Frage von MrWatson84, 58

Ich bin ständig unzufrieden im Leben?

Mein Leben nervt mich. Egal was ich anfange im beruflichen und privaten, ich bin ständig unzufrieden. Habe keine Freundin, bin bald 32 Jahre alt und nie richtig ne Beziehung gehabt...komme mir schon blöd vor, weil andere schon viele Beziehungen hatten. Habe das Gefühl was verpasst zu haben im Leben. Aber aus logischen Verständnis, bekommen halt, liebe und nette Männer niemanden ab, so meine jahrelange Erfahrung. Und daher bekomme ich gar keinen Anreiz jemanden anzusprechen, es ist dann immer das selbe. Dabei sehne ich mich einfach nach liebe und Geborgenheit, wie viele andere auch.
Ich fühle mich nicht mal richtig erwachen. Werde ich kritisiert oder ähnliches, könnte ich weinen und werde traurig bis hin wütend. Denke das hängt mit dem inneren Kind zusammen.
Ich weiß noch mal wo ich anfangen soll...antidepressiva nehme ich, Therapie bringt mich nicht weiter. Wahrscheinlich strebe ich nach Anerkennung und das werde ich nie bekommen. Keine Ahnung. Aber mich nervt das alles.

Antwort
von einfachichseinn, 21

Wenn die Therapie nicht läuft, solltest du evaluieren woran das liegt und dir überlegen, was du dagegen tun kannst.

Vielleicht brauchst du einen anderen Therapeuten oder mal eine andere aber der Therapie.

Vielleicht auch mal eine Auszeit im Sinne eines Klinik Aufenthalts.

Antwort
von MaggieSimpson91, 26

Hey:) Genau solche Männer wie dich ich finde ich toll, intelligent und sensibel. Das zumindest sehe ich an deinem Text. Ich weiß, das hilft dir null, aber ich glaube, das kann auch kein Außenstehender. Bis auf der Therapeut. Ich gehe dort seit acht Monaten hin und dachte auch erst "Ich kann mich da ohnehin nicht drauf einlassen". Irgendwann habe ich alle Scham und alles Unwohlsein über noch jede so merkwürdige Sache abgelegt und es hilft ungemein. Vielleicht solltest du den Therapeuten wechseln oder eine Selbsthilfegruppe aufsuchen. Auf jeden Fall bin ich mir ziemlich sicher, dass du ein ziemlich toller Mensch bist (und nein, das ist keine hohle Phrase). Ich hab mich in dem einen oder anderen Punkt wiedergefunden, aber ich verspreche dir, es kann nur besser werden.

LG MaggieS

Kommentar von MrWatson84 ,

Hallo, das ist nett, dass du das schreibst. Aber ich mache da schon Jahre rum. Mal geht es einigermaßen und dann ist wieder alles an Boden zerstört. Natürlich muss ich mich erst mal selber leiden können, aber das kann ich nicht, weil ich nicht nal richtig weiß wer ich eigentlich genau bin. Was meine Eigenschaften sind. Vieles wurde mir beigebracht und erzogen. Und das bin ich basal eventuell garnicht. Ich will einfach nicht immer der Liebe, nette und harmlose sein. Verstehe auch nicht woran das alle festmachen? Bin ich ruihg? Andere sprechen auch nicht viel und bezeichnen sich selbst als extrovertiert.
Aber es gibt schlimmeres als den ganzen Psycho Kram

Kommentar von MaggieSimpson91 ,

Also, ich wurde auch von meinen Eltern "falsch" erzogen (sie sind toll!). Ich musste mich immer absolut besonnen, zuvorkommend und zurückhaltend anderen gegenüber verhalten, dadurch hat mein Selbstwertgefühl so gelitten, dass es in Selbsthass inkl. Suizidgedanken umgeschlagen ist. Hinzu kommt, dass ich kein sonderlich hübscher Mensch bin und damit natürlich auch zu kämpfen habe. Übernimmst du schnell Verantwortung und Arbeit, die gar nicht bei dir liegt? Sagst du auch mal nein, wenn du keine Lust hast und es dir nicht passt? Das sind alles Verhaltensweisen, an denen ich gerade arbeite. Vielleicht wechselst du doch mal oder verlagerst das Ganze stationär.

Antwort
von LeCux, 37

Positiv denken.

Seit wann nimmst Du Antidepressiva uns seid wann bist Du in Therapie?

Kommentar von MrWatson84 ,

Therapie bestimmt schon Jahre (5 oder mehr)...Medikamente schon länger...vielleicht kann ich mich nicht richtig öffnen beim Therapeut...aber auch viele Dinge die ich ich mit ihm bespreche, scheinen mir sinnlos. Mir ist das schon bewusst, das er versucht andere Denkweisen zu bauen. Aber letztendlich ist alles wie immer. Fühle mich kurz gut darüber gesprochen zu haben und danach ist es so wie immer.
Ich hinterfrage leider auch zu viel, wie kann man so werden. Viele meinen ich sei introvertiert. Aber wodurch machen die das Fest. Ich spreche dich mit Leuten oder ähnliches. Mich ärgert das, dass ich immer so lieb, nett und harmlos eingestuft werde. Kommt alles auch von meiner Erziehung. Nur nicht anecken und sich anpassen.

Kommentar von LeCux ,

Nach 5 Jahren sollte eine Therapie doch schon was bringen - vielleicht hilft es Dir u.U. einen anderen Therapeuten aufzusuchen?

Darf ich fragen, wie dein normaler Tagesablauf etwa aussieht? 

Introvertiert heisst ja nach innen gekehrt - sprich Du machst Dinge eher mit Dir selber als mit anderen Menschen aus. Das kann ja gut sein - und ich finde das merkt man Menschen schon durchaus an, wenn das so ist. 

Magst Du denn nicht nett und lieb sein? Man darf ja auch anecken und auch mal seine Sichtweise der Dinge vertreten - und wenns Dir hilft, geht in den Wald und schreie es laut aus Dir heraus :) Und wenn einer doof guckt, soll er das tun.

Etwas was vielleicht eine schöne Idee ist - besorge Dir ein Vokabelheft. Und dann schreibst Du jeden Tag auf die linke Seite dei drei negativsten Dinge auf die Dir einfallen. Und auf die rechte Seite die positiven. Ebenfalls genau 3. Und das schau Dir mal nach ein paar Wochen an. 

Wenn Du etwas ändern könntest, was würde das sein?

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