Frage von kilam1496, 81

Ich bin total verunsichert?

Hallo liebe Community,

Ich habe vor Immobilienmakler bzw Immobilienkaufmann zu werden. Ich möchte das seit der 9. Klasse. Nun habe ich aber in den letzten Tagen etwas im Internet recherchiert. Ich bin ja nur auf negative/schlechte Meinungen gestossen. Leute habe in Foren geschrieben, dass jeder Trottel Immobilienmakler / Immobilienkaufmann werden kann und dass die Kunden nur zu faul wären, selber im Internet nach Objekten zu suchen. Würden die Kunden die Objekte selber verkaufen oder kaufen, dann gäbe es keine Trottel-Immobilienmakler.

Ich bin total platt, weil mich solche Aussagen echt treffen. Es ist mein Lieblingsjob, aber wenn der Ruf so schlecht ist. Soll ich etwas anderes werden?

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von blumenauer, 42

Lassen Sie sich nicht beirren. Immobilienmakler ist ein ehrbarer und vielseitiger Beruf.


Das negative Image entsteht durch Unkenntnis über den Umfang dieser Tätigkeit und durch die Tatsache, dass eine erfolgsabhängige Honorierung eben mehr kostet als ein feste. Amerikanische Rechtsanwälte arbeiten auf Erfolgsbasis und erhalten extrem hohe Honorare und alle finde es gut. Leider wird das bei Maklern oft nicht so gesehen.


Aber auch viele, die Immobilienmakler werden wollen, unterschätzen den Umfang. Nach der Devise: “Türen aufschließen und viel Geld verdienen“. Diese Menschen werden sehr schnell eines Besseren belehrt und versuchen dann kurz, bevor sie Pleite gehen, noch schnell ein, manchmal vielleicht auch unsauberes, Geschäft zu machen.


Diese Meinungen gibt es aber schon sehr sehr lange und ist kein aktuelles Phänomen. Mein Vater war schon Immobilienmakler und ich bin schon zu Schulzeiten, selten positiv, auf seinen Beruf angesprochen worden. Und das war vor über 50 Jahren. Auch gab/gibt es einen Parteitagsbeschluss der SPD in den 60er Jahren die Immobilienmakler zu verbieten.


Sie werden sich fragen, warum macht er das denn dennoch so gerne? Ganz einfach, wenn ein Kunde einmal gespürt hat, wie wichtig die Begleitung beim Kauf oder Verkauf durch einen professionellen Immobilienmakler ist, macht er es nicht mehr ohne. Die Dankbarkeit und Freude, die der Kunden vermittelt, motiviert so stark, dass man das Gerede der „Unwissenden“ gar nicht mehr wahrnimmt. Darüber hinaus ist der Beruf extrem vielseitig, fordert viel und man lernt die Menschen kennen. Eine 8-Stunden-Tag hat man allerdings nicht.


Also, lassen Sie sich nicht beirren. Wenn Sie den Beruf des Immobilienmaklers erlernen wollen, dann machen Sie es. Eine gute Ausbildung ist aber sehr wichtig. Der „Immobilienkaufmann“ ist dabei genau das Richtige.


Viel Erfolg.

Kommentar von kilam1496 ,

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie haben mir sehr geholfen.

Kommentar von KevinCannabis ,

Die Dankbarkeit und Freude, die der Kunden vermittelt, motiviert so
stark, dass man das Gerede der „Unwissenden“ gar nicht mehr wahrnimmt.

er lügt, ohne rot zu werden, ein typischer verkäufer^^

Antwort
von schelm1, 49

Trottel gibt es in allen Berufen ebenso wie erfolgreiche Menschen! Lassen Sie sich da nur nicht beirren!

Häufig handelt es sich bei denen, die eine negative Meinung äußern, um solche Menschen die von der leichtfertig beurteilten Tätigkeit absolut keine Ahnung haben!

Antwort
von Akka2323, 41

Der Immobilienmarkt strukturiert sich gerade durch neue Gesetze völlig um. Viele gehen pleite. Die Leute machen vieles heute per Internet selbst und sparen sich die horrenden Gebühren. Der Berufsstand hat auch schon viele schwarze Schafe und kriminelle Strukturen gehabt. Trotzdem kannst Du natürlich bei einem soliden Unternehmen lernen.

Antwort
von lesterb42, 29

Auf Immobilienmakler mag das zutreffen. Immobilienkaufmann ist ein ehrbarer Ausbildungsberuf.

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