Frage von prettywomen93, 63

Ich bitte um euren Rat? (FOTOGRAFIE)?

Hallo ich begeistere mich sehr für Fotografie und möchte ein eigenes Portfolio zusammenstellen. Ich würde mich gerne für die Bereiche Landschaft, Architektur sowie Portrait konzentrieren. Dazu brauche ich eine gute Anfängerkamera (Spiegelreflex oder Kompakt jenachdem). Darf leider nicht so teuer sein:( Was könnt Ihr mir so empfehlen? Gibt es denn eine Kamera mit der man in allen drei Bereichen gute Fotos hinbekommt? Oder muss man sich da unbedingt für eine Richtung entscheiden? Ich möchte natürlich auch ein Bilderprogramm verwenden.

Vielen Dank Lg

Antwort
von mloeffler, 9

Wenn Du wirklich bereit bist dich intensiver mit dem Thema Fotografie zu beschäftigen, dann kommst Du wohl um eine Kamera mit wechselbaren Objektiven nicht herum. 

Zwar hast Du kein Budget genannt, aber geschrieben, dass es nicht so teuer werden soll. Eine Spiegellose Systemkamera kommt daher warscheinlich nicht in Frage, da es für die noch keinen so großen Gebrauchtmarkt an Objektiven gibt.

Ich Rate Dir deshalb zu einer gebrauchten Nikon, Pentax, Canon oder Sony DSLR mit APS-C Sensor. Für die Du bei ebay günstig gebrauchte Objektive für die jeweiligen Zwecke bekommst.

Wie schon einer der Antworter angedeutet hat, sind nämlich die Objektive das eigentlich wichtige. Bei der Kamera kannst Du ruhig auf erst mal sparen, selbst 5 Jahre alte DSLR, die eine deutlich geringere Sensorauflösung haben als die aktuellen Modelle machen hervorragende Bilder. Eventuell musst Du bei so einer Kamera aber in eine professionelle Reinigung, investieren.

Dir zu einer bestimmten Marke zu raten fällt mir schwer. Ich selbst bin PENTAX Fan, was nicht heißt das das die beste Wahl für Dich ist. Gute Fotos kannst Du mit allen 4 genannten Marken machen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit deshalb hier ein paar Aspekte zu den einzelnen Marken in Bezug auf gebrauchte Objektive.

  • PENTAX: Hier kannst Du jedes jemals für das K Bajonett gebaute Objektiv kaufen und an der Kamera verwenden. Manuelle Objektive bleiben natürlich auch an der Modernen Digitalkamera manuell. Allerdings ist die Auswahl an neuen Objektiven für diesen Anschluss deutlich kleiner als bei den anderen Marken.
  • SONY: Hier kannst Du neben neuen Objektiven die Alten Objektive für das Minolta Bajonett benutzen. Allerdings funktionieren nur Objektive ab den Baujahren in denen die Vollautomatischen Dynax Modelle auf den Markt kamen. Alte manuelle Minolta Objektive gehen nicht. Da das Minolta Sony Bajonett nicht so extrem verbreitet ist, Warscheinlich zum Gebrauchtkauf von Glas eine eher schlechte Wahl, aber Du kannst alle Objektive die an einer gebrauchten Alpha DSLR funktionieren auch an den neuen Spiegellosen Kameras von Sony verwenden.
  • Nikon: Auch wenn Nikon irgendwann mal etwas am Anschluss angepasst hat, wirst Du hier wohl auf eine extreme Auswahl an Objektiven treffen. Nikon ist zusammen mit Canon eine der verbreitetsten Marken bei Spiegelreflex Kameras. Ich muss zugeben beim NIkon Anschluss nicht ganz im Bilde zu sein, bis zu welchem Zeitraum zurück die alten Objektive funktionieren.
  • Canon: Eigentlich gilt hier das gleiche wie für Nikon. Ich meine mich zu erinnern, das es hier am wenigsten Kompatibilität für alte Objektive gibt. Da fragst Du aber besser noch mal jemanden der sich mit Canon auskennt.

Neben dem wohl unvermeidlichen Standardzoom, ca. 17-50 mm würde ich Dir empfehlen, dich mit ein paar günstigen manuellen Objektiven mit Festbrennweite auszurüsten. Bei Pentax bekommst Du soche Objektive wenn Du etwas suchst z.t. schon ab ~ 40,- € für ein 50 mm ein 90er oder 17 er wird natürlich teurer. 

