Frage von Dennisakmarlen, 60

Hat meine Freundin (18) Anspruch auf Unterstützung, wenn sie von zuhause ausziehen will?

Hallo,

Ich habe ein großes Problem. Es geht um meine Freundin sie ist 18 Jahre alt und wohnt Zuhause. Sie macht zurzeit Fsj und verdient 370 Euro. Sie muss unbedingt Zuhause raus sie hasst Ihre Eltern ( Hat seine Gründe, in der Vergangenheit ist einiges passiert) , es gibt leider keine Möglichkeit eines klärendes Gespräches , falls das jemand vorschlagen sollte. Sie ist ein Mensch der sich schnell um Sachen ein Kopf macht deswegen kann sie Zuhause nicht mehr bleiben sie hat Abends Einschlafprobleme / Angst und generell geht es Ihr sc**ße weil sie nicht mehr mit diesen Menschen zusammen Leben möchte.

Gibt es irgendeine Möglichkeit was wir tun könnten ? Sie hat ca. 600 Euro sicher zur Verfügung aber die meisten Wohnung kosten um die 500. Für Wohngeld braucht man ja erstmal eine Wohnung und die hat sie nicht. Es belastet mich auch sehr deswegen muss es doch eine Möglichkeit geben.. Ich hoffe mir kann jemand helfen. Bafög geht ja auch nicht da sie ja nah genug an Ihrer Arbeit wohnt oder?

mfg Dennis

Antwort
von johnnymcmuff, 47

Gibt es irgendeine Möglichkeit was wir tun könnten ? Sie hat ca. 600 Euro sicher zur Verfügung aber die meisten Wohnung kosten um die 500. Für Wohngeld braucht man ja erstmal eine Wohnung und die hat sie nicht.

Ist in den zur Verfügung stehendem Geld auch das Kindergeld mit berücksichtigt; wenn neun, man kann einen Abzweigungsantrag stellen.

Vom Staat gibt es nur in Ausnahmefällen Unterstützung:

U25-Regelung

Für unter 25-Jährige, unverheiratete Hartz IV-Empfänger besteht kein Anspruch auf Kostenübernahme für eine eigene Wohnung (SGB II § 22 Abs. 2a). 

Der Gesetzgeber geht davon aus, dass der Verbleib in der elterlichen Wohnung einer Bedarfsgemeinschaft zumutbar ist. Nur in Ausnahmefälle werden die Kosten übernommen. 

Gravierende soziale Gründe, die das Zusammenleben im elterlichen Haushalt unzumutbar machen,ein Umzug aus beruflichen Gründen oder sonstige schwerwiegende Gründe können zu einer Ausnahme führen. Ausschlaggebend ist dabei, dass ein Antrag auf Kostenübernahme für eine eigene Wohnung vor dem Auszug beim zuständigen Jobcenter gestellt werden muss.

http://www.gegen-hartz.de/hartz-iv-wohnung/

MfG

Antwort
von isomatte, 40

Wo wohnt sie denn das sie für 1 Person 500 € für die Miete zahlen muss ?

Wie kommst du darauf das sie ca. 600 € zur Verfügung hat,wenn sie nur 370 € FSJ - Gehalt bekommt,hast du da schon das Kindergeld dazu gerechnet was ihr dann von den Eltern zusteht wenn die keinen Unterhalt zahlen ?

Kommentar von Dennisakmarlen ,

Ja genau da ist Kindergeld dabei.

Kommentar von isomatte ,

Dann soll sie sich eine billigere Unterkunft suchen,muss ja nicht gleich mit 18 und ohne wirkliches Einkommen eine eigene Wohnung sein,da reicht auch ein Zimmer aus !

Sie braucht nur einen Mietvertrag / Untermietvertrag und ein Mindesteinkommen von 80 % ihres Bedarfes nach dem SGB - ll.

Das sind dann ab 2016 für den Regelsatz 404 € und dazu käme die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und davon braucht sie dann min.diese 80 %.

Wenn sie also 370 € + dann min.190 € an Kindergeld hat,dann kommt sie auf 560 € pro Monat.

Dann könnte die Unterkunft ca. 300 € kosten und sie hätte dann ggf.noch Anspruch auf Wohngeld.

Wo sie aber besser fahren würde ist die Aufstockung vom Jobcenter,sie braucht also nur einen Vermieter der ihr eine Unterkunft mit diesem Einkommen gibt und dann kann sie ALG - 2 beim Jobcenter beantragen.

Würde die Unterkunft angenommen 300 € kosten,dann käme ihr Regelsatz von 404 € dazu,dann läge ihr Bedarf nach dem SGB - ll bei min,704 € pro Monat.

