung, wie Du sie hier aufgestellt hast und die alle die korrekt und mit Engagement arbeitenden Betriebsratmitglieder diskreditiert.

Aber vielleicht hast Du es auch nicht so allgemein-pauschal gemeint ...

Antwort
von AnReRa, 10

Was hat den 'Betriebsratsmitglied' mit der Wahrheitspflicht zu tun ?

Natürlich hat ein Betriebsratsmitglied eine bestimmte Schweigepflicht.



Besondere Schweigepflichten


Betriebsratsmitglieder haben außerdem Stillschweigen zu wahren, wenn sie in dieser Eigenschaft Kenntnis erlangen über



persönliche Verhältnisse der Arbeitnehmer, die ihnen im Rahmen
personeller Maßnahmen bekannt geworden sind und die ihrem Inhalt nach
einer vertraulichen Behandlung bedürfen (§ 99 Abs. 1 S. 3 BetrVG, § 102 Abs. 2 S. 5 BetrVG).
Gespräche zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern zur Erläuterung des
Arbeitsentgelts, zu denen Betriebsratsmitglieder auf Wunsch des
betroffenen Arbeitnehnmers hinzugezogen werden (§ 82 Abs. 2 S. 3 BetrVG).
den Inhalt der Personalakte, in die z. B. ein Arbeitnehmer in Anwesenheit eines Betriebsratsmitglieds Einsicht nimmt (§ 83 Abs. 1 BetrVG).
betriebsratsinterne Angelegenheiten, soweit durch deren Bekanntgabe
die Funktionsfähigkeit des Betriebsrats ernstlich beeinträchtigt würde
(BAG v. 5.9.1967 - 1 ABR 1/67).

Worum geht es denn ?

Hast Du z.B. dem Betriebsrat gegenüber einen Diebstahl zugegeben, so darf der Betriebsrat das nicht decken, weil er sich sonst der Mitwasserschaft schuldig macht ...

Antwort
von floridamaus, 13

Erstmal vielen Dank für eure Antworten und ganz ehrlich ich habe keine Ahnung was ausgesagt wurde, sondern nur das ausgesagt wurde.

Zum Hintergrund, ich trinke jeden Morgen mit diesem Mitglied Kaffee und in diesen Rahmen treffen wir uns in der Kaffeeküche. Es kam unser Wirtschaftsprüfer in die Küche, den ich eine Frage stellte und nachdem dieser die Küche verlassen hatte, sprach ich laut mit mir selbst, was der Prüfer aber noch hörte. Das ganze geschah an einem Dienstag und am Montag der drauffolgenden Woche ging ein Abteilungsleiter zum Vorstand und meldete das ganze. Daraufhin bekam ich erst einen Aufhebungsvertrag den ich ablehnte und eine Woche später die fristlose Kündigung. Mein RA war bereits seit der Überreichung des Aufhebungsvertrag involviert und diese Woche wird die Klage eingereicht. Arbeitsamt ist auch schon informiert.

Antwort
von jerkfun, 16

Da Du nicht aussagekräftig sagst um was es geht,Verdachtskündigung vermute ich,kann ich Dir nur raten,umgehend zu einem versierten Arbeitsrechtler zu gehen.Diesem offen vorzutragen und diesen zu beauftragen Deine Rechte wahrzunehmen.Dazu gehört es eine Kündigungsschutzklage einzureichen und / oder eine Abfindung zu verlangen,wenn Dir die Weiterbeschäftigung nicht zumutbar ist.Beste Grüße

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 16

Warum wurdest Du denn nach 25 Jahren fristlos gekündigt? Da musst Du aber mächtig was verbockt haben.

Was das Betriebsratsmitglied anbelangt: Auch ein Betriebsrat ist Arbeitnehmer des Betriebs. Vielleicht hat er ja als Kollege ausgesagt.

Warum sollte ein BRM gegen das Betriebsverfassungsgesetz verstoßen wenn es wahrheitsgemäß Fragen des AG beantwortet?

Ein Betriebsrat ist zwar Interessenvertreter der Arbeitnehmer aber er hat auch das Wohl der Allgemeinheit und den Betriebsfrieden im Blick.

Wenn ein BR als Interessenvertreter der Arbeitnehmer gewählt ist, bedeutet das nicht, dass er bei allem den Standpunkt des einzelnen Kollegen einnehmen muss und bei offensichtlichem Fehlverhalten dies auch noch verteidigt.

Bist Du der Ansicht, dass die fristlose Kündigung nicht in Ordnung ist, reiche innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht ein.

Im Übrigen kann der Betriebsrat sich auch gegen eine Kündigung aussprechen. Das hindert den AG aber nicht, diese auszusprechen. Das Betriebsverfassungsgesetz schreibt "nur" die Anhörung des BR vor.

Ausnahme ist bei der Kündigung eines Betriebsratsmitglieds. Hier kann der AG nur kündigen, wenn der BR zugestimmt hat oder die Zustimmung vom Arbeitsgericht ersetzt wurde.

Kommentar von floridamaus ,

Zum Hintergrund, ich trinke jeden Morgen mit diesem Mitglied Kaffee und
in diesen Rahmen treffen wir uns in der Kaffeeküche. Es kam unser
Wirtschaftsprüfer in die Küche, den ich eine Frage stellte und nachdem
dieser die Küche verlassen hatte, sprach ich laut mit mir selbst, was
der Prüfer aber noch hörte. Das ganze geschah an einem Dienstag und am
Montag der drauffolgenden Woche ging ein Abteilungsleiter zum Vorstand
und meldete das ganze. Daraufhin bekam ich erst einen Aufhebungsvertrag
den ich ablehnte und eine Woche später die fristlose Kündigung. Mein RA
war bereits seit der Überreichung des Aufhebungsvertrag involviert und
diese Woche wird die Klage eingereicht. Arbeitsamt ist auch schon
informiert.

