Frage von Mirabelleelle, 69

Ich bin total deprimiert wegen Zuhause?

Hallo ihr lieben, ich hatte gestern einen mega fetten Streit mit meiner Mama und ihrem Freund. Ich wohne seit ca. 1 Monat wieder bei ihnen, aber das Problem ist, dass ich mich im Moment sehr unverstanden und ungeliebt Zuhause fühle. Am Anfang ging es, da hat mir meine Mama zugehört und war für mich da, aber langsam habe ich das Gefühl dass ich wieder zurück falle. Ich habe davor bei meinem Vater gewohnt, weil ich schon mal hier gewohnt habe, aber von alleine gesagt habe ich ziehe aus, das lag daran weil es Zuhause viel Streit gab. Der Freund meiner Mama wurde gewalttätig und zu dem haben sie mir die Schuld immer für ihren Streit gegeben. Nun ja, ich wurde ziemlich heftig Drogenabhängig und hatte für ne lange Zeit alles hin geschmissen und nichts mehr gemacht. Irgendwann habe ich ganz alleine es geschafft clean zu werden und in Therapie zu gehen. Aber ich habe noch viel getrunken und am Wochenende bin ich immer zusammengebrochen, meine Mama hat mich immer abgeholt und getröstet, dazu hat sie mich dann immer gedrängt ich solle ja wieder Nachhause kommen. Zu dem ist das Vehältnis zu meinem Vater überhaupt nicht gut. Ich hatte dann lange überlegt und bin wieder her, aber ich glaube es war ein Fehler, weil ich bemerke dass ich dem Freund meiner Mama nur Misstrauen aufzeige und sowieso halten sie mich aus allem raus und ich werde nicht wirklich nach etwas gefragt, wenn dann sage ich meistens auf Fragen weiß ich nicht, weil ich entweder in dem Moment total unter druck stehe und überhaupt der Frage nicht gerecht werden kann, weil ich Angst habe dass mir das eh nicht gerecht wird, heißt ich verzichte auf alles -> Was mich aber unglücklich macht. Gestern ist es dann so eskaliert, weil ich meine Mama gefragt habe ob sie überhaupt glücklich ist und dann ist einfach alles aus mir rausgeplatzt und dann hat der Freund meiner Mama sich total aufgeregt und wollte was dazu sagen, aber in dem Moment wollte ich es nicht hören. Habe also gesagt dass ich jetzt nicht die Meinung dazu hören möchte von ihm. Dann ist er total beleidigt aufgestanden und hat mich mega angemault und meine Mama auch. Ich war die ganze Zeit unter Tränen und konnte nicht aufhören, wenn ich mit ihnen diskutiere achte ich sehr darauf dass ich nicht Vorwürfe mache, aber es fängt schon damit an, dass sie mich nicht ausreden lassen und dann sich beide gegen mich aufhetzen, obwohl ich eigentlich nur Fragen wollte ob meine Mama glücklich ist. Ich bin jemand der dann auch nicht los lassen kann, dass liegt aber an meiner Sturheit. Nun ja, so bald ich lauter werde im Streit oder mal ausraste (Tür knalle bzw. Stuhl gegen die Wand... War jetzt nicht doll, aber es ist passiert im Affekt) Dann ist aber richtig was los ist, aber ich soll mir alles gefallen lassen... Ich fühle mich sehr ungerecht behandelt und bin nach dem Streit von gestern total traurig und deprimiert, eigentlich müsste ich zur Schule, will ich auch noch hin, aber ich komme zu spät. Fakt ist ich werde selten mal gelobt oder in Arm genommen..

Antwort
von skjonii, 47

Versuche vielleicht, sie dazu zu bewegen mit dir alleine ein Gespräch zu führen. Nehmt euch einen Tag vor, fahrt irgendwo hin wo es schön ist und nehmt euch Zeit über alles zu reden. Wenn ihr nicht zuhause seid, ist es auch weniger wahrscheinlich, dass einer von euch ausfallend wird oder einfach geht. Aber ich denke es ist sinnvoll mit deiner Mutter alleine zu reden und ihren Freund in dem Falle gar nicht direkt mit einzubeziehen. Einfach ein Mutter-Kind-Tag quasi :)

Antwort
von BeGa1, 13

Erstmal großes Lob für die Sache mit den Drogen. Kenne selbst einige Leute die auch Drogen nehmen und das nicht so einfach selbst in die Hand nehmen.
Nun zu der Sache mit deinen Eltern.
Zu deinem Vater kann ich nicht so viel sagen, schätze da liegt auch nicht das Hauptproblem.