Da das Jobcenter ihr von ihren 370 € FSJ - Gehalt nur 170 € ( 200 € Freibetrag ) auf ihren Bedarf + 190 € Kindergeld = 360 € anrechnen würde,stünde ihr jeden Monat eine Aufstockung von min.344 € zu.

Kommentar von Dennisakmarlen ,

Danke für dein Kommentar , aber die meisten 1 Zimmer Wohnungen kosten so zwischen 400-500.

Einzelne Zimmer sind meistens Studentenwohnheime.

Kommentar von Dennisakmarlen ,

Sie würde sogar zusätzlich noch ein Nebenjob machen wo sie auf ca. 800 Euro kommt 

Kommentar von isomatte ,

Deshalb ja die Frage wo sie wohnt,es gibt natürlich Städte wo man solche Mieten zahlen muss,selbst für 1 Zimmer !

Wie sie würde noch einen Nebenjob machen ?

Das sie im FSJ - in der Regel Vollzeit arbeiten muss ist ihr aber klar?

Sie würde dann mit dem FSJ + Kindergeld + Nebenjob auf diese ca. 800 € kommen oder nur für den Nebenjob ?

Wenn sie vor hat einen Antrag auf ALG - 2 zu stellen,dann würde ich das mit dem Nebenjob lassen,denn sonst fallen die 200 € Freibetrag weg,die ihr auf das FSJ - Gehalt zustehen würden.

Dann gelten nur die Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll und da würde sie sicher Minus machen,wenn sie im Nebenjob nicht min.600 € Brutto verdient.

Denn dann hätte sie genau diese 200 € an Freibeträgen,die ihr sonst bei einem freiwilligen Dienst auf ihr Gehalt zustehen würden,selbst wenn das Gehalt bei nur 200 € liegen würde.

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Stellt sich die Frage, warum sie eine 1-Raumwohnung braucht, ein WG-Zimmer wäre auch ausreichend und ist definitiv günstiger.

Antwort
von Allexandra0809, 47

Vielleicht kann sie sich erst mal nach einer WG umsehen, bis sie dann selbst verdient. Natürlich sind die Eltern noch unterhaltspflichtig. Ebenso kann sie das Kindergeld auf ihr Konto überweisen lassen.

Kommentar von Dennisakmarlen ,

Das Kindergeld ist schon in den 600 mit drinne

Kommentar von Dennisakmarlen ,

 Die Eltern sind doch nur unter bestimmten Bedingungen unterhaltspflichtig nicht wenn sie einfach so auszieht oder?

Kommentar von Allexandra0809 ,

Einen bestimmten Betrag müssen sie trotzdem zahlen. sie müssen keine Wohnung finanzieren, aber Unterhalt müssen sie schon bezahlen. Es kommt auf das Einkommen an, was sie zahlen können und müssen.

Kommentar von isomatte ,

Ein freiwilliger Dienst befreit die Eltern in der Regel von der Unterhaltspflicht,weil dieser nicht als Ausbildung gewertet wird,es sei denn das man diesen für eine folgende Ausbildung / Studium benötigen würde !

Antwort
von HarrysFinest, 13

Bei einem freiwilligen Sozialen Jahr besteht Wohngeldanpruch. Zur Antragstellung ist neben der Entgeltbescheinigung (angerechnet werden nur Teile dieses Einkommens) auch eine Unterhaltsbescheinigung der Eltern. grundsätzlich kann Wohngeld versagt werden, wenn der Lebensunterhalt nicht gedeckt ist - das heißt, Miete plus Lebensunterhalt abzüglich Wohngeld muss als Einkommen vorhanden sein. Die Eltern sind grundsätzlich unterhaltspflichtig. 

Antwort
von tom691, 60

da sollte sie sich ans jugendamt wenden, denn ihre eltern haben eine unterhaltsverpflichtung

sie wird bei ihren eltern versichert sein und dann gehts sowas auch nicht mal eben so

Kommentar von Dennisakmarlen ,

Was geht nicht einfach so?  Die Eltern sind doch nur unter bestimmten Bedingungen unterhaltspflichtig nicht wenn sie einfach so auszieht oder?

Kommentar von isomatte ,

Richtig !

In der Erstausbildung sind vorrangig die Eltern zum Unterhalt verpflichtet,wenn sie leistungsfähig sind.

Ein freiwilliger Dienst ist nur leider keine Ausbildung,also besteht in der Regel auch keine Unterhaltspflicht,es sei denn das dieser als Voraussetzung für eine Ausbildung / Studium benötigt wird.

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