Ich brauche eure Meinung, ob es sinnvoll ist diese Ausbildung zu machen?

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5 Antworten

Um die Berufe zu beurteilen kommt es sehr auf die spezifischen Bereich an. Die höchsten Löhne werden in der pharmazeutischen Industrie gezahlt, die Tätigkeiten sind aber auch bedeutend anspruchsvoller sowohl für Laboranten wie auch für Chemikanten.

Die Ausbildungsvergütungen sind in den ersten beiden Jahren ca. 100 Euro/m für Chemikanten  höher, in den nächsten 1,5 Jahren bekommt der Chemikant ca. 200 Eur/m mehr und geht mit 1'100 €/Monat nach Hause.

Die höhere Verantwortung für den Chemikanten schlägt sich auch im Entgelt nieder, so dass das Anfangsgehalt sich um ca. 5'000 €/a zu Gunsten des Chemikanten unterscheidet.

In modernen Anlagen der Pharmaindustrie ähnelt der Arbeitsplatz des Chemikanten dem Kommandostand eines AKW Kraftwerk, vollklimatisiert und Geräusch isoliert. Da hier der Trend zur Gentechnik ungebrochen ist, werden diese Arbeitsplätze zunehmen.

Der Nachteil ist, die Arbeitsplätze sind auf wenige Standorte konzentriert. Hier ist der Laborant im Vorteil, denn in der Fläche gibt es vielmehr Arbeitsplätze.

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Der Chemielaborant arbeitet im Labor wohingegen der Chemikant in der Fertigung oder in einem Technikum tätig ist. Das heißt hier ist dann später in der Regel Schichtarbeit angesagt, und die Arbeit ist körperlich anspruchsvoller da hier auch mit größeren Mengen gearbeitet wird und dann evt. Säcke gehievt oder Fässer transportiert werden müssen. Die Ausbildung ist in der theoretischen Chemie nicht so tiefgehend wie beim Laboranten, dafür müssen andere Sachen gelernt werden wie PLS, SPS (evt. noch VPS), Meß- und Regeltechnik und auch wie man kleinere Reparaturen an einer Anlage selbst durchführt.

Weiterbildungsmöglichkeit ist der Industriemeister Chemie oder der Techniker Fachrichtung Chemie (Schwerpunkt Produktionstechnik). Beim Chemielaboranten gibts als Möglichkeit zum Beispiel den Techniker Fachrichtung Chemie (Schwerpunkt Labortechnik).

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Das Entscheidende ist doch der Unterschied (was ist ein Chemikant?).  Besteht dann evtl. bessere Chancen, dass du dann zu einem späteren Zeitpunkt die Ausbildung zum Chemielaborant machen kannst?

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Kommentar von germi031982
22.12.2015, 19:10

Chemielaborant arbeitet in einem Labor, wohingegen der Chemikant in der Produktion oder in einem Technikum (Zwischending zwischen Labor und Produktion) arbeitet.

Und die zusätzliche Ausbildung würde ich dann nicht machen, das bringt nichts. Eher eine Weiterbildung, von beiden Berufen aus kann man die Weiterbildung zum Techniker Fachrichtung Chemie machen. Zwei Jahre in Vollzeit, oder vier Jahre neben dem Beruf in der Abendschule. Mit bestandener Prüfung kann man dann auch ohne Abitur an einer FH Chemie studieren wenn man es denn machen möchte.

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Also, so wie ich es sehe ist die Ausbildung zum Chemielaboranten die höherwertige/vielseitigere Ausbildung (und damit sicher auch besser bezahlt).

Chemikant scheint mir sehr auf Industrie bezogen und ist damit eingeschränkt.

Da wäre also die Frage: Wo sind später die Arbeitsplätze?

Ich weiß von einem Klassenkameraden meiner Tochter der es als Chemielaborant "sehr gut getroffen" hat, finanziell + interessante Arbeit.

Hast du Alternativen?

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Kommentar von germi031982
22.12.2015, 19:06

Vom Einstiegsgehalt gibt sich das nicht viel. Allerdings muss ein Chemikant in der Regel Schicht arbeiten, und die Arbeit ist körperlich anstrengender.

Weiterbildungsmöglichkeiten gibts bei beiden Berufen, da wäre der Techniker zu nennen. Je nach Schule entweder staatlich geprüft oder staatlich anerkannt, theoretisch kein Unterschied, aber staatlich geprüft liest sich besser. Bei dem Laboranten ist der Schwerpunkt meist Labortechnik, wohingegen der Chemikant in der Regel den Schwerpunkt Produktionstechnik wählt bei dieser Weiterbildung. Die Weiterbildung erfolgt entweder in Vollzeit und dauert zwei Jahre, oder in der Abendschule neben dem Job. Dann dauert es aber vier Jahre. Beim Chemikanten gäbe es noch den Meister, aber diese Weiterbildung kostet mehr als die Weiterbildung zum Techniker und bringt einen nicht wirklich weiter. Zudem kann man mit einer abgeschlossenen Techniker-Weiterbildung auch im entsprechenden Bereich an einer FH studieren, auch wenn man kein Abitur hat.

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Letztendlich immer noch besser, als keine Ausbildung. In der heutigen Zeit muss man froh sein über jede Berufsausbildung. Auch mit Abi!

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