Frage von Happy9951, 20

Ich brauche bei diesem Text etwas Hilfe (Moralphilosophie David Hume)?

"Die klassische Moralphilosophie ist gänzlich hypothetisch und hängt mehr von Erfindungen als von Erfahrungen ab. Jeder zieht seine Fantasie zurate, wenn er Verzeichnisse von Tugenden und von Glückseligkeiten erstellt, ohne die menschliche Natur zu beachten, wovon jede moralische Schlussfolgerung abhängen muss. Ich entschloss mich deshalb, sie zum Hauptgegenstand meiner Forschungen zu machen".

Antwort
von berkersheim, 4

RaimundAcker ist nicht zu widersprechen. Nur zu ergänzen. David Hume wendet sich auch als Aufklärer gegen die überkommene Ethik des Feudalismus und des Klerus. Da wurden großenteils die ethischen Normen aus den in der Bibel und den Kirchenlehrern gegebenen "göttlichen" Äußerungen abgeleitet und "rational" durchgekaut. Mit Hobbes, Locke und dann erst recht mit Hume beginnt das Nachdenken über gesellschaftliche Werte und Orientierung ohne "Weisung von oben".

Antwort
von ReimundAcker, 10

Ich würde das als Ankündigung seiner Ergebnisse verstehen, wie  sie z. B. in https://de.wikipedia.org/wiki/David\_Hume#Ethik zusammengefasst sind.

Für Hume ist die klassische Moralphilosophie hypothetisch, da sie versucht, die Ethik rational zu begründen, obwohl sie seiner Meinung nach nur emotional zu begründen ist. Die menschliche Natur besteht für ihn aus Vernunft und Gefühl, daher sieht er sie nicht ausreichend beachtet, wenn die Ethik nur mit der Vernunft begründet wird. Vernunft allein ist für  Hume niemals handlungsmotivierend. Das deckt sich mit Ergebnissen der modernen Bewusstseinsforschung, wonach nicht der "Kopf" entscheidet, sondern stets der "Bauch".


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