Für mich ist der Freund deiner Mutter ein Dorn im Auge. Du als Tochter hast eine natürliche Bindung zu deiner Mutter und auch wenn es hin und wieder mal nicht so gut läuft (was selbstverständlich mal vorkommt) sollte sie dich doch immer im Vordergrund sehen. Der Freund ist da wohl das Hindernis. Er scheint sich nicht so recht mit Worten durchsetzen zu können und greift deswegen wohl des Öfteren zur Gewalt oder eben Kraftausdrücken.
In deinem Fall hast du alles richtig gemacht. Du hast ein Problem damit wie es um euch steht und versucht eben an deine Mutter ran zu kommen. Ihr eventuell Vernunft einzureden oder andere Lösungen zu finden. Auch da machst du nichts falsch.

Du kannst versuchen alleine mit deiner Mutter zu reden. Eben das Problem in Ruhe behandeln, ohne dass sich der Freund aufregt und die Unterhaltung ruiniert. An sich verstehst du dich ja mit ihr, also kannst du sicher mit ihr reden, ohne dass sie dich ausmeckert etc.

Suche dir eventuell eine Vertrauensperson. Da gibt es in der Schule sicher Lehrer oder anderes Personal, die das anbieten. Vielleicht hast du derzeit keinen zum reden und da hilft es schon, wenn es auch "nur" ein Lehrer ist, den du magst. Wenn du nicht in der Schule gewesen bist, kannst du auch andere Personen (Freundeskreis oder Therapeut von der Drogensache) kontaktieren und dein Problem schildern. Du alleine kannst da bestimmt eher wenig machen also suche dir zumindest eine Person zum reden, das hilft oft auch schon.

Die Lage ist an sich ziemlich schwer zu handhaben, wenn man eben nie wirklich zu Wort kommt. Sollte es also gar nicht mehr gehen und die Umstände verschlimmern sich, kannst du auch zum Jugendamt oder eben andere Lösungen aufsuchen.

Hoffe du kriegst das alles hin. Gerade weil du dich schon so sehr um dich selbst kümmerst und die Therapie gemacht hast, hast du viel mehr Anerkennung verdient und ich fürchte das hörst du viel zu selten.
Es ist nicht deine Schuld, was bei dir Zuhause passiert. Sei dir dessen bitte bewusst. :)

Antwort
von Rosalielife, 9

Es geht dir schlecht. Die Erwachsenen, die dir beistehen sollten, machen ihr Ding ohne dich. Deine Mutter kommt und unterstützt dich, wenn du sie allein für dich hast, kaum ist sie mit ihrem Freund zusammen, gibt es Mama nur noch als Paar.

Du bleibst aber immer ihr Kind und das müsste sie als Mutter wissen und spüren und sich um dich kümmern, egal, was der Freund dazu meint. Der wiederum hat gewusst, dass er eine Frau bekommt, die Verpflichtungen hat, also dich und darf sich nicht einmischen, es sei denn, es handelt sich um eine Angelegenheit zwischen euch Dreien.

Dein Vater scheint sich rauszuhalten, auch hier hast du schlechte Karten.

du brauchst aber deine Eltern, und dazu müssen alle an einen Tisch gebracht werden und miteinander sprechen. Hole dir Verstärkung, wenn du niemanden hast in deiner Verwandtschaft, schau bei den Eltern deiner Freunde oder schalte das Jugendamt ein.

auch das Wohnen in einer betreuten Wohngruppe könnte eine Alternative sein, wenn sonst nichts zustande kommt. du brauchst geregelte Verhältnisse und die Erwachsenen sollten sich auf ihre Pflichten besinnen und dich nicht allein lassen.

Freilich hat deine Mutter das Recht auf Liebe und einen neuen Partner, aber ihr Kind darf nie in eine Schieflage dadurch geraten. du bist da, du brauchst dich nicht zu rechtfertigen dafür.

Jetzt geh in die Schule und mach deinen Tag zu einem besseren, als er gerade ist.

Auch dort könntest du mit einem Vertrauenslehrer sprechen, der sich für dich stark macht.