Kommentar von prettywomen93 ,

Danke für deinen ausführlichen Text:))

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 27

Kompaktkameras lohnen sich gegenüber modernen Smartphones kaum noch es sei denn man kauft sich schon ein besseres und somit teureres Model.

Sinnvolle Bridgekameras kosten ebenfalls Geld.

DSLRs machen dem gegenüber auch nur mit guten Objektiven wirklich bessere Fotos, was wieder eine Kostenfrage ist. Hier ginge preiswert wirklich nur gebraucht, wobei Objektive eigentlich nicht so schnell überholt sind wie Kameramodele, weshalb man auch eher in diese investieren sollte.

DSLMs haben den Vorteil, leicht, kleiner und somit auch eher immer mit dabei zu sein, nur kosten gute Objektive hier ungleich mehr Geld, es sei den man verzichtet mehr oder weniger auf einen Autofokus und/oder adaptiert DSLR-Objektive, was Anfängern doch schwer fällt bzw unmöglich erscheint, obwohl man ihn zB für gute Landschafts- und Architekturaraufnamen sowie bei der gezielteren Art Portraits zu machen überhaupt nicht braucht.

Im Grunde musst Du aber vorallem mit der Kamera klarkommen (Griffigkeit, Menüführung usw) , sonst wird das egal mit welcher so garnichts.

Antwort
von softie1962, 32

Generell hängt die Qualität der Fotos zum wesentlichen Teil vom Fotograf und nicht von der Kamera ab.

Bei der Kamera ist es wichtig, dass du mit der zurecht kommst, sie dir gut in der Hand liegt und du die Bedienelemente auch im dunklen findest, du dich also mit der Bedienung sehr gut vertraut machst.

Wichtig ist weiterhin dass du dich mit ein paar Grundlagen der Fotografie beschäfstigst, was Belichtung und Schärfe und einige Regeln beim Bildaufbau angeht.

Es spricht für den Anfang nichts dagegen eine gebrauchte Kamera zu kaufen. Das schont den Geldbeutel. Für dich dürfte eine gute gebrauchte Bridgekamera mit etwas größerem Brennweitenbereich interessant sein. Damit kannst du zunächst mal alle gewünschten Felder abdecken und die ersten Schritte in dem schönen Gebiet der Fotografie machen.

Kommentar von prettywomen93 ,

Hallo danke für deine Antwort:) Das ist mir auch sehr wichtig. Und was kann ich unter größerem Brennweitenbereich verstehen? Nach welcher Eigenschaft sollte ich denn suchen für eine Bridgemamera?

Kommentar von softie1962 ,

Ein 10 fach Zoom ist mehr als ausreichend für dein Anwendungsgebiet.

Eine Bildstabilisierung ist sollte die Kamera haben.

Einen 2. Akku würde ich einplanen, diesen allerdings neu.

Voll-, Zeit- und Blendenautomatik sollte sie haben.

Aber die Dinge haben die meisten zu bieten.

Wenn in deiner Stadt ein Fotogeschäft ist, dass gebrauchte Kameras anbietet, lass dir doch mal welche zeigen.

Wie gesagt, die müssen dir gut in der Hand liegen.


Kommentar von prettywomen93 ,

Okey vielen lieben Dank für deine Tipps:) lg

Antwort
von sinnsah, 6

Spiegelreflex- bzw. spiegellose Kameras: Die Kamermarke ist völlig egal. Hier nimmst du das, was dir am besten in der Hand liegt, für dich schlüssig zu bedienen ist und dir von der Haptik gefällt. Mindestens ein Micro-Four-Thirds oder APS-C- Sensor sollte jedoch meines erachtens schon in der Kamera verbaut sein. 

Bridgekameras: ein wenig kompakter, dafür ohne Möglichkeit das Objektiv zu wechseln und ein kleiner Sensor, werden die Kamera schnell an die Grenzen bringen. Für den Einstieg jeodhc absolut empfehlenswert.

"Darf nicht teuer sein": Die Landschafts- und Architekturfotografie ist besonders am Anfang schon recht kostenintensiv. Ultraweitwinkelobjektive, die nicht nur Matsch produzieren, sind in der Anschaffung schon recht kostenintensiv.  Hinzu kommt ein Stativ und meist noch Graufilter, um Langzeitbelichtungen am Tag zu realisieren.