Kommentar von Hexle2 ,

Es ist gut, dass Kündigungsschutzklage eingereicht wird.

Was hat denn das Betriebsratsmitglied jetzt damit zu tun? Hat er als Arbeitnehmer Fragen wahrheitsgemäß beantwortet oder was wirfst Du ihm den vor?

Kommentar von floridamaus ,

Hallo, ich werfe dem Betriebsratmitglied überhaupt nichts. Meine Fragestellung ist, ob und inwieweit ein Betriebsratsmitglied gegen einen Mitarbeiter aussagen darf. Wie gesagt, ich habe keine Kenntnis über den Inhalt seiner Aussage. Mir wurde nur gesagt das er gegen mich ausgesagt hat. Mehr Informationen über seine Aussage habe ich nicht.

Kommentar von Hexle2 ,

Wie schon gesagt, das Betriebsratsmitglied ist auch Arbeitnehmer. Wenn dieser in der Nähe war als Du Dein "Selbstgespräch" geführt hast und gefragt wurde, was er gehört hat, wird er wahrheitsgemäß geantwortet haben.

Das bedeutet aber nicht, dass er etwas gegen Dich hat, Mit dem Amt als Betriebsrat hat das auch nichts zu tun.

Viele Arbeitnehmer sehen in einem Betriebsratsmitglied leider nur den Betriebsrat und vergessen dass er eben auch Arbeitskollege ist und die selben Pflichten hat wie ein AN der nicht im BR ist. Seine Aussage wiegt auch nicht mehr und nicht weniger als die der anderen Kollegen.

Ich wünsche Dir dass alles zu Deiner Zufriedenheit geklärt wird. Wenn die Kündigung ungerechtfertigt ist, wird Dir Dein Anwalt helfen. Viel Glück

Antwort
von SiViHa72, 16

Nach 25 Jahren fristlos und das mit Zustimmung des BR?

Mausi,w s haste gemacht?

Fragt sich, ob der BRler gezwungen wurde oder ob es womöglich so offensichtlich gewesen ist,d ass er seine Glaubwürdigkeit verloren hätte..

Mein Rat: Anwalt oder Gewerkschaft.


Antwort
von iMPerFekTioN, 17

Naja,

der Betriebsrat ist dafür da um Unstimmigkeiten im  Arbeitsalltag zu beseitigen und zur Sprachen zu bringen (sowohl bei der Geschäftsleitung als auch bei den Mitarbeitern)

D.h. Faktum, wenn du etwas verbockt hast (oder schon des öfteren) und das der Firma schadet, oder irgendwelchen Kollegen und die sich beschweren, hat der Betriebsrat natürlich die Pflicht dem nachzugehen und wenn der Betriebsrat selbst davon weiß auch der Geschäftsleitung davon zu Berichten.

Also, wenn du was gemacht hast was zur Kündigung führt und der Betriebsrat davon wusste und das zur Sprache gebracht hat und du deswegen gekündigt wurdest, bist du leider selbst schuld!

Grüße,

iMPerFekTioN

Antwort
von Strolchi2014, 17

Ein Betriebsratsmitglied ist aber auch Angestellter der Firma. Wenn du etwas angestellt hast, was eine fristlose Kündigung begründet, kann er auch als Zeuge herangezogen werden.

Antwort
von stefan1531, 12

Selbstverständlich darf ein Betriebsratsmitglied auch vom Arbeitgeber befragt werden. Dies wird er dann in seiner Funktion als Angestellter.

Ein Betriebsrat ist nicht dazu da, alles Unheil von einem fern zu halten.

Wenn man etwas "angestellt" hat, das eine fristlose Kündigung rechtfertigst, dann muss man dafür auch geradestehen.

Antwort
von Dog79, 20

Viel zu wenig Infos zum beantworten der Frage.

Antwort
von ischdem, 12

Kündigungssachutzklage innerhalb von 14 Tagen

First nicht versäumen

Kommentar von superK ,

21 Tage....

Kommentar von ischdem ,

okay...................danke

Antwort
von Sp0rtsman, 17

Man kann nicht einfach so fristlos gekündigt werden. Man muss etwas schlimmes getan haben. Das man fristlos gekündigt wird.

Kommentar von jerkfun ,

Das ist falsch! Eigentlich und vielleicht und hätte genügt im Arbeitsrecht.Im Strafrecht müssen Dinge bewiesen sein.Zur Kündigung kann genügen,gehört,gesehen.Ein Verdacht kann das Arbeitsverhältnis belasten,Reputationsverlust.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist falsch!

DAS ist falsch!

Denn selbstverständlich ist die Aussage von Sp0rtsman völlig richtig!!

Eigentlich und vielleicht und hätte genügt im Arbeitsrecht. Im Strafrecht müssen Dinge bewiesen sein.

Und was soll das jetzt konkret heißen??

Antwort
von ischdem, 21

Kündigungschutzklage  bei arbeitsgericht nicht vergessen ...auch den BR informieren....14 tagefrist.....nicht vergessen

Kommentar von SiViHa72 ,

Und beim Arbeitsamt melden!

Kommentar von Nightstick ,

21 Tage...!

Kommentar von ischdem ,

ja danke für die Richtigstellung

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