Frage von juergenb66, 56

Ich brauche externe Hilfe für meinen Sohn (15J.), der aufgrund der häuslichen Alkohol- und Familienproblematik sehr überfordert ist.?

Mein Sohn öffnet sich allerdings sehr schwer und wird sicher nicht mit einem Psychologen sprechen. Ideal wäre ein Streetworker, der auf Augenhöhe mit ihm spricht. Habe bereits mit Caritas und Psychologen gesprochen. Beides bietet aber nicht wirklich Hilfe, bei der sich mein Sohn öffnen würde. Bin dankbar für Anregungen.

Antwort
von labertasche01, 17

Versuche es beim Jugendamt. Die haben meisten Erfahrung damit oder Adressen wo man hin kann.
Und versucht das Umfeld zu ändern wenn es noch nicht geschehen ist.

Antwort
von JollySwgm, 21

Ein Psychologe oder ein Streetworker oder dergleichen kann höchstens nur unterstützend wirken.

Viel wichtiger ist, das ihr das häusliche Umfeld in den Griff bekommt.
So lange der Junge immer wieder nach Hause kommt und dort mit den Alkoholproblemen und anderen familiären Problemen konfrontiert wird nützen die besten Psychologen nichts. Und übrigens: irgendwelche Tabletten nützen da auch nichts!  

Antwort
von Ille1811, 6

Hallo Jürgen!

Bei der Deutschen Hauptstelle Sucht gibt es eine Broschüre, die du deinem Sohn bestellen kannst. http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Voll_normal.pdf

Gib sie ihm einfach und lass ihn selbst entscheiden, ob er sie liest.

Auf der Seite Nacoa.de gibt es Hilfsmöglichkeiten für Jugendliche.

Einen Alateen Chat gibt es nur auf englisch, französisch und spanisch. Näheres findest du hier bei den Kommentaren:

http://blog.al-anon.de/was-ist-eigentlich-alateen.html

Außenstehende können sich das Leid der Angehörigen gar nicht vorstellen.

Kommentar von juergenb66 ,

Super gute Hilfe, ich danke Dir sehr!

Antwort
von Menuett, 13

Wende Dich ans Jugendamt, die können Dir eine Familienhelfer(in) besorgen.

Die oder der spricht zwar weniger mit dem Sohn, gibt Dir aber Strukturen in die Hand, mit der Du wieder mit Deinem Sohn kommunzieren kannst.

Antwort
von Turbomann, 21

Hast du schon mal daran gedacht, dir beim Jugendamt mal eine Meinung oder Hilfe zu suchen.

Da gibt es sicher mehrere Möglichkeiten, wo man euch Erwachsenen, aber vor allem Deinem Sohn helfen könnte.

Antwort
von DieDunkleAxt, 15

Hallo.

Erstmal: Ich selber bin bezüglich meiner Lebenssituation auch in Psychotherapie. Alle 7 Tage gehe ich zu einer Kinder-, und Jugendtherapeutin mit der ich dann 60 Minuten über meine letzte Woche und meinen Problemen rede. Anfangs wird es vielleicht recht komisch sein, einer fremden Person seine Probleme und Gefühle anzuvertrauen. Doch nach kürzester Zeit entwickelt sich eine Art Lockerheit. Umschreibend könnte man auch sagen, dass du eine Person bist, die mit einer anderen, dazu in Psychologie geschulten Person redet, die unterdes auch noch Geld dafür bekommt, was aber total außen vor steht.

Von allem Ungeschulten würde ich eher abraten, will aber auch nicht behaupten, dass sowas aber auch nichts bringt. Durchaus könnte auch sowas derart funktionieren. Doch ein Psychologe ist in schneller Hinsicht eher sicherer. 

Ich kann jetzt sogar noch erwähnen, dass ich zufällig vor Kurzem auch das 15. Lebensjahr erreichen durfte und meine 7-tägige Gesprächstherapie drei Wochen vor meinem Geburtstag angefangen habe, welcher mittlerweile 2 Monate her ist. Ich bin jetzt inzwischen kurz vor oder in der Halbzeit der Therapie und fühle mich schon mehr gesichert.