Antwort
von Mignon4, 26

Du bist sehr widersprüchlich und mit dir ist der Umgang wirklich schwierig. Auf der einen Seite willst du mit deiner Mutter und deinem Stiefvater sprechen. Auf der anderen Seite verbietest du ihm das Wort und willst nicht hören, was er zu sagen hat. Was soll der arme Mann eigentlich noch machen? Alles ist in deinen Augen falsch!

Du trinkst, du knallst die Türen und Stühle gegen die Wand. Findest du dein verhalten richtig??

Hinterfrage dich mal selbstkritisch! Es sind nicht immer die anderen Schuld. Du trägst in erheblichem Maße zu euren Streitereien bei. Offenbar kann man sich mit dir gar nicht in Ruhe unterhalten!

Du bist vermutlich in der Pubertät. Das ist sowieso eine schwierige Zeit für alle Familienmitglieder!

Es ist toll, dass du deine Drogenabhängigkeit offenbar besiegt hast. Dafür ein dickes DH! Jetzt mußt du dein Alkoholproblem angehen. Das muss dein nächstes Ziel sein. Begib dich wieder in psychologische Behandlung. Ein Antiaggressionstraining wäre dir auch zu empfehlen.

Zerfließe nicht länger in Selbstmitleid, sondern arbeite an dir selbst. Du wirst sehen, dass du dann auch mit deinen Eltern wieder besser zurechtkommst.

Kommentar von Mirabelleelle ,

Also ich trinke nicht mehr, ich habe schon seit langem keinen Alkohol mehr getrunken. Ich habe für mich selber beschlossen dass es mir nichts bringt. 

Zweitens in Momenten wo Ich mit meiner Mama rede und er dazwischen redet und ich mal wieder das 100. Mal nicht ausreden darf, rutscht mir raus dass ich es jetzt nicht hören will und im Endeffekt habe ich ihn dann doch reden lassen, aber ich darf nicht zu Ende reden und das macht mich wütend. Ich werde halt erst lauter, wenn alle um mich herum laut werden, dass liegt daran dass ich respektlos behandelt werde und das färbt wiederum auf mich ab und ich verhalte mich dementsprechend aggressiv. Ich halte mich aber stets am Anfang zurück. 

Ich mache Sport und gehe zum Gesangsunterricht, ich mache viel für mich selber, mir fehlt aber die Unterstützung meiner Eltern und so bald ich das anspreche kriege ich ein schlechtes Gewissen und meine Mama macht das entweder extra oder unbewusst und wen ich darauf anspreche heißt es wieder ich würde nichts sagen, dass stimmt aber nicht. Am Anfang sage ich die ganze Zeit was, aber dann heißt es wieder sie haben kein Geld oder keine Zeit. Aber wenn ich dann damit komme, wieso meine Mama nicht weiter Schule bzw. einen besseren Abschluss machen möchte, dann heißt es sie habe keine Lust darauf. Ich diskutiere dann weiter, weil das für mich kein Grund ist und ich dann selber denke, dass sie einfach faul ist bzw. nicht mal an mich denken will. Die ganze Zeit höre ich mir an, ja wir haben nicht genug Geld und ich musste das mit meinem letzten Geld bezahlen und das deprimiert mich, so dass ich Sie darauf anspreche. Aber wenn ich dann nichts mehr dazu sage und dann mal die darauf anspreche, dann habe ich ja mal wieder nichts gesagt bzw. mit mir kann man ja nicht reden. Die ganze Zeit muss ich mir Vorwürfe anhören und breche in Tränen aus. Dann bin ich gestern einfach ausgerastet, ich bin lange genug ruhig geblieben, aber ich habe ständig ein schlechtes Gewissen zuhause und mir fehlt der Zusammenhalt.

Antwort
von DG2ACD, 6

Erstmal ist es nicht wirklich gut, sich immer dahin zu wenden, wo es sich gerade leichter leben lässt, also mal zum Dad und mal zur Mom.

Aber okay, das ganze klingt nach schweren Kommunikationsproblemen, nicht nur von Deiner Seite, sondern auch ausgehend von Deiner Moms Seite und ihrem Freund.

Du solltest dringend mal versuchen, Dir oder noch besser Euch, Kommunikationshilfe zu organisieren. Sowas bieten Jugendämter an oder sie vermitteln Dich oder besser Euch an eine Erziehungsberatungsstelle.

Auch kirchliche Organisationen bieten soetwas oft an, dann aber gegen eine geringe Spende. Erziehungsberatungsstellen werden von der Komune finanziert.

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