Frage von ThorLan, 88

Ich bin Untermieter in einer WG und leider muss ich dieses Mietverhältnis als zerrüttet bezeichnen, also eine einvernehmliche Klärung ist nicht möglich?

Die Hauptmieterin 'piesackt' mich seit Wochen so gut sie kann, um meinen Auszug zu erreichen bzw. beschleunigen. Völlig unnötig, da ich so schnell wie möglich ausziehen werde, aber sie reagiert nicht rational. Heute nun hat sie ein neues Namensschild (Papierschnipsel) an Haus- und Wohnungstür angebracht, auf dem mein Name nicht mehr steht. Das hat sie gestern sogar schriftlich angekündigt mit dem Verweis darauf, dass ich meine Post "wohl nicht mehr bekommen werde". Da der Mietvertrag noch Gültigkeit hat, verstößt sie m.M.n. gegen den Vertrag, doch was nützt mir das, wenn ich meine Post nicht mehr zugestellt bekomme. Habe versucht, mich im Internet schlau zu machen, da ich an eine einstweilige Verfügung dachte. Doch dazu benötige ich bereits einen Titel, wenn ich das richtig verstanden habe. Langsam drehe ich wirklich am Rad, da ich auf meine Post dringend angewiesen bin (z.B. auch wg. eines zugesandten neuen Mietvertrages). Weiß irgendwer Rat - juristisch und auch rein praktisch? Vielen lieben Dank!

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 23

Mache selber Namenschilder an Tür und Briefkasten.

Teile Deiner Vermieterin ( Hauptmieterin) schriftlich per Einwurfeinschreiben mit, dass Du ein Recht auf Namensschild an Türklingel und Briefkasten hast.

Du die Vermieterin auf Schadenersatz verklagst, wenn sie die Namenschilder entfernt und und Dir durch nicht zugestellte Post Schaden ensteht.

da ich auf meine Post dringend angewiesen bin (z.B. auch wg. eines zugesandten neuen Mietvertrages).

Da würde ich erwähnen, das es ein vierstelliger Betrag als Schadensersatz werden kann, wenn Die Post aufgrund absichtlichen Entfernen des Namensschildes nicht zugestellt wird.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Der Vermieter (Eigentümer) reagiert nie (weiß ich aus anderen Situationen). Hört sich merkwürdig an (ist es ja auch), aber ist alles Realität.

Muss er auch nicht, weil er nicht Dein Vertragspartner ist.

Antwort
von Ansegisel, 40

Ich kann dir keine juristisch stichhaltigen Ratschläge geben. Aber ich würde zum einen versuchen, die übrigen Mitbewohner darauf aufmerksam zu machen. Vielleicht können diese ja noch in irgendeiner Weise konstruktiv mit der Hauptmieterin kommunizieren.

Zum anderen könntest du dich noch mit dem Vermieter in Verbindung setzen und diesen über das Verhalten informieren. Denn persönliche Streitigkeiten hin oder her, dir den Postzugang abzuschneiden ist natürlich ein unmögliches Verhalten. Aber dankenswerterweise hat sie dazu selbst ein Schreiben verfasst, was dir die Beweisführung erleichtert.

Zu guter letzt kannst du dich auch noch mit dem Mieterschutzbund in Verbindung setzen und dir dort Rat holen.


Kommentar von ThorLan ,

Es gibt nur einen weiteren Mitbewohner, von dem nichts zu erwarten ist - hält sich prinzipiell aus allem heraus. Der Vermieter (Eigentümer) reagiert nie (weiß ich aus anderen Situationen). Hört sich merkwürdig an (ist es ja auch), aber ist alles Realität.

Kommentar von Ansegisel ,

Oh Mann... dann bleibt wohl wirklich nur, die Post schon jetzt umzuleiten (Postfach oder c/o bei einem Freund) und so schnell wie möglich das Weite zu suchen.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Zum anderen könntest du dich noch mit dem Vermieter in Verbindung setzen und diesen über das Verhalten informieren.

Vertragspartner ist wohl die Hauptmieterin; der Vermieter der Hauptmieterin ist nur Vertragspartner der Hauptmieterin!

Antwort
von Hexe121967, 50

rein praktisch:  zettel immer wieder abreissen und gut ist es.

Antwort
von Elfi96, 41

Ein nicht mehr an der Haustür angebrachtes Namensschild bedeutet nicht zwangsläufig, dass du keine Post mehr an besagter Adresse bekommst. Aber du kannst Abhilfe schaffen, indem du dich bei der Post erkundigst. Ev kannst du dir ja ein Postfach mieten, in dem deine Post einsortiert wird. LG

Kommentar von ThorLan ,

Habe ich schon getan. Mir meine Post postlagernd zu sichern, dauert mind. 1 Woche (Bearbeitung in München) und kostet 25,- Euro (die es mir zwar wert wäre, aber was, wenn das erst in 1-2 Wochen wirkt?).

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 36

Praktisch - vorübergehend ein Postfach mieten und sich die Post dahin schicken lassen.

Nachtsendeauftrag nicht vergessen.


Antwort
von Kleckerfrau, 36

Zettel immer wieder abmachen bzw. deinen Namen mit Wasserfester Farbe an den Briefkasten schreiben:-)

Und dann sag ihr klipp un klar, dass du kapiert hast, dass du ausziehen sollst und sie die paar Tage mal die Bälle flach halten soll.,

Kommentar von ThorLan ,

...den ich dann wg. Sachbeschädigung anschl. bezahlen muss. Und wie gesagt, mit ihr ist NICHT zu reden.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Lieber zahlen, als so einen Kinderkram, was sie da macht. Oh Mann,  ich hasse solche Frauen, die so zickig sind.

Antwort
von Kamihe, 33

Schaff die ein Post Schliesfach an.

Kommentar von ThorLan ,

Siehe Antwort an Elfi96

Antwort
von brennspiritus, 19

Den Postboten abfangen und erklären, dass deine Post in diesen bestimmten Kasten soll.

Ich hätte viel mehr Angst, dass die Tante mir die Post nicht weiter gibt. Kannst du nicht bis du ein Postfach hast einen Nachbarn fragen, ob dein Name für ein paar Tage an den Briefkasten kann?

Kommentar von ThorLan ,

Punkt 1: ist auch meine bisher einzige Idee. Nachteil: darf er eigentlich nicht (laut Auskunft bei der Post - ich hatte dort ja gefragt wg. postlagernd/Schließfach).

Punkt 2: Die Angst habe ich auch, daher werde ich mich zu Postzustellzeiten wohl in der Nähe des Postkastens aufhalten müssen. Die Idee mit dem Nachbarn ist sehr gut, doch - trara - einzige weitere Bewohnerin im Haus ist die Frau des Eigentümers.

Kommentar von brennspiritus ,

Das ist echt maximale Sch......viel Glück, dass alles glatt läuft.

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