Außerdem habe ich persönlich immer den Hintergedanken, dass wenn ich ihre Meinung höre, eine Meinung bekomme, die von einer normaldenkenden person kommt. Bei hier erwähnter Familienproblematik (welche bei mir auch herrscht), so kann man deren Streitzustände (also Meinung/Aussagen bei hitzigen Situationen) mit der Meinung dieser Psychotherapeutin vergleichen und normalerweise immer dieser Person mehr Glauben schenken.

Nebenbei müssten Sie auch noch ab und zu (vielleicht mit ihrer Frau) zur Psychotherapeutin gehen. Doch solche Termine sind selten.

Schönen Tag.

PS: Achten sie immer darauf, ihren Sohn bezüglich seiner Situation zu berücksichtigen, doch behandeln sie ihn auch nicht wie eine Porzelanpuppe.

Kommentar von juergenb66 ,

Sehr herzlichen Dank für diese ausführliche Hilfe :-)

Antwort
von Irgendwerxyz, 22

Wie wäre es die häusliche bzw. familiäre Situation zu ändern? 
Die problematischen Erwachsenen müssen in Therapie und bekommen dort Tipps, wie man sich dem Kind gegenüber verhalten kann, wie man ihm wieder Sicherheit geben und Vertrauen aufbauen kann. 

Dein Sohn muss sich selbst eine Bezugsperson suchen. Ich verstehe nicht warum ER zum Psychologen soll.

Antwort
von CrazyBunny4, 11

Entschuldigung aber warum soll er zum Psychologen?

Kommt von Ihn das familiäre und Alkoholische Probleme oder von jemanden anderes? 

Kommentar von juergenb66 ,

Das ist genau der Punkt. Die betroffene Person braucht Therapie und kann dadurch wieder Vertrauen aufbauen versuchen. Mein Verhältnis zu meinem Sohn ist gut und intakt. Dennoch ist er eher in seinen Sorgen verschlossen und denkt er benötigt hier keine Hilfe. Ich möchte ihm aber eine Plattform anbieten, die neutrale Anregungen und Hilfen gibt gerade in den Verletzungen der letzten Monate, die Alkoholbedingt doch sehr stark waren.

Antwort
von Skailer, 21

Versuche sie das in die Hand zu nehmen vergessen sie Psychologen die helfen mesitens eigentlich nicht weiter bei einigen Jugendlichen versuchen sie sich in seine Lage zu versetzten dann wird dass schon :)

Antwort
von o0bellaAnna0o, 8

Was bitte gibt dir die Kompetenz, zu entscheiden, ob die Caritas euch helfen könnte oder nicht? Du hast zu Hause einen Säufer sitzen, das allein spricht schon mal gegen deine Kompetenzen. 

Bist du selbst in irgendeiner Form qualifiziert, Diagnosen zu stellen und Therapien zu empfehlen? Arzt? Therapeut? Psychiater? 

Wenn du selbst deinem Sohn nicht den nötigen Rückhalt geben kannst und es sogar einsiehst, dann sei auch zum nächsten Schritt bereit und nimm die Hilfe der Caritas an! Du wirst überrascht sein, wie professionell die sind.

Kommentar von juergenb66 ,

Du täuscht Dich, nicht ich verweigere die Caritas, sondern mein Sohn nach einem Gespräch dort!

Kommentar von o0bellaAnna0o ,

Du hast nichts davon geschrieben, dass dein Sohn dort war, nur, dass du ein Gespräch hattest. Alternativ gibt es ProFamilia, Diözese, Familientherapie... Ihr braucht eine Familientherapie, und ihr müsst euch gemeinsam überwinden, hinzugehen. Vielleicht glaubt dein Sohn, seine Probleme werden weitergetragen, aber dann muss er überzeugt werden, dass diese Leute alle zum Schweigen verpflichtet sind!

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