Natürlich kann man auch mit einem Kit-Objektiv tolle Bilder machen :)

Antwort
von Evaiiion, 10

Hallöchen,
mit der Kamera hängt das nicht umbedingt zusammen. Viel mehr solltest du dir Gedanken über ein geeignetes Objektiv machen, da jedes Objektiv Brennweiten hat, die nicht für jede Aufnahme geeignet sind. Als Kamera kann ich dir die Canon eos 100d empfehlen. Sie ist nicht sehr teuer, handlich, kompakt und unterscheidet sich auch von teueren Kameras nicht von den Bildern. Dir sind eben nur nicht gaanz so viele Einstellungsmögl. gegeben.
Ich hoffe ich konnte dir helfen
Lg, Eva :)

Antwort
von Kai42, 22

Landschaften, Architektur und Portrait sind technisch keine Herausforderungen für heutige Kameras mehr.

Viel, viel wichtiger ist deine Erfahrung, dein Blick für die Situation und die von dir genutzten Objektive.

Antwort
von Fragentierchen, 4

Ich würde mir an deiner Stelle, wenn das Geld wirklich so knapp ist, eher eine gebrauchte ältere halb professionelle Kamera zulegen wie eine Nikon d80 oder Canon 40d. Dazu dann das jeweilige Kit Objektiv mit Landschaften und eine alte Festbrennweite für die Portraits wie ein Nikon Serie-E 50mm f1.8 oder ein adaptiertes M42 Objektiv für die Canon.

Architektur wird auf den günstigen APS-C Kameras schwer oder mit einem T&S Objektiv extrem teuer.

Antwort
von JuergenWB, 19

Davon ausgehend dass Du ein Smartphone Dein eigen nennst, finde ich diese Lösung für den Einstieg ideal:

http://www.sony.de/electronics/wechselobjektivkameras/ilce-qx1-body-kit

Ein relativ großer Sensor, Wechselobjektive, und Du nutzt Dein Handy als Display und zur Steuerung. Dadurch wird die Kamera billiger.

Kommentar von prettywomen93 ,

hey:) kann man diese Objektive an die Smartphone Kamera aufsetzen oder wie habe ich das zu verstehen?

Kommentar von JuergenWB ,

Nein, das ist eine Kamera (Sony Alpha 6000) ohne Bedienelemte und Monitor, dafür mit einer Funkverbindung zu Deinem Smartphone. An das Basisteil kannst Du alle möglichen Objektive ansetzen, wie auch an der Alpha 6000, und über die Funkverbindung und die mitgelieferte App die Kamera vom Smartphone aus bedienen. Eine zusätzliche Speicherkarte passt in das Basisteil, so dass Du keine Angst um Deinen Handyspeicher haben musst.

Kommentar von JuergenWB ,

Wechselobjektive kommen dann nochmal dazu, aber Du hast eine vollwertige Systemkamera. Die Objektive musst Du nicht alle auf einmal kaufen. ich würde mit einem anfangen, wie dem angebotenen 16 - 50 Zoom, und damit erstmal ganz viel fotografieren. Dann merkst Du selber irgendwann, in welche Richtung (Weitwinkel für Landschaften oder Tele für Wildtiere oder Makro für Bienchen und Blümchen) Du Dir eine Erweiterung wünschst.

Wichtig zu wissen: die Kameras sind kleine Computer, und verlieren ihren Wert genauso schnell wie ihre großen Brüder! Die Optiken aber bleiben, halten ihren Wert weitestgehend! Wenn Du also nach einem solchen Minimaleinstieg irgendwann sagst "jetzt will ich die 6300" oder noch dicker, dann kannst Du Die Linsen häufig weiter verwenden. Wenn nicht, dann gibt es einen guten Gebrauchtmarkt, wo Du für die auch noch Dein Geld bekommst und Dir für Deine neue Kamera andere gebrauchte Objektive kaufen kannst. Das sind keine Verschleißteile, nur auf Pilzbefall sollte man achten.

Antwort
von MischAMont, 8

Ich empfehle dir die Bridgekamera Lumix FZ200, sie kostet derzeit nur 300€. Ich habe mich mit ihr im Bereich Portrait und Makro ausprobiert, und bin vollkommen begeistert.
Mfg

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